fuer Zeitung besonders vorbereiten?

Datum: 27.02.2005 Uhrzeit: 23:14:51 Hans-Dieter Müller Hallo, Muss mich mal mit einer evtl. banalen Frage an Euch wenden. Hin und wieder liefere ich an eine Tageszeitung Bilder. Schicke die immer so dorthin, wie sie für mich am besten im PS aussehen. Will damit sagen, ich bereite sie mit PS vor, und ab geht es per mail zur Redaktion. Nun kann ich aber immer wieder beobachten, dass die gedruckten Ergebnisse in der Zeitung qualitativ sehr unterschiedlich sind (sehr häufig übrigens in der Farbwiedergabe), obwohl diese für meine Begriffe relativ gleich gut waren bevor sie dort hingeschickt habe. Liegt es am Druck der Zeitung, oder habt Ihr generell Tipps der Vorbereitung, Nachbearbeitung bevor man die Bilder übermittelt. Gibt es etwas, dass für den Zeitungsdruck unbedingt beachtet werden muss? Gruß hdm — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 27.02.2005 Uhrzeit: 23:27:39 Dieter Bethke Hallo Hans-Dieter Müller, am Sun, 27 Feb 2005 22:14:51 +0100 schriebst Du: > Gibt es etwas, > dass für den Zeitungsdruck unbedingt beachtet werden muss? Einiges. z.B. Tiefen und Lichter dürfen nicht extrem sein. Sonst gibt’s schnell Ausfressen der Lichter und Absaufen der Schatten, da der Zeitungsdruck nur einen sehr eingeschränkten Dichteumfang wiedergeben kann. Aber das sollte die Bildstelle der Redaktion beachten und das von Dir gelieferte Material für den Druck optimiert aufbereiten, meist nach Hausstandards. Ich denke Günter kann dazu aus der fotografischen Praxis noch mehr sagen. Zeitungsdruck zählt Qualitativ zur untersten Schublade und unterliegt gewaltigen Schwankungen. Es muss halt in kurzer Zeit eine grosse Masse auf mö¶glichst billigstes Papier gedruckt werden. Die Druckhäuser sind sehr bemühmt mittels aktiver Qualitätskontrolle und Steuerung sogar während des Drucks regulierend einzugreifen, aber das geht nur mit modernsten Anlagen. Die hat nicht jeder Verlag.Noch dazu gibt keinen einheitlichen Standard über die Verlagsdruckhäuser hinweg. Vorschläge gibt’s natürlich schon, aber bis die eingeführt sind und greifen … ist jede Zeitung individuell (farblich gesehen). — Allzeit gutes Licht und volle Akkus, Dieter Bethke http://oly-e.de/handbuecher.php4 http://www.fotofreaks.de/galerie/db/index.html —————————————————————————————————————————————— Datum: 28.02.2005 Uhrzeit: 2:48:07 Hans-Dieter Müller Dieter Bethke schrieb: > Hallo Hans-Dieter Müller, > am Sun, 27 Feb 2005 22:14:51 +0100 schriebst Du: >> Gibt es etwas, >> dass für den Zeitungsdruck unbedingt beachtet werden muss? > Einiges. z.B. Tiefen und Lichter dürfen nicht extrem sein. Sonst > gibt’s schnell Ausfressen der Lichter und Absaufen der Schatten, da > der Zeitungsdruck nur einen sehr eingeschränkten Dichteumfang > wiedergeben kann. Aber das sollte die Bildstelle der Redaktion > beachten und das von Dir gelieferte Material für den Druck > optimiert aufbereiten, meist nach Hausstandards. Ich denke Günter > kann dazu aus der fotografischen Praxis noch mehr sagen. > Zeitungsdruck zählt Qualitativ zur untersten Schublade und > unterliegt gewaltigen Schwankungen. Es muss halt in kurzer Zeit > eine grosse Masse auf mö¶glichst billigstes Papier gedruckt werden. > Die Druckhäuser sind sehr bemühmt mittels aktiver > Qualitätskontrolle und Steuerung sogar während des Drucks > regulierend einzugreifen, aber das geht nur mit modernsten Anlagen. > Die hat nicht jeder Verlag.Noch dazu gibt keinen einheitlichen > Standard über die Verlagsdruckhäuser hinweg. Vorschläge gibt’s > natürlich schon, aber bis die eingeführt sind und greifen … ist > jede Zeitung individuell (farblich gesehen). Danke Dieter, werds mal beobachten. Gruß hdm — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 28.02.2005 Uhrzeit: 8:15:49 Timo Meyer Am Sun, 27 Feb 2005 22:14:51 +0100 schrieb Hans-Dieter Müller: > Liegt es am Druck > der Zeitung, oder habt Ihr generell Tipps der Vorbereitung, > Nachbearbeitung bevor man die Bilder übermittelt. Gibt es etwas, > dass für den Zeitungsdruck unbedingt beachtet werden muss? Hallo Hans-Dieter, wie Dieter schon schrieb, der Zeitungsdruck ist qualitativ, verglichen mit anderen Publikationen, nicht berauschend. Teilweise trifft bzw. traf man in jüngster Vergangenheit sogar noch auch antike Hochdruckmaschinen. Probleme gibt es wie bereits erwähnt im genutzten Tonwertumfang, in den Lichtern steht manchmal erst bei knapp 10% ein Ton (eher selten auslaufend) in den Tiefen endet die Zeichnung meist schon irgendwo bei 90%, ein Tonwertzuwachs muss eingentlich immer einkalkuliert werden. Auch einschränkend ist natürlich der eher geringere Raster von 30-40 Linien/cm. Bei Farbbildern muss Du den max. Farbauftrag beachten, d.h. wieviel Gesamt-Prozentpunkte der 4 Druckfarben übereinander gedruck werden dürfen. Bei Überschreiten besteht die Gefahr, dass die Papierbahn zu sehr aufweicht und beim Drucken reißt. Usw., usf….. All die Einschränkungen sollten sofern mö¶glich bei der Bildaufbereitung mit berücksichtigt werden, um ein ordentliches Druckergebnis zu gewährleisten… Die Anforderungen sind aber von Verlag zu Verlag recht unterschiedlich. Erkundige Dich einfach mal vorab bei Deinem Ansprechpartner dort oder besorg Dir die notwendigen Infos auf der Homepage der Zeitung. Grüße Timo —————————————————————————————————————————————— Datum: 28.02.2005 Uhrzeit: 9:21:22 Guenter Hamich Hallo Hans-Dieter, Timo und Dieter haben es ja schon sehr ausführlich beschrieben: es gibt von Verlag zu Verlag unterschiedliche Vorgehensweisen, die in aller Regel jedoch in hausinternen Arbeitsunterlagen auch den Fotografen zur Verfügung gestellt werden. Grundsätzlich ist insbesondere bei kleinen regionalen Verlagen zu sehen, dass es häufig zu unqualifizierter Nachbaeabeitung der Bilder in den Redaktionen kommt. Ich liefere in aller Regel absolut einwandfreies Material an und mir dreht sich dann oft der Magen um, wenn ich die gedruckten Ergebnisse sehe. Statt -wie früher- ausgebildetes Personal für die Bildbearbeitung einzusetzen, macht dies heute schon mal eine auf die Schnelle eingewiesene Redaktionssekretärin, die schlichtweg keine Ahnung hat, Tonwerte und Farben auf ihrem nicht kalibirierten Monitor verschiebt und dann ists passiert. So, wie heute Mitglieder der schreibenden Zunft mit Digitalknipsen von Aldi auf Termine gehen (um alles zusammen als Einmann-Job zu erledigen) so sehr hat sich in den Kö¶pfen festgesetzt, dass Bildbearbeitung mit Links” machbar ist. Hinzu kommt dass sowohl die Druckmaschinen wie insbesondere aber auch die eingesetzte Papierqualität von Verlag zu Verlag schwanken keinem einheitlichen Standard unterliegen. Die einzige Mö¶glichkeit da etwas einzuwirken ist zumindest die exakt den Richtlinien entsprechende Anlieferung um mö¶glichst weitgehend eine im Verlag stattfindende unqualifizierte Nachbearbeitung zu vermeiden zu versuchen. Die dann gedruckten Ergebnisse entsprechen jedoch auch bei Beachtung dieser Vorgabe meist nicht ansatzweise den Erwartungen des Fotografen. Leider. Es bleibt Dir nur Dich mit diesen Unzulänglichkeiten abzufinden oder nur noch die grossen überregionalen Verlage zu beliefern die Wort und Bild noch in einem qualitativen Zusammenhang sehen die sich bemuehen durch inhaltliche und optische Attraktivität zu überzeugen und im Konkurrenzumfeld zu bestehen. In meiner Region sind dies Bild FAZ Frankfurter Rundschau und Frankfurter Neue Presse. Was sich ansonsten unmittelbar hier auf dem Land tummelt hat mehr die Absicht Seiten irgendwie mit Druckerschwärze zu füllen als dass auf qualitative Aspekte geachtet würde. Viele Gruesse Guenter posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 28.02.2005 Uhrzeit: 11:17:49 Peter Fronteddu Hans-Dieter Müller schrieb: > Muss mich mal mit einer evtl. banalen Frage an Euch wenden. Hin > und wieder liefere ich an eine Tageszeitung Bilder. Schicke die > immer so dorthin, wie sie für mich am besten im PS aussehen. > … > Gibt es etwas, dass für den Zeitungsdruck unbedingt beachtet > werden muss? Ja. Wenn Du nicht genau weisst, was die brauchen, liefere einfach entweder RAW ab – so die das kö¶nnen/wollen – oder TIFF/JPEG unbehandelt, wie es aus der Kamera kommt. Wenn man die Parameter für den Druckprozess nicht kennt, wenn man nicht weiss, wie gross das Bild gesetzt wird, ist IMO eine Bearbeitung wenig sinnvoll. Die Bilder gehen eh über den Monitor eines Bildredakteurs, der damit macht, was er meint. Inklusive Beschnitt 😉 Je mehr Du vorher dran drehst, desto weniger Reserven hat der Bearbeiter. Ob der jetzt seinen Job gut macht oder nicht, ist vollkommen wurscht, da man das eh nicht beeinflussen kann 😉 Grüße Peter —————————————————————————————————————————————— Datum: 28.02.2005 Uhrzeit: 19:05:49 Erich Heimann Hallo, grundsätzlich: Wenn Du ein Bild verkaufen willst: Das Bild etwas runterrechnen auf 1024 px Breite bei quer, 800 bei hoch, schö¶n bearbeiten, soll guten Kontrast haben, Farben stimmen. Das ist für den Redakteur, er muss Dein Bild ja schließlich kaufen. Mit der selben Mail dann noch das unbearbeitete Original schicken. Das ist für die Jungs und Mädels der Druckvorstufe. Die lieben Dich dann dafür, dass sie etwas zu tun haben. Sie müssen das Bild an die Druckkennlinien dar Maschinen im Haus anpassen. Das geht nur mit einem unbearbeiteten Original ordentlich. Gruß aus Nürnberg, Erich Hans-Dieter Müller schrieb: > Hallo, > Muss mich mal mit einer evtl. banalen Frage an Euch wenden. Hin > und wieder liefere ich an eine Tageszeitung Bilder. Schicke die > immer so dorthin, wie sie für mich am besten im PS aussehen. > Will damit sagen, ich bereite sie mit PS vor, und ab geht es per > mail zur Redaktion. Nun kann ich aber immer wieder beobachten, > dass die gedruckten Ergebnisse in der Zeitung qualitativ sehr > unterschiedlich sind (sehr häufig übrigens in der > Farbwiedergabe), obwohl diese für meine Begriffe relativ gleich > gut waren bevor sie dort hingeschickt habe. Liegt es am Druck > der Zeitung, oder habt Ihr generell Tipps der Vorbereitung, > Nachbearbeitung bevor man die Bilder übermittelt. Gibt es etwas, > dass für den Zeitungsdruck unbedingt beachtet werden muss? > Gruß > hdm > — > posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 28.02.2005 Uhrzeit: 20:00:01 Guenter Hamich Hallo Erich, ich beliefere einige Tageszeitungen, die würden mir ein Bild in 3500 x 2340 (so, wie es aus der Canon kommt) nicht abnehmen, weil unnoetig gross. Insofern ist der pauschale Rat, Dateien in voller Grö¶sse mitzuschicken, nicht in Ordnung. Einige kleinere Verlage verlangen auch heute noch Dateien mit um die 2 Mio.Pix (das reicht für Zeitungsdruck allemal). Deshalb denke ich, es ist wesentlich sinnvoller, mit dem zuständigen Redakteur oder Mitarbeiter zu sprechen, das Merk- oder Infoblatt für Fotografen anzufordern und dann zielgerichtet zu arbeiten, statt auf Verdacht zu schicken und dem Empfänger im Falle eines Mailversandes vielleicht gar noch das Postfach zu verstopfen (darauf reagieren sie dann besonders allergisch). Viele Gruesse Guenter — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 01.03.2005 Uhrzeit: 17:08:14 Erich Heimann Hallo Günter, ich vergaß: als jpg, meine sind dann so 1,2 -1,5 mb groß. Bei mehreren Bilder schicke ich zumeist erst mal nur die runter gerechnete, bearbeitete Vorschau”. Gruß aus Nürnberg Erich Guenter Hamich schrieb: > Hallo Erich ich beliefere einige Tageszeitungen die würden mir > ein Bild in 3500 x 2340 (so wie es aus der Canon kommt) nicht > abnehmen weil unnoetig gross. > Insofern ist der pauschale Rat Dateien in voller Grö¶sse > mitzuschicken nicht in Ordnung. Einige kleinere Verlage > verlangen auch heute noch Dateien mit um die 2 Mio.Pix (das > reicht für Zeitungsdruck allemal). > Deshalb denke ich es ist wesentlich sinnvoller mit dem > zuständigen Redakteur oder Mitarbeiter zu sprechen das Merk- > oder Infoblatt für Fotografen anzufordern und dann zielgerichtet > zu arbeiten statt auf Verdacht zu schicken und dem Empfänger im > Falle eines Mailversandes vielleicht gar noch das Postfach zu > verstopfen (darauf reagieren sie dann besonders allergisch). > Viele Gruesse > Guenter > posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 01.03.2005 Uhrzeit: 21:06:40 Hans-Dieter Müller Erich Heimann schrieb: > Hallo Günter, > ich vergaß: als jpg, meine sind dann so 1,2 -1,5 mb groß. > Bei mehreren Bilder schicke ich zumeist erst mal nur die runter > gerechnete, bearbeitete Vorschau”. > Gruß aus Nürnberg Erich Hallo Erich und Guenter Genau so mache ich es bisher auch immer. Schicke meine Bilder als jpg`s in der oben genannten Grö¶ße. Vorher nachbearbeitet und den Ausschnitt so gewählt wie ich ihn für richtig halte. Leider scheint meine Lokalredaktion nicht viel Erfahrung mit Nachbearbeitung zu haben aus diesem Grund verfahre ich so. Wenn es toll läuft kommt ein Spitzen Ergebnis im Zeitungsdruck heraus aber wenn eben nicht ja dann bin ich traurig frustig ärgerlich. Habe ja auch schon nachgefragt wie sie die Bilder von mir haben wollen aber die Antwort: Das ist schon so gut wie du das machst. Wenn ich denen mal eine RAW Datei schicken würde ach herjemine. Es laufen tatsächlich sehr viele Redakteure mit den kleinen Digi-Knipsen rum meisten sieht man das auch an den gedruckten Ergebnissen. Hatte vor kurzen mal angefragt ob denn die Druckmaschinen defekt seien weil so viel Bildermist in letzter Zeit zu sehen war. Aber als Antwort kam nein das Material war nicht so gut…. Gruß hdm > Guenter Hamich schrieb: >> Hallo Erich ich beliefere einige Tageszeitungen die würden mir >> ein Bild in 3500 x 2340 (so wie es aus der Canon kommt) nicht >> abnehmen weil unnoetig gross. >> Insofern ist der pauschale Rat Dateien in voller Grö¶sse >> mitzuschicken nicht in Ordnung. Einige kleinere Verlage >> verlangen auch heute noch Dateien mit um die 2 Mio.Pix (das >> reicht für Zeitungsdruck allemal). >> Deshalb denke ich es ist wesentlich sinnvoller mit dem >> zuständigen Redakteur oder Mitarbeiter zu sprechen das Merk- >> oder Infoblatt für Fotografen anzufordern und dann zielgerichtet >> zu arbeiten statt auf Verdacht zu schicken und dem Empfänger im >> Falle eines Mailversandes vielleicht gar noch das Postfach zu >> verstopfen (darauf reagieren sie dann besonders allergisch). >> Viele Gruesse >> Guenter >> posted via http://oly-e.de posted via http://oly-e.de” ——————————————————————————————————————————————

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Ich bin hier der Chef.

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