Fotos mit DigiCamcorder

Datum: 25.03.2002 Uhrzeit: 19:02:53 Helmut Hallo, bin heute in der Zeitungsbeilage ‘Mediamarkt’ auf folgenden dig. Camcorder gestossen: Sony DCR PC 120 mit 1,5 Mg. Pixel, Auflö¶sung 1360×1020, Zoom 10 x optisch, 120 x digital (1897 €). Die Werte (one dig. Zoom) entsprechen etwa der e100rs. Die Frage, ob die Cam bezüglich Einzelbildern die e100rs ersetzen kann, mö¶chte ich erst gar nicht stellen, sondern nur, ob jemand was über die Qualität solcher Bilder vergleichsweise sagen kann. Danke u. Gruss aus HD Helmut — posted via http://oly-e.de e100rs.german 5100 —————————————————————————————————————————————— Datum: 26.03.2002 Uhrzeit: 14:21:47 Norbert W. würde mich auch interessieren, wie das funktioniert, Fotos bekommt man ja nur über einen Fotomodus der Videokamera oder ? Aus den Bewegtbildern, (Videofilm-modus / Filmformat) kann man ja noch keine brauchbaren Fotos gewinnen, oder wie ist das, ??? Grüße Norbert — posted via http://oly-e.de e100rs.german 5102 —————————————————————————————————————————————— Datum: 26.03.2002 Uhrzeit: 17:06:20 Andy Hi, nicht ganz. Also Camcorder der neueren Generation lassen sich durchaus auch als Digi-Fotoaperate benutzen. Dazu besitzen sie einen Foto oder Snapshoot Modus (es werden Fotos wie mit einer Digicam gemacht, meist auch mit der Mö¶glichkeit einen internen Blitz zuzuschalten) und ein extra Speichermedium (meist Multi-Media-Card, aber auch Memory-Sticks wurden schon gesichtet), das prinzipiell auch so funktioniert wie unsere SM/CF-Karten. Darauf werden dann nur die Fotos, ggf. aber auch kurze Video-Clips, abgespeichert – also all das was im Fotomodus” aufgenommen wurde. Damit sind diese Camcorder durchaus als vollwertige Digicams – in der entsprechenden Qualitätsstufe – anzusehen. Camcorder die eine solche Speichermö¶glichkeit nicht haben speichern Fotos übrigens zwischen dem ganzen “normalen” Videoszenen aufs Band als Standbild sozusagen. Allerdings sind es strenggenommen schon einige Standbilder da das fotografierte Bild über 1..3 s aufgenommen wird. Wobei es eigentlich auch egal ist wie das Bild abgespeichert wird auf dem Band ist es sogar noch sicherer einen Karten-Crash kann es hier nicht geben und selbst bei einer Beschädigung des Bandes sind ja immer eine ganze Hand voll gleicher Fotos abgespeichert. Eine andere Seite ist die grundlegende Qualität. Ich denke hier kö¶nnen die meisten Camcorder-Optiken nicht mit guten Digicam Optiken mithalten. Qualitätsobjektive wie wir sie aus der E-Reihe kennen gibt es mit Sicherheit erst bei den schweineteuren Profi-Geräten. Und auch die Mö¶glichkeiten die Aufnahmen zu beeinflussen (Blende/Belichtungszeit) sind begrenzt – aber hier müßte man sich mit dem konkreten Modell auseinandersetzen. Auch was das Thema externer Blitz betrifft. Einen Vorteil hat ein Camcorder natürlich – er kann Serienbilder mit 24 Bilder/s aufnehmen – und das meist Stundenlang! ;-))))) Andy posted via http://oly-e.de” e100rs.german 5103 —————————————————————————————————————————————— Datum: 26.03.2002 Uhrzeit: 17:34:39 Norbert W. danke Andy für Deine erklärungen, also ein Fotomodus in einer Videokamera interessiert mich sehr wenig, wenn dann wäre da schon interessant ein Bild aus einer Filmsequenz entnehmen zu kö¶nnen > Camcorder die eine solche Speichermö¶glichkeit nicht haben, > speichern Fotos übrigens zwischen dem ganzen normalen” > Videoszenen aufs Band als Standbild sozusagen. Allerdings sind > es strenggenommen schon einige Standbilder da das fotografierte > Bild über 1..3 s aufgenommen wird. Wobei es eigentlich auch egal > ist wie das Bild abgespeichert wird auf dem Band ist es sogar > noch sicherer einen Karten-Crash kann es hier nicht geben und > selbst bei einer Beschädigung des Bandes sind ja immer eine ganze > Hand voll gleicher Fotos abgespeichert. wie siehts denn dann aus mit: Format qualität hab mal gehö¶rt diese “Standbilder” aus dem Videoformat zu entnehmen geht nicht weil sie Bewegtbilder sind also als einzelne eher verwischt sind wenn man die 24 Bilder/s verwerten kö¶nnte währe für den Sport schon gut Gruß Norbert posted via http://oly-e.de” e100rs.german 5104 —————————————————————————————————————————————— Datum: 27.03.2002 Uhrzeit: 9:35:43 Ralf Sokolowski Hallo Norbert, seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit Bild vom Video. Angefangen bei einer Sony TR504 und Bild von VHS SVHS und direkt vom Fernsehen über eine AVnow DV von DazzleFast. Fernsehnorm ist 535 (es gibt verschiedene Angaben, aber nicht entscheidend) x 720. Die verfügbaren Linien (720) sind variabel und abhänig von der Qualität des Gerätes. Eine Sony VX 2000 hat 4,8 MHz und 530 Linien. Brodcast Cameras kommen auf 720 Linien. Meine TR504 hat ca 2,2MHz. D.h Bildinformationen in horizontaler richtung sind interpoliert auf den PAL Standard und dadurch mehr oder weniger scharf. Als nächstes die vertikale Auflö¶sung. Die 535 Zeilen sind fest, also werden von jedem Gerät geliefert. Allerdings im Zeilensprungverfahren (interlaced). Pro Bild ist nur die Information eines Halbbildes 535/2 vorhanden. 2 Halbbilder ergeben 25 Bilder/s unsere Norm. Als nächstes der Farbversatz. Das Helligkeitssignal und das Farbsignal haben je nach Qualitiät des Gerätes eine Laufzeitdifferenz. 12ns bei VX2000 120ns beit VHS Recordern. Besonders bei Rot (wegen der Frequenz) sieh man ein farbiges Doppelbild. Grapped man nun so ein Bild (Vollbild), sind auf beiden Halbbilder bei Bewegung Verschiebungen zu sehen. Mit Photoschop Videofilter kann das bereinigt werden. Manche Bilder 1024/768 bei AVnow DV sehen sehr gut aus, aber mit einer E10 nicht vergleichbar! Wie gesagt, die Auflö¶sung mußt Du mit einer Kamera mit 268×360 Pixel vergleichen. Der BR macht auf Messen oft Bluebox Videoprints, direckt von großen Kameras auf gute Videoprinter. Das ist dann die Qualität eines Polaroidbildes. Die VX2000 hat erst bei 2 (in Worten zwei) Lux 80% Farbsättigung! Die Panasonic MX300 bei 70 Lux. Viele Grüße Ralf Sokolowski Norbert W.” schrieb: > danke Andy für Deine erklärungen > also ein Fotomodus in einer Videokamera interessiert mich sehr > wenig > wenn dann wäre da schon interessant ein Bild aus einer > Filmsequenz entnehmen zu kö¶nnen >> Camcorder die eine solche Speichermö¶glichkeit nicht haben >> speichern Fotos übrigens zwischen dem ganzen “normalen” >> Videoszenen aufs Band als Standbild sozusagen. Allerdings sind >> es strenggenommen schon einige Standbilder da das fotografierte >> Bild über 1..3 s aufgenommen wird. Wobei es eigentlich auch egal >> ist wie das Bild abgespeichert wird auf dem Band ist es sogar >> noch sicherer einen Karten-Crash kann es hier nicht geben und >> selbst bei einer Beschädigung des Bandes sind ja immer eine ganze >> Hand voll gleicher Fotos abgespeichert. > wie siehts denn dann aus mit: > Format > qualität > hab mal gehö¶rt diese “Standbilder” aus dem Videoformat zu > entnehmen > geht nicht weil sie Bewegtbilder sind also als einzelne eher > verwischt sind > wenn man die 24 Bilder/s verwerten kö¶nnte währe für den Sport > schon gut > Gruß > Norbert > posted via http://oly-e.de” e100rs.german 5106 —————————————————————————————————————————————— Datum: 27.03.2002 Uhrzeit: 10:02:21 Andy Hi, eigentlich hat es Ralf gut erklärt. Noch eine Bemerkung, hatte ich wohl nicht klar genug erzählt: Ein Snapshoot/Fotomodus Bild ist ein normales” Digi-Foto egal ob auf Band oder Card gespeichert. Als solches wird auch die volle Auflö¶sung des CCD (1 2..1 5 MP sind wohl heutzutage nicht mehr unüblich) ausgenuzt. Im Video-Modus – siehe Ralf. Hier wird mit Video-Norm gearbeitet also auch ein 5 MP-Sensor würde dabei überhauptgarnichts bringen. Damit sind die aus einer Videoszene entnommenen Standbilder natürlich Qualitätsmäßig weit weg von dem was eine auch nur “mittelmäßig” Pixilierte Kamera (also z.B. die E100 – heutzutage) leisten kann – rein technisch selbst wenn die Optik vergleichbar wäre – was sie aufgrund der deutlich niedrigeren Anforderungen im Videobereich meist nicht ist. Hier wird auch deutlich daß Video (Film) und Foto doch sehr verschiedene Medien sind und durch andere Qualitäten glänzen. Kurz und gut: Ein Standbild aus einer Videoszene herraus kann mit einem Bild aus einer guten Fotokamera nicht mithalten (war aber auch zu analogen Zeiten nicht anders das Bild eines 8mm-Films ist sogar kleiner als der CCD einer E10/20) Andy posted via http://oly-e.de” e100rs.german 5107 —————————————————————————————————————————————— Datum: 27.03.2002 Uhrzeit: 10:17:33 Helmut Ralf Sokolowski schrieb: Hallo Ralf und Andy, vielen Dank für Euere Ausführungen. Mir kam es vor allem auf das an: > Wie gesagt, die Auflö¶sung mußt Du mit einer Kamera mit 268×360 > Pixel vergleichen. Viele Grüsse Helmut — posted via http://oly-e.de e100rs.german 5108 —————————————————————————————————————————————— Datum: 28.03.2002 Uhrzeit: 13:11:15 Norbert W. Dank Euch für die ausführlichen Antworten, also kann man als Fazit in nächster Zeit diese Mö¶glichkeit noch getrost abhaken, sofern man eine Digitafe Fotokamera hat, Schö¶ne Ostern an alle Pixler Norbert — posted via http://oly-e.de e100rs.german 5116 —————————————————————————————————————————————— Datum: 30.03.2002 Uhrzeit: 23:23:34 Jochen Noch ein paar Anmerkungen aus meiner Sicht. Ein Camcorder mit 1,5 MPix kö¶nnte im Fotomodus im Prinzip Bilder in E-100-Qualität auf die Flashkarte bannen. Angesichts lichtstarker Super-Zoom-Objektive” (bis ca. 1000mm KB-Äquivalent) erscheint das für Tele-Freaks verlockend zumal wenn die Kamera noch mit einem optischen Bildstabilisator ausgerüstet sein sollte. Leider gibt es ein paar Haken: Lichtstarke Zoomobjektive (etwa 18x bei den inzwischen ausgelaufenen D8-Modellen TRV-725 bzw. -730) sind nur für sehr kleine Bildformate machbar. Also werden die Pixel auf eine sehr kleine Fläche gequetscht z.B. ein Viertel der E-100-“1/2(Zoll)”-Sensorfläche sind dadurch wenig lichtempfindlich und neigen ganz erheblich zum Rauschen (was bei 50 Halbbildern pro Sekunde kaum auffällt wohl aber im Foto-Modus). Damit nicht genug: Leider sind die Objektive selbst bei Camcordern weit jenseits von 1000 Euro nur unzureichend korrigiert so daß beispielsweise ganz erhebliche chromatische Aberration auftritt (Farbsäume v.a. außerhalb der Bildmitte). Michael Hager von foto-erhardt.de hatte ‘mal zwei Testfotos für mich mit einer der beiden o.g. Sony-D8-Kameras am Teleende (knapp 1000mm) gemacht: Die pixelmäßige Auflö¶sung ist natürlich gegeben die Farben sind ok die Schärfe in der Bildmitte ist erträglich aber zum Rand hin gibt es bei harten Kontrasten sichtbare Farbsäume und unter der unzureichenden Korrektur leidet natürlich die Bildschärfe ganz allgemein. Die Bildqualität reicht um irgendwelche Sachverhalte zu dokumentieren (evtl. mit zusätzlichem guten Televorsatz sogar das Nummernschild auf 1 km? – war hier ‘mal Thema) ist aber nicht annähernd mit E-100-Qualität zu vergleichen. Allerdings kommt man mit dem 10x-Zoom plus A-200 B-300 oder dgl. nicht ganz an das Teleende der Camcorder heran sondern nur in die Gegend um 550-750 mm (etwa mit dem C-210/1 9x: leider kein Restzoombereich). Deshalb habe ich versuchsweise zwei hochwertige Olympus-Televorsätze kombiniert nämlich den C-210 + B-300 (mit Tesafilm zusammengeklebt) – ergibt Faktor ca. 3 2x ohne allzugroßen Verlust an Lichtstärke und folglich gut 1000 mm KB-Äquivalent. Damit kann man durchaus noch herumlaufen und fotografieren; die Bildstabilisierung reicht um mit 1/200 freihand fotografieren zu kö¶nnen ruhiger Stand vorausgesetzt. Die Bildqualität steht kaum merklich hinter der mit dem A-200 oder B-300 zurück. Die schö¶nsten Bilder sind aber Schnappschüsse von Menschen und die darf ich leider nicht in die Gallerie stellen (Fragen wäre bei bis zu mehreren hundert Bildern pro Tag ausgeschlossen wäre in den meisten Schnappschuß-Situationen auch stö¶rend). Vielleicht klebe ich die beiden Vorsätze noch’mal zusammen und mache dann z.B. ein “Enten-Portrait” – das kö¶nnte ich in die Gallerie stellen… Jochen posted via http://oly-e.de” e100rs.german 5123 ——————————————————————————————————————————————

Über

Ich bin hier der Chef.

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