Brauche dringend Eure Hilfe

Datum: 11.01.2007 Uhrzeit: 25:52:48 thomas Hallo Zusammen, ich brauche mal Eure Hilfe. Ich habe von einer Werbeargentur einen Auftrag erhalten. Es geht darum eine Person ca. 60-65 für Werbezwecke zu Fotografieren. (Senioren-Pass für eine Verkehrsgesellschaft) ca. 10 bis 20 Aufnahmen wobei dann ein Foto genommen wird. Dieses Foto wird für Flyer, Karten und A1 Poster verwendet. Das Modell” muss ich stellen. Was kann ich dafür berechnen bzw. was für im allgemeinen dafür so gezahlt. Das Model (Eine nette Dame für die es das erste mal ist)muss ich bzw. will ich natürlich auch dafür bezahlen. Ich habe mal gehö¶rt das es eine Frankfurter Liste gibt kann man sich daran halten bzw. findet die in einem Beispiel überhaupt Anwendung? Wäre sehr dankbar für Hilfe. Gruß Thomas posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.01.2007 Uhrzeit: 11:06:47 Reinhard Wagner 1. Model-Release” unterschreiben lassen. 2. Mit der Werbeagentur vorher klären ob die Honorarrechnungen mit oder ohne Steuer akzeptieren. (Ein freier Fotograf ist nicht immer vorsteuerabzugsberechtigt! Einige Werbeagenturen machen einen Fixpreis aus und verlangen hinterher dann eine Rechnung mit Mehrwertsteuer) 3. Abklären ob die Werbeagentur auch tatsächlich zahlt und wann. Wenn Du das Model zahlen mußt aber die Agentur Dich nicht zahlt hast Du ein Problem… 4. Frage den Grafiker der den Flyser/Plakat machen soll wo das Model Augen Nase und Mund haben soll von welcher Seite er welche Beleuchtung haben will Hintergrund usw. (Ich nehme an das hast Du bereits getan….) 5. Nachdem Du hier fragst nehme ich mal an daß Du Amateur bist oder zumindest noch nicht soooo bekannt Daß Du “Namenspreise” verlangen kannst. Dann kalkuliere Deinen Zeitaufwand den Zeitaufwand des Models und rechne für jede Stunde 50 Euros. 6. Schlage alle zusätzlichen Kosten Spesen Technik Raum Bewirtung des Models usw. drauf. 7. Schlage die Zeit drauf die Du mit der Werbeagentur verplempert hast. 8. Strich drunter: Das mußt Du verlangen. Manche Werbeagentur macht es auch einfach so: Was willst Du haben? Aha? Also wir zahlen: xxx. Punkt. Die suchen erstmal Fotografen die es für fast lau machen und wenn sie keinen ganz Billigen kriegen dann setzen sie halt die Preise fest die sie in ihrer Budgetplanung einkalkuliert haben. Dem Kunden hauen sie eh noch 100% drauf. 9. Exklusivität: Wenn die Agentur die Bilder Exklusiv haben will kostet das normalerweise 30-50% mehr. Vorher abklären! Das Model-Release macht das Model ja mit Dir nicht mir der Agentur die Exklusivität betrifft aber auch sie. 10. Weitere Verwendung: vorher abklären ob die Kampagne zeitlich begrenzt ist oder ob die gute Frau in den nächsten zwanzig Jahren von der Plakatsäule grinst… Grüße Reinhard der ausgesprochen Agentur-geschädigt ist…. posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.01.2007 Uhrzeit: 16:44:04 Thomas Hallo, danke für Deine Hilfe. Was versteht man unter Namenspreise ? Habe mich mal bei Google etwas umgeschaut. Sagt Dir MFM-Empfehlung 2007 etwas? Kann ich das zu grunde legen. Wobei ich noch nicht so richt durchblicke. Denn unter was fällt eine Scheckt-Karte, Flyer und eine Plakat. Habe keine Anhnung wie ich an die Preisfindung gehen soll, außer eben den Zeitaufwand, aber der ist fast nebensache, wenn man alles berücksichtigen will/muss. Gruß Thomas — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.01.2007 Uhrzeit: 17:55:42 Reinhard Wagner Thomas schrieb: > Hallo, > > danke für Deine Hilfe. Was versteht man unter Namenspreise ? Die Preise, die Du verlangen kannst, wenn Du einen Namen hast. > Habe mich mal bei Google etwas umgeschaut. Sagt Dir > MFM-Empfehlung 2007 etwas? Kann ich das zu grunde legen. Wobei > ich noch nicht so richt durchblicke. Die MFM-Empfehlung ist genauso wie die verdi-Tarifempfehlung sehr, sehr nett und ich wäre froh, wenn sie allgemein üblich wären. Vergiss sie. Sie dienen für Werbeagenturen zur Rechtfertigung ihrer Preise, aber nicht dazu, das dem Kreativen auch zu zahlen…. (Ausnahmen bestätigen die Regel. Die Süddeutsche soll sehr gut zahlen….) > Denn unter was fällt eine Scheckt-Karte, Flyer und eine Plakat. > Habe keine Anhnung wie ich an die Preisfindung gehen soll, außer > eben den Zeitaufwand, aber der ist fast nebensache, wenn man > alles berücksichtigen will/muss. Keine Sorge, Dein Auftraggeber findet den Preis schon… Es gibt mittlerweile mehrere Portale, von denen lizenzfrei Bilder heruntergeladen werden kö¶nnen. Dies wird sowohl von Agenturen als auch von Verlagen sehr gerne genutzt. Die Kosten für diese Bilder liegen bei fast Null, die Qualität ist teilweise erstaunlich. Dein Vorteil ist, daß Du exakt liefern kannst, was der Kunde will. Ich sehe nichts Falsches daran, nach Stundensatz plur Spesen abzurechnen. Ich meine hier nicht die addierte Belichtungszeit der 20 Bilder, sondern: Gespräch mit Kunde, Verhandlungen mit Model, Vorbereitung der Location, Lichtauf- und abbau, Schminken des Models, Reisespesen des Models etc.pp. Grüße Reinhard — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.01.2007 Uhrzeit: 3:42:45 Dieter Bethke Hallo Reinhard Wagner, am Fri, 12 Jan 2007 16:55:42 +0100 schriebst Du: …. > Ich meine hier nicht die addierte Belichtungszeit der 20 Bilder, > sondern: Gespräch mit Kunde, Verhandlungen mit Model, > Vorbereitung der Location, Lichtauf- und abbau, Schminken des > Models, Reisespesen des Models etc.pp. Klasse Reinhard. Deine beiden Postings beschreiben wunderbar erfrischend und ehrlich was wirklich zu beachten ist und wie man solch einen Auftrag kalkulieren kann/muss, wenn man Geld verdienen und nicht noch welches mitbringen will. Ich mö¶chte auch nochmal den Punkt mit dem Model-Release deutlich herausstellen. Wenn man das nicht bekommen hat, sitz man ganz schnell in der Klemme wenn die Bilder trotzdem verö¶ffentlicht werden. 6 🙁 — Allzeit gutes Licht und volle Akkus, Dieter Bethke http://fotofreaks.de | http://oly-e.de/handbuecher.php4 ——————————————————————————————————————————————

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