Reproausrüstung

Datum: 15.08.2002 Uhrzeit: 13:00:23 Tim Jansen Hallo Leute, Ich mö¶chte mich an Euch mit einer eigentlich nicht Olympus-spezifischen Frage wenden. Ich soll für den Lehrstuhl an dem ich arbeite eine Liste für Ausrüstung zusammenstellen, mit der man Bücher reproduzieren kann. Meine Überlegungen bisher gehen dahin, ein Reprostativ mit zusätzlichen Armen für Lampen anzuschaffen (bisher noch kein spezielles im Auge), ferner eine mö¶glichst leichte und kleine Kamera (falls man sie mal ohne Stativ mit in irgendwelche Archive nehmen will), die über die Mö¶glichkeit des Anschlusses eines Kabelauslö¶sers verfügen muß und einen gewissen optischen Zoom haben sollte. Dazu sollte das natürlich auch ein mö¶glichst hochauflö¶sende, supergünstige und am besten unkaputtbare Kamera mit wenigstens 100 Jahren Garantie sein. Quasi eine eierlegende Wollmilchsau. Alternativ wäre aber auch jeder gut dazwischenliegende Kompromiß, den Ihr mir anraten kö¶nnt, eine Überlegung wert. Ich bin für jeden Tip dankbar. Ferner bräuchte ich noch einen Rat, in welchem Format ich die Enddateien speichern sollte. Kann man JPegs irgendwie in PDF-Dateien einbinden? Schon vorab Danke für jeden Rat und Tip, der hier eigeht. MfG, Tim Jansen — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.08.2002 Uhrzeit: 13:00:23 Tim Jansen Hallo Leute, Ich mö¶chte mich an Euch mit einer eigentlich nicht Olympus-spezifischen Frage wenden. Ich soll für den Lehrstuhl an dem ich arbeite eine Liste für Ausrüstung zusammenstellen, mit der man Bücher reproduzieren kann. Meine Überlegungen bisher gehen dahin, ein Reprostativ mit zusätzlichen Armen für Lampen anzuschaffen (bisher noch kein spezielles im Auge), ferner eine mö¶glichst leichte und kleine Kamera (falls man sie mal ohne Stativ mit in irgendwelche Archive nehmen will), die über die Mö¶glichkeit des Anschlusses eines Kabelauslö¶sers verfügen muß und einen gewissen optischen Zoom haben sollte. Dazu sollte das natürlich auch ein mö¶glichst hochauflö¶sende, supergünstige und am besten unkaputtbare Kamera mit wenigstens 100 Jahren Garantie sein. Quasi eine eierlegende Wollmilchsau. Alternativ wäre aber auch jeder gut dazwischenliegende Kompromiß, den Ihr mir anraten kö¶nnt, eine Überlegung wert. Ich bin für jeden Tip dankbar. Ferner bräuchte ich noch einen Rat, in welchem Format ich die Enddateien speichern sollte. Kann man JPegs irgendwie in PDF-Dateien einbinden? Schon vorab Danke für jeden Rat und Tip, der hier eigeht. MfG, Tim Jansen — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.08.2002 Uhrzeit: 16:58:25 Tim Jansen Hallo Dieter, Bei diesem Projekt” geht es darum daß der Lehrstuhl an dem ich arbeite und der sich hauptsächlich im Rahmen eines Forschungsvorhabens mit der Auswertung frühneuzeitlicher Rechtsquellen beschäftigt. Sinn und Zweck einer Reproausrüstung läge primär für uns darin zeitgenö¶ssische Sekundärliteratur (die meist in gedruckter Form) d. h. Bücher aus dem 16.-17. Jahrhundert abzufotografieren anstatt sie wie bisher -wo das mö¶glich war – auf Mikrofisch abfilmen zu lassen. Das hätte für uns den Vorteil das einerseits das langwierige Ausdrucken vom Film entfallen würde (ein Großteil der dabei gesparten Arbeitszeit würde natürlich beim Abfotgrafieren draufgehen) wir damit aber vor allem auch ein Medium hätten daß wir via Intranet oder Cd allen Arbeitsplätzen gleichzeitig zugängig machen kö¶nnten und das darüberhinaus durch die Mö¶glichkeit der Vergrö¶ßerung bei der unser Mikrofischprinter an die Grenzen des machbaren stö¶ßt viele Schriftquellen viel einfacher zu lesen sind. Das bedeutet daß die oftmals notwedige Lupe in der Schublade bleiben kö¶nnte. Weitere Vorteile wären die minimale Grö¶ße des Mediums Cd im Vergleich zu der Kopie eines 300 oder 500 Seiten Buches welches man regelmäßig mit nach Hause oder in ein Archiv oder sonstwohin schleppen müßte. Der grö¶ßte Vorteil ist aber die Geschwindigkeit der Umsetzung. Man kann in ein Archiv gehen und sofort offensichtliche wichtige Quellen abfotografieren ohne sich zuvor den Inhalt im Detail anschauen zu müssen. Und auf gut Glück Sachen verfilmen zu lassen wäre zu teuer… Nicht die Dauer und die Kosten eines Verfilmungsauftrages zu vergessen!!! Darüberhinaus würden wir uns vielleicht auch an mal an handschriftliche Quellen heranwagen wobei da absehbar ist daß das von Quellenzustand und Schriftgrö¶ße abhängig wohl häufig keine guten Ergebnisse erzielen wird. Zumindest nicht so gute wie bei den gedruckten Quellen. Sowohl die gedruckten Schriften als auch insbesondere die handschriftlichen sind Ihrer Typographie nach wohl nicht für Texterkennung geeignet es wird daher wohl auf Graphik-Pdfs oder ein sonstiges Format hinauslaufen. Zu dem Qualitätsmaßstab den wir anlegen müssen: Es muß lesbar sein – nicht mehr und nicht weniger. Bilder sind nicht zu erwarten. Die Verwendung des abfotgrafierten Materials als grafische Einbindung in Dokumente auch nicht. Ich hoffe ich habe alle Fragen halbwegs beantwortet und ermö¶gliche Dir und anderen dadurch mir noch einige hilfreiche Tips zu geben. Als weitere Rahmenangaben habe ich mittlerweile noch von meinem Chef bekommen: – Mö¶glichst leichtes Stativ auch mö¶glicherweise ohne Bodenplatte (gibt es so etwas?) – Die Kamera sollte NiMH-AA Zellen verwenden kö¶nnen (Viele Batterien für wenig Geld…) Ich hoffe Ihr kö¶nnt mir noch weiterhelfen. Gruß Tim PS: Ich habe bisher ein paar Probeaufnahmen mit meiner E-100RS OHNE Stativ und OHNE Zusatzlicht in einer Bibliothek von einem gedruckten Folio-Format-Buch gemacht. Das Ergebnis war schon besser als viele Mikrofilm-Kopien die ich an unserem Lehrstuhl verwendet habe. Und die E-100RS ist sicherlich für viele Dinge gut geeignet – aber dafür gibt es sicher bessere Kameras und wenn ich überlege wie dann die Ergebnisse aussehen kö¶nnte….. posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 16.08.2002 Uhrzeit: 9:05:41 Thomas Adolph Hans Fontius schrieb: > Zum Reproduzieren von Büchern gibt es Scanner und Reprokameras. > Alles andere ist Pfusch. Punkt. … richtig. Aber sagen wir statt Pfusch suboptimal”. Denn im Uni-Bereich gibt es oft nur beschränkte Mittel (Zeit und Geld) und man muß eben mit dem vorhandenen was auf die Beine stellen – kenn ich aus jahrelanger Erfahrung. Und darum geht es Tim ja. Es sollen ja keine tollen Faksimile-Ausgaben gemacht werden sondern Arbeitsmaterial zur Verfügung stehen. Reprostand: das ist ne feine Sache wenn man es mal raus hat wie das geht. Eindeutig auch für die Aufnahme mit der Digicam die beste Wahl. Die Kamera sollte auf jeden Fall einen Monitor haben der das Sucherbild zeigt denn wenn man durch den Sucher sehen will muß man auf den Tisch oder Stuhl klettern… Stativ: Wenn Du den Reprostand nicht immer mitschleppen willst wenn Du irgendwo in ein Archiv fährst (ganz schö¶n unhandlich) ist die Notlö¶sung ein Stativ das die Mittelsäule quer stellen kann – schließlich stehen Deine Quellen nicht freiwillig senkrecht. Sowas gibt es von verschiedenen Herstellern; eine Mö¶glichkeit ist das Ma 055 Pro B von Manfrotto. Klar daß man bei der Benutzung eines solchen “Auslegers” auf das Kameragewicht achten muß (evtl. Gegengewicht benutzen). Auflö¶sung: Nicht zu klein wählen denn bei der Wiedergabe von Schrift (“Strich-Vorlage”) ist die Auflö¶sung wichtiger als bei anderen Vorlagen oder Motiven. Daß die nominelle Auflö¶sung der Kamera nicht direkt etwas über die Qualität der Abbildung sagt erwähne ich mal nur der Vollständigkeit halber. Die E-100 hat für ihre geringe Auflö¶sung eine tolle Bildqualität und wahrscheinlich sind deshalb Deine Testaufnahmen so gut geworden. Wieviel Auflö¶sung Du brauchst hängt unter anderem von der Grö¶ße der Vorlagen ab und davon wie fein die Schrift und wie groß der Kontrast ist. Weitwinkelfähigkeit: Muß passen denn gerade auf dem Reprostand bist Du recht nah am Objekt. Gut wenn das Objektiv nicht stark verzerrt. Nachbearbeitung und Speicherung: hier empfiehlt sich vermutlich weil die Daten ja doch schnell wachsen oft die Umwandlung in Graustufenbilder bei entsprechender Abstimmung von Weißpunkt Kontrast etc. Da es ja “nur” um Lesbarkeit und nicht um Farbeindrücke geht ist das wohl unkritisch. Endformat: PDF/Acrobat ist sehr praktisch achte aber darauf daß die Daten nicht noch mal stark komprimiert werden (passende Voreinstellung im Acrobat bzw. Distiller). Ich würde auch wärmstens empfehlen eine leicher editierbare “Master”-Datei anzulegen vorzugsweise in einem ordentlichen DTP-Programm (Pagemaker Quark etc.) zur Not (nicht hauen bitte) meinetwegen auch in einem Produkt aus Redmont – Achtung: Word und Co. rechnen Bilddaten immer in eigene Formate um (z.B. immer “heimlich” Konvertierung in RGB) ohne daß man das merkt und das sorgt für Überraschungen. Mal abgesehen davon daß Word bis heute auf komplexe Dateien mit vielen Bildern mit bestenfalls mäßiger Stabilität reagiert. Viel Glück bei Deinem Projekt Gruß aus Freiburg Tom posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 16.08.2002 Uhrzeit: 10:39:38 Dieter Bethke Hallo Tim, ich habe verstanden dass es vor allem auf Geschwindigkeit und leichte Handhabbarkeit sowie Lesbarkeit am Bildschirm ankommt. Budget spielt auch eine Rolle. Den Tips meiner Vorredner schliesse ich mich an, aber das mit dem Pfusch” mö¶chte ich gerne kommentieren. an Hans: Nichts für Ungut Hans. Auch ich bin Reprohersteller und kann Deine Aussage gut verstehen aber in diesem Zusammenhang sind einfach andere Ansprüche an die Abbildung gefragt als an ein klassisches Repro. Ich denke durch dein Fachwissen kannst Du sicher auch etwas Konstruktives beitragen. weiter an Tim: Lass Dich also nicht ins Bockshorn jagen. Ich denke für Dein Projekt findet sich eine gute und tragbare Lö¶sung. Ich würde mal schauen ob es nicht eine echte Graustufenkamera am Markt gibt. Da Du keine Bilder oder bunten Grafiken erwartest aber die Lesbarkeit mö¶glichst hoch sein soll wäre das die optimale Balance aus hohem Auflö¶sungsvermö¶gen bei niedrigem Rauschen und niedrigem Preis. Wer Farbe nicht braucht sollte sich damit auch nicht belasten zumindest nicht finanziell. 🙂 (Sorry an Oly oder habt ihr auch gute S/W Digicams?? Aus dem Medizinbereich vielleicht?) Von der Verwendung der Micr*s*ft Publishing Produkte mö¶chte ich heftigst abraten auch nciht als “Notlö¶sung”. Nichts hält länger als ein Provisorium leider. Und am Ende hast Du damit wirklich viel mehr Ärger und Arbeit als man am Anfang abschätzen kann. Evtl. mö¶chtest Du ja auch mal einen Blick auf Acrobat Capture werfen. Eigentlich wird damit OCR auf Scans von Buch-/Magazinseiten gemacht aber ein gutes Foto von Textseiten sollte auch einlesbar sein. Der Vorteil wäre das Du am ende wirklich kleine Dateien hast (wieder nur echten Text) und das ganze Archiv am Ende sogar textuell durchsuchbar und indizierbar wäre. Ich will abernicht verhehlen das dies einges an Einarbeitung und sicherlich auch “Fummelei” bedeutet. Für Dein Vorhaben kö¶nnte es aber anderereseits “der Bringer” sein. Allzeit gutes Licht und volle Akkus Dieter Bethke posted via http://oly-e.de ——————————————————————————————————————————————

Über

Ich bin hier der Chef.

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