Datum: 25.07.2006 Uhrzeit: 23:44:45 Christoph Andreae Hallo, kann mir jemand vielleicht die Frage beantworten, weshalb sich Olympus gerade für das 4/3 Sensorformat entschieden hat. Ich meine damit nicht das 4:3 Seitenverhältnis, sondern die relativ kleine Sensorfläche . Da sie ja einen kompletten Systemneustart gewagt haben, wäre ja auch ein beliebiges anderes Format denkbar gewesen. War der Hauptgrund, das auf diese Weise relativ kompakte Gehäuse und Objektive mö¶glich waren, oder gab es noch andere technische Beweggründe? Ist darüber überhaupt etwas bekannt? Mit Dank im voraus C.A. — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 25.07.2006 Uhrzeit: 23:59:57 Guenter H. Hallo, laut Olympus spielen dabei eine ganze Reihe von Gedanken hinein, die die Gründer des Systemes (und dazu gehö¶rt neben Olympus ja noch Fuji, Kodak & Co.) bewogen haben, das kleine Sensorformat zu wählen. Zu einen ist es mö¶glich, kleinere und leichtere Gehäuse und Optiken zu bauen (was mit der E-500 und einer ganzen Reihe von Optiken ja bewiesen wurde). Zum anderen scheint man gerade heute auch auf dem Standpunkt zu stehen, dass die ehemals gesehenen Nachteile des kleineren Sensorformates durch aktuelle Weiterentwicklungen in den Hintergrund zu treten vermö¶gen. Auch bei Consumerkameras geht die Entwicklung immer weiter in Richtung kleinerer Sensoren -bei damit nicht zwingend zurueckgehender Qualität. Die Packunsgdichte wird immer hö¶her und dies sollte auch bei einem 4/3-Sensor der Fall sein. Wie die E-330 ja schon zeigt, ist auch auf diesem Sensorformat eine Auflö¶sung und eine Rauscharmut mö¶glich, die noch vor zwei Jahren nicht für mö¶glich gehalten wurde. Ganz sicher wird diese Entwicklung weiter voranschreiten. Nicht wenige Kenner des Marktes sagen eher den kleinen Sensoren, als den grossen eine Zukunft voraus – darüber streitet man sich zweifelsohne allerorten, aber die Entwicklung und die Zeichen der Zeit sind nunmal nicht zu übersehen -und wohin das sogenannte Vollformat (Kleinbildformat) preislich führt, sehen wir ja an der Canon 5D, für deren Gehäuse es bei Olympus schon eine E-330 mit Zuiko 50-200 und Zuiko 14-54 gibt. Sicher ist die Hinwendung zum kleineren Sensor auch aus Gründen der Fertigungskosten zu sehen – solange dies nicht die Qualität drückt, kann es uns allen ja nur recht sein. Die E-500 beweist ja derzeit deutlich, dass mannigfaltige Ausstattung, geringes Gewicht und hohe Qualität auch zu niedrigem Preis mö¶glich ist. Gruesse Guenter — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 25.07.2006 Uhrzeit: 24:26:31 Markus Probst Hallo Guenter, Olympus hatte die freie Auswahl, und hat sich für diese Sensorgrö¶ße entschieden. Ich denke wir kö¶nnen davon ausgehen, daß sich die Ingenieure ihre Gedanken gemacht haben. Insofern sollte das 4/3-Format den optimalen Kompromiß zwischen Preis und Leistung darstellen. Für den Preis der EOS 5D alleine bekommt man eine E-330 inkl. dem 14-54 und dem 50-200. Berücksichtigen muß man hier aber auch noch, daß die hö¶heren Preise nicht nur bei den Gehäusen zu Buche schlagen, sondern auch bei den Objektiven. Mit den beiden genannten Oly-Optiken vergleichbare Objektive von Canon kosten wesentlich mehr. Und das mit Sicherheit nicht weil Canon es besonders Bö¶se mit seiner Kundschaft meint, sondern weil man einfach wesentlich mehr Glas“ braucht. —————————————————————————————————————————————— Datum: 25.07.2006 Uhrzeit: 24:44:23 Christoph Andreae Hallo Günther, Dank Dir für die schnelle und ausführliche Antwort. Klar, Fertigungskosten sind sicher auch ein Grund. Zudem lassen sich kleinere Linsen einfacher mit hö¶chster Präzision herstellen als große. Da dürfte Olympus als Mikroskophersteller ja ohnehin reichlich Erfahrung haben. Relativ geringes Gewicht und geringe Grö¶ße sind für mich sehr angenehme Attribute. Ich habe keine grundsätzlichen Vorbehalte gegenüber dem Sensorformat. Gut gemachte Kompaktkameras leisten schon erstaunlich viel, sind aber halt nur begrenzt flexibel und haben oft keinen oder nur einen kümmerlichen Sucher. Einen Haken hat die Sache für mich dennoch, ich liebe mö¶glichst große Sucher, am liebsten im 6×7 Format. Na nun grins mal nicht. Fotografie fängt – für mich – mit dem Sucher an, der Rest ist notwendiges Übel. OK, etwas übertrieben. Warum ist es eigentlich noch keinem Hersteller gelungen, eine Suchervergrö¶ßerung >> 1 auf die Beine zu stellen? Wird das Suchersystem dann zu groß? — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 25.07.2006 Uhrzeit: 24:44:23 Christoph Andreae Hallo Günther, Dank Dir für die schnelle und ausführliche Antwort. Klar, Fertigungskosten sind sicher auch ein Grund. Zudem lassen sich kleinere Linsen einfacher mit hö¶chster Präzision herstellen als große. Da dürfte Olympus als Mikroskophersteller ja ohnehin reichlich Erfahrung haben. Relativ geringes Gewicht und geringe Grö¶ße sind für mich sehr angenehme Attribute. Ich habe keine grundsätzlichen Vorbehalte gegenüber dem Sensorformat. Gut gemachte Kompaktkameras leisten schon erstaunlich viel, sind aber halt nur begrenzt flexibel und haben oft keinen oder nur einen kümmerlichen Sucher. Einen Haken hat die Sache für mich dennoch, ich liebe mö¶glichst große Sucher, am liebsten im 6×7 Format. Na nun grins mal nicht. Fotografie fängt – für mich – mit dem Sucher an, der Rest ist notwendiges Übel. OK, etwas übertrieben. Warum ist es eigentlich noch keinem Hersteller gelungen, eine Suchervergrö¶ßerung >> 1 auf die Beine zu stellen? Wird das Suchersystem dann zu groß? — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 26.07.2006 Uhrzeit: 9:22:31 Andy Hi Christoph, > Warum ist es eigentlich noch keinem Hersteller gelungen, eine > Suchervergrö¶ßerung >> 1 auf die Beine zu stellen? > Wird das Suchersystem dann zu groß? Das ist sicher mö¶glich – nur: der Spiegel liefert eine genau deffinierte Menge Licht, will ich das Sucherbild vergrö¶ßern, nimmt gleichzeitig die Helligkeit ab (und zwar im Quadrat zur Vergrö¶ßerung). Es wird also sehr schnell dunkler – und das willst Du nicht wirklich! Einzige wirkliche Lö¶sung ist der Einsatz eines EVF, den kann man praktisch beliebig groß machen und per Verstärkung auch fast beliebig hell (kann man sogar anpassen, einstellen…) Nur hat sowas in der derzeit bezahlbaren Technik ganz andere Nachteile. Solange wie wir rein optische Sucher haben, wird es eben nur einen Kompromiss aus Grö¶ße, Helligkeit und Kosten geben – und da stellt für das FT-System der Sucher der E1 wohl bereits das Optimum dar. Andy —————————————————————————————————————————————— Datum: 26.07.2006 Uhrzeit: 14:17:06 Christoph Andreae Hallo Andy, Wünsche hat man immer, ganz egal für welche Kamera man sich entscheidet. Irgendwo hakt’s immer, sei es am Preis, am Gewicht, Grö¶ße, Verarbeitung, Ergonomie oder eben der Suchergrö¶ße. Als Anwender kann man sich immer nur fragen, welcher Kompromiss den persö¶nlichen Wünschen am nächsten kommt. Insofern ist es immer eine sehr subjektive Entscheidung. Selbst der kleinste Spiegelreflexsucher ist mir lieber als ein EVF, aber selbst da kann man eine andere Meinung vertreten. — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 26.07.2006 Uhrzeit: 17:19:59 Rolf Büllesfeld Guenter H. schrieb: > (…) > Ganz sicher wird diese Entwicklung weiter voranschreiten.(…)> Obwohl ich mich nicht nach einem sogen. Vollformat sehne, muss man fairerweise sagen, dass die voranschreitende Entwicklung alle Formate betrifft, also auch das sogen. Vollformat. Es wäre theoretisch denkbar, dass das Überschreiten einer bestimmten Sensorgrö¶ße keinen nennenswerten Vorteil bringt. Es wäre aber auch denkbar, dass die Sensorgrö¶ße ein entscheidender Faktor für die Auflö¶sung bleibt. So ist es durchaus vorstellbar, dass es bei rasant fallenden Sensorpreisen bzw. neuen Technologien auch im DSLR-Bereich Unterschiede wie bei Klein- bzw. Rollfilm geben k ö¶ n n t e. Im Gegensatz zum Film, wo sich auch für den ambitionierten Amateur eine Projektion mit Mittelformatdias ohne Weiteres lohnt, sehe ich allerdings den großen Sensor im digitalen Bereich eher in Spezialgebieten angesiedelt, zumal eine digitale Projektion in absehbarer Zukunft im Konsumerbereich kaum die 2 Mio Pixel überschreiten wird. Rolf Bü — posted via https://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 26.07.2006 Uhrzeit: 17:47:29 Markus Probst Rolf Büllesfeld schrieb: > Obwohl ich mich nicht nach einem sogen. Vollformat sehne, muss > man fairerweise sagen, dass die voranschreitende Entwicklung > alle Formate betrifft, also auch das sogen. Vollformat. > Es wäre theoretisch denkbar, dass das Überschreiten einer > bestimmten Sensorgrö¶ße keinen nennenswerten Vorteil bringt. Es > wäre aber auch denkbar, dass die Sensorgrö¶ße ein entscheidender > Faktor für die Auflö¶sung bleibt. So ist es durchaus vorstellbar, > dass es bei rasant fallenden Sensorpreisen bzw. neuen > Technologien auch im DSLR-Bereich Unterschiede wie bei Klein- > bzw. Rollfilm geben k ö¶ n n t e. Im Gegensatz zum Film, wo sich > auch für den ambitionierten Amateur eine Projektion mit > Mittelformatdias ohne Weiteres lohnt, sehe ich allerdings den > großen Sensor im digitalen Bereich eher in Spezialgebieten > angesiedelt, zumal eine digitale Projektion in absehbarer > Zukunft im Konsumerbereich kaum die 2 Mio Pixel überschreiten > wird. > Rolf Bü > > — > posted via https://oly-e.de > Hallo Rolf, was die Sensor-Preise angeht wird es jedoch immer diesen Unterschied geben. Im Gegensatz zu Mikroprozessoren, welche ständig billiger werden, wird dies bei diesen Sensoren so nicht der Fall sein. Prozessoren etc. werden vor allem deswegen billiger, weil sie eben kleiner werden. Bei Sensoren mit fest definierter Grö¶ße ist dies nur schwer mö¶glich… Die Anzahl der zu produzierenden Sensoren auf einer Wafer-Scheibe ist daher von Natur aus niedriger, die Ausschussrate hö¶her. Und mit stark fallenden Preisen für Wafer-Scheiben ist eigentlich auch nicht zu rechnen. Vollformat“-Sensoren kö¶nnten das digitale Mittelformat darstellen ——————————————————————————————————————————————
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