Freestyle Gallerie””

Datum: 02.07.2002 Uhrzeit: 24:08:33 Harald Deis Hallo zusammen, Ich hätte eine kleine Anregung: Es gibt ja bekanntermassen die Freestyle Gallerie. Es würde mich interessieren was ihr für Bilder schiesst, und was ihr hinterher daraus macht. Plant Ihr Modifikationen ebenfalls ein, oder ist es eher (wie bei mir manchmal) Schadensbegrenzung? Eine große Anzahl der Bilder in dieser Gallerie beschränkt sich auf leichte Korrekturen,Kontraste, Rahmen o.ä. ( manchmal auch schlimme Filter!) Ich persö¶nlich gehö¶re zu dieser unreinen” Kaste die bei der Aufnahme eine digitale Bearbeitung sofort mit einkalkulieren respektive beabsichtigen. Ich mö¶chte keine Reinheitsdiskussion vom Zaune brechen es würde mich nur interessieren ob es noch mehr Menschen gibt die so ihre Bilder planen – wenn ja “WIE” Sicherlich ist das kein “Ansel Adamscher” Gestaltungsansatz aber wir schreiben ja auch mittlerweile 2002. Konkret: Habt ihr Lust auf einen “Side By Side – Vergleich” eurer Bilder ” So hab Ich es geschossen // Damit hinterher es so aussieht” Ich freue mich auf Meinungen “Digitale Bilder sind die “Knetmasse” des Fotografen.” posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 03.07.2002 Uhrzeit: 12:53:01 Wolfgang Rixen [Harald Deis schrieb] > Plant Ihr Modifikationen ebenfalls ein, oder ist es eher > (wie bei mir manchmal) Schadensbegrenzung? Das mache ich nie. Foto die nichts taugen laden im Müll,- allenfalls hebe ich sie auf, weil sie für mich einen unschätzbaren Erinnerungswert haben. Ich fotografiere und kalkuliere manchmal ein ausschneiden ein,- mehr nicht. Das heisst alle meine Bilder sind nicht am Bildschirm verändert. Das ist mein eigener Qualitätsanspruch. schö¶ne Zeit Wolfgang http://www.foto-rixen.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 03.07.2002 Uhrzeit: 17:33:10 Thomas Bünnigmann Für mich ist das Fotografieren die eine Hälfte und digitale Bildbearbeitung die andere Hälfte meines Hobbies, wobei man sich darüber klar sein muss, dass ein schlechtes Bild durch digitale Bearbeitung in der Regel nicht zu verbessern ist. Beispiele unter www.buennigmann.de Gruss Thomas — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 03.07.2002 Uhrzeit: 18:35:42 Harald Deis Thomas Bünnigmann schrieb: > … wobei man sich > darüber klar sein muss, dass ein schlechtes Bild durch digitale > Bearbeitung in der Regel nicht zu verbessern ist. Innerhalb gewisser Grenzen schon, die analoge Fotografie kennt viele verfahren zur Bildmanipulation (push, hold, cross etc). Dadurch entstanden zum Teil sehr interessante oder gar extreme Bildauffassungen. abgesehen davon, daß die Bildbearbeitung z.B ausgewaschenen Farben o.ä. leicht zu Leibe rücken kann, kö¶nnen auch mankos der digigitalfotografie, wie beispielsweise die hohe schärfentiefe, innerhalb gewisser grenzen überspielt werden. Ebenso wenn man schwarzweiss Bilder erstellen, Vignettierungen simulieren, unschärfen Verstärken oder ähnliche Dinge tun mö¶chte, für die ohne EBV schlicht eine andere Kamera vonnö¶ten wäre. Ich gebe Dir insofern recht, als daß ein vorgefertigter Relief-filter oder Regenbogenhintergründe oder ähnliche Knopfruck-Creativlets” ein schlechtes Bild nicht verbessern kö¶nnen – eher im Gegenteil. Aber ich versuche für meinen Teil an der Kamera zu lernen – auch Dinge zu tun für die man eigentlich Equipment bräuchte welches ich zur Zeit nicht mal eben aus der Portokasse bezahlen kann (MF zum Beispiel) Deshalb würde mich interessieren was andere so tun um ihre Bilder zu modifizieren (über Kontrastanhebung und Nachschärfung hinaus) Es ist ja nun mal die “Freestyle” Gallerie. Harald Deis posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 03.07.2002 Uhrzeit: 19:15:02 Thomas Grill Ich bin auch einer derjenigen, die ihre Bilder eher nach ihren Vorstellungen gestalten wollen, als ihre Sicht der Welt an die Eigenschaften der jeweiligen Kamera anzupassen. Da ich außerdem über zehn Jahre lang meine Bilder selbst entwickelt habe, ist die Frage der Nachbearbeitung für mich nicht ob” sondern nur “Wie”. Welchen Unterschied macht’s wenn ich die Farbe per Polfilter oder per EBV leuchtender mache ob ich den Himmel mit einem Verlauffilter oder mit einer Ebenenmaske abdunkele ob ich den Gaußschen Weichzeichner anwende oder meinen Filter mit Vaseline verschmiere? Manches Bild sieht monochrom besser aus und manchmal kann man dem Weissabgleich in der digitalen Duka den Feinschliff geben. Außerdem läßt sich das digitale Bild per Software oft noch quälen sprich man kann den Belichtungsspielraum nachträglich etwas “erweitern”. Von der üblichen Prozedur der Tonwertkorrektur des Schärfens usw. (die die Kamera z.t. sowieso schon vornimmt) will ich hier gar nicht sprechen. Eigentlich kö¶nnen nur Fotografen die niemals selbst in einer Dunkelkammer gestanden haben so etwas wie die Vorstellung eines reinen unverfälschten Bildes hegen. Vor einiger Zeit mußte ich ein verblasstes Familienfoto aus Kaisers Zeiten aufmö¶beln… das Schwärzeste in der vergilbten Aufnahme war noch der Retuschestift mit dem der Fotograf damals die Augen und Schnurrbärte nachgezogen hatte damit die Personen den typischen steifen Blick bekamen. Ich mußte nun diese Retusche retuschieren damit das restaurierte Bild nicht retuschiert aussah da man die Retusche ohne Zweifel mir dem Restaurator angelastet hätte. > Konkret: > Habt ihr Lust auf einen “Side By Side – Vergleich” eurer Bilder > ” So hab Ich es geschossen // Damit hinterher es so aussieht” Sowas habe ich ansatzweise schon mal versucht: http://www.fotolabyrinth.de/darkroom.html gruss thms posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 03.07.2002 Uhrzeit: 19:52:59 Harald Deis Thomas Grill schrieb: > Ich bin auch einer derjenigen, die ihre Bilder eher nach ihren > Vorstellungen gestalten wollen, als ihre Sicht der Welt an die > Eigenschaften der jeweiligen Kamera anzupassen. Ein entscheidender Punkt. Das sehe ich absolut genauso. >> Konkret: >> Habt ihr Lust auf einen Side By Side – Vergleich” eurer Bilder >> ” So hab Ich es geschossen // Damit hinterher es so aussieht” > Sowas habe ich ansatzweise schon mal versucht: > http://www.fotolabyrinth.de/darkroom.html Eine hochinteressante Galerie ziemlich genau so etwas hatte ich mir vorgestellt. Das geht deutlich über das in der “Freestyle” Galerie übliche Maß hinaus. Da – und nur da – fängt Digitalfotografie an Sinn zu machen weil die chemischen Manipulationsprozesse von den digitalen ersetzt werden. Sie auszulassen wäre ungefähr so als würde man ein belichtetes Negativ nicht entwickeln aus Angst das Original zu verändern. Letztendlich ist ein Foto nicht viel mehr als Farbe auf Papier. Und ich finde es sehr interessant zu sehen was andere daraus machen Gruss Harald posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 03.07.2002 Uhrzeit: 20:01:47 R. Rodloff Wolfgang Rixen schrieb: > Ich fotografiere und kalkuliere manchmal ein ausschneiden ein,- > mehr nicht. Das heisst alle meine Bilder sind nicht am Bildschirm > verändert. Das ist mein eigener Qualitätsanspruch. Es ist bereits (fast) alles gesagt. Trozdem kann ich mich nicht bremsen, der von Wolfgang formulierten Ansicht zum Thema Bildqualität zu widersprechen, vor allem deshalb, weil dieser Einwand gegen die digitale Bildbearbeitung recht weit verbreitet zu sein scheint. Nach meiner Meinung ist der Weg zum guten Bild ist vollkommen gleichgültig – wichtig ist nur das Ergebnis. Wenn die Qualität” (was auch immer das sein mag) eines Bildes von seiner Entstehungsgeschichte abhängt nach dem Moto: qualitativ hochwertig sind nur jene Bilder die nicht bzw. mö¶glichst wenig nachbearbeitet wurden dann kö¶nnte ich noch eine Reihe weiterer sog. “Qualitätskriterien” nennen. Wie wäre es z.B. mit folgendem: Die Qualität eines Bildes ist um so hö¶her zu bewerten je einfacher die technische Ausstattung der verwendeten Kamera ist … u.s.w. !? Gruß Rüdiger posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 04.07.2002 Uhrzeit: 10:11:38 Wolfgang Rixen [R. Rodloff schrieb] > Nach meiner Meinung ist der Weg zum guten Bild ist vollkommen > gleichgültig – wichtig ist nur das Ergebnis. das ist richtig,- hier stimme ich Dir voll zu. Das Bild sollte alleine wirken,- alles wie und warum über Bord geschmissen werden. Ich habe lediglich meine Arbeitsweise geschildert: …Das heisst alle meine Bilder sind nicht am Bildschirm verändert. Das ist mein eigener Qualitätsanspruch…” schö¶ne Zeit Wolfgang http://www.foto-rixen.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 04.07.2002 Uhrzeit: 10:55:29 Hermann Brunner Thomas Bünnigmann schrieb: > (…..) > Beispiele unter www.buennigmann.de Hallo Thomas, Deine Internetseite ist absolut GENIAL !!! Insbesondere die Bilder von Harald Immig und Claudia Pohl haben es mir angetan – Mit den Bildern (z.B. PI-01, PI-04, PI-09) demonstrierst du wunderbar, was mit geschicktem Einsatz von EBV so alles machbar ist… Hut ab ! Hermann Brunner ——————————————————————————————————————————————

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Ich bin hier der Chef.

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