Stativ im Handgepaeck bei Fernreise?

Datum: 11.07.2009 Uhrzeit: 23:35:36 Jens Hallo, wir fliegen demnächst nach Übersee zur einer Rundreise. Hat jemand von euch Erfahrung wie man am besten ein Stativ rüberbringt. Ich habe ein Manfrotto mit stabiler Tasche. Kann man es in den Flieger mitnehmen oder muss man es aufgeben? Oder sollte man sich die Schlepperei nicht antun und versuchen mit dem Gorillapod für die E330 auszukommen? Danke schon mal. Jens — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.07.2009 Uhrzeit: 2:02:37 Siegfried Hallo Jens, > wir fliegen demnächst nach Übersee zur einer Rundreise. Hat > jemand von euch Erfahrung wie man am besten ein Stativ > rüberbringt. Wir haben uns vor ein paar Wochen eine B737 ausgeborgt um einen privaten Kreuzflug zu machen. In Nizza war es jedenfalls so, dass sie extrem pingelig waren und ein Stativ keinesfalls im Handgepäck zugelassen haben. (Bei einem mitgeführten Rollstuhl war es genauso…) Auf meinen Einwand: Wir sind aber in der EU und was Sciherheitsbestimmungen betrifft sollte das hier auch gelten” kam: “Ja – aber jeder Flughafen macht da seine eigenen Sachen….” Also mussten wir es einchecken …… auch unsere Crew durfte es nicht mitnehmen. …..ist natürlich absoluter Quatsch denn die Crew kann jederzeit die Dinge aus der Ladebucht holen. Also ich würde es nicht riskieren wollen das Stativ “verschenken” zu müssen. Versuche es im Gepäck unterzubringen um es einzuchecken. In Paris habe ich jemanden von der Flugsicherheitskontrolle getroffen. Und gefragt. Wenn einige über die Stränge schlagen kann man meist in dem Moment nichts machen….. Meiner Meinung nach ist die Security Controlle mittlerweile ein Selbstläufer den sowieso der Kunde zahlt. Das es da in nächster Zeit zu Verbesserungen kommt sehe ich aber leider nicht. Schö¶ne Reise!! Siegfried posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.07.2009 Uhrzeit: 3:22:32 Gerhard Punzet Hi, stecks in den Koffer und gut. Ich hatte mein Gitzo auch im Koffer – hab damit einiges im Koffer stabilisiert 🙂 – nach Brasilien. Wurde einigemale umgeladen bis ich dort und wieder dahim war. Weder dem Koffer noch dem Stativ ist irgendwas passiert. Auch bei früheren Flugreisen ist dem Teil nie was passiert. Was soll dran kaputtgehen? Wenns kaputtgeht, dann taugt es nix und ist eh wertlos (oder ist das Stativ aus Styropor?). Sowohl Koffer als auch Stativ. Nimm den besten Samsonite Koffer, dann passiert garantiert nix – wenn Du mir nicht glaubst … Mein Schalenkoffer hat damals 30 DM gekostet und hat schon einige 10.000 Flugkilometer hinter sich und ist immer noch nicht kaputt. (Man war der vollgeladen, als ich aus Brasilien zurückkam … Unter anderem hatte ich ein Spiegelteleskop, ein paar Objektive, Die E-330 Schnaps und andere zerbrechliche Objekte drin – alles ist heil angekommen.) Ich hatte nicht einmal darüber nachgedacht, dass etwas nicht überleben kö¶nnte, man hat ja diverse Klamotten zum, Ausstopfen und Polstern… Man kann sich auch zuviele Sorgen machen … Viele Grüße Gerhard —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.07.2009 Uhrzeit: 11:35:51 Gerd Ruhland Peter Eckel schrieb: > Netter Link zum Thema: > Und die Story dazu hier: http://entertainment.excite.de/nachrichten/4835/United-Breaks-Guitars–Band-schreibt-Song-gegen-Fluggesellschaft Gruss Gerd — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.07.2009 Uhrzeit: 12:52:18 Peter Eckel Hallo Wolfgang, > So empfindlich ist Carbon? Carbon verträgt eigentlich ziemlich viel, nur keine seitliche Krafteinwirkung auf die Rohre. Und genau die ist mehr oder weniger garantiert, wenn man die Teile als Gepäck aufgibt. > Und dieses Stativ halte ich jedenfalls für stabli genug für eine > Flughafenbehandlung”. Ich wüßte nicht was daran brechen sollte. > Und wie gesagt bisher ist auch nichts passiert. Das mag sein. Ich habe viele Jahre auch Alustative gehabt und ich mö¶chte keines mehr geschenkt. Carbon ist in fast jeder Hinsicht überlegen: Gewicht Stabilität (mein 1.7 kg schweres Carbonstativ trägt 12 kg – und damit eine 3 kg-Kamera/Objektivkombination bombenstabil) und man friert sich bei kaltem Wetter beim Anfassen nicht die Finger ab (oder fest). Ich schleppe mein Equipment gerne mal 10 km oder mehr durch die Gegend. Bei solchen Unternehmungen bliebe das Alustativ einfach im Auto das Carbonteil nehme ich mit. > Vielleicht ist es also ein Tip sich für die Flugreisen ein > Alustativ zu besorgen? Wenn man es separat aufgeben will sicher. Nur was soll ich mit einem Stativ das ich dann nicht mitnehme weil es zu schwer ist? > Wenn mein “Reisestativ” für <100 EUR 10 Flüge übersteht und dann > beim elften zerstö¶rt wird kostet mich das 10 EUR pro Reise und > das ist doch besser als keines dabei zu haben. Siehe oben … wenn es zu schwer ist dann nehme ich es nicht mit. Aber wenn es gar nicht anders geht dann ist Deine Lö¶sung sicherlich besser als gar kein Stativ. Woran ich allerdings wirklich noch denke ist ein kleines ordentliches Reisestativ – aus Carbon. So etwas in der Richtung wie das Gitzo GT1550T – wiegt 1 kg zusammengepackt 35 cm lang und bis 200 mm Brennweite reicht es. Sicherlich ein Kompromiß in mancherlei Hinsicht aber ein buchstäblich tragbarer den man auch noch im Handgepäck mit unterbringt. > Der Koffer jedenfalls ist definitv voll genug mit dem _wirklich_ > empfindlichen Foto-Equipment das nicht ins Handgepäck paßt … …. und das ich nun *wirklich* nicht aufgebe. Wie gesagt ich werde ziemlich häufig Augenzeuge der Behandlung die man Koffern angedeihen läßt – das kann man vielleicht mit einem entsprechend gepolsterten Pelicase machen aber die Vorstellung nach 8000 km Flug beim Auspacken des Koffers Objektiv- oder Kamerabrö¶sel vorzufinden und dann eine dreiwö¶chige Reise ohne die ursprünglich eingepackten Ausrüstungsteile verbringen zu dürfen gefällt mir nicht. Vom Versicherungsaspekt einmal abgesehen – selbst wenn Du 40 kg Gepäck hast zahlen die Airlines Dir bei Totalverlust 800 Euro. Das reicht immerhin für die Sonnenblende des 2.8/300ers. Bislang habe ich immer noch alles im Handgepäck mitbekommen. Viele Grüße Peter.” —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.07.2009 Uhrzeit: 12:52:18 Peter Eckel Hallo Wolfgang, > So empfindlich ist Carbon? Carbon verträgt eigentlich ziemlich viel, nur keine seitliche Krafteinwirkung auf die Rohre. Und genau die ist mehr oder weniger garantiert, wenn man die Teile als Gepäck aufgibt. > Und dieses Stativ halte ich jedenfalls für stabli genug für eine > Flughafenbehandlung”. Ich wüßte nicht was daran brechen sollte. > Und wie gesagt bisher ist auch nichts passiert. Das mag sein. Ich habe viele Jahre auch Alustative gehabt und ich mö¶chte keines mehr geschenkt. Carbon ist in fast jeder Hinsicht überlegen: Gewicht Stabilität (mein 1.7 kg schweres Carbonstativ trägt 12 kg – und damit eine 3 kg-Kamera/Objektivkombination bombenstabil) und man friert sich bei kaltem Wetter beim Anfassen nicht die Finger ab (oder fest). Ich schleppe mein Equipment gerne mal 10 km oder mehr durch die Gegend. Bei solchen Unternehmungen bliebe das Alustativ einfach im Auto das Carbonteil nehme ich mit. > Vielleicht ist es also ein Tip sich für die Flugreisen ein > Alustativ zu besorgen? Wenn man es separat aufgeben will sicher. Nur was soll ich mit einem Stativ das ich dann nicht mitnehme weil es zu schwer ist? > Wenn mein “Reisestativ” für <100 EUR 10 Flüge übersteht und dann > beim elften zerstö¶rt wird kostet mich das 10 EUR pro Reise und > das ist doch besser als keines dabei zu haben. Siehe oben … wenn es zu schwer ist dann nehme ich es nicht mit. Aber wenn es gar nicht anders geht dann ist Deine Lö¶sung sicherlich besser als gar kein Stativ. Woran ich allerdings wirklich noch denke ist ein kleines ordentliches Reisestativ – aus Carbon. So etwas in der Richtung wie das Gitzo GT1550T – wiegt 1 kg zusammengepackt 35 cm lang und bis 200 mm Brennweite reicht es. Sicherlich ein Kompromiß in mancherlei Hinsicht aber ein buchstäblich tragbarer den man auch noch im Handgepäck mit unterbringt. > Der Koffer jedenfalls ist definitv voll genug mit dem _wirklich_ > empfindlichen Foto-Equipment das nicht ins Handgepäck paßt … …. und das ich nun *wirklich* nicht aufgebe. Wie gesagt ich werde ziemlich häufig Augenzeuge der Behandlung die man Koffern angedeihen läßt – das kann man vielleicht mit einem entsprechend gepolsterten Pelicase machen aber die Vorstellung nach 8000 km Flug beim Auspacken des Koffers Objektiv- oder Kamerabrö¶sel vorzufinden und dann eine dreiwö¶chige Reise ohne die ursprünglich eingepackten Ausrüstungsteile verbringen zu dürfen gefällt mir nicht. Vom Versicherungsaspekt einmal abgesehen – selbst wenn Du 40 kg Gepäck hast zahlen die Airlines Dir bei Totalverlust 800 Euro. Das reicht immerhin für die Sonnenblende des 2.8/300ers. Bislang habe ich immer noch alles im Handgepäck mitbekommen. Viele Grüße Peter.” —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.07.2009 Uhrzeit: 21:24:13 Hans H. Siegrist > Mit Sicherheit – ich erinnere mich noch gut an den Postler, der > hier eine Weile die Päckchenzustellung gemacht hat. Der hielt es > für eine gelungene Idee, die Dinger einfach über das Tor zu > werfen. > > Nicht nur, daß das besagte Tor ca. 2 Meter groß ist, es ist auch > immer wieder ein Erlebnis, ein Buch auszupacken, das zwei Tage im > strö¶menden Regen auf dem Hof gelegen hat … Das erinnert irgendwie an die Royal Mail. Da stand auf dem Umschlag PHOTOGRAPHS DO NOT BEND” Der Postbeamte schrieb darunter “Oh yes they do” Liebe Grüsse Hans” —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.07.2009 Uhrzeit: 7:35:22 Martin Groth Moin, ich habe bis letztes Jahr ein Manfrotto 055PROB gehabt. Dazu für unterwegs ein 141RC. Mann, hab ich mich abgeschleppt! Aber der Reihe nach. Alles, was durch wenig pfleglichen Umgang mit dem Koffer kaputt gehen kann, kommt ins Handgepäck! Ja, ich weiß, das wird schnell schwer, aber auf DIE Diskussion will ich jetzt nicht verzweigen. In den Koffer kommt grundstätzlich nur das, was, ev. mit einer ev. brauchbare Umverpackung, nicht kaputt gehen kann. Also den Kopf vom Stativ geschraubt und alles mit T-Shirts verdämmt in den Koffer gepackt. Was hab’ ich geschleppt! Oder andersherum: Wie viel weniger Klamotten konnte ich mit nehmen, damit ich nicht weit über die erlaubte Gewichtsgrenze kam! Ganz abgesehen vom Volumen. Ergo habe ich mir ein recht leichtes Carbonstativ (Hier ein Benro, aber das ist eher eine Philosophiefrage) mit einem leichten Kopf zugelegt. Das Ganze wiegt jetzt unter 2kg und ist trotzdem stabil. Und man kann es sehr schö¶n mit allem, was so an Kleidungsstücken in den Koffer kommt, einpacken, verdämmen, polstern. Die erste Reise hat es ohne jegliche Blessuren überstanden. Das Stativ aufzugeben halte ich für sehr viel Aufwand. Bei vielen Routen/Gesellschaften darf man nur ein Gepäckstück aufgeben (es sei denn, man reist business oder hö¶her), und der Aufwand, den man für die Verpackung treiben muss, ist nicht unerheblich. Handgepäck scheidet auch meist aus, da man nur ein Handgepäckstück haben darf. Ja, ich weiß, dass wird oft großzügig ausgelegt, aber mir wäre es auch zu umständlich. Wünsche Euch eine schö¶ne Woche! Grüße Martin — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.07.2009 Uhrzeit: 10:06:36 Martin Groth WolfgangPe schrieb: > Das wird aber immer weniger großzügig ausgelegt. Ich habe in > letzter Zeit schon erlebt wie das Handgepäck gewogen wurde und > alles was über 6 kg war kostet Aufpreis. Und, was wurde dann pro kg aufgerufen? Gruß Martin — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.07.2009 Uhrzeit: 14:20:28 WolfgangPe Peter Eckel schrieb: > Hallo Wolfgang, > >> Das wird aber immer weniger großzügig ausgelegt. Ich habe in >> letzter Zeit schon erlebt wie das Handgepäck gewogen wurde und >> alles was über 6 kg war kostet Aufpreis. > > das klingt mir jetzt aber nach Billigflieger. > Peter. Der Billigflieger ist Air Berlin. —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.07.2009 Uhrzeit: 23:10:23 Helge Suess Hallo Jens! > … Ich habe ein Manfrotto mit stabiler Tasche … Nur wenn die auch einen atomaren Erstschlag übersteht ist sie Flugtauglich 🙂 Mal ganz im Ernst. Ich hatte Probleme, mein Carbonstativ in die Kabine mitzunehmen. Ist einfach als gefährlich eingestuft und nicht zugelassen worden. Da waren die anderen Gepäckstücke aber schon unterwegs in der Gepäckanlage. Den Getriebeneiger hatte ich schon vorher in den Rucksack gepackt. Das Velbon Sherpa hat den Flug in der dünnen Plastiktasche (Wien – Stockholm) gut überstanden und ging nur kurz verloren (kam einen Tag später per Botendienst ins Hotel). Mein kleines altes Cullmann Reiseset (das mit dem tollen Erdspiess in der Mittelsäule) durfte aber immer mit, auch in London, wo sie damals wegen ganz harmloser Dinge Probleme machten. Haben die Augen gemacht, als ich ihnen den Spiess zeigte. Danach durfte aber auch mein zuvor beanstandeter Schreitzirkel mit ins Handgepäck. In manchen Fällen hilft taktisches Verhandeln. Kann aber auch daneben gehen. Ich würde ein Stativ fest in weiche Dinge packen. Selbst ein Rucksack mit Gewand rundum sollte reichen. Die Rohre sind empfindlich gegen harte kantige Schläge. Wenn das gedämpft wird ist schon viel gewonnen. Besonder achten sollte man auf das Gewinde. Mein Stativ hat einen Bolzen den man entfernen kann (1/4 und 3/8″ zum Wenden). Wenn man den raus nimmt oder gepolstert abklebt gibt’s keine bö¶sen Überraschungen bei der Montage des Kopfes. Das mit dem Kilopreis ist natürlich ein Problem. Kaum eine Versicherung ersetzt aufgegebenes Gepäck zu realistischen Preisen. Selbst wenn hat man zumindest am Zielort erst einmal kein Stativ. Im Prinzip gelten für Handgepäck neben Abmessung und Gewicht auch die “Dangerous Goods Regulations” (DGR). Die legen fest was als gefährlich gilt und was nicht. Alle Mitglieder der IATA (praktisch alle internationalen Flughäfen) müss(t)en sich an diese Regeln halten. Ein Siteofficer der das Regelwerk kennt versteht und ansprechbar ist (so die Theorie) kann im Zweifelsfall eine Entscheidung treffen. Diese Personen glänzen auf exotischeren Flughäfen durch Abwesenheit. Die Auslegung der Regeln ist oft nicht nachvollziehbar. Leider hilft Diskutieren selten besonders wenn man die Landessprache nicht kann oder die Leute bei der Kontrolle wenig motiviert sind. Ob ein Gegenstand mit darf oder nicht entscheidet sich erst am Gate. Hilfreich ist es vorher mit der Fluglinie solche Dinge schriftlich zu klären. Ich mache das immer mit meinem Tauchgepäck (da gibt es jede Menge an gefährlichen Dingen die aus Sicherheitsgründen ins Handgepäck müssen!). So habe ich zumindest bessere Chancen beim Argumentieren und kann vorher passend packen. Ansonsten ein Tipp beim Verhandeln. Die Leute dort machen auch nur ihren Job. Sie bekommen Ärger wenn sie was abweisen. Sie bekommen auch Ärger wenn sie was durchlassen. Das eine kostet sie einen bö¶sen Blick das andere den Job. Wer das berücksichtigt und hö¶flich bleibt erreicht mehr. Genug Zeit für dei Kontrolle ein planen macht die Sache für alle Beteiligten erträglicher. Das hat mir bei unzähligen Flugreisen bisher immer recht gut geholfen. Helge ;-)=) 16 posted via http://oly-e.de” ——————————————————————————————————————————————

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