16bit?

Datum: 19.12.2004 Uhrzeit: 23:00:14 Alexander Krause Ich hab heute bisserl rumgespielt und muss sagen: Ich seh den Unterschied von 8 zu 16 bit nicht. Wenn ich also RAWs in 16 bit weiterverarbeite hab eigentlich nur grö¶ßere Datein. An meinen Monitoren und auf dem Drucker kann ich eigenlich kein Plus an Qualität ausmachen. Ich habe den Eindruck, dass eine RAW Entwicklung wirklich gut ist, um mehr aus Schatten heraus zu holen und den Tonwertabrissen vorzubeugen, indem man das gleich richtig hinfiltert. Aber die weitere Verarbeitung? Was sind Eure Erfahrungen? Macht es momentan schon Sinn in 16 bit zu arbeiten? Alex — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 19.12.2004 Uhrzeit: 25:46:46 Dieter Bethke Am Sun, 19 Dec 2004 22:00:14 +0100 schrieb Alexander Krause: > Macht es momentan schon Sinn in 16 bit zu arbeiten? Ja, denn du hast mehr Spielraum für anschliessende Bearbeitungen in Photoshop. Wenn Du z.B. Belichtungskorrekturen machst (Gradationskurve), hast Du einfach mehr Fleisch” zur Verfügung. Es gibt mehr diskrete Zwischenstufen in der Helligkeitsinformation in jedem Kanal. Dein letzter Bearbeitungsschritt kann ja die Wandlung nach 8 Bit pro Kanal sein und das Ergebnis dann als TIFF abspeichern. Dann wird der Speicherplatz nur temporär stärker beansprucht. Hast Du Dir mal ein anspruchsvolles Musikstück angehö¶rt das mit 8 bit digitalisiert wurde? Grauenhaft. Im Audiobereich sind bei Aufnahmen 16 bit das Minimum 24 bit Standard. Sonst klingt es einfach sehr “digital”. Unser Gehö¶r ist empfindlicher als unsere Augen aber auch bei den Bildern tritt in den Zwischentö¶nen der selbe Effekt auf. Dies nur mal als Versuch einen nachvollziehbaren Vergleich anzubringen. Allzeit gutes Licht und volle Akkus Dieter Bethke” —————————————————————————————————————————————— Datum: 20.12.2004 Uhrzeit: 8:11:52 thms Alexander Krause schrieb: > Ich seh den Unterschied von 8 zu 16 bit nicht. Wenn ich also RAWs > in 16 bit weiterverarbeite hab eigentlich nur grö¶ßere Datein. An > meinen Monitoren und auf dem Drucker kann ich eigenlich kein > Plus an Qualität ausmachen. Kein Wunder. Dein Monitor arbeitet ja auch nur mit 8 Bit (immer pro Kanal, natürlich). Und falls du mit Drucker ein Tintenstrahlgerät meinst, das muss die theoretisch mö¶glichen 16 Millionen mit einer Handvoll Farben simulieren. > Ich habe den Eindruck, dass eine RAW Entwicklung wirklich gut > ist, um mehr aus Schatten heraus zu holen und den > Tonwertabrissen vorzubeugen, indem man das gleich richtig > hinfiltert. Sagen wir mal so: Du entscheidest mit RAW selbst über deine Tonwertkurve. Mit JPEG musst du bei der Aufnahme sofort festlegen, was dir wichtiger ist, die Schatten oder die Lichter. Du verlierst entweder am einen oder anderen Ende etwas. RAW ermö¶glicht ein bißchen mehr Spielraum, sprich nachträgliches Biegen”. Da die Bildinformation jedoch bereits mit der Belichtung bzw. dem Abspeichern des RAW definitiv festgelegt wird hast du natürlich auch bei RAW einen Qualitätsverlust wenn du die Kurve nachträglich änderst. Selbst wenn du ihn auf dem Monitor nicht siehst. Tonwertabrissen läßt sich mit nachträglicher “Filterung” übrigens nicht vorbeugen im Gegenteil sie sind bei der Arbeit an der Tonwertkurve geradezu unvermeidbar denn jede Verschiebung vernichtet ja Information da sie den vorhandenen Tonwertumfang entweder beschneidet oder streckt. RAW ist keine Zeitmaschine um zum Zeitpunkt vor der Aufnahme zurückzukehren. Es bewahrt keine “versteckten” Informationen sondern bietet lediglich mehr Spielraum für die Optimierung des Bildes. Auch kann ein Foto nicht mehr Tonwerte wiedergeben als das Motiv tatsächlich hat. Ist der Kontrastumfang gering bringen die 12Bit des RAW nicht mehr als die 8Bit des JPEGS soweit es die Tonwertkurve betrifft. Und eine Nachtaufnahme kö¶nnte man z.b. vom Histogramm her aufgrund der fehlenden Mitteltö¶ne theoretisch als Fehlbelichtung interpretieren wenn die Glockenkurve zum Dogma wird. Aber letztlich zählt nicht was das Histogramm sagt sondern der ästhetische Eindruck. Wenn dein Bild gut ist wird niemand die Tonwerte zählen. > Aber die weitere Verarbeitung? > Was sind Eure Erfahrungen? > Macht es momentan schon Sinn in 16 bit zu arbeiten? Meines Erachtens spielen die 16 Bit bei der Druckvorstufe und dem Farbmanagement eine grö¶ßere Rolle. Farbwiedergabe und Farbräume sind ja eine sehr diffizile Angelegenheit. Ich denke es kann im Einzelfall bei der Weiterverarbeitung des Bildes schon Sinn machen so spät wie mö¶glich von 16 in 8 Bit zu konvertieren. Der Informationsverlust ist einfach geringer die Spielräume hö¶her. Ob es immer Sinn macht ist eine ganz andere Frage. lg thomas posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 21.12.2004 Uhrzeit: 13:33:10 Rolf Heikamp Hallo, ich (als Laie) habe nach zaghaften Versuchen mit 16bit deswegen Abstand genommen, da in Photoshop viele Funktion in 16bit noch nicht unterstützt werden. Das hat mich dann nur irretiert. Gruß Rolf — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 21.12.2004 Uhrzeit: 14:00:09 Alexander Krause Die wichtigen Dinge werden schon unterstützt, ich sags mal extra provokativ: Was Photoshop in 16 bit nicht unterstützt, braucht man (frau) auch nicht wirklich! So, nun dürft Ihr zurück pö¶beln. Alex — posted via http://oly-e.de ——————————————————————————————————————————————

Über

Ich bin hier der Chef.

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