Auflö¶sung, TIFF und JPG

Datum: 23.01.2003 Uhrzeit: 24:31:47 M. Hedinger Hallo allerseits, als digitaler Neueinsteiger ist mir etwas immer noch schleierhaft. Ich habe ein Bild in der Kamera (4 MP) als TIFF abgespeichert und dann aus der Bildbearbeitung (Photoshop E) mit 300 ppi versuchsweise einmal als TIFF und einmal als JPG (hohe Qualität) abgespeichert. Die TIFF-Datei ist rund 12 MB, die JPG rund 600 KB gross. Nach dem gesunden Menschenverstand müsste da doch ein ziemlicher Qualitätunterschied herausschauen. Nun ist jedoch sowohl am Monitor wie beim Ausdruck mit 300 dpi praktisch kein Unterschied festzustellen. Bedeutet das, dass der Unterschied wirklich so minim ist – oder bedeutet das lediglich, dass Monitor und Drucker nicht in der Lage sind, diese Unterschiede darzustellen? Oder anders gefragt: Würden die Unterschiede bei einer Belichtung auf Format A4 wirklich deutlich? Gruss Martin —————————————————————————————————————————————— Datum: 24.01.2003 Uhrzeit: 9:34:21 Heinz Schumacher Hallo Martin M. Hedinger schrieb: > Ich habe ein Bild in der Kamera (4 MP) als TIFF abgespeichert und > dann aus der Bildbearbeitung (Photoshop E) mit 300 ppi > versuchsweise einmal als TIFF und einmal als JPG (hohe Qualität) > abgespeichert. Die TIFF-Datei ist rund 12 MB, die JPG rund 600 KB Hohe Qualität ist das noch nicht einmal… > gross. Nach dem gesunden Menschenverstand müsste da doch ein > ziemlicher Qualitätunterschied herausschauen. Wer hat den schon?:-)))) > Nun ist jedoch sowohl am Monitor wie beim Ausdruck mit 300 dpi > praktisch kein Unterschied festzustellen. Bedeutet das, dass der > Unterschied wirklich so minim ist – oder bedeutet das lediglich, Man kann schon bei genauem hinsehen unterschiede entdecken. Es sind in den Pixeln leichte Farbunterschiede. Diese kannst Du mit der Pipette aus einem Malprogramm heraus ausmessen. Die Auflö¶sung bleibt ja bei JPG voll erhalten. > dass Monitor und Drucker nicht in der Lage sind, diese Unterschiede > darzustellen? Oder anders gefragt: Würden die Unterschiede bei > einer Belichtung auf Format A4 wirklich deutlich? Bei A4 wirst Du mit der Lupe eventuell die Unterschiede schon sehen. Selbst bei A3 wird es mit bloßem Auge schon eng. Ich habe son mal eine 1,2 MB – Datei aus der E20 auf A0 plotten lassen. Hier sieht man beim Betrachten aus einer Entfernung unter 1M erst feine Pixelstrukturen, die IMHO aber nicht gravierender sind als die Kö¶rnung bei einem 200 ASA-Film… Gruß, heinz — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 24.01.2003 Uhrzeit: 24:26:57 Frank Ledwon M. Hedinger wrote: > Ich habe ein Bild in der Kamera (4 MP) als TIFF abgespeichert und > dann aus der Bildbearbeitung (Photoshop E) mit 300 ppi > versuchsweise einmal als TIFF und einmal als JPG (hohe Qualität) > abgespeichert. Die TIFF-Datei ist rund 12 MB, die JPG rund 600 KB > gross. Nach dem gesunden Menschenverstand müsste da doch ein > ziemlicher Qualitätunterschied herausschauen. Richtig: Die Unterschiede sind natürlich da, aber man muß schon genau wissen, wo man hinsehen muß. Du hast eigentlich nur überprüft, wie gut sich das platzsparende JPEG-Format für digitale Bilder eignet 😉 Lege mal im Photoshop beide Bilder als Ebenen übereinander und bilde die Differenz. Dann hast du ein Bild, welches nur die Unterschiede zwischen den Bildern zeigt. Das Differenzbild ist dann ein überwiegend schwarzes Bild, d.h. es gibt wirklich nur ganz geringe Unterschiede. Anhand der helleren Stellen im Differenzbild kannst du dann im Original erkennen, wo genau die Komprimierung ansetzt (Himmel, Wolken usw.). Das wirkt sich i.A. aber erst bei grö¶ßeren Korrekturen (z.B. Gamma) in den Gradationskurven aus. Da aber bereits _vor_ der JPEG-Komprimierung ein paar Tonwerte verloren gehen (Rauschunterdrückung, Dynamikkompression), treten abhängig vom jeweiligen Motiv mehr oder wenige sichtbare, stö¶rende Artefakte auf. Im Normalfall reichen also JPEG-Bilder vö¶llig aus, im Zweifelsfall kann man RAW-Bilder machen. Damit stehen dann wesentlich mehr Tonwerte (30bit) für Korrekturen zur Verfügung als bei TIFF bzw. JPEG (je 24bit). > Nun ist jedoch sowohl am Monitor wie beim Ausdruck mit 300 dpi > praktisch kein Unterschied festzustellen. Bedeutet das, dass der > Unterschied wirklich so minim ist – oder bedeutet das lediglich, > dass Monitor und Drucker nicht in der Lage sind, diese Unterschiede > darzustellen? Oder anders gefragt: Würden die Unterschiede bei > einer Belichtung auf Format A4 wirklich deutlich? Jein, da das vom Motiv (Tonwertumfang), einer evtl. durchgeführten Nachbearbeitung sowie der Stärke der JPEG-Komrimierung abhängt. BTW, 300dpi sind auf dem Monitor nur ein ganz kleiner Bildausschnitt aus einem E-10-Bild und auf dem A4-Blatt bleibt immer noch reichlich weißer Rand übrig 😉 Ein E-10-Bild ergibt auf A4 Pi-mal-Daumen 200dpi, das reicht locker für scharfe Bilder, solange man einen gewissen Betrachtungsabstand einhält. Bei grö¶ßeren Formaten als A4 spielt das dann auch keine grö¶ßere Rolle, da man solche Bilder nur aus grö¶ßerer Entfernung betrachtet. Wenn man dann natürlich mit der Lupe bei den Pixeln ankommt, dann ist man bereits am Bild vorbei gelaufen. Das ist dann wie früher mit dem Filmkorn, wen man es auf der Leinwand sehen kann, ist man schon lange am eigentlichen Bild vorbei gelaufen 😉 Frank ——————————————————————————————————————————————

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