Frage zur JPG-Kompression

Datum: 31.08.2010 Uhrzeit: 20:23:16 Gunther Chmela An alle, die etwas davon verstehen! Bei der Pen verzichte ich auf das RAW-Format und fotografiere nur mit JPEG. Diese Bilder sind so gut, dass ich das für meine Bedürfnisse durch die Bearbeitung der RAWs auch nicht besser hinkriegen würde. Na gut. Nun hab ich aber bisher – Perfektionist, der ich bin – immer die niedrigste Kompression eingestellt, das heißt „Large super fine“ (LSF). Diese Bilddateien sind dann relativ groß, so um die 10 MB. In der Kamera ist mir das egal, denn die modernen Speicherkarten bieten ja viel Platz. Am Rechner ist es auch kein so großes Problem, was den Speicherplatz angeht – allerdings sammelt sich da im Laufe der Zeit schon einiges an. Und vor allem die Backups dauern länger. Meine Frage: Ist die Datenmenge, bezogen auf die Bildqualität, wirklich notwendig, bzw. gerechtfertigt? Konkret: Was vergebe ich mir, wenn ich z.B. statt LSF nur LF oder gar LN einstelle? Dazu muss ich vielleicht anmerken, dass ich keine hö¶heren Ansprüche stelle als a) optimale Qualität am Bildschirm und b) optimale Qualität auf Ausdrucken, die maximal etwa DIN A4 entsprechen. Gibt es hier Unterschiede, die man wirklich SEHEN kann? Macht sich die hö¶here Kompression bei einer eventuellen geringfügigen Nachbearbeitung bemerkbar? Gibt es andere Gründe, doch bei der niedrigsten Kompression zu bleiben (eigentlich hab ich sie ja nur eingestellt, um ein ruhiges Gewissen zu haben)? Ich kann zwar ganz gut mit meinem Rechner und mit allen Programmen umgehen, doch meine IT-Kenntnisse reichen nicht aus, um mir diese Fragen selbst zu beantworten. Daher bin ich froh über jede hilfreiche Auskunft! @ Reinhard: Du schreibst in Deinem Buch über die Pen, die Kompressionsstufe „Normal“ sei vö¶llig ausreichend. Ich glaub Dir das ja auch gern – zumal ich selber ja auch keinen Unterschied zu LSF oder gar LN sehe. Nur: Ausreichend bis wohin? Nur dann z.B., wenn man nichts weiter mit dem Bild anstellt (siehe oben)? Beste Grüße an alle! Gunther — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.08.2010 Uhrzeit: 20:57:03 R.Wagner Am Tue, 31 Aug 2010 20:23:16 +0200 schrieb Gunther Chmela: > Meine Frage: Ist die Datenmenge, bezogen auf die Bildqualität, > wirklich notwendig, bzw. gerechtfertigt? Konkret: Was vergebe ich > mir, wenn ich z.B. statt LSF nur LF oder gar LN einstelle? Nichts. Ich arbeite seit mittlerweile 8 Jahren mit LN bzw den Kompressionstufen die dem früher entsprochen haben. Ich habe davon 60×90 abziehen lassen. Die Unterschiede zu LSF sind in den allermeisten Fällen nicht feststellbar (auch nicht in der 100%-Ansicht). Bei wirklich kritischen Motiven fotografiere ich RAW parallel, brauche sie aber nur in etwa 1% der Fälle. Grüße Reinhard Wagner —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.08.2010 Uhrzeit: 21:10:17 Gunther Chmela R.Wagner schrieb: >> Was vergebe ich >> mir, wenn ich z.B. statt LSF nur LF oder gar LN einstelle? > > Nichts. Ich arbeite seit mittlerweile 8 Jahren mit LN bzw den > Kompressionstufen die dem früher entsprochen haben. Ich habe davon > 60×90 abziehen lassen. Die Unterschiede zu LSF sind in den > allermeisten Fällen nicht feststellbar (auch nicht in der > 100%-Ansicht). Bei wirklich kritischen Motiven fotografiere ich RAW > parallel, brauche sie aber nur in etwa 1% der Fälle. > > Grüße > Reinhard Wagner Gut! Vielen Dank! Aber jetzt kommt natürlich die nächste Frage: Macht es dann Sinn, bereits abgespeicherte Bilder (LSF) etwas stärker zu komprimieren? Gunther — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.08.2010 Uhrzeit: 21:40:54 R.Wagner Am Tue, 31 Aug 2010 21:10:17 +0200 schrieb Gunther Chmela: > Gut! Vielen Dank! > Aber jetzt kommt natürlich die nächste Frage: Macht es dann Sinn, > bereits abgespeicherte Bilder (LSF) etwas stärker zu > komprimieren? Neiin. Da hast Du dann wirklich Verlust. Lass die LSFs so original wie sie sind. Grüße Reinhard Wagner —————————————————————————————————————————————— Datum: 02.09.2010 Uhrzeit: 10:44:14 HJM Gunther Chmela schrieb: > An alle, die etwas davon verstehen! > > Bei der Pen verzichte ich auf das RAW-Format und fotografiere nur > mit JPEG. Diese Bilder sind so gut, dass ich das für meine > Bedürfnisse durch die Bearbeitung der RAWs auch nicht besser > hinkriegen würde. > > Na gut. … > > Beste Grüße an alle! > Gunther > Hallo Gunther, es gibt zwar mehr Testpattern als das von mir vorgestellte ABER es ist für mich eines der praktischten. Wolkenloser Himmel an einem sonnigen Tag vor den weißen, wg. Schnee und/oder Eis Gebirgkamm eines Gletschers. ZB. die JPEG-Engine von Adobe Photoshop ist hier bei identischer Zielgrö¶ße des JPEG-Files va. im oberen Qualitätsbereich sichtbar besser als zB. die sehr vielfältig und fein einstellbare JPEG-Engine vom Gimp. Was die JPEG-Engine der PENs anbelangt kann ich gut verstehen, dass man die PEN anstatt einer PC-Software das JPEG erzeugen läßt. Du mußt halt wissen welche Artefakt-Rate und -Sichtbarkeit Dir gerade noch recht ist. Dieser Kontrastübergang incl. Farben ist so meine Meinung die beste Herausforderung und bietet auch die beste Bewertungsmö¶glichkeit. Entscheide selbst und übernehmen lieber nicht die Einstellung” anderer. Ich benö¶tige zB. nicht die Optimale Abstimmungsmö¶glichkeit die eine in einer Kamera integrierte JPEG-Engine anbietet sondern eher die Flexibilität des ö–ffnens und der Bearbeitbarkeit ohne sowas wie JPEG-Artefakte bei der Bearbeitung zu verstärken/anzuheben. Somit gilt für mich die RAW+JPEG(LQ)-Einstellung. JPEG(LQ) nutze ich als Vorschaubild und quasi Filmstreifen aus dem andere die Bilder auswählen kö¶nnen welche ich dann auf Basis RAW entwickle. Es ist allerdings schonmal aus Tausenden Fotos von mir und einem bezahlten Profi bei einer Hochzeit für die Dankeschö¶n-Karte des Brautpaares eine LQ-Aufnahmen aus meiner E-1 mit 14-54 drauf ausgewählt worden. Ich sah Effekte die auf JPEG-Kompression beruhen. Da Bild war jedoch so deutlich lebhafter als das was die Profil-D-SLR des Profis lieferte dass die E-1 selbst in LQ-Performance auch hier über jeden Zweifel erhaben blieb. Konsequenz: Man kann bei bestimmten Kameras und Systemen eben eher über sichtbare Artefakte hinwegsehen. Das psychovisuelle System benö¶tigt keine keimfreie Nahrung sondern es geht im den Gehalt des optischen Futters. Natürlich liefert eien PEN gigantische JPEGs denn der Gehalt ist wie von Anders Uschold immer wieder im Labor bestätigt bei FT-Bildkreis-Systemen eben hö¶her als bei APS-C und KB-VF mit identischer und sogar hö¶herer MPx-Auflö¶sung. Die E-3 (10MPx) speichert in den RAW-Files einen hö¶heren Informationsgehalt ab als eine Nikon D3 (12MPx). Die JPEG-Engine der E-1 war sicherlich nicht schlechter als die einer E-10/E-20 ABER der Informationsgehalt der E-1 war eben anspruchsvoller weil reicher im Gehalt. Viele sind aber heute noch zB. von einer C-8080WZ C-5060WZ oder E-10/E-20 noch etwas mehr angetan als von der weichen E-1. Alles Geschmacksache und das zieht sich durch bis zur Akzeptanzschwelle für JPEG-Artefakte. Der eigene Geschmack ist entscheidend. Gr. HJM posted via http://oly-e.de” ——————————————————————————————————————————————

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