RAW-Dateien

Datum: 17.03.2002 Uhrzeit: 21:35:43 Andre Krö¶se Lohnt es sich eigentlich RAW-Dateien zu verwenden? Hat schon mal jemand Erfahrungen damit sammeln kö¶nnen? Oder reicht es im SHQ-Modus zu arbeiten? Ist der Unterschied nicht besonders groß? Die technischen Vor- und Nachteile sind mir soweit bekannt, aber ich wollte mal schauen ob jemand schon praktische Erfahrungen damit gesammelt hat. Danke und Gruß Andre e10.german 8883 —————————————————————————————————————————————— Datum: 17.03.2002 Uhrzeit: 22:01:18 Heinz Schumacher Hallo Andre. > Lohnt es sich eigentlich RAW-Dateien zu verwenden? Hat schon mal > jemand Erfahrungen damit sammeln kö¶nnen? Ja leider, wenn man keine Arbeit hat dann macht man sich welche. RAW-Dateien sind vom Ansatz her eine sehr gute Grundlage für ein optimales Foto. Leider muß man sehr viel dafür tun, dass die Fotos auch so werden wie man sie haben mö¶chte. Wenn es auf optimale Abbildungsqualität ankommt würde ich nach dieser leidvollen Erfahrung mit RAW nur noch mit TIFF arbeiten. > Oder reicht es im SHQ-Modus zu arbeiten? Ist der Unterschied nicht > besonders groß? Für normale Fotos reicht SHQ allemal! Bis 20×27 sogar HQ… Gruss Heinz — posted via http://oly-e.de e10.german 8884 —————————————————————————————————————————————— Datum: 18.03.2002 Uhrzeit: 15:29:44 Mirko Skibbbe Ja ich, auch leider. Der Ansatz mag gut sein, Bilder von der Kamera in einem weitgehenst unberührten Zustand bekommen zu kö¶nnen. Auch das man dabei noch ein wengig Platz spart durch das Velustfreihe Komprimieren beim RAW Format ist sicher gut. Es ist jedoch ziemlich krampfig mit diesen hinterher zu Arbeiten. Man hat nur mini Vorschaubilder an der Kamera, sonst keine. Das auslesen und wandeln der Daten in ein Bild mit RGB werten dauert ewig (Bei mir ca ne halbe Minute pro Bild, und das auf nem 2x1GHz PIII mit 1GB RAM) Auch wenn es nicht mehr die Neueste Hardware ist, so sollte Sie doch mehr als ausreichen. Wenn Du auftretende Verluste des JPG Formats und Kamera interner Bearbeitungen umgehen mö¶chtest, dann empfehle ich dir TIFF und bei Kontrast/Schärfe die niedrigste Einstellung. Da bleibt das Bild dann unbearbeitet. So hast Du unberürte Bilder (Mit ausnahme des Pixelmappings), kein Verlust durch das Bildformat, und kannst auf immernoch sehr bequeme weise mit diesen weiterarbeiten. Für den Normalen betrieb reicht JPG und die Kompressionsstufe 1/2.7 vollig aus. Für meine Begriffe reden wir bei RAW im vergleich zu Unbearbeteten JPG eh nur von Theoretischen unterschieden. In der Praxis sind mit Blosem Auge selbst mit Lupe jedenfalls keine unterschiede sichbar. Wenn Du die Bilder weiterverarbeiten mö¶chtest, dann sollterst Du hierbei niemals JPG als Zwischenspeicherung nehmen. Da hier dann jedesmal Bildinformationen Verloren gehen. Ich hoffe das hilft dir weiter. Ansonsten einfach mal ausprobieren und selber fluchen 😉 Gruß Mirko — posted via http://oly-e.de e10.german 8889 —————————————————————————————————————————————— Datum: 18.03.2002 Uhrzeit: 15:29:47 Mirko Skibbbe Ja ich, auch leider. Der Ansatz mag gut sein, Bilder von der Kamera in einem weitgehenst unberührten Zustand bekommen zu kö¶nnen. Auch das man dabei noch ein wengig Platz spart durch das Velustfreihe Komprimieren beim RAW Format ist sicher gut. Es ist jedoch ziemlich krampfig mit diesen hinterher zu Arbeiten. Man hat nur mini Vorschaubilder an der Kamera, sonst keine. Das auslesen und wandeln der Daten in ein Bild mit RGB werten dauert ewig (Bei mir ca ne halbe Minute pro Bild, und das auf nem 2x1GHz PIII mit 1GB RAM) Auch wenn es nicht mehr die Neueste Hardware ist, so sollte Sie doch mehr als ausreichen. Wenn Du auftretende Verluste des JPG Formats und Kamera interner Bearbeitungen umgehen mö¶chtest, dann empfehle ich dir TIFF und bei Kontrast/Schärfe die niedrigste Einstellung. Da bleibt das Bild dann unbearbeitet. So hast Du unberürte Bilder (Mit ausnahme des Pixelmappings), kein Verlust durch das Bildformat, und kannst auf immernoch sehr bequeme weise mit diesen weiterarbeiten. Für den Normalen betrieb reicht JPG und die Kompressionsstufe 1/2.7 vollig aus. Für meine Begriffe reden wir bei RAW im vergleich zu Unbearbeteten JPG eh nur von Theoretischen unterschieden. In der Praxis sind mit Blosem Auge selbst mit Lupe jedenfalls keine unterschiede sichbar. Wenn Du die Bilder weiterverarbeiten mö¶chtest, dann sollterst Du hierbei niemals JPG als Zwischenspeicherung nehmen. Da hier dann jedesmal Bildinformationen Verloren gehen. Ich hoffe das hilft dir weiter. Ansonsten einfach mal ausprobieren und selber fluchen 😉 Gruß Mirko — posted via http://oly-e.de e10.german 8890 —————————————————————————————————————————————— Datum: 18.03.2002 Uhrzeit: 17:42:16 Andre Krö¶se Vielen Dank erst einmal für Eure raschen und sehr ausfürhlichen Antworten. Ich werde wohl selbst einmal ein paar Test mit dem RAW-Format starten und dann mal schauen wie man damit zurecht kommt. Auf jeden Fall war es schon einmal sehr hilfreich zu hö¶ren, wo einen denn die Fallstricke erwarten. Vielen Dank und Gruß Andre e10.german 8892 —————————————————————————————————————————————— Datum: 18.03.2002 Uhrzeit: 25:00:55 Harald Lö¶ffler Hallo Mirko > auslesen und wandeln der Daten in ein Bild mit RGB werten dauert > ewig (Bei mir ca ne halbe Minute pro Bild, und das auf nem 2x1GHz > PIII mit 1GB RAM) Auch wenn es nicht mehr die Neueste Hardware > ist, so sollte Sie doch mehr als ausreichen. Wenn Du auftretende das ist ja wahnsinn: 30s um die rohdaten umzuwandeln, das macht die E-xx aber schneller 😉 Spass beseite: Das Plugin scheint mir noch nicht wirklich ausgereift, denn auf Deiner Hardware sollte das wohl schneller gehen, schließlich sind die E-xx Kameras ja nicht gerade für ihre Verarbeitungsgeschwindigkeit berühmt und das umwandeln in ein JPG geht da schneller… Bei mir crasht das Plugin gleich das ganze Corel Photopaint, wenn ich es zum laden benutze. Gibt es jemand, der das mit Corel 9 zum funktionieren gekriegt hat? (Ich weiss, das gehö¶rt ins Software-Forum, aber der Thread fing halt hier an…) Gruss, Harald — posted via http://oly-e.de e10.german 8897 —————————————————————————————————————————————— Datum: 18.03.2002 Uhrzeit: 25:07:12 Frank Ledwon Andre Krö¶se wrote: > Lohnt es sich eigentlich RAW-Dateien zu verwenden? Ja, aber nur wenn du auch wirklich das allerletzte Bit an Information aus den Bildern rausholen willst oder mußt. Wer nur 10×15-Abzüge ohne PS-Nachbearbeitung machen will, der kann auf RAW verzichten. Das wäre dann das vielzitierte Mit-Kanonen-auf-Spatzen-schießen 😉 > Hat schon mal > jemand Erfahrungen damit sammeln kö¶nnen? Ich. Allerdings nutze ich dafür nicht das Oly-PS-Plugin, sondern die ORFSuite (nur für E-10?) von Paul Dempsey: http://communities.msn.com/PaulChaseDempsey http://www.dcnicholls.com/plugins/ Damit stehen für das Konvertieren der RAW-Dateien in 16bit(!)-TIFF-Dateien wesentlich mehr Optionen zur Verfügung. > Oder reicht es im SHQ-Modus zu arbeiten? Ist der Unterschied nicht > besonders groß? Bei JPEG geht /immer/ etwas an Information verloren, bei SHQ mit 1:2,7 ist das natürlich kaum sichbar. Hotpixel ‘wachsen’ durch die kamera-interne Interpolation und die anschließende JPEG-Komprimierung zu grö¶ßeren Klumpen. Außerdem wird von der Firmware je nach den Einstellungen bei Sharpness/Contrast/WB an den Bilddaten mehr oder weniger ‘Schaden’ angerichtet. Bei TIFF/JPEG bekommt man übrigens nur 24- von den 30-bit die der CCD liefert. Der grö¶ßte Vorteil des RAW-Formats (ORFs sind ja eigentlich auch nur TIFFs) liegt aber darin, daß man mittels geeigneter Software die Interpolation der RGGB-Bayer-Matrix nach RGB beeinflussen kann. Die damit erzielten Ergebnisse muß man einfach gesehen haben. > Die technischen Vor- und Nachteile sind mir soweit bekannt, aber > ich wollte mal schauen ob jemand schon praktische Erfahrungen damit > gesammelt hat. Nachteile: Die Dateien sind grö¶ßer, das Speichern dauert länger. Die anschließende Nachbearbeitung dauert ein paar Minuten länger. Der ganze Aufwand lohnt sich natürlich nicht für die üblichen Bilder. Bei besonderen Anlässen und/oder sehr anspruchsvollen Motiven wird man die Bilder sowieso nachbearbeiten müssen. Also kann man dafür auch gleich RAW-Dateien nehmen und erhält damit mehr Informationen (30bit) für die Weiterbearbeitung am PC. Man muß sich natürlich erstmal mit der Software befassen und etwas damit experimentieren, damit man ggf. einschätzen kann, ob sich für ein bestimmtes Motiv der Mehraufwand überhaupt lohnt. Frank e10.german 8898 ——————————————————————————————————————————————

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Ich bin hier der Chef.

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