Olympus E–1 oder Canon D10 oder Nikon D70

Datum: 15.03.2004 Uhrzeit: 11:35:37 Jürgen Neumann HAllo, wir benö¶tigen für unsere Firma eine hochwertige Fotoausrüstung für Sport, Portrait- und Messeaufnahmen mit Potential für zukünftige Erweiterungen – demzufolge eine DSLR. Nun bin ich beim Stö¶bern in den Foren immer mehr verunsichert worden, was denn nun die richtige“ Kamera für uns werden wird. Wir besitzen —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.03.2004 Uhrzeit: 12:23:36 Andy Hi Jürgen, eine umfassende Antwort kann ich Dir nicht geben und Du wirst auch weder hier noch anderswo eine *wirkliche* Entscheidung finden – die mußt Du selber treffen. > Wäre eigentlich mein Favorit aber die Beurteilungen im > Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten und andere Probleme aus > diversen Foren machen mich ziemlich unsicher ???? Aber dazu eine Bemerkung. Was meinst Du wie wichtig hohe ISO-Werte (wir reden hier von 800 aufwärts) für Eure Belange sind? Und wie hoch ist der nachträgliche Aufwand den man in solche Fotos stecken kann? Das ist eine wichtige Frage dazu. Konkret: Müssen direkt aus der Kamera Poster gedruckt werden, die unter Bedingungen entstehen, die 1600 oder gar 3200 ISO erfordern – dann vergiß die E1 (und die D70 und die 10D gleich dazu … – dazu solltest Du Dich im MF-Bereich umsehen) Liegt aber der Haupteil der Arbeit im Bereich bis 400 ISO und/oder kö¶nnen für mehr ISO und/oder grö¶ßere Formate auch ein wenig Zeit in die Nachbearbeitung am PC gesteckt werden, dann sollte das kein Problem sein (dazu gibt es hier mehrere Threads) – das Rauschverhalten bei RAW-Entwicklung am PC ist durchaus konkurenzfähig. Wobei man anmerken muß, daß wirklich professionelle Bilder ohnehin i.d.R. einer Aufarbeitung am Computer bedürfen (und sei es nur Ausschnittkorrektur) – ich beziehe mich hier auf die von Dir angegebenen Einsatzgebiete. Für den auf den ersten Blick hohen Preis bekommt man allerdings eine Kamera mit einer extravaganten Handlichkeit und excelenten Verarbeitung bei sehr hoher Robustheit. Durchaus Punkte die für einen betrieblichen Einsatz sprechen und das System sicher zu einer hochwertige Fotoausrüstung“ machen. —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.03.2004 Uhrzeit: 14:02:12 Daniel Rutschmann Hallo Herr Neumann Da Sie Ihre Anfrage in unser Portal stellen, wollten Sie demnach eine Bestätigung, dass die E-1 doch die beste Wahl für Ihre Firma ist! Ich will die Beantwortung etwas anders angehen. Sowohl die D70 wie die 10D sind gute DSLR-Kameras. Sie bieten ein grosses Angebot an Objektiven und Zubehö¶r, welches inzwischen auch für digitale Zwecke geeignet ist (nicht alles, aber immer mehr). Wenn Sie sich in ein Nikon Forum begeben, wird man Nikon über alles stellen, und vice versa. Wenn ich dennoch versuche objektiv zu bleiben, dann muss ich halt doch sagen, nach einiger Erfahrung mit der Canon 10D und Olympus E-1, mir letztere klar besser gefällt. Weshalb? Die gute Ergonomie und Bedienbarkeit, Wetterfeste robuste Bauart, kompakte Grö¶sse der Objektive“ staubfreier Sensor dank —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.03.2004 Uhrzeit: 15:18:12 Dieter Breiden …..und wird noch viel billiger werden. 🙂 — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.03.2004 Uhrzeit: 18:19:01 Jürgen Neumann Hi, schlauer nicht unbedingt aber doch mehr zur E-1 tendierend. Mit dem Kit ist ja auch ein grosser Preisvorteil verbunden. Schaut euch mal bitte folgende Link an – ein Vergleich der D10 und der E-1: http://iapf.physik.tu-berlin.de/jbohs/HKO/TUBerlin/dforum/Oly/OLYCanon.html Grüsse Jürgen — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.03.2004 Uhrzeit: 18:41:27 Stefan Hendricks, oly-e.de Jürgen Neumann schrieb: > Schaut euch mal bitte folgende Link an – ein Vergleich der D10 > und der E-1: http://iapf.physik.tu-berlin.de/jbohs/HKO/TUBerlin/dforum/Oly/OLYCanon.html Ist schonmal diskutiert worden: https://oly-e.de/news/?1752,e.e-system#0 https://oly-e.de/news/?1838,e.e-system#0 Du wirst immer einen Test finden, wo das von Dir fokussierte Produkt in einem Test unterliegt oder gewinnt. Du musst Deinen Einsatzzweck definieren und schauen, ob die gewünschte Kamera diesen Anforderungen genügt oder nicht. Und ob es Spass macht, mit der Kamera zu arbeiten (nimmt sie gerne in die Hand, ist sie leicht zu bedienen …). Gruss Stefan Hendricks, oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.03.2004 Uhrzeit: 19:30:09 Guenter H. Jetzt will ich auch mal meinen Senf dazu geben, zumal ich nebend er E1 ja die angefragte 10D (und eine 1D)habe. Bei allem Hin und Her bezüglich der Kameras (die eine hat DA Vorteile, die andere DORT) ist letztendlich bei mir Fakt, dass ich die 10D praktisch nicht mehr nutze, seitdem ich die E 1 habe. Ganz anders sieht es bezüglich der 1D aus, die aufgrund ihrer Schnelligkeit momentan unschlagbar ist ( 8 Bilder/Sekunde). Der grosse Vorteil der E1 gegenüber der Canon 10D liegt darin, dass die E 1 deutlich besser im Handling ist, im Continues-Modus sogar einen Hauch schneller und -sicher auch bedingt durch den kleineren Chip- mit keinem ihrer Objektive auch nur ansatzweise ein Fokusproblem hat. Zudem ist sie praktisch staubfrei (was man von der Canon auch nicht sagen kann), ist spritzwassergeschützt -auch die Optiken- und als ganz wichtiges Argument: sie wiegt zusammen mit der jeweiligen (vergleichbaren) Optik nur einen Bruchteil der Mitwettbewerber. Als weiterer Vorteil der E 1 kommt zum Tragen, dass die Optiken neben dem geringeren Gewicht auch das bessere Preis-/Leistungsverhältnis bieten. So mal ein Vergleich: Canon 2,8/70-200 = an der 10D 2,8/112-320 ohne Imagestabilizer (alte Ausführung) Euro 1.300,– beim Grauimporteuer (ansonsten in deutschland nicht mehr lieferbar) Olympus 2,8-3,5/50-200 = an der E 1 2,8-3,5/100-400mm ? 1.000,–. Weniger Kosten bei grö¶sserem Brennweitenbereich und nahezu identischer Lichtstärke. Das immer wieder -auch von mir-beklagte Rauschen der E 1 lässt sich mit richtigem Workflow gut in den Griff bekommen, auch Bilder mit 1600 ISO sind verwertbar (wie in der Galeria nachzusehen). Es gibt trotzdem eine Reihe von Punkten, die für die Canon sprechen (grö¶sseres System, -wers braucht- eingebauter Kleinblitz, sehr guter Low-Light-AF, homogenere Bildstruktur und minimal hö¶here Auflö¶sung), trotzdem halte ich die E 1 für eine extrem gute Wahl, da mir neben den bereits erwähnten Punkten die grosse Dynamik, die klaren, extrem reinen Farben und die generelle Qualität sehr gut gefallen. Sie ist -auch wenn sie da und dort Nachteile hat- ein absolut robustes Arbeitstier. Nimm einfach beide mal in die Hand und probiere, welche Dir besser liegt, welche besser bedienbar ist. Und dann schau Dir die Gehäusequalität an und bilde Dir diesbezüglich ein Urteil. Danach solltest Du nicht nur die hier gelesenen Meinungen, sondern auch die aus den anderen, jweiligen Markenforen zu Gemüte führen und letztendlich auch ein bisschen den Bauch mitreden lassen. Denn oftmals trifft man richtige Entscheidungen auch aus dem Bauch heraus. Viele Gruesse Guenter — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.03.2004 Uhrzeit: 23:37:46 Roland Stauber Ich bin in einer ähnlichen Situation, da ich momentan den Einstieg in eine neue DSLR plane. Ich hatte zuvor die E-10 und war recht zufrieden damit. Leider stellte sich heraus, dass Olympus dieses System E-10/E-20 nicht – wie zunächst angekündigt – konsequent weiterentwickelt hat (z.B. durch eine neue E-30), sondern wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen hat. Aus meiner Sicht war die E-10/E-20 wie eine Systemkamera konizipert mit den ganzen Konverten, Zubehö¶r, Blitzgeräte etc. Aber es stellte sich heraus, dass dieses System eine Sackgasse war bzw. ist. Zum Schluss wurde die E-20 bei diversen Händlern zu Schleuderpreisen wie Konkursware verscherbelt. Das steigert nicht gerade das Vertrauen in den Systemhersteller Olympus. Die Grundkonzeption des 4/3 Systems ist wirklich gut, aber es muss sich erst herausstellen, ob dieses System überleben wird. Ich bin mir da wirklich nicht so sicher. Zwar gibt es inzwischen einige positve Anzeichen (z.B. die Ankündigung von Sigma, auch Objektive für dieses System entwickeln zu wollen), aber die weiteren Kameramodelle müssen immer noch auf sich warten lassen. Es ist unrealistisch zu glauben, dass Olympus mit diesem System die großen Marktanteile von Canon oder Nikon (im SLR-Bereich) wirklich gefährden kann. Canon und Nikon werden die Marktführer bleiben, und Olympus kann bestenfalls einen ordentlichen, stabilen, aber kleineren Marktanteil gewinnen (vielleicht 10 bis max. 20%). Ob das auf Dauer ausreicht, das Geschäft wirtschaftlich zu erhalten, ist m.E. nicht so sicher. Canon und Nikon haben eine wesentlich grö¶ßere Gesamtstückzahlbasis zur Finanzierung ihrer Entwicklungen, und der Kampf um das 1000,- Euro DSLR-Einsteigersegment hat gerade erst begonnen. Man kann damit rechnen, dass das Preisniveau einer Einsteiger-DSLR ö  la 300D sich auf ca. 500,- Euro einpendeln wird in etwas 3 – 3 Jahren (da bin ich mir recht sicher). Die entsprechend etwas hö¶herwertigen Modelle werden dann immer noch für unter 1000,- Euro zu haben sein (ö  la 10D oder D100). Interessant ist vielleicht der Test bei www.dpreview.com http://dpreview.com/reviews/olympuse1 Die E-1 ist zwar gut, kann aber nicht ganz die Auflö¶sung z.B. der 10D (oder auch 300D oder vermutlich auch D70) erreichen. Olympus muss da m.E. noch nachlegen mit 6 oder 8 MP (auch wenn MP nicht alles sind). Jedes System an sich hat dann seine spezifischen Vor- und Nachteile, die man sorgfältig abwegen muss. Ich wollte nur zu bedenken geben, dass es sich beim 4/3 System noch nicht um ein wirklich dauerhaft etabliertes System handelt. Die Preisvorteile beim Zubehö¶r und den Objektiven kann ich eigentlich bei der E-1 auch nicht erkennen. Das 50-200 Zoom von Olympus liefert zwar ein 100-400 2.8/3.5 Zoom (KB-bezogen), aber ein 70-200 1:4 L an der Canon 10D für ca. 750,- Euro ist optisch ebenfalls hervorragend, und die geringfügig geringere Lichtstärke (0,5 bis 1 Blende) wird durch die bessere Tauglichkeit der 10D bei hö¶heren ISO-Werten leicht ausgeglichen, m.E. sogar überkompensiert. Die Schärfentiefe dürfte beim Canon Objektiv aufgrund des grö¶ßeren Sensors bei Blende 4 auch nicht grö¶ßer sein (z.B. für Portraits) verglichen mit dem Olymous 50-200 Zoom. Oder das Standardzoom an der D70 mit 18-70 mm in solider Ausführung ist auch nicht zu verachten und preislich interessant. Oder das Blitzgerät Olympus FL-50 für 499,- Euro hat geradezu einen lächerlichen Preis (ganz abgesehen davon, dass Olympus bzgl. Blitzsystem noch einiges nachzuholen hat ggü. den anderen). Ich halte das für vö¶llig überteuert. Speziell in Europa bzw. Deutschland zockt Olympus bei den Preisen unverschämt ab (z.B. im Vergleich zu USA). Zwar sind Canon und Nikon in USA auch billiger, aber die Preisunterschiede sind doch nicht ganz so hoch. Das Fazit für mich ist im Moment, dass ich bei Olympus bzgl. Langlebigkeit des Systems (nicht im Sinne von Robustheit) noch meine Bedenken habe… Ist aber nur eine Einzelmeinung und soll die zufriedenen E-1 User nicht verärgern (tut es – denke ich – auch nicht). Ein Forum dient ja dem Meinungsaustausch. Schö¶ne Grüße Roland Stauber — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 15.03.2004 Uhrzeit: 25:05:04 F.K. Jürgen Neumann schrieb: > Was haltet Ihr von der OLYMPUS e-1 Kit mit 14-54mm Objektiv- > Oder das NIKON D70 Kit mit dem 28-80mm > Oder Canon D10 mit welchem Objektiv ?? > Vielleicht kö¶nnt Ihr mir etwas weiter helfen ? oder einer Pentax istD mit SMC 4/16-45 mm DA 😉 (KB 24-70) für knapp 1900.- Also ich bin damit sehr zufrieden…(obeohl ich auch meine E-10/20 nicht missen mö¶chte) Ciao Fritz — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 16.03.2004 Uhrzeit: 11:18:50 Guenter H. Hallo Roland, vieles richtig und nachvollziehbar, was Du schreibst. Natuerlich weiss momentan niemand, wie sich das neue E-System letztendlich im Markt durchsetzen wird. Ich halte es aber -unter der Voraussetzung, dass neue Modelle kommen und Fremdhersteller wie Sigma preisguenstige Optiken anbieten- für äusserst wahrscheinlich, dass sich das System seinen Platz im Markt erobern wird. 10 oder 20% vom Weltmarktanteil waeren für Olympus sicher mehr als auareichend, um gut zu ueberleben. Pentax, Minolta und Sigma haben es da sicher mit ihren Digi-SLRs wesentlich schwerer. Zudem sind Olympus-Optiken seit jeher als Hochleistungsgläser bekannt, dieser gute Ruf kommt dem Gesamtsystem zudem zu Gute. Dem Beispiel von Dir bezgl. des 70-200 von Canon kann ich jedoch in einigen Punkten nicht folgen. Erstens ist mir Deine Schärfentiefe-Argumentation vom Grund her nicht klar, zweitens bietet dieses unwidersprochen sehr gute Canon-Objektiv einen deutlich eingeschränkteren Brennweitenbereich mit zudem geringerer Lichtstärke als die dazu noch leichtere Olympus-Optik. Das Canon hat an der 10 D einen KB-adäquaten-Bereich von 112-320mm, das Olympus einen Bereich von 100-400mm bei hö¶herer Lichtstärke. Gerade die 80mm nach oben sind oftmals extrem wichtig. Hinzu kommt in Bezug auf die generelle Qualität der Kamera, dass die E1 bezüglich ihres Gehäuses und der Verarbeitung -nicht ihrer Schnelligkeit!- auf einem Niveau mit der Canon 1D steht und sich deutlich von einer 10D abhebt (von der 300D garnicht zu sprechen). Egal, letztendlich entscheidet mehr als nur die rein technischen Werte. Haptik, Sympathie…. Ich halte die E 1 und das System für sehr interessant und durchaus auch hochleistungsfähig, auch im direkten Vergleich mit den wahrlich sehr guten Cameras von Canon wie 10D und speziell 1D. Vergessen sollten wir nicht, dass alle heute angebotenen Digital-SLRs ein Leistungs- und Ausstattungsniveau erreicht haben, das sie für nahezu jedwede fotografische Aufgabe geeignet erscheinen lässt. Limitierungen -von wenigen Ausnahmen abgesehen- gibt es eigentlich nicht mehr. Bedenken sollte man zudem, dass die Bildqualität praktisch aller Kameras inzwischen sooo gut ist, dass sich bei Ausdrucken bis A 4 keine relevanten Unterschiede zeigen. Beim Tageszeitungs- und Illustriertendruck sowieso nicht. Selbst Grossformatplakate sind mit allen Kameras hervorragend umsetzbar, richtige (korrekte) Betrachtungsabstände vorausgesetzt. Wer seine Dateien heute jedoch am PC auf 200 oder gar 300% aufbläst, wird Unterschiede entdecken. Ohne jede Frage. Nur, was bringt es???? Schlichtweg nichts, da in der Praxis ohne Relevanz. Früher haben wir KB-Negative mit der Lupe bei 10-facher Vergrö¶sserung beurteilt und fanden es ausreichend. Heute jedoch….. ich denke, in Anbetracht des so weitgehend aneinander angenäherten technischen Leistungsniveaus der Kameras ist der Faktor Handling, Bedienung inzwischen ein sehr wichtiger geworden. Und da schneidet die Olympus hervorragend ab, wie auch viele Tests immer wieder bestätigen. Viele Gruesse Guenter — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 17.03.2004 Uhrzeit: 19:08:46 Rolf-Christian Müller Jürgen Neumann schrieb: > HAllo, > wir benö¶tigen für unsere Firma eine hochwertige Fotoausrüstung > für Sport, Portrait- und Messeaufnahmen mit Potential für > zukünftige Erweiterungen – demzufolge eine DSLR. Nun bin ich > beim Stö¶bern in den Foren immer mehr verunsichert worden, was > denn nun die richtige“ Kamera für uns werden wird. Wir besitzen ——————————————————————————————————————————————