Gewaehrleistung:Keine Chance fuer den Kaeufer nach 6 Monaten?

Datum: 12.01.2006 Uhrzeit: 11:30:30 Mario Perkuhn Hallo, meine C5050 habe ich vor knapp 2 Jahren bei einem Händler (Foto Mundus in Meppen) gekauft. Bei der letzten Benutzung waren die Akkus leer und das Gerät führte den Ausschaltvorgang nicht ganz zuende. Nach Erneuerung der Akkus lässt sich zwar alles bedienen, aber die Bilder sind ganz verzerrt. EIn Reset brachte keine Besserung. Ich habe das Gerät, für das 2 Jahre Gewährleistung zugesichert wurden, an den Händler geschickt mit der Bitte um Reparatur im Rahmen der Gewährleistung. Das lehnt der Händler ab! Begründung: Die Herstellergarantie ist abgelaufen. Reparaturkosten sollen bei 220 Euro liegen. Dazu noch ein Vermerk mit dem Hinweis auf die Rechtslage, dass die Gewährleistung sich nur auf Mängel erstreckt, die bereits bei der Übergabe der Ware vorhanden sein müssen. Nur in den ersten 6 Monaten muss der Händler die Mängelfreiheit nachweisen, danach der Käufer. Ich sehe die beim Leerwerden der Akkus aufgetretene Fehlfunktion, die das Gerät für mich nun unbrauchbar macht, als Konstruktionsmangel an (z. B. Firmware wird beschädigt bei Spannungsabfall). Ansonsten wären doch die 2 Jahre Gewährleistung wegen der Beweislastumkehr nach 6 Monaten vö¶llig wertlos für den Käufer. Wie soll ich mich verhalten? Habt Ihr auch derart schlechte Erfahrung mit Fachhändlern gemacht? Danke für einen Tipp. Mario Perkuhn — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.01.2006 Uhrzeit: 11:53:22 Rolf-Christian Müller Mario Perkuhn schrieb: > Hallo, > meine C5050 habe ich vor knapp 2 Jahren bei einem Händler (Foto > Mundus in Meppen) gekauft. Bei der letzten Benutzung waren die > Akkus leer und das Gerät führte den Ausschaltvorgang nicht ganz > zuende. Nach Erneuerung der Akkus lässt sich zwar alles > bedienen, aber die Bilder sind ganz verzerrt. EIn Reset brachte > keine Besserung. > Ich habe das Gerät, für das 2 Jahre Gewährleistung zugesichert > wurden, an den Händler geschickt mit der Bitte um Reparatur im > Rahmen der Gewährleistung. > > Das lehnt der Händler ab! > Begründung: Die Herstellergarantie ist abgelaufen. > Reparaturkosten sollen bei 220 Euro liegen. > > Dazu noch ein Vermerk mit dem Hinweis auf die Rechtslage, dass > die Gewährleistung sich nur auf Mängel erstreckt, die bereits > bei der Übergabe der Ware vorhanden sein müssen. Nur in den > ersten 6 Monaten muss der Händler die Mängelfreiheit nachweisen, > danach der Käufer. > > Ich sehe die beim Leerwerden der Akkus aufgetretene Fehlfunktion, > die das Gerät für mich nun unbrauchbar macht, als > Konstruktionsmangel an (z. B. Firmware wird beschädigt bei > Spannungsabfall). > Ansonsten wären doch die 2 Jahre Gewährleistung wegen der > Beweislastumkehr nach 6 Monaten vö¶llig wertlos für den Käufer. > > Wie soll ich mich verhalten? > Habt Ihr auch derart schlechte Erfahrung mit Fachhändlern > gemacht? > > Danke für einen Tipp. > > Mario Perkuhn > An den Hersteller wenden/einsenden, denn nach meinem Wissen ist *der* nach Ablauf der sechs Monate zuständig. Der Händler wäre für mich gestorben, denn das hätte der auch machen kö¶nnen. Seine Kunden scheinen ihm egal zu sei. Bisher habe ich immer die Erfahrung gemacht, daß die Händler/Heersteller sich *nicht* auf den Passus zurückziehen, der dem Käufer nach sechs Monaten die Nachweispflicht aufbürdet. Das ist mal wieder ein Zeichen für den Abstieg es Fachhandels”. Bei Discountern wie Aldi wäre das nicht passiert. Die hätten Dir einfach den Kaufpreis zurück gegeben. Viel Erfolg wünscht Dir Rolf posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.01.2006 Uhrzeit: 12:33:34 Peter Eckel Hallo Mario, das will mir alles sehr nach dem Sony-Sensor-Problem klingen. Sony hat einige Zeit Sensoren ausgeliefert, deren Trägersubstanz Kunstoff war und die nicht richtig gegen Umwelteinflüsse abgedichtet waren. Diese Sensoren sind mit der Zeit regelrecht korrodiert und haben dann verzerrte und verfärbte Bilder produziert. Die 5050 ist meines Wissens unter den betroffenen Kameramodellen. Insofern hat Dein Problem nichts mit dem leeren Akku zu tun. Olympus hat allerdings zugesagt, sich des Problems anzunehmen. Rufe doch einfach die Hotline unter 00800 -67108300 an und besprich das Problem mit den Leuten dort. Ich drücke die Daumen, daß meine Ferndiagnose stimmt! Viele Grüße, Peter. —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.01.2006 Uhrzeit: 12:41:38 Peter Fronteddu Rolf-Christian Müller schrieb: > An den Hersteller wenden/einsenden, denn nach meinem Wissen ist > *der* nach Ablauf der sechs Monate zuständig. Nein. Für die Gewährleistung ist immer der Händler zuständig, das ist eine Vereinbarung über einer geschuldete Leistung zwischen Händler und Kunden. Der Hersteller hat damit nichts zu tun. Und die Sachlage ist, wie der Händler im OP beschreibt. Grundsätzlich gehts um Mängelfreiheit beim Kauf/Übergabe, nicht um eine Funktionsgarantie. Grundsätzlich muss *immer* der Anspruchsteller/Kunde seinen Anspruch nachweisen. Die Beweislastumkehr findet also – als Ausnahme – *vor* der sechs Monats Frist statt. Daneben gibts eine Garantie seitens des Herstellers, die im Gegensatz zur Gewährleistungspflicht erstens nicht gesetzlich geregelt/festgeschrieben ist, und die der Hersteller auch frei formulieren kann. Wenn es eine Garantie gibt, kann man die immer in Anspruch nehmen, auch gleich nach dem Kauf. Ob das sinnvoll ist, ist ne andere Frage. In der Kombination lahmarschiger Händler, kulanter Hersteller eher schon. Wenns andersrum ist, eher nicht. > Der Händler wäre für mich gestorben, denn das hätte der auch > machen kö¶nnen. Seine Kunden scheinen ihm egal zu sei. Wenn die Garantie abgelaufen ist, muss der Händler die Reparatur bezahlen. Das muss er auf den Kunden umschlagen, was soll er sonst machen? Wenn er nett ist, reicht ers 1:1 durch. Üblich ist das nicht, kalkulatorisch richtig auch nicht. Ist die Garantie nicht abgelaufen, kann er für den Kunden das hin und Hergeschicke übernehmen. Das würde ich erwarten, ACK. Allerdings kann man das auch gleich selber machen, geht schneller und spart Porto. Sowas über einen Händler abzuwickeln ist nur dann sinnvoll, wenn der nen guten Draht zum Hersteller bzw. zum Aussendienst des Herstellers hat. Dann gehts evtl schneller. Und auch ausserhalb der Garantie geht evtl was auf Kulanz. Nur weiss man das oft nicht vorher;) > Das ist mal wieder ein Zeichen für den Abstieg es Fachhandels”. > Bei Discountern wie Aldi wäre das nicht passiert. Die hätten Dir > einfach den Kaufpreis zurück gegeben. Wenn die 200.000 %technisches Produkt% an einem Tag verkaufen verbuchen die einzelne Rückläufer als Werbekosten und schmeissen das Ding weg. Das würde der Händler sicher auch gerne machen 😉 Zum OP: Sicher dass das nicht das Problem mit den kaputten CCDs ist? IIRC bietet Oly doch einen Tausch an. Mach dochmal ein Testbild und frag direkt bei Oly nach. Grüße Peter” —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.01.2006 Uhrzeit: 14:17:30 Andy Hi Mario, zum eigentlichen Problem hat Peter (egal welcher 😉 ) schon das richtige geschrieben, klingt nach dem Rost-CCD. > Dazu noch ein Vermerk mit dem Hinweis auf die Rechtslage, dass > die Gewährleistung sich nur auf Mängel erstreckt, die bereits > bei der Übergabe der Ware vorhanden sein müssen. Nur in den > ersten 6 Monaten muss der Händler die Mängelfreiheit nachweisen, > danach der Käufer. Das ist erstmal vö¶llig korrekt! > Ansonsten wären doch die 2 Jahre Gewährleistung wegen der > Beweislastumkehr nach 6 Monaten vö¶llig wertlos für den Käufer. Und das ist es eigentlich auch: eine gesetzliche Mogelpackung! (da kann der Händler auch nix dafür – der hat eher noch mehr Ärger damit) Der einzige Unterschied zu vorher: in den ersten 6 Monaten wird per Gesetz von einem Fehler beim Kauf” ausgegangen (früher mußte man das als Kunde auch in den ersten 6 Monaten nachweisen). Es sei denn der Verkäufer kann was anderes Beweisen. Danach muß man nachweisen das der Fehler schon immer da war – was wenn man es wirklich zwischen knallharten Fronten durchzieht dem Durchschnittskunden sehr schwer fallen dürfte. Aber auch hier gab es schon vorher den Sachverhalt des “versteckten Mangels”….. Also: Dein Händler hat Recht den einzigen Vorwurf den ich ihm machen würde wäre der daß er nicht selber auf die Rost-CCD-Geschichte gekommen ist! (als Fachhändler sollte er schon davon wissen). Und an Rolf: NEIN – Aldi hätte nach knapp 2 Jahren auch nicht mehr einfach das Geld zurückgegeben – ob Portoasse oder nicht – sondern verweist nach allerspätestens einem halben Jahr (meist schon nach 14 Tagen) auf die dem Produkt beiliegende Service-Hotline/Adresse per Vertrag regelt diese dann alle Ansprüche des Kunden gegenüber Aldi. Und das kann schon ziehmlich zäh werden! Und im genannten Fall wäre es wahrscheinlich vö¶llig aussichtslos….. Andy” —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.01.2006 Uhrzeit: 16:18:20 Peter Fronteddu Norbert Erler schrieb: > lies mal hier nach: > > http://www.123recht.net/article.asp?a=9599 > > ansonsten einen rechtsbeistand nehmen Eher würde ich gleich mal nen Gutachter organisieren, weil nämlich… > nach langem hin und her und exakter klärung, > dass dies ein VERSTECKTER mangel war …. das der Knackpunkt ist. Nach 6 Monaten hat der Käufer das zu hinreichend schlüssig darzulegen. Wenn der Hersteller auf stur macht, hast Du erstmal die Kosten an der Backe. *Wenn* sichs beim OP tatsächlich um die CCD Geschichte halten sollte, ist der Nachweis IMO eher einfach. Da gibts zig offizielle Verlautbarungen von Sony und auch Oly dazuzu, und der Chip war ja nachweislich schon vor dem Kauf der Kamera defekt, weil Sony den Produktionsprozess nicht im Griff hatte. Klassiker für nen Mangel, der beim Kauf schon vorhanden war, sich aber erst später auswirkte. Nur, bevor ich viel Wind mache, würde ich in dem Fall einfach Olympus direkt kontaktieren und mal abwarten, was die sagen. Nachkarteln kann man immer. Aber mal prophylaktisch schlecht schlafen und viel Geld ausgeben, wäre Unsinn. Achso, geschickterweise macht man zusammen mit irgendeinem Zeugen (Lebenspartner oder sonstwer, immer besser als nichts) ein paar Bilder von und mit der Kamera und hebt die auf, bevor das Ding auf die Reise geht. Kostet nichts und schadet nie. Grüße Peter —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.01.2006 Uhrzeit: 16:40:52 Peter Eckel Hallo Peter, > Nur, bevor ich viel Wind mache, würde ich in dem Fall einfach > Olympus direkt kontaktieren und mal abwarten, was die sagen. allerdings. In diesem speziellen Fall würde ich den Ball erstmal sehr, sehr flach halten – der Fehler, wenn er es denn ist, ist bekannt, von Sensor- wie vom Kamerahersteller bestätigt und Abhilfe zugesagt. Gegebenenfalls dürfte angesichts der Sachlage auch der Nachweis, daß es sich um einen versteckten Mangel handelt, trivial sein. Mit einem Anwalt oder der Drohung mit rechtlichen Schritten kloppe ich in der Regel erst auf die Leute ein, wenn sie mich *wirklich* ärgern. Viele Grüße, Peter. —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.01.2006 Uhrzeit: 22:13:24 Mario Perkuhn Hallo an alle User, insbesondere die, die mir geantwortet haben. Es ist tatsächlich dieses Problem mit dem CCD-Chip. Der Fehler sieht genau so aus wie im Internet abgebildet. Die Hotline von Olympus verspricht auch kostenlose Reparatur. Herzlichen Dank für die Tipps. Weiß das mein Händler nicht? Wieso hat er mir dann einen genauen Preis von 220 EUR genannt und bietet einen kostenlosen detaillierten KVA an? Mir kommen da sehr düstere Gedanken… Olympus meint am Telefon: Wenn Ihnen Ihr Händler Reparaturkosten von xxx EUR aufdrücken will, wissen Sie ja, was Sie von ihm zu halten haben. Danke. Mir ist damit geholfen. Gruß Mario Perkuhn — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.01.2006 Uhrzeit: 23:58:02 Peter Eckel Hallo Mario, > Olympus meint am Telefon: Wenn Ihnen Ihr Händler Reparaturkosten > von xxx EUR aufdrücken will, wissen Sie ja, was Sie von ihm zu > halten haben. ich denke, das ist ein wahres Wort. Der Fehler ist nun wirklich in Fachkreisen allgemein bekannt. Wenn Dein Händler 220 Euro dafür einstreichen will, ist er entweder a) ignorant oder b) bö¶swillig und geldgeil. In beiden Fällen suchte ich mir an Deiner Stelle einen anderen. Viele Grüße, Peter. —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.01.2006 Uhrzeit: 17:55:22 Johannes Faigle Mario Perkuhn schrieb: > Weiß das mein Händler nicht? > Wieso hat er mir dann einen genauen Preis von 220 EUR genannt und > bietet einen kostenlosen detaillierten KVA an? Hallo Mario. Hast du den Kostenvoranschlag des Händlers? Wenn ja kö¶nntest du nach der Reperatur nochmals mit dem Kostenvoranschlag des Händlers und der Rechnung von Olympus (0 EUR) beim Händler vorbeischauen und ihm das unter die Nase halten. Johannes —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.01.2006 Uhrzeit: 19:22:36 Mario Perkuhn Hallo Johannes, ich habe den Händler heute (endlich) telefonisch erreicht. Er sagt, dass ihm nicht bekannt war, dass dieser Sensor auch in der Olympus eingebaut wurde. Nun will er das Gerät nach Olympus einsenden und die Antwort abwarten. Wenn die das dann kostenlos reparieren, hat er kein Problem. Wenn nicht, auch. Gruß Mario Perkuhn — posted via http://oly-e.de ——————————————————————————————————————————————

Über

Ich bin hier der Chef.

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