Datum: 21.01.2005 Uhrzeit: 17:29:42 Ulrich Hochlechner Nachdem in diesem wirklich ausgezeichnetem Forum meine letzten Zweifel ausgeräumt wurden, habe ich mir die E-1 bestellt. Derzeit ist sie in der Luft von den USA hierher. Um mir die Zeit des Warten etwas zu vertreiben, habe ich mir Computerfoto Sonderheft Spezial 2/2004 am Bahnhof mitgenommen (Das Heft kann man mal wirklich empfehlen, nicht nur wegen des Ergebnisses). Hier fand ich einen interessanten Aspekt zum hier viel diskutierten Thema Auflö¶sung. Bei den Tests wurde die Auflö¶sung in Anzahl Linien / Bildhö¶he gemessen, mit interessantem Ergebnis, wie ich meine. Hier kommt die E-1 auf 1440, die D70 auf 1300, die EOS 20D auf 1590 (+10%) und selbst die EOS 1D Mark II nur auf 1600. Der Rest lag deutlich darunter. Ist das nicht der eigentlich interessante Messwert für die Auflö¶sung, da dieser ja das Endergebnis beschreibt? Vor allem, wenn man noch das andere Seitenverhältnis berücksichtigt, bei dem das FT-System ja relativ mehr Hö¶he bietet. Wenn ich dann für eineen Papierabzug die vertikalen Ränder entsprechend abschneide . . . . . ? Die hö¶chsten Werte von allen hat die Oly beim genutzten sowie beim wiedergegebenen Tonwertumfang. Wenn ich das richtig verstehe, dürfte das die Erklärung für den Detailreichtum der Bilder und die exzellente Farbwiedergabe sein, trotz nur 5 MP. Das Fazit des Tests war, dass die E-1 von der Auflö¶sung her auf dem Niveau von 6MP Kameras liegt, bei allen Aspekten sowieso oder darüber. Beim Handling erhält die OLY die hö¶chsten Punktzahl von allen!!! (D70, D2H, EOS 300, EOS 20D, EOS 1D, Kodak DCS Pro, Pentax *istD, Sigma SD10). Bei der Ausstattung ist nur die EOS 1D marginal besser (0,3%). Die Austattung wird nach einem festgelegten und abgedruckten Raster bewertet, wobei ich interessant finde, dass in diesem z.B. keine vorhandene Kurzzeitsynchronisation vorkommt, sowie die Taste für den sofortigen Weißabgleich, der ja wohl alles toppt, was auf dem Markt ist. Wenn ich dagegen halte, wie der manuelle Weißabgleich bei Nikon funktioniert ….. Kurz, es bleibt trotzdem vieles relativ und der persö¶nlichen Bewertung überlassen (das war jetzt der kleine Filosof) — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 22.01.2005 Uhrzeit: 17:00:23 Herbert Pesendorfer Hallo Robert! > […]Auf die Diagonale hochgerechnet ergeben sich aus den genannten > Ergebnissen für die E-1 2400, für die D70 2344, für die Canons > 2866 resp. 2884 Linien/Diagonale. Was nichts an der Reihenfolge > ändert – aber den Abstand der Canons zur E-1 auf ein m.E. > plausibleres Maß vergrö¶ßert. Das klingt für mich sehr einleuchtend. Mich persö¶nlich würde jetzt der direkte Vergleich von ein und derselben Aufnahmesituation mit der E-1 und der Canon interessieren. Sieht man einen wirklichen Unterschied im Ergebnis (ohne eine Testtafel abzulichten)? Liebe Grüße Herbert —————————————————————————————————————————————— Datum: 22.01.2005 Uhrzeit: 18:33:22 Robert Schroeder Herbert Pesendorfer schrieb: >> […]Auf die Diagonale hochgerechnet ergeben sich aus den genannten >> Ergebnissen für die E-1 2400, für die D70 2344, für die Canons >> 2866 resp. 2884 Linien/Diagonale. Was nichts an der Reihenfolge >> ändert – aber den Abstand der Canons zur E-1 auf ein m.E. >> plausibleres Maß vergrö¶ßert. > Das klingt für mich sehr einleuchtend. Mich persö¶nlich würde jetzt > der direkte Vergleich von ein und derselben Aufnahmesituation mit > der E-1 und der Canon interessieren. Sieht man einen wirklichen > Unterschied im Ergebnis (ohne eine Testtafel abzulichten)? Leichte Unterschiede wird’s sicher geben, ich kann’s mit diesen konkreten Kameras (habe weder die eine noch die andere) selber nicht ausprobieren. Was ich mal gemacht habe, waren ein paar Vergleichsaufnahmen mit meiner C-8080WZ und der Nikon D70, bei denen die Nikon (subjektiv, an einem nicht professionell kalibriertem Bildschirm) farblich etwas satter erschien als die einen kühleren Eindruck machende 8080, in Sachen Detailauflö¶sung jedoch sichtbar zurücklag. Der Unterschied zwischen einer E-1 und etwa einer EOS 20D dürfte, würde ich jetzt mal vermuten, ähnlich ausfallen, wenn letztere denn mit einer vernünftigen Optik bestückt ist. Ich halte es für mö¶glich, dass der E-1-Sensor Vorteile bei der Farbwiedergabe hat, der Auflö¶sungsunterschied dürfte jedoch – obwohl er, wie hier ja schon des ö¶fteren angemerkt wurde, kleiner ist als die Pixelzahlen andeuten – unübersehbar sein. Gruß, Robert —————————————————————————————————————————————— Datum: 22.01.2005 Uhrzeit: 20:53:20 Ulrich Hochlechner Danke für die Erläuterung, das leuchtet mir grundsätzlich ein. Vielleicht kannst du mir auch erklären, was unter dem genutzten und wiedergegebenen Tonwertumfang zu verstehen ist. Ich habe es so verstanden, dass ein hö¶herer Wert ein Mehr an Darstellung der vorhandenen Helligkeitsspanne (Dynamik) bedeutet. Das ist wahrscheinlich laienhaft ausgedrückt. Man spricht doch auch vom Tonwertumfang in Blenden, gell?? — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 22.01.2005 Uhrzeit: 21:44:02 Ulrich Hochlechner So, jetzt habe ich nochmal nachgedacht und kann immer noch nicht ganz folgen. SORRY. Wenn der Sensor der EOS 20D in der vertikalen 2336 Punkten hat und damit 1590 Linien darstellt hingegen die E-1 in der vertikalen 1920 Punkte hat, damit aber 1440 Linien dargestellt werden, Dann stellt die Oly doch pro 1,3333 Punkte eine Linie dar die Canon braucht pro Linie 1,47 Punkte. Stimmt doch!?!?! Das ist doch theoretisch ein Indiz für eine hö¶here Detailgenauigkeit des Sensor. Die Auflö¶sung (resp. Bildgrö¶ße, Auflö¶sung stimmt ja eh nicht) ist natürlich bei der 20D hö¶her). Wobei 5 MP sowieso reichen (für die meisten). Würde man die Bildgrö¶ße der 20D auf 5MP verringern, wäre sie aber doch nach den genannten Werten die geringere Auflö¶sungsfähigkeit. Kann bitte jemand vom Fach sich zu Meßwerten zum genutzten sowie zum wiedergegebenen Tonwertumfang äußern. Ist dieser mit der Dynamik vergleichbar? Interessant fand ich in dem zitierten Test auch die Aussage, dass die Canons 300D und 20D jeweils falsch zentrierte Spiegelprismen hatten, weswegen der durch den Sucher dargestellte Bildausschnitt nicht mit dem belichteten übereinstimmte. Das ist jawohl der Hammer, bei ja doch relativ viel Geld. Das soll jetzt nicht wieder die leidige Markendiskussion lostreten, wobei ich persö¶nlich eher zu Wegen abseits des Mainstreams neige (z.B. begeisterter Citroen-Fahrer wider jede Vernunft) — posted via https://oly-e.de ——————————————————————————————————————————————