Schaerfe, Aufloesung, Auge und Wahrnehmung (Was: Schaerfen – wie funktioniert das eigentlich?)

Datum: 01.11.2004 Uhrzeit: 17:51:05 Robert Schroeder Hallo zusammen… On Mon, 1 Nov 2004 12:58:48, Andy wrote: >> Und wie ist das, wenn man eine Hochleistungskamera mit einem >> Hochleistungsobjektiv mit überragender Schärfe hat. Ist der >> Kantenkontrast dann systembedingt besser. > naja, fast – nur ist’s, rein optisch, eher eine hö¶here, feinere > Auflö¶sung – also echte” Schärfe. Das Nachschärfen simmuliert das > nur – das aber auf Grund unserer doch recht unvollkommenen > Sehwerkzeuge ganz brauchbar – wenn man’s nicht übertreibt… Vielleicht noch drei kleine Ergänzungen. Es gibt schon auch Objektive die zwar hoch auflö¶sen aber nicht scharf sind. Beides sind zwei separate Kriterien die zur Abbildungsleistung einer Optik gehö¶ren. Wenn die Schärfeleistung des Objektivs nicht optimal ist merkt man das durch einen Weichzeichnereffekt der – von wirklich nur schlechten Billigstobjektiven mal abgesehen – besonders bei sehr lichtstarken Optiken (die bedingt durch ihre besonders große Frontlise andererseits ja gerne eine besonders hohe Auflö¶sung mitbringen) und bei geö¶ffneter Blende auftritt besonders zum Bildrand hin. Dass die Digitalkamera überhaupt eine interne in der Regel einstellbare Nachschärfung hat hat ja aber andere Gründe – um bestimmte durch die digitale Sensortechnik bedingte Abbildungsfehler vor allem Moirö©effekte zu vermeiden die es beim chemischen Film so nicht gibt steckt ja hinter ein dem Sensor zunächst einmal ein Filter der mit Unschärfe arbeitet. Und die Nachschärfung wird dann eingebaut um diese künstlich erzeugte Unschärfe wieder zu kompensieren. Und mit dem Schärfeeindruck ist das auch so eine Sache da spielt nicht nur das Auge eine Rolle sondern auch die Wahrnehmung des Betrachteten und die Gewö¶hnung. Wie man sich daran gewö¶hnen kann Musik mit übertrieben angehobenen Hö¶hen und Bässen zu hö¶ren und eine natürlich klingende Wiedergabe dann als irgendwie flach und zu zurückhaltend empfindet kann man sich wohl auch an überschärfte Fotos gewö¶hnen und mag diese dann irgendwie als “besser” empfinden als solche mit “neutraler” Schärfe… Cheers Robert” ——————————————————————————————————————————————

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