Bilder von der Minolta leidig aber wahr: Rauschen

Datum: 23.06.2001 Uhrzeit: 14:18:36 Winfried Lutter Hallo, habe auf http://www.dpreview.com in der Bildergallerie die ersten (für mich ersten) Aufnahmen mit der neuen 5megpixel Minolta gesehen. Bin ich betriebsblind oder kann man wirklich keinen Vorteil gegenüber der E10 feststellen? (Ich bin nämlich E10-Fan;)) Aber: ich krieg es immer noch nicht geregelt, festzustellen, wann es mehr und wann es weniger Rauschen bei der E10 gibt. Folgendes ist mir am vergangenen Sonntag passiert: Vormittags fotografiere ich beim Tennis auf CF 128MB (nicht Microdrive) mit ISO 80: Rauschen ohne Ende. Nachmittags fotografiere ich ebenfalls mit ISO 80 ebenfalls auf CF 128MB, nachdem die Kamera ewig in der prallen Sonne gelegen hatte und: kaum Rauschen. Wer kann mir was zu diesem Thema sagen? Ich wüßte gerne etwas, um mich dann darauf einstellen zu kö¶nnen!!! Adele Winfried e10.german 4212 —————————————————————————————————————————————— Datum: 26.06.2001 Uhrzeit: 15:41:01 Klaus Schraeder Winfried Lutter schrieb: > Aber: ich krieg es immer noch nicht geregelt, festzustellen, wann es mehr > und wann es weniger Rauschen bei der E10 gibt. Folgendes ist mir am > vergangenen Sonntag passiert: > Vormittags fotografiere ich beim Tennis auf CF 128MB (nicht Microdrive) mit > ISO 80: Rauschen ohne Ende. Nachmittags fotografiere ich ebenfalls mit ISO > 80 ebenfalls auf CF 128MB, nachdem die Kamera ewig in der prallen Sonne > gelegen hatte und: kaum Rauschen. Wer kann mir was zu diesem Thema sagen? > Ich wüßte gerne etwas, um mich dann darauf einstellen zu kö¶nnen!!! > Adele > Winfried Hallo Winfried, das ist ein sehr komplexes Thema, und ich fürchte, auch nicht so einfach zu beantworten. Trotzdem ein Versuch. Jedes elektronische Bauteil rauscht. Dies ist ein temperaturabhängiger Effekt, weil Elektronen bei hö¶herer Temoeratur beweglicher werden. In jeder Photodiode, die Photonen einsammelt und in Elektronen-Lö¶cherpaare umwandelt, wird auch ein Rauschsignal erzeugt- und das auch ohne Lichteinfall. Gelangt nun viel Licht auf die Photodiode, wird eine hö¶here Spannung erzeugt, und das Rauschen fällt prozenzual nicht mehr so ins Gewicht. Typischerweise rechnet man mit ca. 60 dB oder einem Faktor von 1:1000 (1 mV Rauschspannung bei 1 V Nutzsignal) Gelangt nun wenig Licht auf die Photodiode (sagen wir mal 4 mV Nutzsignal, das entspricht dem 250zigsten Teil des vorigen, ) dann beträgt der Rauschanteil glatte 25 % verglichen mit 0,1 % im ersteren Fall. Ohne über die Absolutwerte zu streiten, heisst das: In weissen Bildteilen ist das Rauschen nicht wahrnehmbar, ö­n dunklen Teilen dagegen kann es bis zu 25 % betragen. Das Temperaturabhängige Rauschen folgt einer e-Funktion. Bei Verdoppelung der Temperatur nimmt die Rauschspannung nicht auf das doppelte, sondern auf das ca. 3.7 fache zu. Also sicher ein gravierender Effekt. Wesentlich stärker macht sich jedoch bemerkbar, wenn das volle mö¶gliche Tonwertspektrum von 8 bit oder 255 Stufen nicht ausgenutzt wird. Eine spätere Tonwertspreizung wirkt wie eine Verstärkung, und die verstärkt das Rauschen nun mal mit. Um jetzt Aussagen über das Rauschverhalten machen zu kö¶nnen, müsste man Bilder mit gleichem Tonwertspektrum (unbearbeitet) vergleichen. Was kann man dagegen tun? 1. Kamera nicht zu stark erwärmen lassen 2. Nach Belichtung Tonwertverteilung checken und lieber eher reichlich als zu wenig belichten- zu Deutsch lieber alles nach rechts im Histogramm schieben als nach links 3. In Photoshop die dunklen Flächen-denn das sind ja die, wo man ein Rauschen wahrnimmt-maskieren und Gaussschen Weichzeichner drauf anwenden, oder mit dem Weichzeichner drüber gehen. 4. Bei Still-Fotos mit dem Stativ mehrere Belichtungen machen, in Photoshop mit unterschiedlicher Transparenz übereinanderlegen. Hier gibts ein früheres Posting dazu. Gruss Klaus Schraeder — posted via http://oly-e10.de e10.german 4216 —————————————————————————————————————————————— Datum: 26.06.2001 Uhrzeit: 17:11:53 Winfried Lutter Hallo, Klaus, danke für Deine prompte Antwort. Als Laie dachte ich, Dich verstanden zu haben, aber nachdem ich alles gelesen und Deine Tips mir nochmals habe durch den Kopf gehen lassen, kam ich zu folgendem Ergebnis: wie geschildert, hätte ich eher bei meinen Fotos am Nachmittag Rauschen erwartet, da die Kamera ja in der Sonne lag. Und die Helligkeit am Tag gleich war und ich mit automatischer Belichtung fotografiert habe. Das heißt, das, was Du beschrieben hast, hätte doch eigentlich dann am Nachmittag zu mehr Rauschen als am Vormittag führen müssen, oder? Hängt es vielleicht auch noch an der Verschlußzeit oder Blende oder Bewegung der Personen? Ich hoffe, ich nerve nicht zu sehr mit der Nachfrage 😉 Adele Winfried > Hallo Winfried, > > das ist ein sehr komplexes Thema, und ich fürchte, auch nicht so einfach zu > beantworten. Trotzdem ein Versuch. > > Jedes elektronische Bauteil rauscht. Dies ist ein temperaturabhängiger > Effekt, weil Elektronen bei hö¶herer Temoeratur beweglicher werden. In jeder > Photodiode, die Photonen einsammelt und in Elektronen-Lö¶cherpaare umwandelt, > wird auch ein Rauschsignal erzeugt- und das auch ohne Lichteinfall. Gelangt > nun viel Licht auf die Photodiode, wird eine hö¶here Spannung erzeugt, und das > Rauschen fällt prozenzual nicht mehr so ins Gewicht. Typischerweise rechnet > man mit ca. 60 dB oder einem Faktor von 1:1000 (1 mV Rauschspannung bei 1 V > Nutzsignal) Gelangt nun wenig Licht auf die Photodiode (sagen wir mal 4 mV > Nutzsignal, das entspricht dem 250zigsten Teil des vorigen, ) dann beträgt > der Rauschanteil glatte 25 % verglichen mit 0,1 % im ersteren Fall. Ohne > über die Absolutwerte zu streiten, heisst das: In weissen Bildteilen ist das > Rauschen nicht wahrnehmbar, ö­n dunklen Teilen dagegen kann es bis zu 25 % > betragen. > > Das Temperaturabhängige Rauschen folgt einer e-Funktion. Bei Verdoppelung der > Temperatur nimmt die Rauschspannung nicht auf das doppelte, sondern auf das > ca. 3.7 fache zu. Also sicher ein gravierender Effekt. Wesentlich stärker > macht sich jedoch bemerkbar, wenn das volle mö¶gliche Tonwertspektrum von 8 > bit oder 255 Stufen nicht ausgenutzt wird. Eine spätere Tonwertspreizung > wirkt wie eine Verstärkung, und die verstärkt das Rauschen nun mal mit. > > Um jetzt Aussagen über das Rauschverhalten machen zu kö¶nnen, müsste man > Bilder mit gleichem Tonwertspektrum (unbearbeitet) vergleichen. > > Was kann man dagegen tun? > > 1. Kamera nicht zu stark erwärmen lassen > 2. Nach Belichtung Tonwertverteilung checken und lieber eher reichlich als zu > wenig belichten- zu Deutsch lieber alles nach rechts im Histogramm schieben > als nach links > 3. In Photoshop die dunklen Flächen-denn das sind ja die, wo man ein Rauschen > wahrnimmt-maskieren und Gaussschen Weichzeichner drauf anwenden, oder mit dem > Weichzeichner drüber gehen. > 4. Bei Still-Fotos mit dem Stativ mehrere Belichtungen machen, in Photoshop > mit unterschiedlicher Transparenz übereinanderlegen. Hier gibts ein früheres > Posting dazu. > > Gruss > Klaus Schraeder > > > > — > posted via http://oly-e10.de > e10.german 4217 —————————————————————————————————————————————— Datum: 26.06.2001 Uhrzeit: 23:09:38 Klaus Schraeder Winfried Lutter schrieb: > Hallo, Klaus, > danke für Deine prompte Antwort. Als Laie dachte ich, Dich verstanden zu > haben, aber nachdem ich alles gelesen und Deine Tips mir nochmals habe durch > den Kopf gehen lassen, kam ich zu folgendem Ergebnis: wie geschildert, hätte > ich eher bei meinen Fotos am Nachmittag Rauschen erwartet, da die Kamera ja > in der Sonne lag. Und die Helligkeit am Tag gleich war und ich mit > automatischer Belichtung fotografiert habe. Das heißt, das, was Du > beschrieben hast, hätte doch eigentlich dann am Nachmittag zu mehr Rauschen > als am Vormittag führen müssen, oder? Hängt es vielleicht auch noch an der > Verschlußzeit oder Blende oder Bewegung der Personen? > Ich hoffe, ich nerve nicht zu sehr mit der Nachfrage 😉 > Adele > Winfried Winfried, nein, Du nervst natürlich nicht. Wenn Du die Original (unbearbeiteten) Bilder noch hast, guck Dir doch mal die Histogramme an. Ich vermute, dass Deine Vormittagsbilder schö¶n gleichmässig sind in der Tonwertverteilung (weiches Licht) und den vollen 8-bit Bereich ausnutzen. Am Nachmittag ist das Licht sehr hart, oft hö¶rt die Tonwertverteilung bereits bei 128 Stufen (=7 bit !) auf. Wenn man dann in der Bildbearbeitung die Tonwerte spreizt, um den vollen 8 bit Umfang auszunutzen, passiert es eben. Dann nimmt das Rauschen in den dunklen Teilen entsprechend zu. Check doch mal Gruss Klaus — posted via http://oly-e10.de e10.german 4235 —————————————————————————————————————————————— Datum: 27.06.2001 Uhrzeit: 10:18:50 Zwecke Winfried Lutter schrieb: > Hallo, > habe auf http://www.dpreview.com in der Bildergallerie die ersten (für mich > ersten) Aufnahmen mit der neuen 5megpixel Minolta gesehen. > Bin ich betriebsblind oder kann man wirklich keinen Vorteil gegenüber der > E10 feststellen? (Ich bin nämlich E10-Fan;)) > Aber: ich krieg es immer noch nicht geregelt, festzustellen, wann es mehr > und wann es weniger Rauschen bei der E10 gibt. Folgendes ist mir am > vergangenen Sonntag passiert: > Vormittags fotografiere ich beim Tennis auf CF 128MB (nicht Microdrive) mit > ISO 80: Rauschen ohne Ende. Nachmittags fotografiere ich ebenfalls mit ISO > 80 ebenfalls auf CF 128MB, nachdem die Kamera ewig in der prallen Sonne > gelegen hatte und: kaum Rauschen. Wer kann mir was zu diesem Thema sagen? > Ich wüßte gerne etwas, um mich dann darauf einstellen zu kö¶nnen!!! > Adele > Winfried Hallo Winfried, was Du da auf der URL gesehen hast ist die Minolta Dimage EX 1500, eine kleine 1,5 Mill. Pixel Kamera mit einer maximalen Auflö¶sung von 1344 x 1008 Bildpunkte und keine 5 Mill. Dimage7 Kamera. Leider, ich habe noch keine Bilder gefunden von der neuen, bleibe aber dran !!! MfG Zwecke — posted via http://oly-e10.de e10.german 4249 —————————————————————————————————————————————— Datum: 27.06.2001 Uhrzeit: 11:10:58 Zwecke Hallo Winfried, auf der Seite kannst Du Dir Bilder der 5,2 Mill. Pixel Kamera von Minolta anschauen !!!! http://www.imaging-resource.com/PRODS/D7/D70P.HTM MfG Zwecke — posted via http://oly-e10.de e10.german 4252 —————————————————————————————————————————————— Datum: 27.06.2001 Uhrzeit: 14:43:37 Winfried Lutter Hallo, ich denke, das waren schon die richtigen Bilder, es ist etwas versteckt unter der kompletten Adresse: http://www.dpreview.com/articles/minoltadimage7/page7.asp zu finden! Adele Winfried Lutter Zwecke“ schrieb im Newsbeitrag news:f28f680d9814191e0af28ea672e1a5c8@hendricks-online.de… > Winfried Lutter schrieb: > > Hallo > > habe auf http://www.dpreview.com in der Bildergallerie die ersten (für mich > > ersten) Aufnahmen mit der neuen 5megpixel Minolta gesehen. > > Bin ich betriebsblind oder kann man wirklich keinen Vorteil gegenüber der > > E10 feststellen? (Ich bin nämlich E10-Fan;)) > > Aber: ich krieg es immer noch nicht geregelt festzustellen wann es mehr > > und wann es weniger Rauschen bei der E10 gibt. Folgendes ist mir am > > vergangenen Sonntag passiert: > > Vormittags fotografiere ich beim Tennis auf CF 128MB (nicht Microdrive) mit > > ISO 80: Rauschen ohne Ende. Nachmittags fotografiere ich ebenfalls mit ISO > > 80 ebenfalls auf CF 128MB nachdem die Kamera ewig in der prallen Sonne > > gelegen hatte und: kaum Rauschen. Wer kann mir was zu diesem Thema sagen? > > Ich wüßte gerne etwas um mich dann darauf einstellen zu kö¶nnen!!! > > Adele > > Winfried > Hallo Winfried > was Du da auf der URL gesehen hast ist die Minolta Dimage EX 1500 eine > kleine 1 5 Mill. Pixel Kamera mit einer maximalen Auflö¶sung von 1344 x 1008 > Bildpunkte und keine 5 Mill. Dimage7 Kamera. Leider ich habe noch keine > Bilder gefunden von der neuen bleibe aber dran !!! > MfG Zwecke > posted via http://oly-e10.de >“ e10.german 4258 ——————————————————————————————————————————————

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