Cynops orientalis

Datum: 13.06.2007 Uhrzeit: 9:43:28 Frank Hiho! Mir fiel an einem Abend eine seltsame Aktivität aller Molche auf. Das Jagdfieber war ausgebrochen. Und so kamen einige schö¶ne aber auch ungewö¶hnliche Aufnahmen zustande. Hier ein Feuerbauchmolch (Cynops orientalis) der Interesse an meiner Linse entwickelte: http://oly-e.de/alben/showpic.php4?album=freestyle&type=large&photo=_466da5d332 http://oly-e.de/alben/showpic.php4?album=freestyle&type=large&photo=_466ec63381 Ein Fadenmolchmännchen, welches gerade die Wassertracht abgelegt und das Landkleid angelegt hat. Er wird wird bis zum nächsten Frühjahr an Land leben. http://www.hintermaier.info/Molche/Fadenmolch-1.jpg Eine gutentwickelte Slamanderlarve trifft auf ein Bergmolch Männchen. Jeder würde den anderen gerne fressen. Aber der eine ist noch” zu groß und der andere ist schon durch eine giftige bzw. übelschmeckende Haut geschützt. Jedenfalls spucken die Bergmolche die Salamderlarven sofort wieder aus ohne dass irgendwelche Bißspuren bleiben. Was allerdings Salamanderlarven untereinander nicht am Kanibalismus hindern würde. Hier hilft nur gut füttern. Und wie man sieht ist die Larve gut genährt. :-)) http://www.hintermaier.info/Molche/Begegnung-1.jpg Ein Bergmolchweibchen auf Jagd im Halb- (eher 3/4- :-)) ) Dunklen. Man beachte die perfekte Tarnung. Der Autofokus fand hier keinen Kontrast mehr. Das Bild gaukelt durch den Blitz eine Helligkeit vor welche natürlich nicht “in echt” vorhanden war. http://www.hintermaier.info/Molche/Bergmolch-w-1.jpg Ein Bergmolch-Päärchen. Diese beiden sind gelegendlich zusammen unterwegs. Deutlich erkennt man den Grö¶ßenunterschiede zwischen den Geschlechtern. Aber auch wieviel farbenfroher das Männchen gerade im Frühjahr ist (Hochzeitskleid/Kamm auf dem Rücken). Allerdings sieht man bei diesem Männchen nur noch wenige Reste der Pracht. Überhaupt waren dieses Jahr die Bergmolchmänner kaum in Stimmung. Ganz im Gegensatz zu den Fadenmolchmännern. Die ihrerseits aber wie verückt die Bergmolchweibchen bebalzten. Vielleicht ist bei ihnen die Grö¶ße so “sexy”. :-)) http://www.hintermaier.info/Molche/Paar-1.jpg Ich hoffe ihr hatte Spaß beim anschauen. :-)) Die E.330 zusammen mit dem 35er Makro und FL-36 sind jedenfalsl ein ideale Kombination für die Jagd nach solchen Bildern. LG Frank” —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.06.2007 Uhrzeit: 10:47:31 Hans H. Siegrist Die Bilder gefallen mir gut. Ich bin aber etwas erstaunt, dass Du mit dem 35mm Makro die Fluchtdistanz der Tiere nicht unterschritten hast. Oder sind die Tiere wirklich so zugänglich? Eventuelle Tricks of the trade” (Insider- oder Geheimtipps)? Danke fürs Posten und Grüsse Hans (9) posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.06.2007 Uhrzeit: 12:49:26 Frank Hallo Hans! 🙂 Hans H. Siegrist” schrieb: > Die Bilder gefallen mir gut. Danke! 🙂 > Ich bin aber etwas erstaunt dass Du > mit dem 35mm Makro die Fluchtdistanz der Tiere nicht > unterschritten hast. > Oder sind die Tiere wirklich so zugänglich? An Land sind die Tiere eher träge wenn sie nicht gerade jagen. Anders als Frö¶sche ergreifen sie nicht panisch die Flucht. Ausserdem kennen sie mich ja inzwischen schö¶n länger. :-)) Die Scheu baut sich auch bei ihnen mit der Zeit ab. Sie lernen langsamer als Säugetiere aber die begreifen nach einiger Zeit dass von der Hand eher Futter kommt und von der Kamera keinerlei Gefahr ausgeht. Allenfalls wenden sie sich mal ab dann setzt man sie wieder in Pose. 🙂 Im Wasser sieht es etwas anders aus. Offensichtlich verlassen sich die Molche hier nicht fast ausschliesslich auf ihre giftige Haut. In diesem Element sind sie ja auch wesentlich agiler und hätten bessere Chancen bei einer Flucht. Hier zeigt die Zeit aber auch dass sie sich an den Menschen und die Kamera gewö¶hnen. Die Chancen dass sie nicht in Deckung schwimmen steigt jedoch enorm wenn sie offensichtlich mit etwas anderem beschäftigt sind. Insbesondere während der Jagd konzentrieren sie sich fast ausschliesslich auf ihre Beute und vergessen alles andere herum. > Eventuelle “Tricks of the trade” (Insider- oder Geheimtipps)? Grundsätzlich sollte man den Tieren länger Zeit lassen sich an Mensch und Kamera zu gewö¶hnen. Selbst die Feuerbauchmolche welche ja wahrscheinlich schon seit Generationen aus Zuchten stammen sind anfangs etwas ängstlich und scheu. Hier hilft nur: die Tiere in Ruhe zulassen allerdings nicht vollkommen. Schliesslich sollen sie sich ja letztlich an den Menschen gewö¶hnen. Also wenn man gelegendlich “stö¶rt” dann mit Futter. Einige Tiere legen ihre Scheu mit der Zeit dann ab bei fast allen verschwindet jedoch jegliche Panik. Einige ganz wenige behalten ihre Scheu hin bis zu Panikattacken. Diese Tiere sind dann ganz ungeeignet für solche Fotoaktionen ja ich mö¶chte fast sagen für die Haltung überhaupt. Sie drehen dann so durch dass sie in der Aquariumsecke zu ertrinken drohen. Larven sind meist sehr scheu. Aber auch diese lassen sich mit der Zeit an die Kamera gewö¶hnen. Inzwischen “darf” ich wie du gesehen hast schon ziemlich nah ran. Grundsätzlich gilt. Die Tiere sind relativ empfindlich gegen Erschütterungen. Also: Das Aquarium erschütterungsrfrei aufstellen und grundsätzlich mö¶glichst wenig gegen die Scheibe stossen. Zwar baut sich auch die panikartige Reaktion hierrauf mit der Zeit ab aber man erkennt immer dass es die Tiere sehr stresst. Ist wohl ähnlich wie wenn man einem Menschen überraschend ins Ohr brüllt. Gerade für die Larven muß man ideale Haltungsbedingungen herstellen. Hierzu gehö¶rt z.B. im Gegensatz zu den erwachsenen Molchen (Lungenatmer) daß man das Wasser belüftet und sauber hält. Die Salamanderlarven leben eigentlich in klaren kalten relativ schnell fliessenden Bächen. Unsere Salamander hier (weit und breit kein Bach) legen ihren Laich in ihrer Not in unseren “kleinen” und im Sommer dann “pi**-warmen” Gartenteich ab. Und so nimmt die Zahl der Larven im Laufe des Sommers extrem ab bis schliesslich auch die letzten Larven fast schon ausgewachsen tot an der Oberfläche schwimmen. Die anderen Molcharten haben ähnliche Verluste jedoch überleben immer wieder einige der Tiere und erreichen die Metamorphose. Gelegendlich finde ich oder meine Frau die Bergmolche dann als gerade erwachsene Tiere vertrocknet im Keller wo sie in der Waschküche oder im Heizungskeller überwintern wollten. :-(( Ältere Tiere sind nie darunter. Entweder halten sie länger durch oder aber sie haben bessere Plätze zum Überwintern gefunden. Über die Rettung eines solchen halbvertrockneten Bergmolches bin ich ja überhaupt auf die Haltung dieser tollen Tiere gekommen. Dieses Jahr versuche ich wenigstens einige der Salamanderlarven zu retten. Ich habe sie in das kühler gestellte Aquarium umgesetzt dessen Wasser nun belüftet wird und bisher sieht es (wie man auf dem Bild sieht) auch gut aus. Auch die anderen Molche scheinen dies zu mö¶gen. Begleitend gebe ich wesentlich mehr Futter. Die Larven wachsen entsprechend. Allerdings setzten nun die Molche Fett an (Wie man auf den Bildern auch sieht). Dem steuere ich entgegen indem sie keine Mehlwürmer mehr bekommen. Sie werden entäuscht sein wenn sie irgendwann wieder auf normal Diät gesetzt werden. LG Frank” —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.06.2007 Uhrzeit: 21:08:09 Frank Und hier nun das Resultat: http://www.hintermaier.info/Molche/Feuersalamander-1.jpg Kaum sind wir eben nach Hause gekommen, entdeckte meien Tochter diesen jungen Feuersalamander. Taufrisch die Kiemen abgeworfen. Ich bin stolz wie Oskar. Das im vorherigen Post genannte Ziel, die Larven durch zu bringen ist ereicht. Zumindest eine hat es schon geschafft! :-)) Die Larven letztes Jahr, waren sowohl im Teich, wie auch bei den Umgesetzten im Aquarium, qantitativ wesentlich grö¶ßer geworden. Jedoch stiegen sie nie in die Metamorphose ein und verendeten schliesslich. Offensichtlich machts die Mischung etwas niedrigere Temperatur, bei einem mehr an Sauerstoff und Nahrung. Hat allerdings auch einiges gekostet an Spezialfutter und Strom. :-)) Ha, eine wirklich tolle und freudige Überaschung. Sorry für das Bild, ist mit E-1 und Fl-20 auf die Schnelle geschossen. :-)) LG Frank ——————————————————————————————————————————————

Über

Ich bin hier der Chef.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*