Datum: 06.12.2007 Uhrzeit: 15:53:49 Markus Ich stelle diese Frage, weil sich bei mir, durch das Lesen eines älteren Thema, neue Fragen ergeben haben. Beim Thema Andere Betrachtungsweise Systemrauschen“ vom 3.12. —————————————————————————————————————————————— Datum: 06.12.2007 Uhrzeit: 16:25:49 Norbert Hallo Markus, bei FT wird die Schärfentiefe grö¶ßer oder je kleiner der Chip je grö¶ßer. Schau mal hier: http://www.erik-krause.de/schaerfe.htm VG Norbert — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 06.12.2007 Uhrzeit: 16:53:47 Fredric Norbert schrieb: > Hallo Markus, > bei FT wird die Schärfentiefe grö¶ßer oder je kleiner der Chip je > grö¶ßer. > > Schau mal hier: http://www.erik-krause.de/schaerfe.htm > > VG Norbert > Oder einfacher, da Four-Third die Brennweite halbiert, im vergleich zum KB, ist die Schärfentiefe doppel so groß? Den krummen Umrechnungsfaktoren der anderen Kameras kann ich nichts abgewinnen 😉 — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 06.12.2007 Uhrzeit: 18:19:44 Markus Danke für die schnellen Antworten. Nur mit Zahlen kann man sich wenig vorstellen. Hat jemand da draussen Vergleichsfotos auf Lager? So ist der Unterschied einfacher zu vergleichen. Danke — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 06.12.2007 Uhrzeit: 18:48:21 Dieter Bethke Hallo Norbert, am Thu, 06 Dec 2007 15:25:49 +0100 schriebst Du: > bei FT wird die Schärfentiefe grö¶ßer oder je kleiner der Chip Das gilt nicht nur für FT, das gilt für alle Aufnahmemedien – bei gleichbleibender Blende und Entfernung zum Motiv. 😉 — Allzeit gutes Licht und volle Akkus, Dieter Bethke http://fotofreaks.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 06.12.2007 Uhrzeit: 20:20:32 Michael Lindner Hallo Oly-User, habe keine Vergleichsbilder, dafür müßte ich streng genommen eine 2.0-Optik haben; denn da spielt die Schärfentiefe ja ihre Rolle. Soweit ich mich erinnere, stand mal im Forum eine Angabe Blende 2.8 entspricht rund 4.0 bei den analogen Zuiko-Objektiven. Aber mal vom Thema Freistellen“ abgesehen da man bei der E-3 —————————————————————————————————————————————— Datum: 06.12.2007 Uhrzeit: 21:57:33 oliver oppitz news://news.oly-e.de/47583ead9731e.536@oly-e.de aber hier macht die Antwort mehr Sinn… Markus schrieb: > Sehr interessante Diskussion – meine Herrn Hier ist es meistens interessant 😉 > Für mich ist hier neu, dass die Schärfentiefe sensorabhängig ist. nur sekundär! Brennweite bleibt Brennweite! … und zwar mit all ihren Eigenschaften. ABER – da man hier die Objektive Bildwinkelabhängig bewertet (Praxisnutzen) ergeben sich Unterschiede. Bei 4/3 hat man den 50mm Ausschnitt einer KB Kamera bereits bei ca. 25mm. Das 50mm bei 4/3 entspricht Bildwinkelmäßig einem 100mm bei KB. Es ergeben sich also Tiefenschärfen Unterschiede wenn Du mit den unterschiedlichen Kameras vom selben Standpunkt aus 2 Bildwinkelgleiche Bilder zaubern mö¶chtest. Ein 25mm Objektiv hat eine viel ausgedehntere Tiefenschärfe als ein 50mm. Dazu gibt es die Äquvivalenzblenden Tabelle, die besagt, daß man bei 4/3 2 Blenden im Vor(Nach)teil ist, also daß ein 50mm 4/3 Bild bei f 2,0, dem eines 100mm KB Bildes bei f 4 entspricht. > Gibt es diesbezüglich genauere vergleiche, zB. eine > Vergleichstabelle? Also ein 100mm Objektiv bei APS-C und ein > 100mm Objektiv bei FT. Wie gross wäre der Unterschied? s.o. – APS-C ist in der Mitte mit der Äquvivalenzblende +1. > Eine > geringe Schärfentiefe kann ja auch viel Vorteile mit sich > bringen, beispielsweise bei der Portrait-Fotografie. Sic est. oli — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 06.12.2007 Uhrzeit: 21:59:33 oliver oppitz Michael Lindner schrieb: > Hallo Oly-User, > > habe keine Vergleichsbilder, dafür müßte ich streng genommen eine > 2.0-Optik haben; denn da spielt die Schärfentiefe ja ihre Rolle. > Soweit ich mich erinnere, stand mal im Forum eine Angabe Blende > 2.8 entspricht rund 4.0 bei den analogen Zuiko-Objektiven. …. 2 Blenden zu KB – 1 Blende zu APS-C > Aber mal vom Thema Freistellen“ abgesehen da man bei der E-3 —————————————————————————————————————————————— Datum: 07.12.2007 Uhrzeit: 13:06:39 Markus Spannend Interessieren würde mich noch, ob bei langen Brennweiten ein Unterschied zu merken wäre. Beispielsweise bei der Tierfotografie wo man oft ein Tele benö¶tigt, gefällt mir, wenn der Hintergrund verschwommen ist. Das müsste allerdings auch mit dem E-System gut funktionieren, oder wirkt sich die grö¶ssere Schärfentiefe so enorm aus, dass ein stark verschwommener Hintergrund nur schwer umzusetzen ist? — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 07.12.2007 Uhrzeit: 14:31:29 Helge Suess Hallo Markus! > Interessieren würde mich noch, ob bei langen Brennweiten ein > Unterschied zu merken wäre. Beispielsweise bei der > Tierfotografie wo man oft ein Tele benö¶tigt, gefällt mir, wenn > der Hintergrund verschwommen ist. Das müsste allerdings auch mit > dem E-System gut funktionieren, oder wirkt sich die grö¶ssere > Schärfentiefe so enorm aus, dass ein stark verschwommener > Hintergrund nur schwer umzusetzen ist? Das ist kein Problem solange du nicht eine wenig lichtstarke Optik hast, die f8 oder f11 als maximale öffnung hat. Ich habe sowohl mit dem 50-200mm als auch mit dem 18-180mm (das ist wirklich kein Lichtriese) ganz passabel freigestellt. Mit dem f2 150mm geht es natürlich besser. Die Tiefenschärfe ist eine Funktion aus Brennweite, Blendenö¶ffnung und Objektentfernung. Die Entfernung kannst du wenig beeinflussen wenn du ein Objekt bestimmter Grö¶sse (bei gegebenem Bildwinkel) im Bild haben willst. Die Blende wird dir vom Objektiv (max. öffnung) und dem Umgebungslicht begrenzt. Dazu kommt noch der Einfluss der Belichtungszeit damit du das alles nicht verwackelst. Das Aufnahmeformat steht über den Bildwinkel in Beziehung zur notwendige Brennweite. Da die Brennweite quadratisch in die Gleichung eingeht wirkt sie sich stärker aus als der Abstand. Wenn mit mal gaaaaanz langweilig ist mache ich eine Zeichnung für die Olypedia. Helge ;-)=) 8 — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 07.12.2007 Uhrzeit: 15:22:30 Manfred Bei gegebener Entfernung ist die Schärfentiefe hauptsächlich abhängig vom Durchmesser der sog. Eintrittspupille. Das ist der sichtbare öffnung, wenn man von der Vorderseite durch das Objektiv sieht. Je grö¶ßer der Durchmesser der Pupille, desto schräger verlaufen die Randstrahlen, desto mehr laufen diese Strahlen außerhalb der fokussierten Ebene auseinander, desto unschärfer werden Objekte ausßerhalb der Fokusebene. Der Durchmesser berechnet sich immer aus Brennweite geteilt durch Blendenwert. So hat z. B. ein 4,0/100mm einen Pupillendurchmesser von 100mm/4=25 mm. Da auch 2,0/50mmm und 8,0/200 mm den gleichen Pipillendurchmesser haben, haben alle diese Brennweiten/Blenden-Kombinationen die gleiche Schärfentiefe bei gleicher Entfernung. Wichtig hierbei: Dieses gilt unabhängig vom Sensorformat. Das bedeutet, ein 4,0/100mm an einem 4/3-Sensor hat die gleiche Schärfentiefe wie ein 4,0/100mm an einem Vollformat-Sensor. Andersherum bedeutet es: Um die gleiche Schärfentiefe und den gleichen Bildwinkel wie ein 4,0/100 mit Vollformat zu erhalten, muss beim 4/3-Format ein 2,0/50mm eingesetzt werden. Noch allgemeiner: Zwischen Vollformat und 4/3-Format beträgt der Umrechnungsfaktor 2,0. Wird sowohl die Brennweite als auch der Blendenwert vom Vollformat durch diesen Umrechnungsfaktor geteilt, erhält man beim 4/3-Format den selben Bildwinkel und die gleiche Schärfentiefe. Diese Prinzip kann bei allen Formatumrechungen angewendet werden. Gleichzeitig kann man dabei auch erreichen, dass das Rauschen beim kleinen Sensor nicht grö¶ßer ist als beim großen Sensor (bei gleicher Auflö¶sung). Wie geht das? Indem man den grö¶ßeren Blendenwert durch eine niegrigere ISO-Einstellung ausgleicht und die Verschlusszeit konstant lässt. So wird genau die geringere Empfindlichkeit kleineren Sensors ausgeglichen. Unterschiede im Rauschen ergeben sich jetzt nur noch durch die verwendete Sensortechnologie, aber nicht die die Grö¶ße des Sensors. Ein Praxisbeispiel: Ein 4,0/70-200 bei ISO 400 am Vollformat hat den gleichen Bildwinkel, die gleiche Schärfentiefe, und das (annähernd) gleiche Rauschniveau wie das 2,0/35-100 bei ISO 100 am 4/3-Format. Dass dabei die Grö¶ße, das Gewicht und der Preis deutlich hö¶her ausfallen, zeigt, dass es für das kleinere Format ungleich aufwändiger ist, durch optische Mittel in allen Punkten vergleichbare Ergebnisse zu erhalten wie beim grö¶ßeren Format. Manfred — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 09.12.2007 Uhrzeit: 18:32:46 Dieter Bethke Hallo Manfred, am Fri, 07 Dec 2007 14:22:30 +0100 schriebst Du: > Dass dabei die Grö¶ße, das Gewicht und der Preis deutlich hö¶her > ausfallen, zeigt, dass es für das kleinere Format ungleich > aufwändiger ist, durch optische Mittel in allen Punkten > vergleichbare Ergebnisse zu erhalten wie beim grö¶ßeren Format. Was vergleichst Du denn da konkret miteinander? — Allzeit gutes Licht und volle Akkus, Dieter Bethke http://fotofreaks.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 11.12.2007 Uhrzeit: 16:14:24 Manfred Dieter Bethke schrieb: > Hallo Manfred, > am Fri, 07 Dec 2007 14:22:30 +0100 schriebst Du: > >> Dass dabei die Grö¶ße, das Gewicht und der Preis deutlich hö¶her >> ausfallen, zeigt, dass es für das kleinere Format ungleich >> aufwändiger ist, durch optische Mittel in allen Punkten >> vergleichbare Ergebnisse zu erhalten wie beim grö¶ßeren Format. > > Was vergleichst Du denn da konkret miteinander? > Wie bereits beschrieben, ist bei gleichem Blendendurchmesser die Schärfentiefe identisch (äquivalente Blende: FT 2,0 = FF 4,0). Wird der Belichtungsausgleich durch die ISO-Einstellung statt durch die Verschlusszeit vorgenommen, ergeben sich Unterschiede im Rauschen nur noch durch die Sensortechnologie, aber nicht durch die Sensorgrö¶ße. Folgende Paarungen (Oly gegen Vollformat) haben weitestgehend äquivalente Brennweitenbereiche und gleiche bzw. ähnliche äquivalente Lichtstärken, ich sehe sie somit hinsichtlich der optischen Grunddaten als vergleichbar an: Oly 2,0/35-100 (äquiv. 4,0/70-200), 1800g, 2000 EUR Can 4,0/70-200 IS, 760g, 1000 EUR => Oly ist schwerer und teurer Oly 2,0/35-100 (äquiv. 4,0/70-200), 1800g, 2000 EUR Nik 2,8/70-200, 1470g, 1700 EUR => Oly ist schwerer und teurer bei 1 Stufe geringerer äquiv. Lichstärke Oly 2,0/150 (äquiv. 4,0/300), 1610g, 2000 EUR Can 4,0/300, 1190g, 1100 EUR => Oly ist schwerer und teurer Oly 2,8-4,0/12-60 (äquiv. 5,6-8.0/24-120), 575g, 950 EUR Nik 3,5-5,6/24-120, 575g, 500 EUR => Oly ist teurer bei etwa 1 Stufe geringerer äquiv. Lichtstärke Oly 2,0/14-35 (äquiv. 4,0/28-70), 915g, 2000 EUR Can 2,8/24-70, 950g, 1000 EUR => Oly ist teurer bei weniger Weitwinkel und 1 Stufe geringerer äquiv. Lichtstärke. Für eine Bewertung der Preiswürdigkeit muss natürlich auch die Qualität der Objektive und der Spritzwasserschutz berücksichtigt werden. Ein Objektiv, das z. B. zu einem FF 2,8/70-200 äquivalent wäre, müsste bei Oly die Daten 1,4/35-100 haben. Wenn so etwas konstruierbar sein sollte, wäre es sicher unerschwinglich. Hinsichtlich der äquivalenten Lichtstärke wird daher die Oly-Objektiv-Palette immer eingeschränkter sein als bei den grö¶ßeren Sensorformaten. Manfred — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 11.12.2007 Uhrzeit: 20:33:52 nochn Thomas Ich weiß, dass Du genau diesen Vergleich nicht wolltest, aaaber Manfred schrieb: > > Oly 2,0/35-100 (äquiv. 4,0/70-200), 1800g, 2000 EUR > Can 4,0/70-200 IS, 760g, 1000 EUR > => Oly ist schwerer und teurer Can EF 70-200mm 1:2,8L IS USM, 2.081,48 EUR => Erreicht die Offenblende von Oly nicht. > > Oly 2,0/150 (äquiv. 4,0/300), 1610g, 2000 EUR > Can 4,0/300, 1190g, 1100 EUR > => Oly ist schwerer und teurer Can EF 300mm 1:2,8L IS USM, 4.649,00 EUR => Erreicht die Offenblende von Oly nicht. > Oly 2,0/14-35 (äquiv. 4,0/28-70), 915g, 2000 EUR > Can 2,8/24-70, 950g, 1000 EUR > => Oly ist teurer bei weniger Weitwinkel und 1 Stufe geringerer > äquiv. Lichtstärke. Can EF 24-70mm 1:2,8L USM, 1.394,15 EUR => Erreicht die Offenblende von Oly nicht. So einfach lassen sich die Systeme nicht vergleichen, der Begriff äquivalente Lichtstärke“ ist scheinwissenschaftlich. Wer eine —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.12.2007 Uhrzeit: 12:58:32 Manfred nochn Thomas schrieb: > So einfach lassen sich die Systeme nicht vergleichen, der Begriff > äquivalente Lichtstärke“ ist scheinwissenschaftlich. Wer eine ——————————————————————————————————————————————