[BK] Noch was aus dem Paradies

Datum: 29.11.2005 Uhrzeit: 12:06:39 Helge Süß Hallo! So, da wären noch ein paar Bilder. Von der Ästhetik des Drecks bis knapp an kitschig vorbei und als Draufgabe ein kleiner Seitenhieb. [1] Morgens um 8 war die Welt noch in Ordnung http://oly-e.de/alben/show.php4?album=freestyle&info=_438c0D0A2e58&l=de [2] Fly SEAIR! http://oly-e.de/alben/show.php4?album=freestyle&info=_438c0a7a20&l=de [3] Es werde Licht … http://oly-e.de/alben/show.php4?album=freestyle&info=_438c09e171&l=de [4] Blaue Minute http://oly-e.de/alben/show.php4?album=freestyle&info=_438c0D0Ace59&l=de [5] Philippinisches Gemüse http://oly-e.de/alben/show.php4?album=freestyle&info=_438c0d9d72&l=de [6] N* und der Spritzwasserschutz http://oly-e.de/alben/show.php4?album=freestyle&info=_438c0cb121&l=de Helge ;-)=) — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 29.11.2005 Uhrzeit: 12:34:53 Toni Bauduin Helge Süß schrieb: Hallo Helge, schö¶n das du wieder da bist;-) > So, da wären noch ein paar Bilder. Von der Ästhetik des Drecks > bis knapp an kitschig vorbei und als Draufgabe ein kleiner > Seitenhieb. > > [1] Morgens um 8 war die Welt noch in Ordnung > http://oly-e.de/alben/show.php4?album=freestyle&info=_438c0D0A2e58&l=de > > [2] Fly SEAIR! > http://oly-e.de/alben/show.php4?album=freestyle&info=_438c0a7a20&l=de > > [3] Es werde Licht … > http://oly-e.de/alben/show.php4?album=freestyle&info=_438c09e171&l=de > > [4] Blaue Minute > http://oly-e.de/alben/show.php4?album=freestyle&info=_438c0D0Ace59&l=de > > [5] Philippinisches Gemüse > http://oly-e.de/alben/show.php4?album=freestyle&info=_438c0d9d72&l=de Alle Bilder finde ich ausnahmslos gut. Sehr schö¶n gesehen und aufbereitet. > [6] N* und der Spritzwasserschutz > http://oly-e.de/alben/show.php4?album=freestyle&info=_438c0cb121&l=de > Und hier kommt wieder dein Glück für solche Situationen hinzu. Der Helge-Faktor”;-) Das ist doch unglaublich was dir doch immer wieder passiert.;-) Das ganze wieder präsentiert mit deinem ganz persö¶nlichen Charme. Gruß Toni posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 29.11.2005 Uhrzeit: 14:48:14 Rolf-Christian Müller Helge Süß schrieb: >> Der Helge-Faktor”;-) > Ich würde es die Schule des Sehens nennen. Jeder der bewusst > fotografiert macht es wer dran arbeitet sieht mehr. Es kann > sich auch so weit steigern dass du Dinge siehst in Situationen > die von aussen gesehen für dich garnicht zum Lachen sind und wo > keiner mehr versteht warum du trotzdem lachst. Das ist der > schwierigere Teil damit umzugehen 🙂 Hallo Helge Du sagst es! Das is der Grund wwrum ich mir eine Kamera gekauft habe (seinerzeit die E-100 jetzt E-1). Aber wo und wie (oder umgekehrt) lernt man es? Hast Du Tipps? Rolf posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 29.11.2005 Uhrzeit: 18:15:17 Rolf-Christian Müller Helge Süß schrieb: > Hallo! > > Gute Frage. Da gleite ich, glaube ich schnell ins philosophische > oder metaphysische ab. Hallo Helge, endlich wird es interessant! Deinen Beitrag drucke ich mir aus! > > Du siehst, was du sehen willst und was du gelernt hast zu sehen. Das sehe ich genau so. Habe gerade erst an Hand von Schrö¶dingers Katze” gelernt daß es kein objektive Betrachtung gibt und es scheinbar auch verstanden > Zumindest wenn du “normal” siehst. Erst wenn du ver-rückt Also verrückt war ich wohl schon immer sagen jedenfalls die anderen seit meinen Eltern aber meinen Standpunkt habe ich glaube ich noch nicht ver-rückt würde es aber gernm mal probieren. Aber ich habe das Gefühl dabei Hilfe zu benö¶tigen. > siehst also deinen Standpunkt änderst siest du neue Aspekte. > Die Offenheit für viele Mö¶glichkeiten und das Akzeptieren dass > nicht immer alles eindeutig sein muss ja dass Mehrdeutigkeit > sogar Spass bereiten kann mit Worten bin ich da besser. Ich bin wohl ein eher verbaler Typ. > ist ein Schritt zum anderen Sehen. > Der spielerische Zugang und das Zulassen des Unmö¶glichen. Nicht > alles so gegeben sehen wie “es eben ist”. Das was wir schon so > oft gesehen haben dass wir es garnicht mehr beachten unter neuen > Winkeln betrachten. Ja ja ja! > Grenzenlose Neugier und eine gute Portion Spieltrieb. und da mangelt es bei mir auch! Neugierig bin ich überhaupt nicht. Mich interessiert viel aber neugierig? Das hat ntürlich auch seine Vorteile. Andererseit sagen manche Freunde: Du bist immer so nüchtern! > Bei einem der Tauchgänge in diesem Urlaub ist mir beim Sprung vom > Boot eine nicht gerade billige Lampe ins Wasser gefallen (30m > tief 3m Sicht). Wir sind runter und haben sie relativ schnell > gefunden. Abgeschaltet schwarz auf dunkelbraun sieht man ja > sofort in der Dämmerung. Das Wrack (100m Länge) das ein paar > Meter weiter gelegen ist haben wir aber in der trüben Suppe > verfehlt. Wir haben etwas gesucht und sind dabei langsam > aufgestiegen. Rundum nur kleine Schwebteilchen. Es war wie in > einem Zengarten. Laß mich mal blö¶d fragen: Was ist das wesentliche an einem Zen-Garten? Kenne ich noch nicht. > Im heftigen Rauschen der Schwebteilchen haben > sich Strukturen und Bilder entwickelt. Kö¶nnte das nicht asuch gefährlich werden? > Plö¶tzlich habe ich knapp > vor meiner Nase kleine Nagelfö¶rmige Wesen bemerkt die zuckend > durchs Wasser huschten. Dann wieder auf Unendlich und — das > Wrack — nein nur ein Schatten der im Kopf entstanden ist. > Kaleidoskopartige Muster. Schwerelos im Grau schweben. > Obwohl ich eigentlich “nichts” gesehen habe (das Wrack haben wir > um ein paar Meter verpasst) ist mir nicht Leid um die Zeit die > ich da im vollen Nichts verbracht habe. Auch wenn’s sonst keiner > verstanden hat. > Ein ähnliches Erlebnis hatte ich nur einmal beim Skilanglaufen > (da war ich alleine im Nebel unterwegs). Eine Kugel im diffusen > Weiss mit einer Spur hinter mir und einer fremden Spur vor mir. > Kein Geräusch ausser meinem Kö¶rper. Hätte ich die Mittel gehabt > diesen Moment in ein Bild zu bannen ich weiss nicht bo ich > damals vor Staunen in der Lage gewesen wäre. Eine Erfahrung die > ich jedem der sich auf den Weg macht um sehen zu lernen > empfehlen kann. Diese Zustände sind äußerst selten und wohl auch darum gibt es eine ganze Menge Menschen die das mit “bewußtseinserweiternden” Mitteln zu erreichen versuchen. > Sehen beginnt im Finstern. In einer bekannten Umgebung in > mö¶glichst vö¶lliger Finsterheit bewegen. Mit den Fingern sehen. > Neues entdecken. Na ja das ist für mich ein äußerst schwieriges Kapitel. Als Diabetiker steht mir die Blindheit als Spätfolge bevor und davor hatte ich natürlich immer einen großen Respekt. Aber jetzt habe ich mal einige Blinde kennen gelernt und festgestellt daß das Leben auch dann weiter geht und Braille-Schrift gut strukturiert ist. Trotzdem tue ich mich da immer noch schwer. > Alles was ich hier geschrieben habe kann für ich vö¶llig daneben > liegen. Nein finde ich nicht. Das Thema ist doch hochinterssant und auch sehr nahe an der Fotografie! > Für mich hat’s funktioniert und ich entdecke immer wieder Dinge > an denen ich bisher vorbeigegangen bin neu. Das ist mein Ziel aber wie kann ich auf dem Wege dahin voran kommen? > Danke für Dein Posting sagt Rolf posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 01.12.2005 Uhrzeit: 10:34:16 Helge Süß Hallo Rolf! > endlich wird es interessant! Deinen Beitrag drucke ich mir aus! Danke. Dann habe ich’s halbwegs getroffen. Diese Arte der Betrachtung ist nicht jedermanns Sache. >> Du siehst, was du sehen willst und was du gelernt hast zu sehen. > … an Hand von Schrö¶dingers Katze” gelernt … Das Buch “Gö¶del — Escher — Bach” ist zwar etwas anstrengend zu Lesen aber birgt viele Ideen zu diesen Themen. > Also verrückt war ich wohl schon immer … Ein guter Anfang. Das gibt ungemein viel Freiraum beim Experimentieren. Wenn du mal den Status hast dann brauchst du dich nicht immer rechtfertigen 😉 > aber meinen Standpunkt habe ich glaube ich noch nicht ver-rückt Sich selbst stehen lassen eine Runde um dich machen und du siehst alles mit anderen Augen 🙂 Achtung: in dich zurück gehen nicht vergessen 🙂 > mit Worten bin ich da besser. Ich bin wohl ein eher verbaler Typ. Die Bilder der Sprache sind garnicht so weit weg von der Sprache der Bilder. Auch in der Sprache kann man Spiel und Kreativität lernen und fö¶rdern. Die Sprache ist das schö¶nste Spielzeug das ich von meinen Eltern bekommen habe. >> Grenzenlose Neugier und eine gute Portion Spieltrieb. > Neugierig bin ich überhaupt nicht. Neugier muss nicht immer gleich bedeuten sich wild auf alles zu stürzen was man nicht kennt. Du kannst auch ganz nüchtern neugierig sein. Die Flamme der Neugier brennt dann vielleicht noch schärfer und tiefer. Du glaubst garnicht wie nüchtern ich oft bin. Das Nebeneinander von Nüchterheit und Verspieltheit das beiden zulassen ohne Widerspruch gibt allerdings die besondere Würze. > Laß mich mal blö¶d fragen: Was ist das wesentliche an einem > Zen-Garten? Kenne ich noch nicht. Zen-Gärten bestehen aus Schotter und Steinen. Relativ kontrastarm in Grautö¶nen gehalten und mit Rechen in wellige Muster gebracht. Wenn du sowas länger ansiehst dann gehen deine Augen auf Unendlich und du siehst nichts mehr. Auf disem Nihcts spielt dann irgendwann einmal dein innerer Film. Zengärten wurden in Klö¶stern angelegt um die Meditation zu unterstützen. >> Im heftigen Rauschen der Schwebteilchen haben >> sich Strukturen und Bilder entwickelt. > Kö¶nnte das nicht asuch gefährlich werden? Ja wenn man sich davon unkontrolliert mitreissen lässt. Die nüchterne präzise Kontrolle meiner Position und Instrumente läuft bei mir in so einem Fall autonom und parallel ab. Ähnliche Effekte dürften sich auch aud den letzten Kilometern beim Marathon abspielen. Die Läufer sind dort auch sehr mit sich beschäftigt und laufen trotzdem sehr sicher. > Diese Zustände sind äußerst selten … mit “bewußtseinserweiternden” > Mitteln zu erreichen versuchen. Sowas läuft aber immer etwas unkontrolliert ab. Zumindest wenn man’s ohne kulturellen Hintergrund macht. Drogen deren Anwendung nicht streng gesellschaftlich geregelt sind führen oft zu Problemen. Das bedeutet nicht dass man nicht auch bei rein autogen ausgelö¶sten Grenzerfahrungen “abstürzen” kann aber die Wahrscheinlichkeit ist geringer. Ich habe Ethnoligie studiert und in der Zeit auch vieles gesehen und probiert. Von Rauschmitteln jeglicher Art habe ich aber immer Abstand gehalten. Dafür kann ich von mir sagen dass ich Dinge bei vollem Bewusstsein gesehen habe die andere im Rausch nie sehen werden. Vieles davon war sehr real (und unter Wasser). >> Sehen beginnt im Finstern. … > Na ja das ist für mich ein äußerst schwieriges Kapitel. Als > Diabetiker steht mir die Blindheit als Spätfolge bevor … Ein Grund mehr die Augen zu schliessen und dem Gespenst den Schrecken zu nehmen. Ich war in einer Blindenausstellung (alles pechschwarz abgedunkelt und Führung durch Blinde). Eine interessante Erfahrung die die Sinne schärft. Auch das abschliessende Getränk in der “Unsicht-Bar” ist ohne Sabbern über die Bühne gegangen. >> Für mich hat’s funktioniert und ich entdecke immer wieder Dinge >> an denen ich bisher vorbeigegangen bin neu. > Das ist mein Ziel aber wie kann ich auf dem Wege dahin voran > kommen? Losgehen. Kleine Schritte. Kein Grund zur Eile. Kein Grund Erfolg haben zu müssen. Spass am Weg und irgendwann siehst du dass sich vor einiger Zeit was getan haben muss … Mir hat einmal ein alter Chinese (ein Taiji und Qigong Lehrer) gesagt dass ich sehr viel Zeit habe. Das war exakt am Anfang der gut 17 Jahre dauernden Phase die’s gebraucht hat um die Bedeutung zu verstehen. Dann war mir klar wieviel Zeit ich habe und dass diese eine nun vorbei ist. Manche brauchen eben etwas länger. Noch kurz eine Geschichte zum Sehen: Wir fahren durch einen kleinen Ort in Slowenien. Robert (ein Tauchpartner von mir) hinterm Lenkrad sieht natürlich hauptsächlich auf die Strasse ich in die Landschaft. Auf dem kleinen Dorf-Friedhof um die Kirche stehen mehrere Männer im Kreis vermutlich Gärtner die Sensen geschultert. Ich: “Schau Robert!” Robert: “Briiiiiefing!”. Das ist Sehen. Er fotografiert auch schon sehr lange mit einer Liebe zum Detail. Helge ;-)=) posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 01.12.2005 Uhrzeit: 10:47:35 Helge Süß Hallo! Michi schrieb: Hallo Helge, > [1] ein echtes Fernwehbild. Aus der Nähe hat das Paradies seine Schwächen 😉 Moskitos, hohe Feuchtigkeit, stehende schwüle Luft, knappe Resourcen … > [2] wie machst Du sowas bloß, hast Du den Piloten gebeten mal > kurz stehen zu bleiben?? 🙂 So in der Art. Wenn du in dieses Flugzeug steigst wirst du samt Gepäck abgewogen. Das bestimmt deinen Sitzplatz (einen von 14). Eingezwickt zwischen diversen anderen Frachtstücken hast du kaum Platz dich zu bewegen und damit ist die Position ziemlich vorgegeben. Raus sehen in diesem Winkel durch die Kamera war nur mit Winkelsucher mö¶glich. Ich hätte mich sonst nicht weit genug zurücklehnen kö¶nnen. Manche Bilder entstehen von alleine … 🙂 > [3] ‘As it is’ nehme ich mal an, … Ja. Was soll man da schärfen? Jeder Dreh an den Reglern, auch an der Farbe nimmt dem Smog seinen charakteristischen Charme. Ich hab’s probiert und verworfen. > [4] Hier kann ich mich richtig in die Person reinversetzen. Manuela Originalton: mach weiter die Moskitos fressen mich bei lebendigem Leib auf!” Fotos sagen oft nicht die gesamte Wahrheit > [5] Das trifft mich hart als Vegetarier 😉 Und mich erst. Jedesmal zu kontrollieren ob kein blutendes Gemüse im Essen ist. Der Hahn ist zwar kurz darauf im Topf gelandet aber ich habe ihn nicht gegessen. Ich habe der Kö¶chin genau auf die Finger gesehen. > Ich hatte ja eher erotische Südfrüchte erwartet (eine > sich lasziv am Strand räkelnde Banane oder so ;o) Dagegen hätte ich auch nichts gehabt. Leider ist mir kein passendes Obst in die Finger gefallen. Dafür eine nette Astgabel. Muss ich aber erst bearbeiten und schauen wie sie sich macht. > Macht immer wieder Freude Deine Werke zu betrachten! Danke. Freut mich besonders weil ich diesen Urlaub eher sowas wie eine foto-filosofische Krise hatte. Das verkrampft den Auslö¶sefinger. Helge ;-)=) posted via http://oly-e.de” ——————————————————————————————————————————————

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Ich bin hier der Chef.

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