Ein weiteres Mehrfachportrait

Datum: 14.04.2014 Uhrzeit: 21:39:16 Subhash Portrait FJB strange” http://fotoblog.subhash.at/portrait-strange?popup Subhash Schwarzenau/Waldviertel “Anschauungen photosophisch”: http://fotoblog.subhash.at/” —————————————————————————————————————————————— Datum: 14.04.2014 Uhrzeit: 23:05:02 bbroianigo Hallo Subhash, ganz spontan – aus dem Bauch heraus – würde ich den Gesichtern am rechten Rand den Platz lassen, den Du der linken Seite gegeben hast. Da mich das Portrait und das Profil des Herren schon sichtbar” interessiert hätte ich es gerne etwas heller um besser beurteilen zu kö¶nnen ob die wenn ich richtig gezählt habe 5 Bilder nö¶tig sind oder ob es auch mit je einem Portrait und einer Profilaufnahme getan wäre. Ich denke mal hier wäre weniger mehr. LG bbroianigo posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.04.2014 Uhrzeit: 9:16:39 Subhash Subhash wrote: >> Portrait FJB strange” >> http://fotoblog.subhash.at/portrait-strange?popup bbroianigo wrote: > Ich denke mal hier wäre weniger mehr. Danke für deine Anmerkungen aber sie würden ein vö¶llig anderes Bild ergeben. Und mich interessiert ja gerade das was nicht ohnehin millionenfach zu sehen ist. Das Motiv links hin zu setzen (was der Lehrmeinung entspräche in Blickrichtung Platz zu lassen) nimmt dem Bild den Ausdruck des Sich-Zuwendens. Die Verwendung von 7 Einzelaufnahmen ist nö¶tig um die zu sehende Wirkung zu erzielen. “Feste ästhetische Regeln gibt es nicht. Der Künstler schafft seiner Natur seinem Instinkt folgend das Werk. Er selbst steht überrascht davor andere mit ihm.” (Emil Nolde) Subhash Schwarzenau/Waldviertel “Anschauungen photosophisch”: http://fotoblog.subhash.at/” —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.04.2014 Uhrzeit: 10:01:14 bbroianigo Hallo Subhash, sicherlich soll das Bild so werden, wie Du es Dir vorgestellt hast – freie Interpretation sagt mir aber hier in diesem Fall nicht Sich-Zuwenden sondern an die Wand laufen denn ich stehe ja außerhalb und habe nicht die Mö¶glichkeit der Zuwendung, eher abwenden, das Gesicht verdunkeln (mir ist es nach wie vor zu dunkel und ich kann die Mehrfachkonturen mehr erahnen als sehen). Das finde ich persö¶nlich schade. LG bbroianigo — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.04.2014 Uhrzeit: 13:26:51 Subhash bbroianigo wrote: > mir ist es nach wie vor zu > dunkel und ich kann die Mehrfachkonturen mehr erahnen als sehen Ich kann da nicht mehr tun als das Bild auf meinem kalibrierten Monitor so einzustellen, dass die Hellgkeit und der Kontrast passen. Schlechte oder falsch eingestellte Monitore werden dann etwas anderes zeigen, aber darauf habe ich keinen Einfluss mehr. Was bei dir das Problem ist, kann ich nicht sagen. Vielleicht siehst du das Bild auf einem sehr kleinen Schirm? — Subhash Schwarzenau/Waldviertel Anschauungen photosophisch”: http://fotoblog.subhash.at/” —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.04.2014 Uhrzeit: 15:38:01 Subhash bbroianigo wrote: > ja, das ist wohl so – weder kalibriert noch ausreichend groß :(. Na ja, Farbe hat das Bild ja nicht. Aber es kö¶nnte gut sein, dass dein Monitor in den Tiefen schon zuläuft, wenn meiner noch etwas zeigt. Ich messe zwar solche Grenzbereiche für gewö¶hnlich um auch sicher zu gehen, dass ich sie noch drucken kann, aber … – …. und dann kö¶nnte es sein, dass es gar kein technisches Problem gibt. Vielleicht lässt du mein Bild nicht auf dich wirken, sondern versuchst es zu verstehen”. Vielleicht schaust du es mit den Mitteln einer fotografischen Sprache an mit denen es nicht gemacht wurde. Nicht aus Unkenntnis sondern absichtlich nicht. Ein Sprachproblem sozusagen. (Deine Aussage dass da rechts Raum sein sollte spricht dafür.) Es ist ja klar dass diese fremdartige Portrait nicht eines sein will dass man im Fototudio um die Ecke bekommen würde. Mir geht es ja nicht um Abbildung sondern um das Bilden an sich. Nicht um Verstehen sondern um Erfahren. Um Entdecken Überraschung Mit-neuen-Augen-Sehen. Um der gewohnten Sehweise verborgene Aspekte des Seins. Ich will mit diesem Bild nicht illustrieren nicht dokumentieren nicht abbilden. Ich mö¶chte Neues erfahren über das Modell den Menschen an sich mich selbst. Daher muss ich anders arbeiten als die Regeln und Gesetze der Fotografie mir nahelegen. Ich muss mein Werkzeug so gut kennen lernen dass es eine natürliche Erweiterung meiner Wahrnehmung wird. Dass ich weiß was es macht wenn ich alles “falsch” mache. Mein Werkzeug ist nicht nur Licht und die Kamera sondern auch die Software die mich das Bild ausarbeiten lässt. Subhash Schwarzenau/Waldviertel “Anschauungen photosophisch”: http://fotoblog.subhash.at/” —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.04.2014 Uhrzeit: 18:08:22 bbroianigo Hallo Subhash, kann Deine Aussagen gut nachvollziehen, denn gerade beim Fotografieren sage ich mir immer dass es für mich wichtig ist die Regeln zu kennen und zu brechen. Meine Bilder sind nicht gefällig. Dennoch habe ich auch so meine eigene Vorstellung, die ich Dir ja schon kundgetan habe. Ich akzeptiere ja Deine Vorgehensweise, muss aber nicht einer Meinung mit Dir sein. LG bbroianigo — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.04.2014 Uhrzeit: 18:40:59 Subhash bbroianigo wrote: > Ich akzeptiere ja Deine > Vorgehensweise, muss aber nicht einer Meinung mit Dir sein. Natürlich nicht! Wo kann man etwas von deiner Arbeit sehen? — Subhash Schwarzenau/Waldviertel Anschauungen photosophisch”: http://fotoblog.subhash.at/” —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.04.2014 Uhrzeit: 19:57:23 bbroianigo Hallo Subhash, um meine Bilder ö¶ffentlich zu machen braucht es Zeit, wie eben an diesem Schriftverkehr zu ersehen, die ich nicht immer habe; – eine Homepage habe ich nicht – kann ich mir auch mangels Wissen nicht einrichten. So liegen die Bilder auf meinem Laptop oder ich gestalte mal ein Fotobuch, damit man was in der Hand hat. LG bbroiangio — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.04.2014 Uhrzeit: 21:57:07 Subhash bbroianigo wrote: > um meine Bilder ö¶ffentlich zu machen braucht es Zeit, wie eben an > diesem Schriftverkehr zu ersehen, die ich nicht immer habe; – > eine Homepage habe ich nicht – kann ich mir auch mangels Wissen > nicht einrichten. So liegen die Bilder auf meinem Laptop oder ich > gestalte mal ein Fotobuch, damit man was in der Hand hat. Schade. Vielleicht kannst du aber hin und wieder doch etwas in die neue Galeria hochladen, die Reinhard soeben eingerichtet hat. Mich würd’s interessieren. — Subhash Schwarzenau/Waldviertel Anschauungen photosophisch”: http://fotoblog.subhash.at/” —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.04.2014 Uhrzeit: 22:13:25 bbroianigo Galeria oly-e-Galeria hier? LG bbroianigo — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.04.2014 Uhrzeit: 22:15:26 Oliver Musch Am 15.04.2014 22:13, schrieb bbroianigo: > Galeria > oly-e-Galeria hier? Quasi hier: http://olye.fotografierer.com/ Oliver —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.04.2014 Uhrzeit: 22:18:06 Subhash bbroianigo wrote: > oly-e-Galeria hier? Hier: http://olye.fotografierer.com/ — Subhash Schwarzenau/Waldviertel Anschauungen photosophisch”: http://fotoblog.subhash.at/” —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.04.2014 Uhrzeit: 22:27:25 bbroianigo danke Lg bbroianigo — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 16.04.2014 Uhrzeit: 5:11:31 Martin W. Subhash schrieb: > Portrait FJB strange” > http://fotoblog.subhash.at/portrait-strange?popup > Subhash Hallo Subhash dein 1. Mehrfachportrait hat mir sehr gut gefallen. Dieses hier auch grundsätzlich. Das Brechen der Regel mit dem Nach-Rechts-Rücken finde ich durchaus spannend. Was mich irritiert ist die dominante und deformiert wirkende Nase. Meine erste Assoziation war: Highspeed Serie eines Boxers der gerade “voll auf die Fresse” bekommt. Weißt du was ich meine? Und da ich diesen martialischen “Sport” irgendwie so gar nicht nachvollziehen kann eher ablehne bekommt dein Bild für mich spontan einen schalen Beigeschmack. Was ich sehr schade finde… LG Martin posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 16.04.2014 Uhrzeit: 8:34:52 Subhash Martin W. wrote: > dein 1. Mehrfachportrait hat mir sehr gut gefallen […] > Was mich irritiert ist die dominante und deformiert wirkende > Nase. Meine erste Assoziation war: Highspeed Serie eines Boxers […] > Und da ich diesen martialischen Sport” irgendwie so gar > nicht nachvollziehen kann eher ablehne bekommt dein Bild für > mich spontan einen schalen Beigeschmack […] Danke auch für deine Rückmeldung. Ich meine gegen diese Interpretation des Bildes als Fotografie eines Boxkampfes spricht der ansonsten eher ruhige Ausdruck des Gesichtes. Es liegt zwar eine gewisse Spannung drinnen aber keine Aggression keine Reaktion auf unmittelbare Bedrohung vielleicht eher generelle Ängstlichkeit. Aber natürlich ist die Frage nach dem Gefallen nicht unwichtig. Es fragt sich ob wir uns nur mit dem Schö¶nen befassen sollen und das Hässliche Ungewohnte Verstö¶rende wenn mö¶glich weglassen. Das Argument dass man ungewollt viel zu oft mit diesen Teilen des Lebens konfontiert würde und das unserem Geist nicht gut täte mö¶chte ich nicht vorschnell beiseite wischen. Hier muss man wirklich acht geben meine ich. Auf der anderen Seite steht dass sich Schö¶nheit leicht abnutzt und schal wird wenn sie an immer den gleichen Objekten gefunden wird. Wenn wir nicht imstande sind sie im Hässlichen Banalen Fremden ebenfalls zu finden also mit “liebendem Blick” auf die Welt zu schauen dann verlieren wir sie auch dort wo wir sie bisher fanden. Diese Abnutzung der Schö¶nheit des Vertrauten fö¶rdert die Ausschlachtung der “schö¶nen Bilder” durch die Werbewirtschaft die die Welt aber nicht verschö¶nert sondern sie in in beständig steigendem Maß zum Gegenstand des Handels und Profits macht. Auch die unermüdliche Wiederholung des altvertraut Schö¶nen durch Millionen (Hobby-) Fotograf*innen tut der Frische des Eindrucks nicht gut. Eine Erweiterung der Anzahl der mö¶glichen materiellen Träger der Schö¶nheit ein Überspringen auf bisher nicht so Empfundenes bereichert dagegen das Leben sehr. Ein weiterer interessanter Aspekt ist dass die “deformierte Nase” im Bild aus anderen Gesichtselementen entsteht; die Nase sieht in natura wohlgestaltet aus. Es entstanden also neu Formen und neue Gefühle und ich habe den verdacht dass sie die ein wenig verborgeneren Anteile eines Motives zeigen kö¶nnen. Oder genauer gesagt: die nicht so offen sichtlichen Bereiche der Interaktion zwischen Fotograf*in und Motiv. Und das finde ich spannend. Subhash Schwarzenau/Waldviertel “Anschauungen photosophisch”: http://fotoblog.subhash.at/” —————————————————————————————————————————————— Datum: 16.04.2014 Uhrzeit: 13:34:12 Subhash Martin W. wrote: > Du, es geht gar nicht um Interpretation” sondern um den ersten > Eindruck und die spontane Assoziation beim ö–ffnen des Bildes. > Und das finde ich (oft) viel entscheidener als das was mensch > sich danach alles denken mag… Ich hatte Interpretation auch nicht so verstandesbetont gemeint. Auch jemand der sich gar keinen Gedanken zu einem Bild macht muss es “interpretieren” denn sonst würde er nur Lichtflecken und Linien sehen ohne sie auch nur so benennen zu kö¶nnen. “Interpretation” nenne ich die Entschlüsselung der Sinnesreize. Im konkreten Fall: Ohne dass du jemals von einem Boxkampf gehö¶rt oder einen gesehen hast kö¶nnte dein erster Eindruck nicht der sein der er war. Ich finde es sehr wichtig sich dieses Vorganges der Interpretation bewusst zu sein den nur so kö¶nnen wir das Gefängnis der alltäglichen Wahrnehmung sprengen. Nur wenn wir wissen dass unsere Wahrnehmung nicht einfach ein getreues Abbild einer Welt dort draußen liefert sondern erst eine Welt konstruiert die wir dann aus uns hinaus stellen – und das alles läuft für gewö¶hnlich vö¶llig automatisch und unbewusst ab – wird die knebelnde Alternativlosigkeit durchbrochen. Das ist politisch und spirituell von großer Bedeutung und die Fotografie kann meiner Meinung nach dazu verhelfen. Subhash Schwarzenau/Waldviertel “Anschauungen photosophisch”: http://fotoblog.subhash.at/” ——————————————————————————————————————————————

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