Reproduktionen

Datum: 15.12.2005 Uhrzeit: 11:16:52 Kai A. Hallo Leute, mit der E-1 habe ich mich an Reproduktionen von Gemälden versucht in verschiedenen Einstellungen. http://www.authenticfoto.de/repro_test.jpg Da mir absolute(!) Farbverbindlichkeit sonst _recht egal ist und ich auch meist S/W vergrö¶ßern lasse, hatte ich doch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Auch wusste ich zwar, dass ich den Tonwertumfang nicht wie üblich anpassen kann, aber das es sich so extrem auswirkt auf den Bideindruck, hätte ich nicht gedacht. Wenn das Original kein sattes Schwarz enthält und die Lichter bei 200 enden, dann muss man es auch so lassen oder nur behutsam mit der Vorlage in Deckung zu bringen versuchen:-) Farben: Die JPEGs der E-1 sind wirklich klasse, sie waren auf Anhieb gut, bei ACR muss man probieren, die Einstellungen, die Thomas Stö¶lting mal gepostet hatte waren bei den Repros hilfreich. Verschieden Materialien: Beim Beispielbild wirkt der Ausdruck unten links in natura fast so wie das Original, wenn man’s wieder abfotografiert ändert sich dies, bedingt wohl durch das andere Reflektionsverhalten der Leinwand bzw. des Drucks (Oly p-400) Beleuchtung: einfacher Blitz indirekt, Aufhellung an der Gegenseite (Reprogestell simuliert), zunächst Glühlampe angelassen, war ja etliche Stufen unterbelichtet und wirkt sich ja doch nicht aus, Ergebnis Bild unten Mitte, Lichter rot;-)) Trotzdem habe ich es nicht geschafft, die Farben des Originals 100%-tig zu erreichen. Hat jemand Erfahrungen, Tipps? Gruß, kai — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.12.2005 Uhrzeit: 11:36:32 Gerd.h Gross Kai A. schrieb: , die Farben des Originals > 100%-tig zu erreichen. Hat jemand Erfahrungen, Tipps? Bei meinen Produktfotos ist ja wohl die gleiche Situation (Originalfarben) gegeben, das mach ich mit RAW und ein Stück Graukarte mitfotografiert. In der RAW Entwicklung Pipette auf Grau” und schon passt’s Gruß gerd posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.12.2005 Uhrzeit: 12:58:28 Dieter Bethke Hallo Kai A., am Thu, 15 Dec 2005 10:16:52 +0100 schriebst Du: > Farben: Die JPEGs der E-1 sind wirklich klasse, sie waren auf > Anhieb gut, Nicht wahr!? 🙂 Hängen natürlich stark von den Einstellungen im Kameramenue unter Sättigung und Kontrast ab. > bei ACR muss man probieren, die Einstellungen, die > Thomas Stö¶lting mal gepostet hatte waren bei den Repros > hilfreich. Da Thomas diese meines Wissens über einen Abgleich auf die Gretag-Mini-Checker Referenztafel herausgearbeitet hat, kein Wunder. So sollte es sein. Aber gut zu wissen das die Praxis das belegt. 🙂 > Verschieden Materialien: Beim Beispielbild wirkt der Ausdruck > unten links in natura fast so wie das Original, wenn man’s > wieder abfotografiert ändert sich dies, bedingt wohl durch das > andere Reflektionsverhalten der Leinwand bzw. des Drucks (Oly > p-400) Reflektion der Materialien ist ein grosses Problem, kann auch zu Fehlbelichtungen führen. Noch dazu kommt das Problem der Metamerie. Dabei kann es mit zwei unterschiedlichen Farbträgern dazu kommen dass diese unter Beleuchtung A zwar den selben Farbeindruck im menschlichen Auge (oder auf dem Kamera-CCD) hinterlassen, unter Beleuchtung B aber unterscheidbar sind. In Deinem Fall werden sich die Farbpigmente auf der Leinwand einfach anders verhalten als die Sublimationsfarben des P-400. > Beleuchtung: einfacher Blitz indirekt, Aufhellung an der > Gegenseite (Reprogestell simuliert), zunächst Glühlampe > angelassen, war ja etliche Stufen unterbelichtet und wirkt sich > ja doch nicht aus, Ergebnis Bild unten Mitte, Lichter rot;-)) > Trotzdem habe ich es nicht geschafft, die Farben des Originals > 100%-tig zu erreichen. Hat jemand Erfahrungen, Tipps? Ein rundum abgedunkeltes Studio (schwarze Tücher über Gegenständen, Wände schwarz, kein Lichteinfall, keine Fremdbeleuchtung) würde helfen. Dann noch eine Farb-/ Graureferenz mitfotografieren und in RAW arbeiten. Im Referenzbild mittels Pipette den optimalen Wert für die Weissbalance sowie maximale/minmale Tonwerte herausfinden und auf die Produkt-/Reproaufnahmen übertragen. Darf ich fragen für welche Verwendung Du diese Repros machst? — Allzeit gutes Licht und volle Akkus, Dieter Bethke http://oly-e.de/handbuecher.php4 http://fotofreaks.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.12.2005 Uhrzeit: 17:52:13 Kai A. Hallo Gerd, vielen Dank! Gerd.h Gross schrieb: > > In der RAW Entwicklung Pipette auf Grau” und schon passt’s Im zu reproduzierenden Bild war kein wirkliches grau war mein Fehler dies zunächst ohne Karte zu fotografieren. Aber auch mit Graukarte stimmt’s leider in ACR bei mir nicht auf Anhieb. Gruß kai > Gruß > gerd posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.12.2005 Uhrzeit: 18:26:07 Michael Pfister Am Thu, 15 Dec 2005 10:16:52 +0100 schrieb Kai A.: > Hallo Leute, > > mit der E-1 habe ich mich an Reproduktionen von Gemälden versucht … > bei ACR muss man probieren, die Einstellungen, die > Thomas Stö¶lting mal gepostet hatte waren bei den Repros > hilfreich. …. > Hat jemand Erfahrungen, Tipps? Hallo Kai, vorneweg, ich hab’ auch keine Erfahrungen damit, aber gerade einiges gelesen, was dazu passt. Die Werte von T. Stö¶lting die Du unter ‘Calibrate’ im ACR eingegeben hast sind ja eigentlich für ein Kameraprofil gedacht, daß man für jede Lichtsituation getrennt erstellen mußt (wenn’s *wirklich* stimmen soll). Um so ein Profil zu erstellen braucht es einerseits eine Software (z.B. Pulse Color Elite von x-rite) die Profile für Eingabegeräte erstellen kann und andererseits ein Auflicht-Target (meist ‘ne Farbtafel wie Gretag Mcbeth Colorchecker). Alles in allem ein teurer Spass – die angegebene Kombination kostet gut 1000,- Euro 🙁 wenn’s interessiert lies mal hier: http://www.xrite.com/documents/manuals/de/DTP20-500_PULSE_ColorEliter_User_Guide_de.pdf T. Hieronymi hat kürzlich leicht geänderte Werte für ACR-Calibrate gepostet, die mir zumindest besser passen: http://oly-e.de/forum/e.e-system/46924.htm Mich würde das mit dem Kameraprofil auch interessieren, ein Target würde ich sogar kaufen, aber soviel für ‘ne SW ausgeben is’ nicht. Sollte also jemand wissen, wie das günstiger zu machen ist – ich freue mich über Tipps 😉 schö¶nen Gruß michi —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.12.2005 Uhrzeit: 22:49:11 Wolfgang Schmitt Ich hatte mal in Vor-Digi-Zeiten Repros für einen Künstler und sein Buch zu machen. Wir sind mit der Staffelei ins Freie gegangen bei schö¶ner Sonne, Mittelformat und Diafilmen. Das war schon ziemlich gut. Aber die Filme haben ihre eigene Farbcharakteristik, die Digis auch. Ich hab dafür so eine Farbkarte von Jobo, die ich bei dem ersten Bild mitfotografiere, dann hat man schon einen guten Anhalt. Mit Blitz ist deshalb schlecht (bei ö–l/Acryl), weil die Farbstruktur nicht vorhersehbare Reflexe verursacht; bei Dauerlicht (Sonne, bewö¶lkter Himmel – aber der kann verdammt blau sein, glaubt man nicht) sieht man sie wenigstens und kann durch Drehen was eliminieren. Gruß Wolfgang — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 16.12.2005 Uhrzeit: 5:41:47 Dieter Bethke Hallo Kai A., am Thu, 15 Dec 2005 16:47:59 +0100 schriebst Du: > Metamerie” hab’ ich neulich schon irgendwo gelesen und nicht > gewusst worum es sich handelt na jetzt ist’s klar. Wobei der > Effekt selbst aber schon oft aufgefallen ist besonders bei > S/W-Ausbelichtungen auf Farbpapier diese wirken überall anders. Exakt das ist es. > Farbige Reflektionen habe ich überhaupt nicht berücksichtigt > (durch Streulicht die angeblitze Wand und Aufhellpappe waren > schon weiss) guter Tipp danke! Ist aber alles nicht einfacher > zu haben oder?;-( Nicht das ich wüsste. Wenn jemand eine Lö¶sung hat nur heraus damit. 🙂 >> Darf ich fragen für welche Verwendung Du diese Repros machst? > Ich habe von ernüchternden Versuchen einer Agentur bei > Reproduktionen von Bildern dieses Künstlers gehö¶rt und dachte > ich lasse denen mal schö¶ne P-400 Drucke zukommen:-)) weiter > nichts bin heute Amateur. Verstehe. Danke. Allzeit gutes Licht und volle Akkus Dieter Bethke http://oly-e.de/handbuecher.php4 http://fotofreaks.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 16.12.2005 Uhrzeit: 14:23:05 Kai A. Hallo Michael, vielen Dank! Michael Pfister schrieb: > Die Werte von T. Stö¶lting die Du unter ‘Calibrate’ im ACR > eingegeben hast sind ja eigentlich für ein Kameraprofil gedacht, > daß man für jede Lichtsituation getrennt erstellen mußt (wenn’s > *wirklich* stimmen soll). Das wusste ich nicht, ich dachte, es ginge um die Berücksichtigung kameraspezifischer Farbwiedergabecharakteristiken” wie er schreibt also um ein Profil welches partielle Fehler bei der RAW-Entwicklung der E-1 Bilder in ACR ausgleicht bei sonst korrektem Weissabgleich. Bei meinem Beispiel war ich ja zunächst zu blö¶d eine Graukarte mitzufotografieren die Werte die ich gespeichert hatte brachten dann schon ein nicht vö¶llig verschobenes Ergebnis. > Um so ein Profil zu erstellen braucht es > einerseits eine Software (z.B. Pulse Color Elite von x-rite) die > Profile für Eingabegeräte erstellen kann und andererseits ein > Auflicht-Target (meist ‘ne Farbtafel wie Gretag Mcbeth > Colorchecker). Alles in allem ein teurer Spass – die angegebene > Kombination kostet gut 1000 – Euro 🙁 Ist mir dann doch alles zu aufwändig und zu teuer zumal die JEPGs ja brauchbar sind. > Mich würde das mit dem Kameraprofil auch interessieren ein Target > würde ich sogar kaufen aber soviel für ‘ne SW ausgeben is’ nicht. > Sollte also jemand wissen wie das günstiger zu machen ist – ich > freue mich über Tipps 😉 Habe leider keine vielleicht wissen andere mehr. Grüße kai posted via http://oly-e.de” ——————————————————————————————————————————————

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