Datum: 13.08.2004 Uhrzeit: 19:13:45 Klaus Kerth Hallo, ein paar Beiträge zurück wird die Frage gestellt, ab wann mit dem berüchtigten Lamellenfehler zu rechnen sei. Klingt erstmal ein wenig naiv (pardon), ist aber vor dem Hintergrund der vielen Ausfälle wirklich ein paar Überlegungen wert. Nachdem ich mir als mehrfach Betroffener die Frage auch immer wieder stelle, hab ich mal versucht, die Zahl der gemachten Aufnahmen bis zum Eintreten der Vollblockierung zu ermitteln, was aber aufgrund der unzuverlässigen Umstellung der Ordnerbezeichnung von 100 auf 101, 102 usw. bei mir nicht hinhaut. Jedesmal, wenn ich bei E-10 und E-20 kurz vor der 9999 bin, fängt die Kiste an zu spinnen und legt reihenweise neue Ordner mit immer neuen Bildern 0001 an, bis alles zur Ruhe kommt und plö¶tzlich wieder der erste Ordner 100 auftaucht und dann allerdings brav Richtung 9999 hochzählt. Somit kann man auch nicht einmal sagen, dass eine Kamera tatsächlich erst z.B. 1500 Bilder belichtet hat, wenn diese Nummerierung im vermeintlich ersten Ordner 100″ auftaucht. Mit anderen Worten wenn man viel photographiert und in freiwilliger Selbstkontrolle seinen Müll und überflüssige Belichtungen lö¶scht verliert man ganz schnell den Überblick über die tatsächliche Anzahl der Auslö¶sungen. So geht es mir gerade. Ich komm auf keine konkrete Zahl. Interessant finde ich aber einen Aspekt: Olympus hat die E-10 und E-20 mit der Headline ‚die Spiegelreflexkamera für Profis‘ eingeführt. Nach gängigen Vorstellungen verbindet man damit Verschlussleistungen von ca. 150.000 – 200.000 Auslö¶ungen. Canon bewirbt z.B. die 1D Mark II mit bis zu 200.000 Auslö¶sungen. Irgendein Nikon-Service hat letztens eine F5 mit mehr als 500.000 Auslö¶sungen gewartet. Meine Nikon F2 hat in 30 Jahren 2x einen neuen Verschluß bekommen und damit ca. 800 – 900.000 Auslö¶sungen geschafft. Demgegenüber nehmen sich angenommene 20 – 30.000 Belichtungen als Lebenserwartung eines Olympus-Verschlusses ‚…für Profis‘ egal ob digital oder analog egal ob Schlitz oder Zentral ziemlich grotesk aus. Mit meiner Lamellenfehlerreparaturzeit-überbrückungs-Canon 10 D habe ich in den letzten 3 Wochen ca. 5.000 Belichtungen gemacht zu einem guten Teil um die Kamera kennenzulernen und um Objektive zu testen. Auf Olympusverhältnisse umgerechnet wäre so schon in ca. 2 Monaten die Lebenserwartung des Verschlusses erreicht. Das will ich nicht hoffen aber wer weiß … Befremdlich finde ich da die frivole Frö¶hlichkeit einiger Forumsteil-nehmer dass halt nichts für die Ewigkeit sei usw. Das ist eh klar aber eine gewisse Erwartungshaltung an ein Produkt das sich – auch – an Profis gewandt und bei Markteinführung immerhin DM 4800 – resp. ⬠2400 -gekostet hat muss erlaubt sein ohne dass man gleich als Relikt aus einer seltsamen vorelektronischen Zeit abgetan wird. Um zu meiner Ausgangsüberlegung zurückzukommen: wieviele Belichtungen waren es denn nun ich krieg´s wirklich nicht zusammen; alle 10 – 12 Monate bei sehr unterschiedlich intensiver Nutzung aber immer äußerst pfleglicher Behandlung. Ich weiß nur die E-20 scheint anfälliger für den Fehler zu sein: ich habe sie weniger benutzt als die E-10 und es ist trotzdem schon zweimal passiert. Es ist wirklich beklemmend bei jedem Auslö¶sen damit rechnen zu müssen dass der Sucher dunkel wird und erst mal Schicht ist. Dass Olympus das Problem schlichtweg ignoriert ist natürlich skandalö¶s und für mich nicht weiter hinnehmbar. Ob ich meine Auslö¶sephobie bei der Canon wieder loswerde wird die Zeit oder besser gesagt: die Kamera zeigen. Ich drück mir selbst die Daumen und wünsche allen bisher Verschonten weiterhin freien Blick durch ihren Olympus-Sucher. Grüße Klaus posted via https://oly-e.de“ 0 —————————————————————————————————————————————— Datum: 16.08.2004 Uhrzeit: 8:10:05 Paul Hallo Klaus, ich habe ausschliesslich hier im Forum von diesem Fehler gelesen. Ich habe selbst die E-20 und ebenso mehrere Bekannte von mir. Noch keiner hat diese Probleme gehabt. Ich kontrolliere allerdings auch nicht unbedingt die Anzahl der Auslö¶sungen…. aber in jedem Urlaub wird das 1GB-microdrive voll. Ich habe keine Bedenken, auf den Auslö¶ser zu drücken nur weil evtl. ein Fehler auftreten kö¶nnte. Zu den genannten SLR mit sehr hoher Lebenserwartung: Ja sicher, auch meine alte Pentax MX hat in den mehr als 20 Jahren deutlich mehr Auslö¶sungen gehabt als die E-20 und noch nie ein Problem. Die mechanische Verarbeitung für SLR mit Profi-Anspruch sollte das ermö¶glichen. Wenn das bei Deiner E-20 nicht der Fall war, hat es evtl. eine schlechte Serie, Montagsproduktion“ o.Ä. gegeben. Ich erfreue mich jedenfalls weiterhin meiner E-20. Das Einzige was ich mir zusätzlich wünschen würde wären vergleichbare 28mm am kurzen Objektivende sowie bessere Qualität und mehr Stufen für hohe ISO-Einstellungen. BITTE Olympus ….. 😉 Paul posted via https://oly-e.de“ 0 —————————————————————————————————————————————— Datum: 16.08.2004 Uhrzeit: 9:37:10 F.K. Klaus Kerth schrieb: Dass Olympus das Problem > schlichtweg ignoriert, ist natürlich skandalö¶s und für mich > nicht weiter hinnehmbar. > Ob ich meine Auslö¶sephobie bei der Canon wieder loswerde, wird > die Zeit oder besser gesagt: die Kamera zeigen. Ich drück mir > selbst die Daumen und wünsche allen bisher Verschonten weiterhin > freien Blick durch ihren > Olympus-Sucher. > Grüße Klaus Hallo Klaus, du hast selbstverständlich recht, es ist eine Unverschämtheit so zu tun als wäre jeder Fehler ein Novum von dem man noch nie gehö¶rt hat… Zum Thema Profigerät: Die E-10 ist eine Zeitgenossin der Canon D30, wenn Du mal in den Canonforen suchst wirst Du feststellen, dass der Verschluss der D30 nach weniger als 30.000 Auslö¶sungen sehr oft getauscht werden musste, in dieser Hinsicht liegt die E-10/20 also gut im Trend. Der genannte Wert ist einer, den viele Hersteller im analogen Zeitalter für typische Amateurkameras garantierten, Profikameras wurden damals mit 50-100.000 Auslö¶sungen angegeben, dass der digitale mansch einfach ö¶fter auslö¶sst ist den Herstellern in diesem Fall einfach zu spät klargeworden. Ich habe mal eine Studie gelesen, in der stand, dass ein engagierter Amateur im Jahr 50 bis 100 Filme verknipst, das wären also 1500 bis 3000 Bilder/Auslö¶sungen. Wenn man so rechnet, dann kommen halt immer noch viele Jahre zusammen die so ein Verschluss halten kö¶nnte (wenn die Leute ihr Verhalten nicht geändert hätten) Im professionellen Einsatz ist natürlich eine andere Zahl anzusetzen, ich denke dass Olympus trotz vollmundiger Werbung erst zu spät gecheckt hat, dass die E-xx sich auch bei Profis grosser Beliebtheit erfreuen kö¶nnten(auch Canons 300D wird als Kamera mit professionellen Mö¶glichkeiten“ beworben Canon denkt dabei aber sich nicht an wirklichen Profialltag 😉 ). Gruss Fritz posted via https://oly-e.de“ 0 —————————————————————————————————————————————— Datum: 16.08.2004 Uhrzeit: 15:15:33 Klaus Kerth Paul schrieb: > ich habe ausschliesslich hier im Forum von diesem Fehler gelesen. > Ich habe selbst die E-20 und ebenso mehrere Bekannte von mir. > Noch keiner hat diese Probleme gehabt. … > Wenn das bei Deiner E-20 nicht der Fall war, hat es evtl. eine > schlechte Serie, Montagsproduktion“ o.Ä. gegeben. > Ich erfreue mich jedenfalls weiterhin meiner E-20. Hallo Paul ich gö¶nn es Dir von Herzen und mö¶gest Du und alle anderen verschont bleiben. Aber wenn man hier im Forum so viel über dieses Problem liest scheint es ja immerhin zu existieren. Und dieser „Montag“ ich weiß nicht offenbar war er sehr lang und extrem produktiv; und wenn es ihn gegeben hat sollte der Service einfach adäquat damit umgehen. Dann wären die Gemüter sicher weit weniger erhitzt meines inbegriffen. Und: ich mag ja die E-20; wenn sie irgendwann mal vollständig repariert endlich vom Service zurück ist werde ich mich sehr gerne wieder auf die Kamera -mit all ihren Schwächen aber auch ihren Stärken- einlassen. Auf das Objektiv übrigens genau wie es ist: festes Gehäuse extrem lichtstark mit sehr guter Abbildungsleistung selbst bei offener Blende lass ich nichts kommen. Das haben so nicht viele. Und 7-fach 10-fach x-fach bei gleicher optischer Leistung? Zumindest mit Fragezeichen. Weiterhin hoffentlich ungetrübte Freude wünscht Dir Klaus posted via https://oly-e.de“ 0 —————————————————————————————————————————————— Datum: 16.08.2004 Uhrzeit: 17:21:59 Heinz Schumacher Klaus Kerth schrieb: > letztens eine F5 mit mehr als 500.000 Auslö¶sungen gewartet. > Meine Nikon F2 hat in 30 > Jahren 2x einen neuen Verschluß bekommen und damit ca. 800 – > 900.000 Auslö¶sungen geschafft. Rechne mal die Film und Entwicklungskosten für deine 900000 Auslö¶sungen aus. Dabei spielt es keine Rolle mehr wieviele Kameraverschlüsse dabei drauf gehen… Ein Frofi hat dabei mindestens 10 Million DM verdient!:-))) lg heinz 0 —————————————————————————————————————————————— Datum: 16.08.2004 Uhrzeit: 19:10:13 Klaus Kerth Heinz Schumacher schrieb: > Rechne mal die Film und Entwicklungskosten für deine 900000 > Auslö¶sungen aus. Dabei spielt es keine Rolle mehr wieviele > Kameraverschlüsse dabei drauf gehen… > lg heinz Hallo Heinz, aber es spielt eine Rolle, ob was drauf“ ist wenn man nach einer Reise seine z.B. 500 Filme vom Labor zurückbekommt. KB ohne Pola-Kontrolle. Und ohne Monitor. Gruß Klaus posted via https://oly-e.de“ 0 —————————————————————————————————————————————— Datum: 16.08.2004 Uhrzeit: 22:12:44 Heinz Schumacher Klaus Kerth schrieb: > aber es spielt eine Rolle, ob was drauf“ ist wenn man nach > einer Reise seine z.B. 500 Filme vom Labor zurückbekommt. KB > ohne Pola-Kontrolle. Und ohne Monitor. > Gruß Klaus Na ja ein bissl Verluscht ischt doch immer!:-)))“ 0 ——————————————————————————————————————————————
Lebenserwartung Verschluss E-10/E-20
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