30x45cm Bildentwicklung

Datum: 09.11.2002 Uhrzeit: 2:44:31 Bjö¶rn Stüllein Hallo, ich mö¶chte Bilder, die ich mit der E-20P fotografiert habe (2560×1920 bei hö¶chstmö¶glicher JPG-Qualität), auf 30x45cm Fotopapier belichten lassen. Meine Frage nun, ob es Sinn macht, die Bilder vor Einsenden an das Belichtungsstudio (Klickbilderbox.de) noch einmal zu interpolieren, da ja bei dieser Vergrö¶ßerung nur noch mit ca. 144 anstatt mit den empfohlenen 300 dpi ausbelichtet werden kann. Lohnt sich nun der Aufwand das Bild auf ca. 300 dpi zu interpolieren und eventuell ein wenig nachzuschärfen, oder sieht man den Unterschied nach der Ausbelichtung sowieso nicht? MfG Bjö¶rn — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 09.11.2002 Uhrzeit: 8:59:14 Fred Lüdemann Hallo Bjö¶rn, ganz einfach gesagt: das hängt vom Motiv ab. Eine Auflö¶sungserhö¶hung kann den Kontrast etwas vermindern. Dem kann man natürlich anschließend entgegenwirken. Eine Schärfung sollte eigentlich immer mit Bezug auf das Endformat erfolgen. Ob diese Schärfung jetzt sehr stark oder nur schwach (oder garnicht) vorgenommen wird, ist motivabhängig. Am einfachsten ist es, ein Beispielbild hochzurechnen und Ausschnittsausdrucke auf einem Photo-Tintenstrahler von bildwichtigen Teilen mit verschiedenen Schärfungen herzustellen. Dabei muß allerdings berücksichtigt werden, daß ein 08/15-Belichtungsstudio wie Klickbilderbox.de wahrscheinlich auch noch an der Schärfungsschraube dreht. Die Belichtungen werden anders aussehen, als die Drucke aus Deinem Drucker. Abhilfe schafft nur die Zusammenarbeit mit einem professionellen Studio (natürlich ist dieser Weg nicht billig), oder ein Belichtungsauftrag von Testdateien bei Klickbilderbox.de. Aber auch dieser Weg ist leider nicht reproduzierbar, weil diese Belichtungsfirmen keine gleichbleibende Qualität herstellen kö¶nnen. Die Ausbelichtungsqualität schwankt schon innerhalb von einem Tag – und erst recht beim Wechsel auf ein anderes Format. Ich will jetzt nicht von Klickbilderbox.de oder ähnlichen Firmen abraten (ich lasse bei Colormailer belichten), aber man muß sehen, daß dort Massenware zu günstigen Preisen angeboten wird. Tschüß Fred — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 09.11.2002 Uhrzeit: 11:45:14 Heinz Schumacher Hallo Bjö¶rn, Bjö¶rn Stüllein schrieb: > ich mö¶chte Bilder, die ich mit der E-20P fotografiert habe > empfohlenen 300 dpi ausbelichtet werden kann. Lohnt sich nun der > Aufwand das Bild auf ca. 300 dpi zu interpolieren und eventuell > ein wenig nachzuschärfen, oder sieht man den Unterschied nach der > Ausbelichtung sowieso nicht? nein, der Belichter macht das Hochrechnen für Dich mit den besten und teuersten Algorithmen, die auf keinen Fall schlechter sind als die Algorithmen, die Dir zur Verfügung stehen. Gruß, heinz — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 09.11.2002 Uhrzeit: 11:53:55 Heinz Schumacher Hallo Fred, Fred Lüdemann schrieb: > auch dieser Weg ist leider nicht reproduzierbar, weil diese > Belichtungsfirmen keine gleichbleibende Qualität herstellen > kö¶nnen. Die Ausbelichtungsqualität schwankt schon innerhalb von Das stimmt so nicht! Viele Belichter ändern am Foto nichts. Es werden lediglich annerkannt gute Algorithem und anschließendes Nachschärfen angewendet. Die Ergebnisse sind durchaus reproduzierbar. Unterschiede kö¶nne sich hö¶chstens bei Wechsel der Chemie und des Papiers ergeben. Hiervon sind aber wirklich alle Labore mehr oder weniger betroffen. Gruß, heinz — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 09.11.2002 Uhrzeit: 12:35:11 Fred Lüdemann Hallo Heinz, da habe ich aber ganz andere Erfahrungen gemacht. Die Belichtungsfirmen greifen scheinbar standardmäßig mit einer Schärfung in das Bild ein – ob man’s will oder nicht. Dies schreibst Du ja auch in Deinem zweiten Posting. Teilweise wird sogar eine automatische Rote-Augen-Korrektur” ungefragt ausgeführt – mit miserablem Ergebnis. Ich habe schon Personenaufnahmen mit Vampirblick von einer privaten Feier zurückbekommen. Die Entscheidung für eine Bildschärfung (bzw. für die Art der Bildschärfung) sollte nach meiner Überzeugung immer beim Fotografen liegen. Alles andere ist eben Massenproduktion – da helfen auch die besten Algorithmen nichts. Die gleichbleibende Qualität des Entwicklungsprozesses ist unter anderem weitgehend von einer sehr genauen Regenerierung der Chemie abhängig. Hier läßt sich für die Firmen sehr viel Geld sparen wenn die Regenerierung so weit wie mö¶glich hinauszö¶gert wird. Auch ohne kompletten Chemiewechsel ergeben sich dadurch deutliche (aber scheinbar noch verkaufbare) Qualitätsschwankungen – je nach Zustand der Chemie. Tschüß Fred posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 09.11.2002 Uhrzeit: 13:11:33 Hermann Brunner Bjö¶rn Stüllein schrieb: > Hallo, > ich mö¶chte Bilder, die ich mit der E-20P fotografiert habe > (2560×1920 bei hö¶chstmö¶glicher JPG-Qualität), auf 30x45cm > Fotopapier belichten lassen. Meine Frage nun, ob es Sinn macht, > die Bilder vor Einsenden an das Belichtungsstudio > (Klickbilderbox.de) noch einmal zu interpolieren, (…..) Meiner Erfahrung nach: JA Ich würde da auf die in einer anderen Antwort schon angedeuteten Methode zurückgreifen: Versuche mit Ausschnitten machen !!! Suche Dir aus zwei oder drei Bildern kritische Ausschnitte raus, die 33% (Längen) groß sind, so daß sie bei Ausbelichtung auf 10×15 genau dem Vergrö¶ßerungsfaktor Deiner gewünschten 30×45 Bilder entsprechen. Bestelle dann mal a) unveränderte b) hochgerechnete und c) hochgerechnete und nachgeschärfte Abzüge in 10×15 und vergleiche – eventuell auch bei verschiedenen Anbietern. Durch das (sehr preiswerte) 10×15 Format wird das nicht die Welt” kosten… Einziger Haken: die 10×15 Bilder laufen unter Garantie durch eine andere Entwicklungsstraße als das letztlich gewünschte 30×45 Bild – ist also unter Umständen von der “chemischen Qualität” doch wieder nicht vergleichbar… Aber auch das wirst Du mit diesen Versuchen feststellen und für weitere Aufträge berücksichtigen kö¶nnen… Gruß Hermann PS.: Zu den anderen Antworten: Was ich mir schon lange wünschen würde ist ein “Pfoten weg” Knö¶pfchen in der Bestell-Software das dann eben besagen sollte: “belichtet bitte mein Material GENAU SO wie ich es Euch schicke” und laßt mich mit Eurer Tonwert-Korrigiererei/Nachschärferei in Frieden… Meine Stereo-Anlage hat schließlich auch einen “Direct-Source” Knopf der alle Klangregler außer Betrieb setzt… —————————————————————————————————————————————— Datum: 09.11.2002 Uhrzeit: 13:19:37 Heinz Schumacher Hallo Fred, Fred Lüdemann schrieb: > Hallo Heinz, > da habe ich aber ganz andere Erfahrungen gemacht. > Die Belichtungsfirmen greifen scheinbar standardmäßig mit einer > Schärfung in das Bild ein – ob man’s will oder nicht. Dies > schreibst Du ja auch in Deinem zweiten Posting. Teilweise wird Teilweise. Es gibt belichter, bei denen man sich aussuchen kann, ob sie das tun oder nicht. Andere machen es standardmäßig und wiederun andere machen garnichts. Man muß sich halt einen Belicher rausssuche, der zu einem passet!:-)))) Was soll der Quatsch, wenn Du alles selber bestimmst und der Belichter macht dann aus Deinem Superfoto dann doch wieder was er will. Ich bin der Meinung, dass man am besten so fährt, dass man das Foto so belässt, wie es aus der Kamera kommt – vorausgesetzt natürlich, dass das Foto von Natur aus schon was taugt…. Einzige Änderung die man machen sollte ist die Belichtungs und Kontrastkorrektur (Ausschnitt). Den Rest sollte man einem Belichter überlassen, der keine weiteren Änderungen am Foto vornimmt. Außer einer der Vergrö¶ßerung angepassten standardmäßigen Schärfung. Nur so erhälst Du die besten Ergebnisse, die auch reproduzierbar sind. Alles andere ist IMHO Quark!:-)))) Es nützt nichts ein Foto selber aufzupumpen und zu schärfen, wenn der Belichter auch noch mal Hand anlegt – egal wie… Gruß, heinz — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 09.11.2002 Uhrzeit: 13:55:28 Fred Lüdemann Hallo Heinz, ich habe versucht darauf hinzuweisen, daß diese zweifache Schärferei Unfug ist – und außerdem nicht vorhersehbare Ergebnisse bringt. Wenn Du persö¶nlich an Deinen Bilder außer Belichtungs- und Kontrastkorrektur keine weiteren Anpassungen vornimmst, mag das für Dich ok sein. Ich glaube aber nicht, daß Du für die Mehrzahl der Oly-Benutzer sprichst. Ich mache mit allen meinen Bildern (auch normale Knipsereien) einen Durchgang mit Silverfast HDR. Der Unterschied von Vorher <-> Nachher ist enorm! Tschüß Fred — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 09.11.2002 Uhrzeit: 14:22:34 Heinz Schumacher Der Unterschied von Vorher <-> Nachher ist enorm!” Das stimmt vielleicht auch bis Dein Foto Deinen rechner verlässt. Jeder wirklich jeder Belichter macht doch wieder aus Deinem Foto das was er glaubt damit machen zu müssen… Die Belichter haben nämlich zu 99% nicht profis die genau das tun was ich geschriebn habe. Die Fotos so zu schicken wie sie aus der Kamera kommen. Nur wenn Du selber drucken würdest wäre Dein Vorgehen IMHO richtig. Im übrigen ist nachschärfen eine sehr subjektive Angelegenheit die gerade in der analogen Fraktion immer kritisiert wird. Weil genau hier nicht nachgeschärft wird und die Analogen deswegen subjektiv wesentlich unschärfere Ergebnisse erzielen…. *hö¶hö¶* Gruß heinz posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 10.11.2002 Uhrzeit: 16:33:57 Sebastian Agerer Fotos: http://www2.fotocommunity.de/pc/pc.php4?mypics=801 – http://oly-e.de Fred Lüdemann schrieb: > … Ich mache mit allen meinen Bildern > (auch normale Knipsereien) einen Durchgang mit Silverfast HDR. > Der Unterschied von Vorher <-> Nachher ist enorm! Hallo Fred, interessant, wo kann man Silverfast HDR günstig beziehen und was bringt die Software im allgemeinen noch? — Schö¶ne Grüße Sebastian —————————————————————————————————————————————— Datum: 10.11.2002 Uhrzeit: 18:14:10 Fred Lüdemann Hallo Sebastian, Silverfast ist ursprünglich aus einer Scanner-Software entstanden. Bei dieser Version werden die Bilddaten allerdings nicht von einem Scanner, sondern aus einer Bilddatei geholt. Silverfast macht Bildbearbeitung im weitesten Sinne. Unter anderem Ausschnitt- und Grö¶ßeneinstellungen, globale und selektive Farbänderungen, Unscharf-Maskierung (wird intern im LAB-Modus ausgeführt), Rasterentfernung. Die neuen Versionen kö¶nnen auch noch Staub, Kratzer und Rauschen entfernen. Alle Einstellungen sind sehr feinfühlig und intuitiv (nach meiner Meinung) einstellbar. Das Ergebnis jeder Änderung wird sofort angezeigt – allerdings werden alle Einstellungen und Änderungen erst am Schluß der Bearbeitung in einem einzigen Berechnungsvorgang berechnet. (Die verwendeten Algorithmen scheinen sehr gut zu sein) Es gibt also trotz umfangreicher Bearbeitung nur eine einzige Dateiumrechung – nicht wie bei Photoshop, wo nach jeder Veränderung berechnet wird. Das Programm gibt es als Photoshop-Plug-In oder als Twain-Treiber. Das Photoshop-Plug-In arbeitet sehr gut mit den Colormanagement-Einstellungen von Photoshop zusammen. Silverfast HDR kann Dateien bis 48bit-Datentiefe lesen. Die RAW-Dateien der Olympus müssen allerdings nicht (noch nicht???) direkt eingelesen werden (erst im Camedia-Master in TIF-Dateien umwandeln). Es gibt auch die günstigere Silverfast-DC (DigitalCamera) Version. Allerdings sind nur Dateien bis 24bit lesbar. Wer keine 48bit-Dateien bearbeiten muß, ist mit dieser Version besser bedient. Ich hatte meine erste Version bei riff.de gekauft und seitdem die Updates direkt bezogen. Vielleicht weiß jemand günstigere Einkaufsmö¶glichkeiten. Infos und Testversionen (voll funktionsfähig – es werden allerdings Stempel” in die Bilder einkopiert) gibts bei http://www.silverfast.com/highlights/de.html Tschüß Fred posted via http://oly-e.de” ——————————————————————————————————————————————

Über

Ich bin hier der Chef.

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