Olympus Studio 1.2: Kein Zuschneiden mit der der Maus moeglich?

Datum: 06.03.2005 Uhrzeit: 19:48:47 Andreas Borutta Hallo, ich habe in der Dokumentation von Olympus Studio 1.2 zum Punkt Zuschneiden“ nachgelesen und kann dort keinen Hinweis auf eine Mö¶glichkeit zum Zuschneiden per Maus also dem Aufziehen eines Rahmens und das Verschieben der Rahmenkanten per Maus finden. Ist dies wirklich nicht mö¶glich und man muss alles numerisch eingeben? Andreas PS: Sind wirklich nur die wenigen unter „Bearbeiten > Raw Entwicklung“ genannten Manipulationen für Raw mö¶glich sprich: sobald weitere Veränderungen gewünscht werden („Bearbeiten > Bildverarbeitungsfenster“) muss das Bild zuvor in einem anderen Format gespeichert werden? Falls dies stimmt: Was hat dies für technische Gründe? Warum kö¶nnen nicht alle Manipulationen im Rawformat vorgenommen werden? Ist dies nur momentan so oder wird dies vermutlich so bleiben. Ist es normal dass bei „Grö¶ße ändern“ stets nur zweimal die Hö¶he angezeigt wird so dass man denken kö¶nnte das Bild würde quadratisch werden? http://borumat.de/firefox-browser-tipps http://borumat.de/thunderbird-email-tipps http://borumat.de/openoffice-writer-tipps http://borumat.de/40tude-dialog-newsreader-tipps“ —————————————————————————————————————————————— Datum: 06.03.2005 Uhrzeit: 20:42:53 Thilo Auer Hallo Andreas, > Ist dies wirklich nicht mö¶glich und man muss alles numerisch > eingeben? Das Zuschneiden geht nur unter Menüpunkt Bildbearbeitungsfenster“ > PS: Sind wirklich nur die wenigen unter „Bearbeiten > Raw > Entwicklung“ genannten Manipulationen für Raw mö¶glich dort warten dann auch mehr als ein Dutzend Funktionen Deine RAW-Daten zu beeinflussen. Beim Zuschneiden bildet sich ein roter Rahmen formatfüllend um das Bild Du kannst diesen (wenn der Desktoprahmen groß genug im Programmfenster aufgezogen ist) rechts unten und links oben jeweils anfassen und in der Grö¶ße verändern! > Ist es normal dass bei „Grö¶ße ändern“ stets nur zweimal die Hö¶he > angezeigt wird so dass man denken kö¶nnte das Bild würde > quadratisch werden? Ja ist normal die Angabe betrifft jeweils die grö¶ßere der beiden Achsen also bei Hochformat die Hö¶he bei Querformat die Breite deshalb ist auch ein Wert immer grau unterlegt das Bild wird NICHT quadratisch! Schö¶ne Grüße Thilo > http://borumat.de/firefox-browser-tipps > http://borumat.de/thunderbird-email-tipps > http://borumat.de/openoffice-writer-tipps > http://borumat.de/40tude-dialog-newsreader-tipps“ —————————————————————————————————————————————— Datum: 06.03.2005 Uhrzeit: 22:20:43 Hans Wein Andreas Borutta schrieb: > ich habe in der Dokumentation von Olympus Studio 1.2 zum Punkt > Zuschneiden“ nachgelesen und kann dort keinen Hinweis auf eine > Mö¶glichkeit zum Zuschneiden per Maus also dem Aufziehen eines > Rahmens und das Verschieben der Rahmenkanten per Maus finden. > Ist dies wirklich nicht mö¶glich und man muss alles numerisch > eingeben? So sieht es fast aus. Die Grö¶ße des Rechtecks lässt sich nur mit der Textbox eingeben die xy-Position des Ausschnitts ist aber mit der Maus verschiebbar. Das hat wohl eher philosophische als technische Gründe ich ziehe es auch vor den Ausschnitt grob mit der Maus vorzuwählen und die Feinarbeit mit einem Eingabefeld zu machen. > PS: Sind wirklich nur die wenigen unter „Bearbeiten > Raw > Entwicklung“ genannten Manipulationen für Raw mö¶glich sprich: > sobald weitere Veränderungen gewünscht werden („Bearbeiten > > Bildverarbeitungsfenster“) muss das Bild zuvor in einem anderen > Format gespeichert werden? Jepp. > Falls dies stimmt: Was hat dies für technische Gründe? > Warum kö¶nnen nicht alle Manipulationen im Rawformat vorgenommen > werden? > Ist dies nur momentan so oder wird dies vermutlich so bleiben. Es ist gar nicht mal so lange her als die Grafikprogramme 48 Bit entweder gar nicht oder nur mit ganz wenigen Funktionen unterstützten. Das hat sich inzwischen schon deutlich gebessert und mit weiter zunehmender Rechenleistung der Maschinen ist da sicher noch mit mehr zu rechnen. Trotzdem: Studio ist kein Photoshop und bei dem Preis sind gewisse Abstriche an der Funktionalität kaum zu vermeiden. > Ist es normal dass bei „Grö¶ße ändern“ stets nur zweimal die Hö¶he > angezeigt wird so dass man denken kö¶nnte das Bild würde > quadratisch werden? Normal ist was anderes 😉 Bisher ist mir nicht klar geworden wie diese Funktion überhaupt gehandhabt wird… MfG Hans“ —————————————————————————————————————————————— Datum: 07.03.2005 Uhrzeit: 18:29:20 Andreas Borutta Thilo Auer schrieb: >> PS: Sind wirklich nur die wenigen unter Bearbeiten > Raw >> Entwicklung“ genannten Manipulationen für Raw mö¶glich > dort warten dann auch mehr als ein Dutzend Funktionen Deine > RAW-Daten zu beeinflussen. Ich zähle 6. > Beim Zuschneiden bildet sich ein roter Rahmen formatfüllend um das > Bild Du kannst diesen (wenn der Desktoprahmen groß genug im > Programmfenster aufgezogen ist) rechts unten und links oben jeweils > anfassen und in der Grö¶ße verändern! Ah Danke. In bisher allen Anwendungen die ich kenne war es mö¶glich einen Rahmen auch an einer Kante anzufassen und nicht nur in einer Ecke. Also: Prinzip Kugelkopf nicht Neigekopf. Hö¶he und Breite lassen sich nur gemeinsam per Maus ändern nicht einzeln. >> Ist es normal dass bei „Grö¶ße ändern“ stets nur zweimal die Hö¶he >> angezeigt wird so dass man denken kö¶nnte das Bild würde >> quadratisch werden? > Ja ist normal die Angabe betrifft jeweils die grö¶ßere der beiden > Achsen also bei Hochformat die Hö¶he bei Querformat die Breite Hhmm. Nicht gerade intuitiv verständlich. Pech. Danke für die Bestätigung der Mängel 😉 Andreas http://borumat.de/firefox-browser-tipps http://borumat.de/thunderbird-email-tipps http://borumat.de/openoffice-writer-tipps http://borumat.de/40tude-dialog-newsreader-tipps“ —————————————————————————————————————————————— Datum: 07.03.2005 Uhrzeit: 18:44:23 Andreas Borutta Hans Wein schrieb: >> ich habe in der Dokumentation von Olympus Studio 1.2 zum Punkt >> Zuschneiden“ nachgelesen und kann dort keinen Hinweis auf eine >> Mö¶glichkeit zum Zuschneiden per Maus also dem Aufziehen eines >> Rahmens und das Verschieben der Rahmenkanten per Maus finden. >> Ist dies wirklich nicht mö¶glich und man muss alles numerisch >> eingeben? > So sieht es fast aus. Die Grö¶ße des Rechtecks lässt sich nur mit > der Textbox eingeben Glücklicherweise doch nicht. Siehe das Posting von Thilo. >> PS: Sind wirklich nur die wenigen unter „Bearbeiten > Raw >> Entwicklung“ genannten Manipulationen für Raw mö¶glich sprich: >> sobald weitere Veränderungen gewünscht werden („Bearbeiten > >> Bildverarbeitungsfenster“) muss das Bild zuvor in einem anderen >> Format gespeichert werden? > Jepp. >> Falls dies stimmt: Was hat dies für technische Gründe? >> Warum kö¶nnen nicht alle Manipulationen im Rawformat vorgenommen >> werden? >> Ist dies nur momentan so oder wird dies vermutlich so bleiben. > Es ist gar nicht mal so lange her als die Grafikprogramme 48 Bit > entweder gar nicht oder nur mit ganz wenigen Funktionen > unterstützten. Das hat sich inzwischen schon deutlich gebessert > und mit weiter zunehmender Rechenleistung der Maschinen ist da > sicher noch mit mehr zu rechnen. Trotzdem: Studio ist kein > Photoshop und bei dem Preis sind gewisse Abstriche an der > Funktionalität kaum zu vermeiden. Das heißt Adobe Camera Raw kann mehr als nur die 6 Merkmale die Oly-Studio beherrscht auf Raw anwenden? Ich bin noch immer an einem umfassenden tabellarischen Raw-Entwickler-Vergleich sehr interessiert. Falls jemand da was weiß … Das würde die Stochereien äh Testphase erheblich abkürzen. * Adobe Camera Raw * Olympus Studio * Capture ONE * RawShooter Mit der Aussicht mehrere Raw-Entwickler nutzen zu müssen wenn man hohe Qualität(tm) erreichen mö¶chte kann mich noch überhaupt nicht anfreunden. Aber mir ist generell der Zoo an Werkzeugen (Viewer Editoren Entwickler EBV Verwalter …) und Formaten ein Greuel. Ein Fotobildformat für’s Lokale und eins für’s Web wäre mir am liebsten. Nur diejenigen mit Rechnern die arm an Speicherkapazität und Rechenkraft wären kö¶nnten dann verlustbehaftete Formate verwenden. Andreas http://borumat.de/firefox-browser-tipps http://borumat.de/thunderbird-email-tipps http://borumat.de/openoffice-writer-tipps http://borumat.de/40tude-dialog-newsreader-tipps“ —————————————————————————————————————————————— Datum: 07.03.2005 Uhrzeit: 23:14:19 Hans Wein Andreas Borutta schrieb: > Das heißt, Adobe Camera Raw kann mehr als nur die 6 Merkmale, die > Oly-Studio beherrscht, auf Raw anwenden? In meiner Softwaresammlung habe ich noch einen Konverter aus der Anfangszeit des Rawformats. Dieses Tool hat nur 3 Funktionen: Die Bayerinterpolation, den Weißabgleich und eine Gammakompensation. Bei allen sind verschiedene Parameter einstellbar, so lässt sich beim Interpolator bis zu einem gewissen Grad die Schärfe beeinflussen. Am Ende kommt eine Bitmap mit einer Farbtiefe von 16 Bit heraus, die sich im TIFF-Format abspeichern lässt. Alles, was sonst noch an dem Bild ggf. zu bearbeiten ist, muss mit einem normalen Bildbearbeitungsprogramm erledigt werden. Ich habe dieses Programm deshalb erwähnt, weil hier sehr schö¶n zu sehen ist, wie Raw funktioniert. In Wirklichkeit werden nur die obengenannten Grundfunktionen auf das Ausgangsformat angewendet, alles, was danach kommt, setzt bereits auf die RGB-Bitmap auf. Deshalb ist deine Frage eigentlich auch falsch gestellt – natürlich kann PS in der Summe mehr als Studio, das hat aber nichts mehr mit dem Rawformat zu tun. > Mit der Aussicht mehrere Raw-Entwickler nutzen zu müssen, wenn man > hohe Qualität(tm) erreichen mö¶chte, kann mich noch überhaupt nicht > anfreunden. Du brauchst in jedem Fall *einen* Konverter und *ein* Bildbearbeitungsprogramm. Der Konverter erzeugt die RGB-Bitmap, die dann weiterverarbeitet wird. Der große Unterschied liegt vor allen darin, ob die beiden Komponenten getrennte Anwendungen sind oder nicht. Falls ja, muss das Bild zwischendurch auf die Platte gespeichert werden. Bei PS mit der Pluginlö¶sung fällt dieser Schritt weg. > Aber mir ist generell der Zoo an Werkzeugen (Viewer, Editoren, > Entwickler, EBV, Verwalter, …) und Formaten ein Greuel. So mancher Heimwerker hat sich schon die schlagbohrfräsende Kreissäge gewünscht 😉 MfG Hans —————————————————————————————————————————————— Datum: 07.03.2005 Uhrzeit: 23:59:32 Andreas Borutta Hans Wein schrieb: >> Das heißt, Adobe Camera Raw kann mehr als nur die 6 Merkmale, die >> Oly-Studio beherrscht, auf Raw anwenden? > In meiner Softwaresammlung habe ich noch einen Konverter aus der > Anfangszeit des Rawformats. Dieses Tool hat nur 3 Funktionen: Die > Bayerinterpolation, den Weißabgleich und eine Gammakompensation. > Bei allen sind verschiedene Parameter einstellbar, so lässt sich > beim Interpolator bis zu einem gewissen Grad die Schärfe > beeinflussen. Am Ende kommt eine Bitmap mit einer Farbtiefe von 16 > Bit heraus, die sich im TIFF-Format abspeichern lässt. Alles, was > sonst noch an dem Bild ggf. zu bearbeiten ist, muss mit einem > normalen Bildbearbeitungsprogramm erledigt werden. > Ich habe dieses Programm deshalb erwähnt, weil hier sehr schö¶n zu > sehen ist, wie Raw funktioniert. In Wirklichkeit werden nur die > obengenannten Grundfunktionen auf das Ausgangsformat angewendet, > alles, was danach kommt, setzt bereits auf die RGB-Bitmap auf. > Deshalb ist deine Frage eigentlich auch falsch gestellt – natürlich > kann PS in der Summe mehr als Studio, das hat aber nichts mehr mit > dem Rawformat zu tun. Entscheiden für den Anwender ist allein, ob eine Manipulation reversibel ist. Ich kenne die prinzipbedingten Mö¶glichkeiten von Raw nicht. Willst Du sagen, dass prinzipiell für Raw nur drei Merkmale manipulierbar sind? >> Mit der Aussicht mehrere Raw-Entwickler nutzen zu müssen, wenn man >> hohe Qualität(tm) erreichen mö¶chte, kann mich noch überhaupt nicht >> anfreunden. > Du brauchst in jedem Fall *einen* Konverter und *ein* > Bildbearbeitungsprogramm. Der Konverter erzeugt die RGB-Bitmap, die > dann weiterverarbeitet wird. Der große Unterschied liegt vor allen > darin, ob die beiden Komponenten getrennte Anwendungen sind oder > nicht. Falls ja, muss das Bild zwischendurch auf die Platte > gespeichert werden. Bei PS mit der Pluginlö¶sung fällt dieser > Schritt weg. Wenn mit PS als Tiff gespeichert wird, sind dann noch, verlustfrei, späterere Manipulationen, wie beim Raw, mö¶glich? >> Aber mir ist generell der Zoo an Werkzeugen (Viewer, Editoren, >> Entwickler, EBV, Verwalter, …) und Formaten ein Greuel. > So mancher Heimwerker hat sich schon die schlagbohrfräsende > Kreissäge gewünscht 😉 Schauen wir in der Evolution der Software zurück und dann in die Zukunft … Eben las ich von Schärfungsplugins, wo der Anwender den Druckertyp (Tinte, Laser), das Ausgabemedium (Internet, Druckvorstufe), Ausgabegrö¶ße und Betrachtungsabstand angeben kann. Entscheidungsprozesse abzubilden ist anspruchsvoll, klar. Mal sehen, was noch kommt. Meiner Intuition nach spricht vieles dafür, dass sowohl Raw-Entwicklung, EBV-Technik als auch Hardware in den winzigsten Kinderschuhen stecken. Allein die Monitorkalibrierung: welchi eine Odysee! Andreas — http://borumat.de/firefox-browser-tipps http://borumat.de/thunderbird-email-tipps http://borumat.de/openoffice-writer-tipps http://borumat.de/40tude-dialog-newsreader-tipps —————————————————————————————————————————————— Datum: 07.03.2005 Uhrzeit: 25:29:26 Thomas Adelt > In meiner Softwaresammlung habe ich noch einen Konverter aus der > Anfangszeit des Rawformats. Dieses Tool hat nur 3 Funktionen: Die > Bayerinterpolation, den Weißabgleich und eine Gammakompensation. Das würde ich mir gern mal anschauen. Gibt es hierzu einen Link, und kann es E-10 ORFs? Gruß Thomas —————————————————————————————————————————————— Datum: 08.03.2005 Uhrzeit: 10:59:37 Hans Wein Thomas Adelt schrieb: >> In meiner Softwaresammlung habe ich noch einen Konverter aus der >> Anfangszeit des Rawformats. Dieses Tool hat nur 3 Funktionen: Die >> Bayerinterpolation, den Weißabgleich und eine Gammakompensation. > Das würde ich mir gern mal anschauen. Gibt es hierzu einen Link, > und kann es E-10 ORFs? Das Programm unterstützt ausschließlich Minolta-Kameras. Die alte Version, die ich meinte, taugte auch wirklich nur zum Studieren des Verfahrens, ein vernünftiger Workflow war damit kaum mö¶glich. Da der Autor das Programm weiterentwicklet hat, wird das heute vermutlich anders aussehen. Wenn es dich trotzdem interessiert, gugel mal nach Raw Deal“ und „Vector Graphics“. MfG Hans“ —————————————————————————————————————————————— Datum: 08.03.2005 Uhrzeit: 10:59:39 Hans Wein Andreas Borutta schrieb: > Ich kenne die prinzipbedingten Mö¶glichkeiten von Raw nicht. > Willst Du sagen, dass prinzipiell für Raw nur drei Merkmale > manipulierbar sind? Mit scheint, jetzt ist ein kleiner Exkurs fällig 🙂 Eine Rawdatei ist quasi eine Graustufen-Bitmap mit 12 Bit pro Aufnahmeelement des Sensors. Aus diesen Werten, kombiniert mit der Information, welcher Farbfilter (rot, grün oder blau) vor jedem einzelnen Sensor sitzt, errechnet die Bayer-Interpolation das endgültige Bild, das jetzt pro Pixel drei Farbkanäle besitzt. Wegen dieser Interpolation behaupten Puristen auch, dass ein aus einem Bayersensor gewonnenes Bild in Wirklichkeit nur ein Bruchteil der angegebenen Pixel echt“ wiedergeben würde weil die Farbe aus den Nachbarpixeln „erraten“ wird. Sie ist aber auch entscheidend daran beteiligt wie genau dieser Prozess abläuft denn es gibt sowohl schnelle als auch sehr ausgeklügelte Algorithmen die sich im Ergebnis durchaus unterscheiden. Auch wenn heute die Kameraprozessoren einen hohen Entwicklungsstand ereicht haben ist es offenbar immer noch nicht mö¶glich sie mit dem Rechenaufwand zu belasten den die akkuratesten Interpolationen erfordern. Die immer wieder gemachte Feststellung am externen Rechner aus Rawdateien erzeugte Bilder seien qualitativ hochwertiger als diejenigen welche die Kamera liefert ist IMHO ausschließlich auf die unterschiedlichen Interpolationsverfahren zurückzuführen. Das aus der Interpolation gewonnene Farbbild ist aber immer noch nicht wirklich brauchbar denn dazu ist noch der Weißabgleich notwendig bei dem die einzelnen Farbkanäle so gewichtet werden dass ein „natürlicher“ Eindruck entsteht. Auch da haben die in den Kameras eingebauten Systeme schon lange einen erstaunlich hohen Entwicklungsstand erreicht und der Lö¶wenanteil der gelieferten Bilder sind in der Regel in dieser Beziehung einwandfrei. Trozdem gibt es immer wieder genügend viele Fälle bei denen die Kameraelektronik überfordert ist und hier kommt der zweite Vorteil des Rawverfahrens zum Tragen: Der Weißabgleich wird auf den Anwender übertragen der ggf. von Hand eingreifen kann. Der dritte Punkt ist die Farbtiefe – Sensoren sind derzeit in der Lage einen Dynamikumfang zu liefern der die Kapazität der gängigen 8-Bit-Formate bereits übersteigt er liegt je nach Typ zwischen 10 und 11 Bit. Wenn die komplette Bilderzeugung der Kamera überlassen wird muss diese zwangsläufig die Farbtiefe reduzieren. Bei korrekt belichteten Aufnahmen ohne großen Kontrastumfang ist das auch kein Nachteil sobald aber später (z.B. wegen Unterbelichtung) die Schattenpartien aufgehellt werden müssen wäre eine hö¶here Farbtiefe von Vorteil. Rawdateien haben diese Farbtiefe denn es ist kein Problem dieses Format so zu definieren dass beispielsweise 12 Bit gespeichert werden. Zusammenfassung: Der Unterschied zwischen der Komplettverarbeitung in der Kamera und der auf den externen Rechner ausgelagerten Verarbeitung auf der Basis von Raw lässt sich an drei Basiseigenschaften festmachen: – der Bayer-Interpolation – dem Weißabgleich – der Farbtiefe. Alles was an mö¶glichen Bearbeitungsschritten darüber hinaus geht ist nicht mehr an das Ausgangsformat gebunden sondern gehö¶rt zum Repertoire der EBV; selbst der Weißabgleich kö¶nnte in diese Ebene verlagert werden. Puh sehr lang geworden … > Wenn mit PS als Tiff gespeichert wird sind dann noch > verlustfrei späterere Manipulationen wie beim Raw mö¶glich? Achtung – die Rawdatei wird von keinem Konverter „manipuliert“ sondern nur eingelesen. MfG Hans“ —————————————————————————————————————————————— Datum: 09.03.2005 Uhrzeit: 15:01:57 Andreas Borutta Hans Wein schrieb: […] Herzlichen Dank Hans, für die sehr gut verständlich geschriebene Erläuterung. 🙂 > Zusammenfassung: Der Unterschied zwischen der Komplettverarbeitung > in der Kamera und der auf den externen Rechner ausgelagerten > Verarbeitung auf der Basis von Raw lässt sich an drei > Basiseigenschaften festmachen: > – der Bayer-Interpolation > – dem Weißabgleich > – der Farbtiefe. > Alles, was an mö¶glichen Bearbeitungsschritten darüber hinaus geht, > ist nicht mehr an das Ausgangsformat gebunden, sondern gehö¶rt zum > Repertoire der EBV; selbst der Weißabgleich kö¶nnte in diese Ebene > verlagert werden. Gut. Vielleicht sollte das ins Wiki des Forums als Definition der Abgrenzung von Entwicklung und EBV. Die Software Olympus Studio erlaubt für einige Schritte, die schon zur EBV gehö¶ren, die (verlustfreie?) Bearbeitung innerhalb des Raw. Beispiel: Schärfe, Kontrast, Sättigung, Farbtemperatur und Belichtungskorrektur Wenn man von der Prämisse ausgeht, dass mö¶glichst wenige Manifestationen“ und verschiedene Formate eines Bildes auf der Platte nützlich sind: Welche EBV-Schritte sind prinzipiell nicht verlustfrei in Raw speicherbar? Ein Test ein in der Farbtemperatur manipuliertes unter dem gleichen Namen /als Raw/ abzuspeichern liefert das überraschende Ergebnis: das Verändern der Farbtemperatur wurde nicht gespeichert. > Puh sehr lang geworden … Genau richtig. >> Wenn mit PS als Tiff gespeichert wird sind dann noch >> verlustfrei späterere Manipulationen wie beim Raw mö¶glich? > Achtung – die Rawdatei wird von keinem Konverter „manipuliert“ > sondern nur eingelesen. Hhmmm. Dann ist das Angebot im Speicherdialog von Olympus Studio „Speichere als Raw“ für mich verwirrend. Andreas http://borumat.de/firefox-browser-tipps http://borumat.de/thunderbird-email-tipps http://borumat.de/openoffice-writer-tipps http://borumat.de/40tude-dialog-newsreader-tipps“ —————————————————————————————————————————————— Datum: 09.03.2005 Uhrzeit: 18:11:53 Hans Wein Andreas Borutta schrieb: > Ein Test ein in der Farbtemperatur manipuliertes unter dem > gleichen Namen /als Raw/ abzuspeichern liefert das überraschende > Ergebnis: das Verändern der Farbtemperatur wurde nicht > gespeichert. Stimmt, genau das habe ich auch festgestellt. > Hhmmm. > Dann ist das Angebot im Speicherdialog von Olympus Studio > Speichere als Raw“ für mich verwirrend. Allerdings um nicht zu sagen sinnfrei und ich begreife nicht was diese Formatoption bezwecken soll denn ganz offensichtlich wird schlicht und ergreifend eine Kopie der Originaldatei gespeichert mehr nicht. Im übrigen wird das Zurückschreiben von Änderungen in eine Rawdatei wohl an einer Kleinigkeit scheitern: Es gibt meines Wissens keinen „Bayer-Extrapolator“ und ich glaube kaum dass er jemals geschrieben wird. MfG Hans“ —————————————————————————————————————————————— Datum: 09.03.2005 Uhrzeit: 18:54:37 Dr. Rolf Hengel Ein paar Anmerkungen zum RAW-Thema: RAW zurückspeichern würde absolut keinen Sinn machen. Es gibt genügend Formate, mit denen man die entwickelten“ Bilder im 16bit-Farbmodus abspeichern kann. Allerdings wohl nicht in Studio. Es gehen z.B. TIFF JP2 (mein bevorzugtes Format da es sowohl verlustfrei wie mit Verlust speichern kann und bei verlustbehafteter Kompression allenfalls etwas Schärfe verliert) und natürlich das native Photoshop-Format PSD. Was aber Sinn machen kann isd die RAW-Dateien in das Adobe DNG-Format überzuführen. Weil kein Mensch weiß ob der kameraspezifische RAW-Dialekt in ein paar Jahren noch von irgendeiner Software gelesen werden kann. Ob sich DNG durchsetzt weiß ich nicht. Aber PDF hat sich ja auch durchgesetzt. Und Thumbs plus Pro hat mit DNG keine Probleme. Viele Grüße Rolf posted via https://oly-e.de“ —————————————————————————————————————————————— Datum: 09.03.2005 Uhrzeit: 19:41:06 Andreas Borutta Dr. Rolf Hengel schrieb: > RAW zurückspeichern würde absolut keinen Sinn machen. Es gibt > genügend Formate, mit denen man die entwickelten“ Bilder im > 16bit-Farbmodus abspeichern kann. Allerdings wohl nicht in > Studio. Es gehen z.B. TIFF JP2 (mein bevorzugtes Format da es > sowohl verlustfrei wie mit Verlust speichern kann und bei > verlustbehafteter Kompression allenfalls etwas Schärfe verliert) > und natürlich das native Photoshop-Format PSD. > Was aber Sinn machen kann isd die RAW-Dateien in das Adobe > DNG-Format überzuführen. Dann fragt man sich doch: „Wozu noch Raw?“ Mit ein wenig „längerem Rechnen“ in der Kamera müsste dann doch ein Speichern als DNG (oder ein anderes verlustfreies Format in 16bit) drin sein. Ein Format in welchem Veränderungen nicht verlustfrei gespeichert werden kö¶nnen ist doch lästiger Ballast oder seht ihr das anders? Ich zitiere nochmal Hans: > Zusammenfassung: Der Unterschied zwischen der Komplettverarbeitung > in der Kamera und der auf den externen Rechner ausgelagerten > Verarbeitung auf der Basis von Raw lässt sich an drei > Basiseigenschaften festmachen: > – der Bayer-Interpolation > – dem Weißabgleich > – der Farbtiefe. Davon bleibt nur die Bayer-Interpolation übrig. *seufz* Ich werde jedenfalls gespannt die Anstrengungen beobachten wie Techniker und weitsichtige Kö¶pfe versuchen werden die Lebensdauer von digitalen Bilddaten zu gewährleisten ohne Fotografen zu belästigen. Für mich verdichten sich alle Symptome vor allem dazu: wir benutzen Technik (harte aber vor allem weiche) die noch in den winzigsten Kinderschuhen steckt. > Weil kein Mensch weiß ob der > kameraspezifische RAW-Dialekt in ein paar Jahren noch von > irgendeiner Software gelesen werden kann. Ob sich DNG durchsetzt > weiß ich nicht. Der äußere Schein lenkt nur oft davon ab. Andreas http://borumat.de/firefox-browser-tipps http://borumat.de/thunderbird-email-tipps http://borumat.de/openoffice-writer-tipps http://borumat.de/40tude-dialog-newsreader-tipps“ —————————————————————————————————————————————— Datum: 10.03.2005 Uhrzeit: 10:08:13 Rolf-Christian Müller Andreas Borutta schrieb: > Die Software Olympus Studio erlaubt für einige Schritte, die schon > zur EBV gehö¶ren, die (verlustfreie?) Bearbeitung innerhalb des > Raw. Beispiel: Schärfe, Kontrast, Sättigung, Farbtemperatur und > Belichtungskorrektur > Wenn man von der Prämisse ausgeht, dass mö¶glichst wenige > Manifestationen“ und verschiedene Formate eines Bildes auf der > Platte nützlich sind: > Welche EBV-Schritte sind prinzipiell nicht verlustfrei in Raw > speicherbar? Hallo Andreas so wie ich das bisher verstanden habe ist in RAW gar nichts speicherbar. Man kann RAWs lediglich bearbeiten in eine neues Format wandeln und dann so abspeichern. Die RAW-Datei bleibt immer unverändert > Ein Test ein in der Farbtemperatur manipuliertes unter dem > gleichen Namen /als Raw/ abzuspeichern liefert das überraschende > Ergebnis: das Verändern der Farbtemperatur wurde nicht > gespeichert. Genau! Rolf posted via https://oly-e.de“ —————————————————————————————————————————————— Datum: 10.03.2005 Uhrzeit: 10:21:29 Andreas Borutta Hans Wein schrieb: >> Hhmmm. >> Dann ist das Angebot im Speicherdialog von Olympus Studio >> Speichere als Raw“ für mich verwirrend. > Allerdings um nicht zu sagen sinnfrei und ich begreife nicht > was diese Formatoption bezwecken soll denn ganz offensichtlich > wird schlicht und ergreifend eine Kopie der Originaldatei > gespeichert mehr nicht. > Im übrigen wird das Zurückschreiben von Änderungen in eine Rawdatei > wohl an einer Kleinigkeit scheitern: Es gibt meines Wissens keinen > „Bayer-Extrapolator“ und ich glaube kaum dass er jemals > geschrieben wird. Wie bewertet ihr daher die Bedienerführung die diverse Manipulationen (Schärfe Weißabgleich etc.) an /zwei/ Stellen anbietet: als Raw-Manipulation und als „normale“ Manipulation? Ob wirklich andere Algorithmen verwendet werden weiß ich nicht. Nehmen wir es ruhig an. Nehmen wir weiterhin an der Raw-Algorithmus wäre jeweils besser als der „normale“. Dann wäre es doch trotzdem sinnvoll jede Manipulation nur /ein einziges Mal/ anzubieten. Auch der Zwang in zwei Stufen zu speichern erst die Raw-Schritte dann die „normalen“ Schritte leuchtet mir nicht ein. Dies kö¶nnte doch als Batch in einem einzigen Vorgang abgearbeitet werden da Raw eh nicht gespeichert werden kann. Eure Ansicht dazu würde mich interessieren. Andreas http://borumat.de/firefox-browser-tipps http://borumat.de/thunderbird-email-tipps http://borumat.de/openoffice-writer-tipps http://borumat.de/40tude-dialog-newsreader-tipps“ —————————————————————————————————————————————— Datum: 10.03.2005 Uhrzeit: 10:50:13 Hans Wein Dr. Rolf Hengel schrieb: > Was aber Sinn machen kann, isd die RAW-Dateien in das Adobe > DNG-Format überzuführen. Weil kein Mensch weiß, ob der > kameraspezifische RAW-Dialekt in ein paar Jahren noch von > irgendeiner Software gelesen werden kann. Ob sich DNG durchsetzt > weiß ich nicht. Aber PDF hat sich ja auch durchgesetzt. DNG hat nur dann eine reelle Chance, wenn sich *alle* Kamerahersteller dazu entschließen würden, es anstatt ihrer proprietären Formate in die Geräte einzubauen. Und ob sich die bisher eher durch Eigenbrö¶telei gekennzeichneten Firmen dazu auf absehbare Zeit durchringen werden, ist eher zweifelhaft. Insofern hinkt der Vergleich mit PDF etwas, da dieses Format keine Hardwareunterstützung braucht. Außerdem hat es auch über 10 Jahre gebraucht, um sich durchzusetzen, wobei es ohne das Internet vermutlich heute noch ein Nischendasein in der grafischen Industrie führen würde. MfG Hans —————————————————————————————————————————————— Datum: 10.03.2005 Uhrzeit: 12:13:17 Dieter Bethke Hallo Hans Wein, am Thu, 10 Mar 2005 09:50:13 +0100 schriebst Du: > DNG hat nur dann eine reelle Chance, wenn sich *alle* > Kamerahersteller dazu entschließen würden, es anstatt ihrer > proprietären Formate in die Geräte einzubauen. Es geht immerhin voran, langsam aber immerhin: http://www.raw-converter.com/index.php?id=101&backPID=67&tt_news=155 — Allzeit gutes Licht und volle Akkus, Dieter Bethke https://oly-e.de/handbuecher.php4 http://www.fotofreaks.de/galerie/db/index.html —————————————————————————————————————————————— Datum: 10.03.2005 Uhrzeit: 15:37:11 Hans Wein Dieter Bethke schrieb: > Es geht immerhin voran, langsam aber immerhin: > http://www.raw-converter.com/index.php?id=101&backPID=67&tt_news=155 Hmm. Wenn ich so etwas lese, kommen ich immer auf gewisse Gedanken: Der Adobe DNG Converter wandelt alle von Photoshop® unterstützten Raw-Dateien in das DNG-Dateiformat um.“ Man kann den Softwarekonzernen alles mö¶gliche unterstellen aber eines mit Sicherheit nicht: Uneigenützigkeit. Auf jeden Fall bin ich mir ziemlich sicher dass der Exif-Standard niemals Wirklichkeit geworden wäre wenn ihn eine einzelne Firma anstatt des Verbandes der japanischen Fotoindustrie definiert hätte. MfG Hans“ ——————————————————————————————————————————————