Filterabstand – Bildqualitaet

Datum: 06.09.2012 Uhrzeit: 12:16:23 Eckhard Frage ohne besonderen Anlass, nur aus spielerischem Interesse an die Optik-/Technikexperten: Ich las im Web, dass die Bildqualität mit steigendem Abstand des Filters zur Frontlinse leidet. Ich glaube es ja gerne – aber was ist der technische Hintergrund (wenn jeweils eine ordentliche Streulichtblende gegen seitlich einfallendes Licht benutzt wurde)? Und bei dieser Gelegenheit eine Zusatzfrage: Bei einer Nutzung von Filtern zwischen Hinterlinse und Sensor: Ist da eine Position nahe der Hinterlinse oder nahe dem Sensor in der Theorie günstiger? Danke für Eure erhellenden Erläuterungen und Reflexionen! Eckhard — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 06.09.2012 Uhrzeit: 22:39:46 Helge Suess Hallo Eckhard! > Ich las im Web, dass die Bildqualität mit steigendem Abstand des > Filters zur Frontlinse leidet. Je näher, desto unschärfer sind die Stö¶rungen, die ein Filter verursacht. Das gilt vor allem für Kratzer, Staub, Fingerabdrücke. Besonders bei extremen Weitwinkelobjektiven kann sich das schnell sichtbar auswirken. > (wenn jeweils eine ordentliche Streulichtblende gegen seitlich > einfallendes Licht benutzt wurde)? Das würde nur Reflexe und Streulicht vom Filter fernhalten. Kratzer, ungleiche Stärke der Scheibe etc. bleiben in ihrer Wirkung von der Streulichtblende weitgehend unbeeinflusst. > Und bei dieser Gelegenheit eine Zusatzfrage: > Bei einer Nutzung von Filtern zwischen Hinterlinse und Sensor: > Ist da eine Position nahe der Hinterlinse oder nahe dem Sensor in > der Theorie günstiger? Bei Objektiven die sowas haben, ist die Montage knapp an der Hinterlinse üblich. Das liegt auch daran, dass sonst kein Platz dafür ist. Zumindset nicht, wenn hinter dem Objektiv ein Spiegelkasten liegt, der nicht gerade gut geeignet ist, eine Filterschiebe aufzunehmen. Nahe am Sensor liegt die Scheibe bzw. Folie wiederum knapp an der Schärfenebene, was zu einer besser sichtbaren Projektion von Kratzern und Staub auf dem Filter führt. Ideal sind wohl Filter im Strahlengang (Einschubfilter wie bei extremen Teleobjetiven oder Revolverfilter in Fischaugen). Da kann der Konstrukteur (mit etwas Kompromissbereitschaft) den optimalen Platz finden. Da die Filterscheibe in der optischen Rechnung berücksichtigt wurde, sind dort auch neutrale Fitlerscheiben in Verwendung, wenn man ohne Filterwirkung arbeiten will. Helge ;-)=) 20 — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 11.09.2012 Uhrzeit: 21:36:43 Eckhard Dank Dir Helge für Deine ausführliche Antwort! Also nichts ungewö¶hnliches, kein spezieller, unerwarteter Nebeneffekt. Viele Grüße nach Wien! Eckhard — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 16.09.2012 Uhrzeit: 12:15:59 Michael Lindner Hallo, der besagte Abstand von der Frontlinse hat etwas mit vagabundierendem” Licht zwischen den beiden Grenzflächen zu tun (es kann je nach Stellung externer Lichtquellen zur optischen Achse zu flauen Bildern trotz Sonnenblende und zu Reflexen und Geisterbildern kommen gerade bei Spitzlichtern in dunkler Umgebung: z.B. Kerzen am Kirchenaltar). Die Unschärfe oder Schärfe (Sichtbarkeit) von Verschmutzungen auf dem Glas spielt hier bei den Unterschieden (etwa 10 – 15 mm Abstand je nachdem ob mechanischer Sonnenschutz durch versenkt verbaute Frontlinse oder nicht)spielt noch keine Rolle (einzige Ausanhme: Superweitwinkelobjektive wo der scharf abzubildende Bereich z.T. kurz vor der Frontlinse beginnt und dadurch Morgentau bzw. Wassertrö¶pfchen auf der Frontlinse bildwirksam mit abgebildet werden). Wäre das anders kö¶nnte man kleine Frontlinsenkratzer nicht mit einem schwarzen Permanentstift “reparieren” ohne dass es im Bild sichtbar wird. M. Lindner posted via http://oly-e.de” ——————————————————————————————————————————————

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