Interpolation: wann und wie?

Datum: 23.06.2005 Uhrzeit: 17:47:37 Herbert Pesendorfer Hallo Alex! Ich kanns ja mal versuchen dir da weiterzuhelfen 😉 > Ich mö¶chte nochmal grundsätzlich zur Interpolation fragen: > > 1. Ab welchem Ausgabeformat (bei mir nur durch Fotolabor) sollte > ich meine Bilddateien über Bild – Skalieren – Bildgrö¶ße” > ändern? (Also die Auflö¶sung mit bikubischer Interpolation > vergrö¶ßern.) > 2. Ist es vielleicht sogar besser an der Auflö¶sung nie etwas zu > ändern? Irgendwo habe ich mal gelesen dass das Labor die > Bilddateien sowieso bei entsprechend großen Formatwünschen > bestmö¶glichst aufbereitet (sogar besser als ich es kann) Gilt > das grundsätzlich und wird das automatisch gemacht? Kann ich > somit die Auflö¶sung ignorieren? Ich rechne ein Bild praktisch nie hoch. Informationen die ich nicht habe will ich auch nicht hineinmogeln 😉 Im Forum habe ich aber mal von einem anderen Tool gelesen das besser sein soll als die bikubische Interpolation vom PS. Bei meinem Dienstleister werde ich darauf aufmerksam gemacht wenn die Bildinfos “nicht ausreichen” für eine optimale Ausgabe. Wenn ich ihm jetzt ein interpoliertes Bild schicke trixe ich diesen Mechanismus aus – bin aber trotzdem selbst schuld an dem Ergebnis. > Bitte keine Diskussion des Betrachtungsabstandes. Der Sachverhalt > ist mir klar. Ich habe aber einfach noch nicht ganz verstanden > wann ich bei der Auflö¶sung eingreifen sollte und wann nicht. > Vielleicht kann mir das noch jemand anhand der verschiedenen > Standardformate erklären (10 x 13 11 x 15 13 x 17 15 x 20 > 20 x 27 30 x 40) > Die Fragen stelle ich unter folgenden Voraussetzungen: > – Bilddateien aus E1 (jpeg shq oder tiff) > – Software: Elements u. FixFoto > – Ausbelichtung bei: 24hBildexpress Den Zusammenhang mö¶chte ich folgendermaßen angehen: Die E1 liefert eine Bilddatei mit 2560 x 1920 Bildpunkten – egal ob du in RAW Tiff SHQ oder HQ arbeitest. In den HQ wird lediglich das JPEG-Kompressionsverfahren angewandt um Speicherplatz zu sparen – und das funktioniert durch Zusammenfassung ähnlicher Pixel. Aber das weißt du ja sicherlich 😉 Das Bildformat 10×13 entspricht 3 93×5 12 Zoll. Ich rechne das um damit ich auf die Auflö¶sung (dpi=dots per inch) komme. Die 2560 Pixel werden jetzt auf die 13cm=5 12 Zoll aufgebracht. Damit erhälts du eine theoretische Auflö¶sung von 500 dpi. Das wäre eine tolle Sache wenns der Belichter auch kö¶nnte 😉 Hier lasse ich einige Format aus 😀 Das Bildformat 30×40 entspricht 11 81×15 75 Zoll. Die 2560 Pixel werden jetzt auf die 40cm=15 75 Zoll aufgebracht. Damit erhälts du eine theoretische Auflö¶sung von 163dpi. Das ist aber nicht mehr so viel. Der P-440 Olympus Thermosublimationsdrucker gibt eine Auflö¶sung von 314 dpi an. So gesehen müßte der Drucker jedes 2. Pixel horizontal wie auch vertikal verdoppeln. (Der Drucker kann das Format aber nicht – dient nur dem Vergleich ;-)) Ob du nun die “fehlenden Pixel” vom Drucker mit PS oder einem anderen Tool “reinmogelst” ist meines Erachtens egal. Es sollten halt keine Lücken bleiben 😀 Beim reinmogeln macht das Bild einen unschärferen Eindruck beim einfachen Verdoppeln der benachbarten Pixel werden die Punkte halt grö¶ßer und zwingt eventuell zu einem grö¶ßeren Betrachtungsabstand damits nicht so auffällt. So und nun noch ein Versuch in Kurzform: In die Auflö¶sung mußt/kannst du/Gerät dann “eingreifen” wenn die dpi des Bildes nicht mit den dpi des Ausgabegerätes zusammenpassen. Sind im Bild zu viele werden welche weggelassen sinds zu wenige werden sie mit einem Algotithmus ergänzt. So – nun freue ich mich über Bestätigungen und Korrekturen 🙂 Liebe Grüße Herbert Pesendorfer http://www.pesendorfer.com” —————————————————————————————————————————————— Datum: 23.06.2005 Uhrzeit: 17:57:38 Oliver Vecernik Hallo Alex! Alex Märkle schrieb: > 2. Ist es vielleicht sogar besser an der Auflö¶sung nie etwas zu > ändern? Irgendwo habe ich mal gelesen, dass das Labor die > Bilddateien sowieso bei entsprechend großen Formatwünschen > bestmö¶glichst aufbereitet (sogar besser als ich es kann) Gilt > das grundsätzlich und wird das automatisch gemacht? Kann ich > somit die Auflö¶sung ignorieren? http://www.happyfoto.at/digital/bestellsoftware_faq4.htm Ich sende immer in der Auflö¶sung, die mir die jeweilige Kamera liefert. Bisher war das immer genug” (meine kleinste hat 5MP). Viele Grüße Oliver” —————————————————————————————————————————————— Datum: 23.06.2005 Uhrzeit: 24:39:36 Dieter Bethke Hallo Alex Märkle, am Thu, 23 Jun 2005 17:01:38 +0200 schriebst Du: > 1. Ab welchem Ausgabeformat (bei mir nur durch Fotolabor) sollte > ich meine Bilddateien über Bild – Skalieren – Bildgrö¶ße” > ändern? (Also die Auflö¶sung mit bikubischer Interpolation > vergrö¶ßern.) Das hat recht wenig mit dem Ausgabeformat zu tun. Wenn Du “nur” Dein Foto – also ohne weitere Hinzufügungen – vergrö¶ssert ausgeben mö¶chtest dann lass es vom Dienstleister interpolieren. Wenn Du aber randscharfe Elemente wie z.B. Logos oder Schriftzüge hinzufügen mö¶chtest dann interpolierst Du am besten erst auf die Ausgabegrö¶sse/Ausgabeauflö¶sung und fügst dann dein Artwork hinzu. Allzeit gutes Licht und volle Akkus Dieter Bethke http://oly-e.de/handbuecher.php4 http://www.fotofreaks.de/galerie/db/index.html” —————————————————————————————————————————————— Datum: 24.06.2005 Uhrzeit: 10:16:57 Wolfgang Hübner Ich nehmne an, das andere Tool, von dem Du gelesen hast, ist Photozoom” bzw. “S-Spline” – einfach danach googeln. Es verwendet einen anderen Algorithmus als beispielsweise Photoshop indem es sich gewissermaßen auf die Kanten konzentriert. LG Wolfgang posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 24.06.2005 Uhrzeit: 11:10:18 Stefan Bachnick Herbert Pesendorfer schrieb: > In die Auflö¶sung mußt/kannst du/Gerät dann eingreifen” wenn die > dpi des Bildes nicht mit den dpi des Ausgabegerätes zusammenpassen. > Sind im Bild zu viele werden welche weggelassen sinds zu wenige > werden sie mit einem Algotithmus ergänzt. Hallo den Absatz denn hätte ich gerne etwas genauer. Der liest sich für mich so als wenn ich nur ein optimales Bild bekomme wenn als Beispiel das E-300 Foto auf 26 4cm * 19 8cm ausbelichte. Die Werte gibt mir PS ja an wenn ich die Bildgrö¶sse sehe. Was genau macht nun der Ausbelichter mit meinem Bild wenn er das nur auf 10*13 zusammenpresst ? Stefan posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 24.06.2005 Uhrzeit: 12:36:42 Robert Schroeder Stefan Bachnick wrote: > Herbert Pesendorfer schrieb: > >> In die Auflö¶sung mußt/kannst du/Gerät dann eingreifen” wenn die >> dpi des Bildes nicht mit den dpi des Ausgabegerätes zusammenpassen. >> Sind im Bild zu viele werden welche weggelassen sinds zu wenige >> werden sie mit einem Algotithmus ergänzt. > den Absatz denn hätte ich gerne etwas genauer. Der liest sich > für mich so als wenn […] Du hast Recht – es gibt hier vermutlich dank der unglücklichen Implementation im Photoshop einen weitverbreiteten Irrtum. Das “Bild” hat überhaupt keine “dpi” (die einzige Ausnahme ist die Reprografie/Repro-Fotografie bei der die Pixel des Bildes in einen linearen Zusammenhang mit den Abmessungen der abgelichteten Vorlage gebracht werden kö¶nnen). Der dpi-Eintrag in den Bilddaten ist ein beliebiger bedeutungsloser Füllwert nur damit das im Bilddateiformat vorgesehene Feld nicht leer bleibt. “Dpi” entstehen erst im Zusammenhang mit einem Ausgabemedium. Grüße Robert” —————————————————————————————————————————————— Datum: 24.06.2005 Uhrzeit: 14:00:16 Hans Wein Robert Schroeder schrieb: > Du hast Recht – es gibt hier, vermutlich dank der unglücklichen > Implementation im Photoshop, einen weitverbreiteten Irrtum. Das hat vor allem historische Gründe. Als Photoshop entstand, gab es noch keine Digitalkameras, und das Ausgabemedium war bedrucktes Papier. Einziges Eingabegerät war der Scanner, und der wurde (und wird heute noch) nach dpi eingestellt. Wie viele Pixel ein mit 300 dpi eingescanntes 13×18-Bild hat, ineteressierte damals niemand. MfG Hans —————————————————————————————————————————————— Datum: 24.06.2005 Uhrzeit: 14:58:01 Herbert Pesendorfer Hallo Hans! >> Du hast Recht – es gibt hier, vermutlich dank der unglücklichen >> Implementation im Photoshop, einen weitverbreiteten Irrtum. > > Das hat vor allem historische Gründe. Als Photoshop entstand, gab > es noch keine Digitalkameras, und das Ausgabemedium war bedrucktes > Papier. Einziges Eingabegerät war der Scanner, und der wurde (und > wird heute noch) nach dpi eingestellt. Wie viele Pixel ein mit 300 > dpi eingescanntes 13×18-Bild hat, ineteressierte damals niemand. Richtig. Es war immer der Zusammenhang zwischen Grö¶ße der Vorlage und Grö¶ße des Ziels und der dort benö¶tigten dpi dafür ausschlaggebend, wie viel dpi am Scanner benö¶tigt wurden. Das hat aber auch diesen unsäglichen Pixelwahn als Verkaufsargument ins Spiel gebracht. Es hat meines Wissens nach Scanner gegeben, die als 2400dpi-Gerät verkauft wurden, aber optisch nur 300dpi hatten. Woher die fehlenden Pixel kamen, das war praktisch niemandem bewußt. Und zur Sicherheit scannen wir dann mal mit der hö¶chsten Auflö¶sung und produzieren gigantische Files 😉 — Liebe Grüße Herbert Pesendorfer http://www.pesendorfer.com —————————————————————————————————————————————— Datum: 24.06.2005 Uhrzeit: 15:20:12 Herbert Pesendorfer Hallo Stefan! >> In die Auflö¶sung mußt/kannst du/Gerät dann eingreifen” wenn die >> dpi des Bildes nicht mit den dpi des Ausgabegerätes zusammenpassen. >> Sind im Bild zu viele werden welche weggelassen sinds zu wenige >> werden sie mit einem Algotithmus ergänzt. > den Absatz denn hätte ich gerne etwas genauer. Der liest sich > für mich so als wenn ich nur ein optimales Bild bekomme wenn > als Beispiel das E-300 Foto auf 26 4cm * 19 8cm ausbelichte. Die > Werte gibt mir PS ja an wenn ich die Bildgrö¶sse sehe. Ich denke dass das nichts mit “optimalem” Bild zu tun hat. Ein Bild wird ja durch viele Faktoren verändert bis es als Papierbild herauskommt. Aber es stimmt sicher dass du das exakteste Bild bekommst wenn die Pixel 1:1 verwendest. > Was genau macht nun der Ausbelichter mit meinem Bild wenn er das > nur auf 10*13 zusammenpresst ? Genau dasselbe wie jeder Druckertreiber (der Belichter wird ja auch von einem Treiber gesteuert). Er verkleinert das Bild so dass es mit dem mö¶glichen Punktmuster des Druckers zusammenpaßt. Welcher Algorithmus dazu verwendet wird – keine Ahnung. Ich denke aber dass der Vorgang mit dem Verkleinern im Photoshop vergleichbar ist. Versuch einfach einmal ein Foto auf die Pixelanzahl deines Bildschirmes anzupassen. Und vergleich dann einen Ausschnitt des Originals mit dem verkleinerten Bild. Ich denke da bekommst du einen Eindruck was da so passiert. Liebe Grüße Herbert Pesendorfer http://www.pesendorfer.com” —————————————————————————————————————————————— Datum: 24.06.2005 Uhrzeit: 22:27:52 Guenter Hamich Hallo Wolfgang, nein, ich denke, das meint Herbert nicht, da dies die normalen” Interpolationsroutinen mit ihren bekannten Schwächen sind. Ich habe am 10.6. einen Beitrag geschrieben der auf ein kameraspezifisches Tool von Fred Miranda eingeht das meines Erachtens alle (!) anderen Interpolationswerkzeuge in den Schatten stellt. Hier zu lesen: http://oly-e.de/forum/e.e-system/32736.htm Viele Gruesse Guenter posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 25.06.2005 Uhrzeit: 9:45:00 Herbert Pesendorfer Hallo Guenter! > nein, ich denke, das meint Herbert nicht, da dies die normalen” > Interpolationsroutinen mit ihren bekannten Schwächen sind. > Ich habe am 10.6. einen Beitrag geschrieben der auf ein > kameraspezifisches Tool von Fred Miranda eingeht das meines > Erachtens alle (!) anderen Interpolationswerkzeuge in den > Schatten stellt. > Hier zu lesen: > http://oly-e.de/forum/e.e-system/32736.htm Exakt! Hätt ich eigentlich auch suchen kö¶nnen 😉 Aber das war ja nicht der Kern – ich verwende es ja trotzdem nicht weil ich bisher keinen Bedarf hatte. Liebe Grüße Herbert Pesendorfer http://www.pesendorfer.com” ——————————————————————————————————————————————

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