Scanner nicht kalibriert

Datum: 12.09.2004 Uhrzeit: 10:24:45 Klaus Schraeder Wie kannst Du beurteilen, dass Dein Scanner Farben richtig produziert, wenn Du keinen kalibrierten Monitor benutzt? Zur Monitorkalibrierung muss jedenfalls die Farbtemperatur des Monitors auf 5000 k eingestellt werden, selbst wenn Dir das zu warm erscheint. Die 9000 K, auf die die meissten Monitore stehen, ist definitiv falsch. Gruss Klaus Schraeder — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.09.2004 Uhrzeit: 12:09:04 Peter Schreiner Hallo Steffen, Wenn Du mit dem RawFormat arbeitest gibts da schon Mö¶glichkeiten siehe http://www.creativepro.com:80/story/feature/21351-1.html Mit Hilfe eines Colorcheckers von Gretag kannst Du damit ein Profil für den Photoshop Raw Converter erstellen, ein brauchbares Verfahren, es zeigt aber auch das man nicht alle Farben wirklich hinbekommt. > Wie ist das mit der E 1, muß man die auch kalibrieren ? 5000 K Gamma 1,8 wirken gelbstichig ist aber trotzdem korrekt. Entscheidend für Dein subjektives Empfinden ist die Raumbeleuchtung, die sollte auch 5000 K Normlicht sein. Einfall von Tageslicht ist zu vermeiden. Für Office Anwendungen und Multimedia gilt als Standard 6500K Gamma 2,2. Auch Internetseiten sollten für diese Einstellungen optimiert sein. > Die 5000 K bei meinem Monitor sind total Gelbstichig, so das auch > alle Windows-Anwendungen beschissen aussehen. Grüße Peter — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.09.2004 Uhrzeit: 17:51:06 Karl Grabherr Klaus Schraeder schrieb: > Wie kannst Du beurteilen, dass Dein Scanner Farben richtig > produziert, wenn Du keinen kalibrierten Monitor benutzt? Zur > Monitorkalibrierung muss jedenfalls die Farbtemperatur des > Monitors auf 5000 k eingestellt werden, selbst wenn Dir das zu > warm erscheint. Die 9000 K, auf die die meissten Monitore > stehen, ist definitiv falsch. > Gruss > Klaus Schraeder vergeßt bitte ganz schnell alle reinen softwarelö¶sungen für die monitorkalibrierung. das augenmaß“ das man für alle diese —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.09.2004 Uhrzeit: 24:20:08 Dieter Bethke Klaus Schraeder schrieb uns: > Wie kannst Du beurteilen, dass Dein Scanner Farben richtig > produziert, wenn Du keinen kalibrierten Monitor benutzt? Sehr gute Frage. Aber mir IT-8 Charts und einer Profilierungssoftware zu lö¶sen. 😉 > Zur > Monitorkalibrierung muss jedenfalls die Farbtemperatur des > Monitors auf 5000 k eingestellt werden, selbst wenn Dir das zu > warm erscheint. Die 9000 K, auf die die meissten Monitore > stehen, ist definitiv falsch. > Gruss > Klaus Schraeder Es wird in letzter Zeit hier sehr viel über Farbmanagement geschrieben. In diesem Themenumfeld gibt es selten korrekte absolute Aussagen wie Richtig“ oder „Falsch“. Die farbrichtige —————————————————————————————————————————————— Datum: 12.09.2004 Uhrzeit: 25:27:30 Karl Grabherr Dieter Bethke schrieb: > Es kommt also darauf an was man erreichen will. Ein absolutes > Richtig“ oder „Falsch“ gibt es in meinen Augen nicht. —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.09.2004 Uhrzeit: 9:28:47 Klaus Schraeder Dieter, eine gute Zusammenfassung, stimme voll zu! Gruss Klaus Schraeder — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.09.2004 Uhrzeit: 10:19:12 Alexander Krause Karl Grabherr schrieb: > Weitere Infos zum Colormanagement findest du im Buch von Wolfgang > Krautzer Digitale Fotopraxis – Für Profis und Einsteiger“ —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.09.2004 Uhrzeit: 12:02:36 Hartmut Bogorinsky Guten Morgen an alle, den Ausführungen von Dieter ist sicherlich nichts hinzuzufügen. Sachlich, fachlich fundiert und auch für den Laien verständlich formuliert – danke. Ich mö¶chte meine persö¶nlichen Erfahrungen zur Bildschirmkalibrierung dennoch schildern, damit keine falschen Erwartungen an ein wissenschaftliches und mit Hard-/Sortware unterstützes Herangehen an das Problem entstehen. Zunächst zur Ausgangslage: Ich benutzte zwei gleiche TFT 19“ Monitore (Samsung 193P) an einer Nvidia Grafikkarte (5700 Serie) mit zwei DVI Ausgängen. Diese Konfiguration ist für Fotobearbeitung (wg. TFT) sicherlich nicht das Optimale aber für meine berufliche Tätigkeit wegen DTP (mit Adobe Pagemaker) erfoderlich. Für die Fotobearbeitung ergibt sich der Vorteil, dass in Photoshop ein Bildschirm komplett für das Foto zur Verfügung steht und der andere für die Paletten etc. Mein bisheriger Weg zur Bildschirmkalibrierung: Einen der beiden Monitore habe ich so eingestellt, dass zwischen der Ausbelichtung der Fotos bei www.pixelnet.de und meiner Bildschirmdarstellung kein großer Unterschied besteht. Dies alles mit Bordmitteln (Kalibrierungssoftware des Monitors und einem von Pixelnet bereitgestellten Testmotiv sowie meinen Augen). Bisher war ich mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Die Abweichungen zwischen dem Bild auf Kodak Fotopapier des Ausbelichters und meinem Monitor sind sehr gering (meine subjektive optische Einschätzung, die von anderen Personen im Familien-/Freundeskreis bestätigt wird). Vor einigen Wochen hatte ich die Gelegenheit mir eine Hard-/Softwarelö¶sung (ColorPlus von www.colorvision.com) auszuleihen und habe damit ein Monitorprofil erstellt. Das Ergebnis war allerdings ernüchternd. Die Bildqualität im Hinblick auf die Übereinstimmung zwischen Foto auf Papier und Monitor verbesserte sich wenn überhaupt nur unwesentlich. Hinzu kommt bei meiner Arbeitsumgebung, dass ich Tageslichteinflüsse ebenso habe wie Leuchtstofflampenlicht. Halt eine normale Büroumgebung, die nicht auf Bildbearbeitung abgestimmt ist. Ich habe mir sagen lassen, dass dafür zunächst der Arbeitsplatz mit gleichbleibenden Umgebungsbedingungen ausgestattet werden muss (mö¶glichtst Grautö¶ne bei der Einrichtung und geleichbleibenden Lichtbedingungen) und anschließend der Monitor zu kalibrieren ist. Ich meine, dies ist Zuhause oder im normalen Büro nicht leistbar und auch nicht erforderlich. Für Eure Gedanken, Hinweise und Anregungen zu diesem Beitrag wäre ich dankbar. Viele Grüße Hartmut Bogorinsky — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.09.2004 Uhrzeit: 12:26:12 Karl Grabherr hallo, der i1display von gretag kostet ca. 400 EUR. lg, karl http://www.grabherr-photodesign.com — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.09.2004 Uhrzeit: 12:47:14 Alexander Krause Karl Grabherr schrieb: > der i1display von gretag kostet ca. 400 EUR. ist die Software dazu in Deutsch gehalten? Ist das Ding für CTR & LCD/TFT? Alex — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.09.2004 Uhrzeit: 13:04:55 Karl Grabherr Alexander Krause schrieb: > Karl Grabherr schrieb: >> der i1display von gretag kostet ca. 400 EUR. > ist die Software dazu in Deutsch gehalten? > Ist das Ding für CTR & LCD/TFT? > Alex hallo alex, die software ist in deutsch verfügbar und man kann beide bildschirmtypen damit kalibrieren. lg, karl — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.09.2004 Uhrzeit: 14:59:43 Alexander Krause Alexander Krause schrieb: > Ich hab mir ja das Buch gekauft und grade mal meine Monitore von > 9300°K auf 5000°K umgestellt…. brrrrr! > Meine Augen spinnen! Alles so schö¶n warm hier! Weiß kommt mir vor > wie… wie… naja nicht weiß, sondern schlammich… Schwarz ist > auch nicht mehr so knackig, wie gewohnt. Ich schätze ich brauch > ein paar Tage, mich dran zu gewö¶hnen. > Und so´ne blö¶de Messsonde koof ick mir ooch! Ich traue meinen > Augen erst mal nicht mehr. So… nach einem Tag vor den Kisten hab ich mich auch an 5000°K gewö¶hnt, i1display hab ich mir auch bestellt (€ 269,- netto bei Tendi/Cancom)… denn kanns ja langsam losgehen… am Raumlicht arbeite ich noch, die Lampen haben 3 Wochen Lieferzeit, geh ich nu auch gleich noch bestellen. Ich halte Euch auf dem Laufenden, ob das ganze Umbauen dann einen spührbaren Qualitätsgewinn ausmacht. Alex — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.09.2004 Uhrzeit: 17:00:29 Karl Grabherr Alexander Krause schrieb: Ich halte Euch auf dem Laufenden, > ob das ganze Umbauen dann einen spührbaren Qualitätsgewinn > ausmacht. > Alex macht es sicher, vorausgesetzt, du arbeitest mit einem kalibrierten labor zusammen. das cyberlab (www.cyberlab.at) in wien ist eines der modernst eingerichteten labors überhaupt, immer auf dem letzten stand und voll kalibriert. ich arbeite jetzt schon seit 5 jahren mit diesem labor zusammen, sowohl analog als auch digital und bisher gab es keinerlei probleme, wenn ich meine dateien dort auf fotopapier ausbelichten ließ. es ist eine reine freude, wenn alle am gleichen strang ziehen und nichts dem zufall überlassen wird. lg, karl http://www.grabherr-photodesign.com — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.09.2004 Uhrzeit: 22:49:19 Peter Schreiner Hallo Dieter! Dieter Bethke schrieb: > Zu den Farbtemperaturwerten habe ich folgende Erfahrung: > Mit einem auf 5500 K kalibrierten Monitor sieht das reine Weiss > (RGB 255,255,255) am Monitor recht gelbstichig (warm) aus und es > ist unmö¶glich ein kaltes Weiss (bläulich) darzustellen. Das > Monitorweiss entspricht einem weißen Blatt Papier das man unter > einer Normlichtbeleuchtung von 5500 K, wie sie oft in Drucksälen > zur Abmusterung von Druckprodukten eingesetzt wird, betrachtet. In > meinen Augen eine unnö¶tige künstliche Einschränkung, die nur Sinn > macht wenn man ausschliesslich Bilder für Druckprodukte abzumustern > hat und nicht ICC-fähige Software zur Anzeige verwenden muss. Wieso findest Du 5500K als unnö¶tige künstliche Beschränkung? Der Kelvinwert sagt ja nichts über die Lichtqualität aus, wir empfinden ja auch die Beleuchtung mit Glühlampen als angenehm da hier ein volles Spektrum vorliegt. > Mein Monitor ist auf 6500 K kalibriert. Das reine Monitorweiss > entspricht so einem weissen Blatt Papier, dass man bei bedecktem > Himmel in Nordeuropa betrachtet. Eigentlich die in unseren > Breitengraden übliche Lichtsituation. Ich gehe davon aus das meine > Fotoabzüge meist unter diesen Bedingungen betrachtet werden. Mit > z.B. Photoshop kann er unter vertretbarem Aufwand einen Softproof > realisieren (simulierte 5500 K) wie ich Ihn für die Druckabnahme > benö¶tige. Die Textbearbeitung vor weissem Hintergrund ist angenehm. > Und auch nicht ICC-fähige Viewer, wie ich sie durchaus einsetze, > zeigen – mit den Fotoabzügen bei Tageslicht verglichen – nicht zu > sehr verschobene Farben an. Ich nehme doch an das die meisten Bilder in Innenräumen unter diversen künstlichen Beleuchtungsbedingungen betrachtet werden also nicht vorhersehbar von 2000-8000 Kelvin. Daher sollte doch ein Standard für die Bildbetrachtung bestehen und der ist lt. Norm 5000 K. Beste Grüße Peter — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.09.2004 Uhrzeit: 23:58:16 Dieter Bethke Karl Grabherr schrieb uns: > Dieter Bethke schrieb: >> Es kommt also darauf an was man erreichen will. Ein absolutes >> Richtig“ oder „Falsch“ gibt es in meinen Augen nicht. —————————————————————————————————————————————— Datum: 13.09.2004 Uhrzeit: 24:13:16 Dieter Bethke Peter Schreiner schrieb uns: > Hallo Dieter! Hallo Peter, > Wieso findest Du 5500K als unnö¶tige künstliche Beschränkung? Der > Kelvinwert sagt ja nichts über die Lichtqualität aus, wir > empfinden ja auch die Beleuchtung mit Glühlampen als angenehm da > hier ein volles Spektrum vorliegt. Mir sind die 5500K einfach zu warm (gelbstichig). Wenn ich den Monitor darauf runteregele, kann ich kein reines Weiss – wie es halt bei Beleuchtung von weissem Papier bei 6500K und mehr aussieht – anzeigen lassen. Glühlampen wirken angenhem, unbestritten. Eben durch ihr sehr warmes Licht. Aber ein volles Spektrum hast Du damit sicher nicht zur Verfügung. Unsere Augen gleichen das zum Glück in weiten Bereichen automatisch aus. > Ich nehme doch an das die meisten Bilder in Innenräumen unter > diversen künstlichen Beleuchtungsbedingungen betrachtet werden > also nicht vorhersehbar von 2000-8000 Kelvin. Daher sollte doch > ein Standard für die Bildbetrachtung bestehen und der ist lt. > Norm 5000 K. Deiner Annahme kann man folgen, oder nicht. Ich gehe davon aus, das meine Abzüge vorwiegend bei nordeuropäischem Tageslicht betrachtet werden. Jeder nach seiner Facon halt. Es gibt leider mehere Standdards, was ich schon sagte. Aber keine absolutes Richtig oder Falsch. In der Druckindrustrie (im Drucksaal) herscht die Abmusterungsbedingung mit 5500K vor. An den Bildschirmarbeitsplätzen der Vorstufe aber 6500K, vor allem wenn auch für Multimediaproduktionen gearbeitet wird. Hier liegt leider ein Bruch in der Beleuchtungsart vor, die manchmal unschö¶ne Folgen hat. Das ist der Branche bekannt, hat sich aber traditionell nun mal so entwickelt. Es ist leider nicht mö¶glich von DEM Beleuchtungsstandard zur Bildbetrachtung zu reden. Wirklich wichtig ist nur das jeder seinen Weg findet und konsequent geht und dies den anderen Beteiligten korrekt mitteilt. Mir wäre es durchaus Recht, wenn sich alle auf der Welt einig wären das 6500K die einzig richtige Beleuchtung für alles wäre. 😉 — Allzeit gutes Licht und volle Akkus, Dieter Bethke ——————————————————————————————————————————————