Was kann ich vor dem Ausloesenn alles tun ? (war: Schwarzwaldurlaub )

Datum: 04.05.2010 Uhrzeit: 9:13:12 Dirk Flackus Martin Rüther schrieb: > Wow, super. > Also erstmal vorab. Ich fotografiere erst seit wenigen Wochen, > kenne mich mit Bildbearbeitung überhaupt nicht aus und kann auch > noch nicht so mit der Kamera umgehen wie ich’s mir gern wünsche. > Das Bild ist im Zeitautomatikprogramm aufgenommen worden mit sehr > klein gewählter Blendenzahl. > Danke erstmal für die bisherigen und die besonders ausführliche > Antwort. > Das Bild ist eher geknipst. Um ein Arrangement hab ich mir keine > Gedanken gemacht. Mir hat einfach nur die Idee gefallen und > hinterher fand ich das Bild recht gut gelungen. Die meisten der > aufgeführten Problematiken hätte ich auf Anhieb auch kritisiert, > von daher find ich’s daher schonmal schö¶n, dass genau die Dinge > kritisiert wurden. > Besonders der Busch hat mich halt auch genervt. Der stö¶rt ja > eigentlich vö¶llig. Und sonst isses natürlich auch alles etwas > unstrukturiert, was da auf dem Tisch rumliegt. > Inwieweit hättest Du den Standpunkt verschoben, damit der Lesende > nicht mit der Kirsche konkurriert? > Frustriert überhaupt nicht. Will mich ja nach und nach mal etwas > mit dem Fotografieren beschäftigen. > Es soll hin und wieder mal etwas Spaß machen ohne dass es zum > allesumfassenden Hobby wird. > > — > posted via http://oly-e.de > Hallo Martin, gut, dass ich dich nicht frustriert habe wo du noch Starter bist. Das der Tisch so unstrukturiert ist finde ich nicht. Nur die Brille sticht heraus. Ein keine wenig Theorie: Der Effekt mit geringer Schärfentiefe wegen offener Blö¶ende ist dir gelungen. Dazu wird Zeitautomatik meist verwendet. Lernefekt: Je hö¶her die Brennweite und je näher das scharfe Objekt, desdo kleiner die Spanne in der etwas scharf ist. Nennt die Schärfentiefe, wird manchmal Tiefenschärfe genannt. In Tabellen oder Kreisrechnern kann bestimmen von wo bis wo etwas scharf ist. Die sich ergebende unscharfe Struktu des Hintergrundes nennt sich Bokeh. Bezieht sich auf die Form von unscharfen (Licht-) Flecken und die Grobheit” der noch sichtbaren Strukturen. Der unscharfe Hintergrund wirkt speziell durch sien Kontraste. Diese sollten daher zum Motiv passen und nicht von ihm ablenken. Mit der Theorie im (Hinterkopf) kannst du vor dem Auslö¶sen noch mal kurz über den Sucher wischen und die Aspekte in einer Art Checkliste vor dem Auslö¶sen kontrollieren. Andere Punkte für die Checkliste: Ist alles scharf was scharf sein soll ? Habe ich keine Verzerrungen durch die Brennweite und den Objektabstand ? (Gemeint sind überdicke Nasen hyperlange Beine und Arme weil manmit Weitwinkel zu nah am Objekt ist.) Stimmen die Kontraste ? Habe ich irgendwo eine Lichtfleck (oder Schatten) der den Blick auf sich zieht ? Was schneide ich am Rand ab ? (Hier lonht es sich etwas grö¶ßer zu zoomen als du eigentlich willst das gibt reserven fürs geraderücken (drehen) und falls du doch ein angeschnittenes Objekt übersehen hast.) Liegt etwas rum was ich noch wegräumen kann oder durch anderen Blickwinkel ausblenden kann ? (Gerade der Vordergrund wird oft “zerstö¶rt” wenn dort einzelne Objekte rumliegen.) Habe ich die richtigen Objekte zueinander in Beziehung ? Steht noch etwas stö¶rend in der Beziehung ? (Z.B. Ich sehe zwei Leute die sich anblicken. Wenn im Foto eine dritte Person oder eine Gegenstand zwischen den beiden ist kann der Betrachter den Blickkontakt aber nicht mehr spontan erkennen. Dir war die BHeziehnung im Live-Moment aber klar weil du diese Stö¶rung “ausgeblendet” hast. Du hattest die Beziehung ja schon erkannt. Dem Betrachter fehlt die Info). Was ist verdeckt ? (Dazu gehö¶ren auch Äste die aus dem Kopf wachsen …) der Effekt ist folgender: wenn du mit einem Auge (wie die Kamera) dreidimesional aufgestellte Dinge betrachtest verdecken sie sich gegenseitig. Wer wen verdeckt hängt von Winkel ab mit dem du auf das Arangement blickst. Stell dir vor du gehst im Kreis um die 9 Kegel einer Kegelbahn. Mal siehts du nur 3 weil alle sich perfekt verdecken dann wieder eine durchgehende Wand. Der Effekt tritt immer und überall auf. Oft reicht es die Kamera weinge mm oder cm zu bewegen um Dinge aus der Verdeckung zu holen oder eben zu verdecken. Manchmal muss man einen Schritt zur Seite gehen. Probier es einfach beim nächstenmal wenn die Kam am Auge ist aus. Übe inige Zeit indem du bewußt vor den Auslö¶sen die Kamera seitlich bewegst und beobachtest was passiert. Irgendwann wirst du soviel Übung haben dass du schon vor dem hocheben der Kamera “weißt” worauf du beim Arangement in der Tiefe / Verdeckung achten willst und wo du Zielen muss und worauf du im Sucher achten musst. Die Liste kann sich beliebig verlängert werden. a) Nicht frustriert sein. Über erst mit einzelnen Punkten der Liste. Alles auf einmal muss / kann man nicht von Anfang beachten. b) Du wirst dadurch dienen eigene Stil entwickeln. Weil manchmal wirst du die Checks einsetzten / bewußt verletzen um deinen Stil umzusetzen. c) Die Checks werden in Fleisch und Blut übergehen. Und es wird eien Tagesform geben. Mal checkst du mehr mal weniger. d) Es gibt immer noch den Schnappschuss wo schnell auslö¶sen zählt. Zum bewußten Checken bleibt da keine Zeit. Und nicht jedes Foto muss ein Kunstwerk werden. Es gibt genügend Anlässe wo für eine “eingeweihte” Zielgruppe beim Betrachten des Fotos genügend Erinnerung “hochschwappt” um die “Mängel” des Fotos vö¶llig aus zu blenden. Fotos mit denen (vö¶llig) unbeteiligte etwas anfangen sollen muss man etwas sorgfältige arrangieren / komponieren. e) Die einfachste Form der EVB sind: Zuschnitt gerade drehen eventuell Gradation Helligkeit Kontrast anpassen Die Dinge lassen sich effizent und schnell z.B. mit irfanview erledigen. Kann manchen Bild noch schö¶ner machen (oder retten). Natürlich lassen sich bestimmte Dinge nicht mehr rettten. Mit aufwendigeren Programmen kann man sogar Teile des Bildes in der Helligkeit verändern. Sie werden maskiert und dann nur dort beeinflust. Aber da bin auich nicht firm drin. Soweit erstmal ein wenig Theorie für die nächsten Fotos. Wenn du mehr in der Richtung Lesen willst: Suche mal nach Andreas Feininger: Kompositionslehre und “besser sehen besser fotografieren” Mit estwas Glück gebraucht zu normalen Preise gebraucht zu finden. Auch gut (und moderner als Feininger der immerhin in den 70ern seine Werke geschrieben hat): Der fotografische Blick: Bildkomposition und Gestaltung von Michael Freeman (Autor) ISBN-10: 3827242886 Hat den Vorteil das viel mehr Bildbeispiele als bei Feininger dabei sind. Gruß aus Rastatt Dirk Flackus” ——————————————————————————————————————————————

Über

Ich bin hier der Chef.

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