Frage: Wie kommt man eigentlich dazu…

Datum: 24.06.2008 Uhrzeit: 16:25:21 Christian Schmidt Fotograf zu werden, ich meine jetzt weniger den gelernten Herren in dem Fotostudio, sondern viel mehr das Tross an Leuten, die in der Welt umherrennen um bei Events, Ereignissen und was weiss der Teufel, Fotos zu machen? Nein, ich habe nicht vor in diese Richtung was zu machen, naja, vielleicht mal ab und an ein kleines Bildchen, aber wie kommt man zu all den Kontakten, Aufträgen und dem Vorlauf, den man dafür benö¶tigt? Kann mir kaum vorstellen, das Irgendeine grö¶ßere Zeitung den, oder den Anruft und sagt, hey mach da mal Fotos! Oder, wie läuft das da? Vielen Dank im vorraus! 😉 — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 24.06.2008 Uhrzeit: 19:33:11 Michael Lindner Hallo Christian, kenne mich da rechtlich auch nicht so aus – aber soweit ich weiß, ist der Beruf Fotograf ein Ausbildungsberuf und auch ein geschützter Berufszweig. Es ist Dir aber unbenommen, Dich Foto-Designer oder Foto-Künstler zu nennen – Du darfst eben nur nicht via Kundenauftrag auf Gebieten tätig werden, die ausgebildete echte Fotografen beackern. Ein Kollege kö¶nnte sonst rechtlich gegen Dich vorgehen. Du kannst aber fertige Produktionen einem Kunden von Dir aus anbieten !? Wahrscheinlich wieder mal ein rein Deutsches Phänomen (?), in den USA ist z.B. die Handwerkerzunft auch kein geschützter Begriff, mit dem Nachteil, dass Du als Kunde den Nachteil hast, herausfinden zu müssen, ob der Handwerker ein Pfuscher ist. Auf der anderen Seite kann ich die Berufsfotografen (gar nicht so wenige in diesem Forum) natürlich auch verstehen: Die Ausbildung scheint mir ein steiniger Weg (lang, nicht billig, z.T. wird man ausgenutzt, der Markt ist zudem mit fertigen Fotografen übersättigt). Da will/muss man seine Claims natürlich schützen. Eine Folge der Digitalisierung ist nämlich sicher auch das immer schneller werdende Tempo und ein gnadenloser Konkurrenzkampf, so dass nicht wenige überlegen, ins Ausland zu gehen. Ich hoffe, ich hab das jetzt hier einigermaßen korrekt beschrieben – so jedenfalls mein Kenntnisstand aus Gesprächen mit einer Berufsfotografin. viele Grüße Michael Lindner (Bielefeld) — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 24.06.2008 Uhrzeit: 19:54:10 Reinhard Wagner Michael Lindner schrieb: > Hallo Christian, > > kenne mich da rechtlich auch nicht so aus – aber soweit ich weiß, > ist der Beruf Fotograf ein Ausbildungsberuf und auch ein > geschützter Berufszweig. Prinzipiell ja. Aber nach dem Wegfall des Meisterzwanges vor vier Jahren kann sich jeder Fotograf nennen. Er muß dann allerdings in der Handwerkskammer Mitglied werden. Kuckst Du: http://www.gruender-ratgeber.de/handwerksordnung-reformen.html Grüße Reinhard — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 24.06.2008 Uhrzeit: 20:07:09 Michael Lindner Hallo Reinhard, will mich zwar nicht selbstständig machen – aber dennoch Danke für den Tip – klasse Link, wieder mal was dazu gelernt. Finde, das mit der Juristerei zieht immer weitere Kreise (Copyright, wen darf ich wann ablichten …). Jetzt weiß ich doch, warum ich am liebsten Blumen und Bienen für mich allein fotografiere. viele Grüße Michael Lindner (Bielefeld) — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 26.06.2008 Uhrzeit: 22:40:05 Okko ten Broek Norbert Erler schrieb: > Reinhard Wagner schrieb: > >> Michael Lindner schrieb: >> >>> Hallo Christian, >>> >>> kenne mich da rechtlich auch nicht so aus – aber soweit ich weiß, >>> ist der Beruf Fotograf ein Ausbildungsberuf und auch ein >>> geschützter Berufszweig. >> >> Prinzipiell ja. Aber nach dem Wegfall des Meisterzwanges vor vier >> Jahren kann sich jeder Fotograf nennen. > > …. er muss jedoch die lehre absolviert haben. > ohne (also als autodidakt) darf er nicht. > Nein, das ist nicht richtig! Vielmehr darf sich nach der Novellierung der Handwerksordnung JEDER, der sich berufen fühlt, ohne irgendeine Ausbildung oder einen Nachweis für die Sach- und Fachkunde zu erbringen, als Fotograf selbständig machen und tätig werden. Natürlich auch Autodidakten. >> Er muß dann allerdings in >> der Handwerkskammer Mitglied werden. >> Ja, das muss er, denn in Deutschland herrscht die Kammerpflicht. Aber die (Zwangs-)Mitgliedschaft in der Kammer hat nichts mit seiner Befähigung für dieses Handwerk” zu tun. Gruß Okko posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 27.06.2008 Uhrzeit: 24:44:35 Michael Lindner Hallo Norbert, Oh Mann, ist das kompliziert – kein Wunder, dass so viele Arbeitssuchende davor zurückschrecken, sich selbstständig zu machen (außer als Putzsklave oder Scheinselbstständiger). Aber interessant finde ich das Thema trotzdem; ohne dieses Forum wäre ich doch nie darauf gekommen, mich damit auch mal zu beschäftigen – auch wenn ich lieber fotografiere. viele Grüße Michael Lindner (Bielefeld) — posted via http://oly-e.de ——————————————————————————————————————————————

Über

Ich bin hier der Chef.

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