Making of … TimeSlice@OUTCH

Datum: 23.05.2005 Uhrzeit: 16:19:41 Hermann Schmitt Making of … TimeSlice@OUTCH Die Faszination einer TimeSlice-Aufnahme rührt her von einer Täuschung des Gehirns beim Betrachter: Es wird innerhalb einer endlichen, ausgedehnten Zeit (meist von mehreren Sekunden) z.B. durch scheinbar kontinuierliches Umfahren aus verschiedenen Blickwinkeln ein extrem kurzer Zeit-Ausschnitt, eine Zeit-Scheibe (Time Slice”) aus einer dynamischen Bewegungsphase gezeigt wo das Objekt absolut still steht aber man aufgrund des Charakters des gewohnten Bewegungsablaufes und der offensichtlichen Ursache der Bewegung (z.B. Einfluß der Schwerkraft Trägheit starke vorwärtstreibende Kraft etc.) erwarten würde daß die dynamische Bewegung während der Betrachtung weiter fortgeht. Diese verblüffende Wirkung tritt am besten dann ein wenn der Betrachter sich auf das Objekt konzentrieren kann und nicht z.B. durch technische Unzulänglichkeiten abgelenkt wird. Solche Unzulänglichkeiten kö¶nnen u.a. sein: – unharmonische Stö¶rungen Sprünge im Bewegungsablauf des Objekts und/oder in der Rahmenszenerie – Schwankungen in der Darstellung (z.B. in der Helligkeit der Farbgebung Schärfe etc.). Fototechnisch erinnert mich ein TimeSlice-Projekt an das Gegenstück zu einer Panorama-Aufnahme: Beim Panorama erfasst eine zentrale Kamera das langgestreckte Objekt in mehreren Aufnahmen unter fortlaufend veränderlichen Betrachtungswinkeln. Bei der TimeSlice-Aufnahme nehmen mehrere Kameras die in einer (meist gekrümmten) Linie aufgebaut sind das zentrale Objekt (in seiner Umgebung) unter einem fortlaufenden Betrachtungswinkel auf. Es ist eine Strahlenumkehr gegenüber der Panorama-Aufnahme. Aus obigem wird klar daß bei einem TimeSlice-Projekt ähnlich wie auch bei einer Panorama-Aufnahme äußerste Präzision angewendet werden muß. Es ist eine Aufgabe die ihre Zeit braucht zur Konzeption Vorbereitung und Durchführung; und dazu kommt noch “post mortem” die ungeheuer wichtige Nachbearbeitung am Rechner das “postprocessing” incl. die Erstellung der Animation bis zum vorführfertigen Film z.B. in Form einer Video-Datei. Im postprocessing kö¶nnen unter Umständen noch Unzulänglichkeiten beseitigt oder verbessert werden die bei der Aufnahme entstanden sind. Ein TimeSlice-Projekt ist normalerweise eine Aufgabe für ein kleines Team von 2 bis 3 eingefleischten Enthusiasten die sich sorgfältig und in aller Ruhe mit allen Details befassen. Der Aufwand (technisch und arbeitsmäßig) ist groß aber das Ergebnis ist dann um so befriedigender weil man es gemeinsam “geschafft hat” und weil es zudem noch Spaß gemacht hat. Nun hatten wir bei unserem OUTCH-Treffen 2005 in der Schweiz das große Glück daß unsere gemeinsame Begeisterung für die Fotografie mit Olympus-Kameras einen Haufen Gleichgesinnter für ein Wochenende zusammengebracht hatte. Nichts lag also näher als das Team-Gefühl mit einem gemeinschaftlichen TimeSlice-Projekt zu stärken und auch die Tatsache auszunutzen daß ohne weitere Investition plö¶tzlich ein Haufen von hochwertigen gleichen Kameras (Olympus E-1) zur Verfügung stand. Die Zeit vor dem OUTCH wurde für Planung und Organisation genutzt und am Samstag den 7.Mai 2005 konnte das Projekt vormittags in nur 2-3 Stunden zwischen 10 und 12.30 Uhr am Seeufer des Hotels durchgeführt werden. Die technischen und organisatorischen Einzelheiten wurden niedergeschrieben und stehen nun als Erfahrungs-Dokumentation zur Verfügung für den Fall daß ein ähnliches Gemeinschaftsprojekt von Olympus-Fotografen wiederholt werden soll. Stefan hat die entsprechenden Excel-Dateien abgelegt unter: http://oly-e.de/images/sonstige/timeslice/Bilddateien_free.xls http://oly-e.de/images/sonstige/timeslice/Checklist_free.xls Meine Kritik am Ergebnis ist: Im Grund waren 17 Kameras für einen sanften harmonischen Bewegungsablauf viel zu wenig; es hätten mindestens 25 besser 30 sein sollen. Dann hätte man sie auch dichter zusammen stellen kö¶nnen. Wegen der manuellen Auslö¶sung der Kameras auf Zuruf waren nicht alle 17 Kameras synchron. So konnte man vom Take 1 (Take 1 war der beste von 6) leider nur 11 von 17 Aufnahmen verwenden; das ergab Sprünge im Bewegungsablauf. Außerdem war eine Kamera aus irgendeinem Grund dejustiert; auch das gab einen merkbaren Seitenruck nach rechts im Ablauf. Normalerweise müsste man noch mehr Zeit auf die Vorbereitung der Aufnahmen (Wahl des Blickwinkels bessere Montage der Kameras (Stative sind da schwierig!) laufende Kontrolle der Justierung etc.) verwenden. Aber das Ziel war es ja nicht ein perfektes kommerzielles TimeSlice-Ergebnis abzuliefern. Der besondere Wert lag hier zweifellos auf dem Gemeinschaftserlebnis dem Lernerlebnis “wie macht man das eigentlich?” und dem Faktor “fun”. Insofern ist das Ergebnis durchaus gelungen wie ich meine. Die Animationen wurden aus den unbearbeiteten Original-Aufnahmen mit einfachen Programmen am PC erstellt und in 4 verschiedenen Grafik-/Video-Formaten abgespeichert: – AVI als Standard für Windows Media Player – GIF für die volle Ausnutzung der Bild-Informationen geeignet auch für die Verbreitung im Net z.B. auf Web-Seiten geeignet auch für die Weiterverarbeitung – MOV als Standard für Quick Time movies – MPG als komprimierte platzsparende Video-Dateien und in 2 verschiedenen Formaten: – 1024 pixel breit und 480 pixel breit ergibt kleinere Dateigrö¶ßen die auch auf kleineren Rechnern schneller ablaufen. Stefan hat sie im Oly-Server wie folgt abgelegt: http://oly-e.de/images/sonstige/timeslice/TS_OUTCH_1024_oT.avi http://oly-e.de/images/sonstige/timeslice/TS_OUTCH_1024_oT.gif http://oly-e.de/images/sonstige/timeslice/TS_OUTCH_1024_oT.mov http://oly-e.de/images/sonstige/timeslice/TS_OUTCH_1024_oT.mpg http://oly-e.de/images/sonstige/timeslice/TS_OUTCH_480_mT.mpg http://oly-e.de/images/sonstige/timeslice/TS_OUTCH_480_oT.avi http://oly-e.de/images/sonstige/timeslice/TS_OUTCH_480_oT.gif http://oly-e.de/images/sonstige/timeslice/TS_OUTCH_480_oT.mov http://oly-e.de/images/sonstige/timeslice/TS_OUTCH_480_oT.mpg Es gibt eine .mpg-Version “_mT” mit einem Lauf-Titel; alle anderen sind die Animationen ohne einen solchen Titel. Eine eventuelle sorgfältige Nachoptimierung der Aufnahmen mit einem guten Programm (etwa Verwendung von Ausschnitten Berechnung von Zwischenbildern etc.) würde sich sicher lohnen wenn jemand den riesigen Aufwand nicht scheut. Außerdem kö¶nnte dabei auch die Integration von Video-Anfangssequenzen erfolgen die während des Projektes mit einer Video-Kamera von Konrad Hegner gemacht wurden. Zum Abschluß gebührt aufrichtiger Dank allen Teilnehmern die geduldig ein paar der raren regenfreien Stunden für das Projekt geopfert haben! Hermann Schmitt posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 23.05.2005 Uhrzeit: 19:09:20 Dieter Bethke Hallo Hermann Schmitt, am Mon, 23 May 2005 16:19:41 +0200 schriebst Du: > Zum Abschluß gebührt aufrichtiger Dank allen Teilnehmern, die > geduldig ein paar der raren regenfreien Stunden für das Projekt > geopfert haben! Dank Gebührt auch Dir für die Durchführung vor Ort, diesen ausführlichen Bericht hier und das post processing. Merci vielmals, wie wir” Schweizer sagen. -) Gibt es eigentlich schon verlässlichere Informaionen warum die Zentralsteuerung nicht funktionierte bzw. womö¶glich sogar einen gangbaren Verbesserungsvorschlag? Allzeit gutes Licht und volle Akkus Dieter Bethke http://oly-e.de/handbuecher.php4 http://www.fotofreaks.de/galerie/db/index.html” —————————————————————————————————————————————— Datum: 23.05.2005 Uhrzeit: 19:41:10 Klaus Schraeder Dieter Bethke schrieb: > > Gibt es eigentlich schon verlässlichere Informaionen warum die > Zentralsteuerung nicht funktionierte, bzw. womö¶glich sogar einen > gangbaren Verbesserungsvorschlag? Es ist offensichtlich so, dass die Steuerung funktioniert hätte, wenn die Kameras auf AF” geständen hätten….Ich verstehe es zwar nicht wird aber wohl so sein. (Info von Markus Lützenkirchen) In “AF” hätte es wohl noch weniger funktioniert wegen unterschiedlich langen Fokus zeiten! Gruss Klaus Schraeder > Allzeit gutes Licht und volle Akkus > Dieter Bethke > http://oly-e.de/handbuecher.php4 > http://www.fotofreaks.de/galerie/db/index.html posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 23.05.2005 Uhrzeit: 21:14:26 Klaus Schraeder Hermann, vielen Dank für Deine Arbeit. Ich habe ebenfalls aus den Daten mal ein QTVR Movie gemacht, jedoch nicht als Film, sondern als QT VR Object. (Mit VR worx) Das ist ähnlich wie die QTVR Panos, also interaktiv. Zum Drehen ins Bild klicken und nach links oder rechts ziehen. Hier die URL: http://schraeder.oly-e.de/stefan1.mov Und Dank auch an Stefan, das Model! Gruss Klaus Schraeder — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 25.05.2005 Uhrzeit: 10:08:22 Helge Süß Hi Dieter, Dieter Bethke schrieb: > Dank Gebührt auch Dir für die Durchführung vor Ort, diesen > ausführlichen Bericht hier und das post processing. Merci vielmals, > wie wir” Schweizer sagen. -) Da muss ich mich anschliessen. > Gibt es eigentlich schon verlässlichere Informaionen warum die > Zentralsteuerung nicht funktionierte bzw. womö¶glich sogar einen > gangbaren Verbesserungsvorschlag? Die Original FB von Olympus hat eine Ferrit-Drossel gegen Stö¶rungen. Die Kameras senden gepulste Signale die anscheinend für Stö¶rungen anfällig sind. Ich habe kurz ein paar Versuche gemacht und ein ganz sonderbares Verhalten der Kamera beim Schalten der Kontakte festgestellt. Ich werde da noch weiter forschen um eine Regel abzuleiten. Technisch muss man das etwas anders lö¶sen. Wenn die Schaltfolge der Kontakte klar ist (meine letzten Versuche haben mich da etwas verwirrt) dann mache ich einmal einen (elektronischen) Prototyp der auch für eien Steuerung mit z.B. Lichtschranken geeignet ist. Parallel dazu versuche ich an eine Quelle für Originalstecker zu kommen (solche die ohne Schnitzkunst passen und sich festschrauben lassen). Mit einem etwas mehr gegen elektrische Stö¶rungen gesichertem Konzept kö¶nnte das durchaus was werden. Helge ;-)=) posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 25.05.2005 Uhrzeit: 24:55:22 Dieter Bethke Hallo Helge Süß, am Wed, 25 May 2005 10:08:22 +0200 schriebst Du: > Parallel dazu > versuche ich, an eine Quelle für Originalstecker zu kommen > (solche, die ohne Schnitzkunst passen und sich festschrauben > lassen). Neben den anderen Punkten wäre das ja geradezu *gö¶ttlich* :-)) — Allzeit gutes Licht und volle Akkus, Dieter Bethke http://oly-e.de/handbuecher.php4 http://www.fotofreaks.de/galerie/db/index.html ——————————————————————————————————————————————

Über

Ich bin hier der Chef.

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