Statt Sonntagstatort: Keizai Olympus

Datum: 30.10.2011 Uhrzeit: 20:52:02 Claus Hi, bin auf DPReview über diese Links gestolpert. http://www.japansubculture.com/2011/10/olympus-bringing-it-into-focus-a-special-breach-of-trust/ http://neojaponisme.com/2011/10/23/a-guide-to-the-olympus-mysteries/ Auf Englisch, spannend, journalistisch – klingt nicht unseriö¶s… Gruß, Claus. — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 30.10.2011 Uhrzeit: 23:37:06 Reinhard Wagner Am Sun, 30 Oct 2011 19:52:02 +0100 schrieb Claus: > klingt nicht unseriö¶s… Quatsch. Im einem Artikel wird Humalabo als minor company” bezeichnet die vö¶ö¶lig unbedeutend und überbezahlt war – im anderen als bedeutender Machtfaktor der aufgrund seiner grö¶ße und Anzeigenmacht kritische Berichterstattung der japaner verhindert. Und in beiden wird wieder der Unsinn mit den 620 Millionen Dollar “Beraterhonorar” aufgewärmt die es nie gegeben hat. Diese Artikel sind ein Machwerk von unterbeschäftigten Verschwö¶rungstheoretikern. Herr Woodford hat doch als Beweis für seinen Blö¶dsinn die ganze Zeit mit einem Gutachten von PWC gewedelt. PWC hat soeben die grö¶ßte Fehlleistung der Wirtschaftsprüfungsgeschichte geliefert. Sie haben Fehler von 55 5 Mrd. Euro in der Bilanz der HRE-Bad-Bank nicht bemerkt. Es komme mir keiner mit irgendwelchen Gutachten von Wirtschaftsprüfungsinstituten. KPMG: Wurde von Olympus fallen gelassen nachdem sie 2007 in Amerika wegen Steuerhinterziehung in Hö¶he von 2 5Mrd Dollar angeklagt wurden. In der Folge zahlte KPMG 456 Millionen Dollar und räumte betrügerisches Verhalten ein. PWC: siehe die aktuelle Meldung über den historischen Bilanzfehler in der HRE. Grüße Reinhard Wagner” —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.10.2011 Uhrzeit: 7:52:42 Michael Gerstgrasser Am 30.10.2011, 22:37 Uhr, schrieb Reinhard Wagner : > Am Sun, 30 Oct 2011 19:52:02 +0100 schrieb Claus: > >> klingt nicht unseriö¶s… > > Quatsch. > Sooo besonders seriö¶s” klingen diese Quellen für mich nu eigentlich nicht – da ist ein Auftritt bei FT schon ein anderes Kalieber 😉 > Herr Woodford hat doch als Beweis für seinen Blö¶dsinn die ganze > Zeit mit einem Gutachten von PWC gewedelt. PWC hat soeben die > grö¶ßte Fehlleistung der Wirtschaftsprüfungsgeschichte geliefert. > Sie haben Fehler von 55 5 Mrd. Euro in der Bilanz der HRE-Bad-Bank > nicht bemerkt. Naja Reinhard – wenn die schon die Weltmeister im “Wegschauen” und “nicht sehen wollen/ kö¶nnen” sind dann is der begrabene Hund bei Oly vielleicht noch viiiiiiiiiiiiel dicker – will sagen deren Happataschigkeit kö¶nnt’ ma’ dann in Verbindung mit deiner Argumentation auch als BoomerangArgument sehen Woll’mers ned hoffen ! > Grüße > Reinhard Wagner gruss Michael” —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.10.2011 Uhrzeit: 8:42:41 Reinhard Wagner Am Sun, 30 Oct 2011 23:21:07 +0100 schrieb Nicolaus C. Koretzky: > Hallö¶chen Reinhard, ich weiß über Wirtschaft und was da hinter > verschlossenen Türen gemauschelt wird viel zu wenig, um mir > irgendein Urteil erlauben zu wollen. Aber die Zahlung der 687 > Dollar – teils durch Rückkauf von Aktien, die einen Teil des > Deals darstellten – sind doch von Olympus offiziell bestätigt > worden. Kannst Du mir da eine Quelle geben? Diese Summe ist nämlich ebenfalls Humbug. Diese Summe besteht aus: 15 Mio Cash Aktienoptionen Rückkauf der Aktienoptionen. Und nun hat Woodford kurzerhand die beiden Posten Aktien” und “Rückkauf der Aktien” aus zwei verschiedenen Jahren addiert und Hurra – eine Riesensumme erzeugt. Nur – dass Olympus nun auf einmal die Aktien wieder zurück in den Büchern hat hat er “vergessen” abzuziehen. Dann wäre die Summe um die es geht nämlich auf einmal wesentlich geringer. Versuchen wir den Vorgang mal klar zu machen: A kauft von B ein Grundstück für 100 Euro. C ist der Makler. A gibt C einen Zettel der ihn berechtigt einen Teil des Grundstücks auf eigene Rechnung zu verkaufen. Nach zwei Jahren kommt C zu A und will das Grundstück nun verkaufen. Zwischenzeitlich ist das für A aber ziemlich doof weil A auf dem Grundstück gebaut hat und so kauft er C den Anrechtschein für das Grundstück selber für 30 Euro ab owbohl es zwei Jahre vorher nur 10 Euro wert war. Durch die Überbauung ist das Grundstück aber wertvoller geworden. Wieviel hat nun A gezahhlt? 30 Euro oder 40 Euro? C hat insgesamt nur 30 Euro erhalten weil er den Zettel ja wieder zurückgegeben hat. Wie kommt man überhaupt auf die 40 Euro? Weil A die 10 Euro Wert seinerzeit als Schulden in die Bücher nehmen musste. Und wenn man nun die Zahlen aus den zwei verschiedenen Jahren addiert – siehe da: 40 Euro. Dass nun A wieder ein Grundstück im Wert von 30 Euro in den Büchern hat (das auch noch im Wert steigen kann) und den Schuldschein ausbuchen kann muss man ja nicht erwähnen – kö¶nnte ja ein falscher Eindruck entstehen… grüße Reinhard Wagner” —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.10.2011 Uhrzeit: 13:26:25 Reinhard Wagner Am Mon, 31 Oct 2011 12:03:38 +0100 schrieb Michael Gerstgrasser: > Am 31.10.2011, 07:13 Uhr, schrieb Reinhard Wagner > : > >> >> PWC ist nicht etwa die Firma, die mit der Prüfung des Abschlusses >> von Olympus beauftragt ist, sondern die Firma, die das >> Gefälligkeitsgutachten für Woodford erstellt hat. > > Naja, das mag ja alles sein – nur – ich gehe mal davon aus dass die > Leutz nich jedem Durchgeknallten” ihre prominente Sendezeit für > die Präsentation von irgendwelchem Humbug zur Verfügung stellen > ohne vorher die Eckdaten aus *unabhängiger* Quelle zumindest zu > plausibilisieren Und wie wollen die das machen? Es gab damals keine “unabhängigen Quellen”. Und wenn die angefangen hätten zu recherchieren wäre ihnen der “Knüller” durch die Lappen. Ich habe selber jahrelang für eine Zeitung gearbeitet. Ich habe vor einem halben Jahr damit aufgehö¶rt weil auch dort nicht mehr recherchiert wurde. Gar nicht mehr. Da wurden die Verlautbarungen und Pressemitteilungen übernommen vö¶llig egal wie hanebüchen sie waren. Man hängte an alle Sätze die Lebensversicherung dran “wie xy erklärte” und dann ‘raus damit. Die wollten nicht mal hö¶ren dass sie Mist schreiben. Du überschätzt die heutigen Redaktionen. Recherche kostet Geld und Zeit. Und beides ist Luxus den man sich nicht leisten kann. Reichweite ist wichtiger als alles andere. > Ob ein paar hunder Mille mehr oder weniger verbrannt wurden is ja > nicht der springende Punkt. Doch. Wenn es nämlich wesentlich weniger sind ist es nämlich im Rahmen einer üblichen M&A-Provision und der ganze Unfug entpuppt sich als das was er ist: ein Sturm im Wasserglas. > Hr Ollypus und der Überkonzern würden also aus meiner > unmassgeblichen Sicht sicher gut daran tun die sich auftuenden > Fragen einer leidlich glaubwürdigen Beantwortung zuzuführen – > erfolgt das nicht und werden die Eckdaten auch durch die > offiziellen Untersuchungen bestätigt – wird halt viiiiiel Raum für > unschö¶ne Spekulation überbleiben Ich würde vermuten die Eckdaten werden bestätigt werden – einfach weil Woodford die Zahlen nicht erfunden hat – er hat sie nur falsch zusammengerechnet. Wenn ich nur ansehe was ich an Geld für Fotoequipment in den letzten Jahren ausgegeben habe wird einem schlecht – aber ich habe das Equipment – und es stellt einen Wert dar mit dem ich Geld verdiene. Wenn nun mein interner Finanzvorstand in meinen Büchern ‘rumschnüffelt und die Zahlen zusammenrechnet dann kann da schon ein familieninterner Skandal draus werden – wenn sich mein CFO beharrlich weigert zur Kenntnis zu nehmen dass da Glas in der Fototasche liegt. Man definiert das Zeug einfach als Schrott und schon bin ich der Buhmann. Woodford hat’s genauso gemacht: die eingekauften Firmen kurzerhand als “Handcremehersteller und Tupperware-Fabrikant” bezeichnet. Er hat also kurzerhand ein paar respektable Firmen zu kleinen Klitschen degradiert ihnen jeden Wert abgesprochen und die entsprechende Kaufpreise auf seine negativ-Rechnung draufgeschlagen. Wow! Welch intellektuelle Leistung! Welch fundierte investigative Tat! grüße Reinhard Wagner” —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.10.2011 Uhrzeit: 13:49:59 Michael Gerstgrasser Am 31.10.2011, 12:26 Uhr, schrieb Reinhard Wagner : > Doch. Wenn es nämlich wesentlich weniger sind, ist es nämlich im > Rahmen einer üblichen M&A-Provision und der ganze Unfug entpuppt > sich als das, was er ist: ein Sturm im Wasserglas. > Dein Wort in des SpaghettiMonsters Gehö¶rgang :))) — gruss Michael —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.10.2011 Uhrzeit: 16:57:07 Claus Naja, nur mit dem Argument ‘Woodford bö¶se, KPMG und PWC sowieso und dazu dumm, der Rest ist Bö¶rse/Charts (sowieso bö¶se)’ kann man der Sache doch kaum gerecht werden. In der FTD vom letzten Donnerstag war ein Artikel (zugegeben, nicht von einer Koryphäe des dt. Finanzjournalismus geschrieben) über Missstände in D (Europa-HQ) resp. Europa; http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:korruptionsvorwuerfe-olympus-im-freien-fall/60121955.html Wenn das alles so ist, wie Du schreibst – warum tritt dann ein Aufsichtsrat zurück, warum werden die Bö¶rsenaufsichten aktiv, warum sinkt der Kurs um ca. 40%? Alles Idioten? Es ist doch ein bekanntes Phänomen, dass, wenn es einer Firma gutgeht, die Corporate Governance nachlässt und ‘Buddytum’ einzieht. Jeder Entscheider kann ein Lied davon singen: – Wo bringe ich die VIP-Praktikanten unter, warum muss ich jemanden einstellen, dessen Profil gar nicht passt – Warum kann ich einen guten Fotografen nicht beauftragen und muss stattdessen jemand nehmen, den ein Vorstandsmitglied kennt, dessen Bilder aber so schlecht sind, dass er zwei Tage (bei Events!) braucht, um seine Bilder geschö¶nt abzuliefern (anders als der Profi, der um Mitternacht mit der CF-Karte ankommt und dann in schö¶nem Teamwork die Fotos für den nächsten Tag fertigmacht)? Auf einem hö¶heren, teureren Level: – Jeder aus der Wirtschaft kennt die mysteriö¶sen Kostenstellen, bei deren Nennung im sehr internen Kreis die Silberrückenmännchen sich nur angrinsen, die aber mit Mio. an EUR ausgestattet sind. – Oder die Citywohnung eines Vorstandsmitglieds, die auf Kosten der Firma eingerichtet wird (incl. Kunstwerke und Edelparkett). – Oder das Grabesschweigen, das plö¶tzlich eintritt, wenn man unbefangen fragt, warum denn ein bestimmter Betrag freigezeichnet wurde… etc. Dann tritt der Schweinezyklus ein: Corp. Governance (und Interne Prüfung) werden mächtig, was später dazu führt, dass plö¶tzlich selbst der Geburtstagsblumenstrauß für einen guten Mitarbeiter nicht mehr ‘auf Firma’ bezahlt werden kann… Das war mal ein wenig Nähkästchen:-) Und deswegen kommt mir das, was man derzeit über Olympus liest, gar nicht so unbekannt vor. Unüblich ist, dass jemand an die ö–ffentlichkeit tritt, normalerweise werden die betreffenden Personen entweder in den gut bezahlten Ruhestand gebracht oder bekommen neben einer guten Abfindung auch noch einen Beratervertrag (oder werden wg. guter Korr…, äh, Erfahrung Managing Director der Dependance in Tadschirgistan. Fünf Jahre später (siehe Schweinezyklus) fangen die Neuen dann wieder mit dem Buddytum an:-) Nuff said, Gruß aus Berlin, Claus. — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.10.2011 Uhrzeit: 17:01:06 WolfgangPe Reinhard Wagner” schrieb im Newsbeitrag news:112zqqaxqaejc$.6kxe7pqzb1zc$.dlg@40tude.net… > Wenn nun mein interner > Finanzvorstand in meinen Büchern ‘rumschnüffelt und die Zahlen > zusammenrechnet dann kann da schon ein familieninterner Skandal > draus werden – wenn sich mein CFO beharrlich weigert zur Kenntnis > zu nehmen dass da Glas in der Fototasche liegt. Man definiert das > Zeug einfach als Schrott und schon bin ich der Buhmann. Das Zeug ist Schrott wenn Du damit kein Geld verdienst. Du kannst es auch freundlich totes Kapital nennen aber es ist trotzdem wertlos. > Woodford hat’s genauso gemacht: die eingekauften Firmen kurzerhand als > “Handcremehersteller und Tupperware-Fabrikant” bezeichnet. Er hat > also kurzerhand ein paar respektable Firmen zu kleinen Klitschen > degradiert ihnen jeden Wert abgesprochen und die entsprechende > Kaufpreise auf seine negativ-Rechnung draufgeschlagen. Wie hoch ist der Anteil von Handcreme und Tupperware am Olympus Konzernumsatz? Ich befürchte die Beurteilung mit Schrott ist sehr korrekt. Grüße Wolfgang” —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.10.2011 Uhrzeit: 17:20:49 Michael Gerstgrasser Am 31.10.2011, 15:57 Uhr, schrieb Claus : > Naja, > > nur mit dem Argument ‘Woodford bö¶se, KPMG und PWC sowieso und > dazu dumm, der Rest ist Bö¶rse/Charts (sowieso bö¶se)’ kann man der > Sache doch kaum gerecht werden. > > …. > Nuff said, > schon klar – aber – bis es bestätigte Eckdaten gibt halte ich mich mal an die Unschuldsvermutung und meine eigenen Spekulationen bei mir. Und bis zu diesen bestätigten Eckdaten” wirds wohl noch eine ganze Weile dauern – warten wirs also ab… > posted via http://oly-e.de gruss Michael” —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.10.2011 Uhrzeit: 19:17:12 Reinhard Wagner Am Mon, 31 Oct 2011 16:20:49 +0100 schrieb Michael Gerstgrasser: > Am 31.10.2011, 15:57 Uhr, schrieb Claus > : > >> Naja, >> >> nur mit dem Argument ‘Woodford bö¶se, KPMG und PWC sowieso und >> dazu dumm, der Rest ist Bö¶rse/Charts (sowieso bö¶se)’ kann man der >> Sache doch kaum gerecht werden. >> >> …. >> Nuff said, >> > > schon klar > > – aber – > > bis es bestätigte Eckdaten gibt halte ich mich mal an die > Unschuldsvermutung und meine eigenen Spekulationen bei mir. genau dieses. Es gibt bis jetzt nichts, aber auch gar nichts Belastbares, was in irgendeiner Weise nach kriminellen Machenschaften aussieht. Dass Ermittlungen aufgenommen werden sagt nur das – nicht, dass dabei auch irgendwas gefunden wird. Grüße Reinhard Wagner —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.10.2011 Uhrzeit: 19:17:12 Reinhard Wagner Am Mon, 31 Oct 2011 16:20:49 +0100 schrieb Michael Gerstgrasser: > Am 31.10.2011, 15:57 Uhr, schrieb Claus > : > >> Naja, >> >> nur mit dem Argument ‘Woodford bö¶se, KPMG und PWC sowieso und >> dazu dumm, der Rest ist Bö¶rse/Charts (sowieso bö¶se)’ kann man der >> Sache doch kaum gerecht werden. >> >> …. >> Nuff said, >> > > schon klar > > – aber – > > bis es bestätigte Eckdaten gibt halte ich mich mal an die > Unschuldsvermutung und meine eigenen Spekulationen bei mir. genau dieses. Es gibt bis jetzt nichts, aber auch gar nichts Belastbares, was in irgendeiner Weise nach kriminellen Machenschaften aussieht. Dass Ermittlungen aufgenommen werden sagt nur das – nicht, dass dabei auch irgendwas gefunden wird. Grüße Reinhard Wagner —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.10.2011 Uhrzeit: 19:17:12 Reinhard Wagner Am Mon, 31 Oct 2011 16:20:49 +0100 schrieb Michael Gerstgrasser: > Am 31.10.2011, 15:57 Uhr, schrieb Claus > : > >> Naja, >> >> nur mit dem Argument ‘Woodford bö¶se, KPMG und PWC sowieso und >> dazu dumm, der Rest ist Bö¶rse/Charts (sowieso bö¶se)’ kann man der >> Sache doch kaum gerecht werden. >> >> …. >> Nuff said, >> > > schon klar > > – aber – > > bis es bestätigte Eckdaten gibt halte ich mich mal an die > Unschuldsvermutung und meine eigenen Spekulationen bei mir. genau dieses. Es gibt bis jetzt nichts, aber auch gar nichts Belastbares, was in irgendeiner Weise nach kriminellen Machenschaften aussieht. Dass Ermittlungen aufgenommen werden sagt nur das – nicht, dass dabei auch irgendwas gefunden wird. Grüße Reinhard Wagner —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.10.2011 Uhrzeit: 20:35:12 Roland Franz Hallo Claus, > … und PWC … falscher Zahlen/Gefälligkeitsgutachten zu > zeihen verletzt nach meinem Verständnis aber die Unschulds- > vermutung für die andere Seite recht heftig, oder gilt die > da nicht? Was ist von der Glaubwürdigkeit eines Wirtschaftsprüfungsunternehmens zu halten, die ein Gutachten erstellen und erkennen, das 50 Milliarden Euro mehr vorhanden sind als angegeben? Gruß Roland — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.10.2011 Uhrzeit: 22:27:13 WolfgangPe Reinhard Wagner” schrieb im Newsbeitrag news:1o9ec0huo1vhw.10vq743o2coh3.dlg@40tude.net… > und hast Du schon mal angesehen wieviel Schmiere man bei Medizintechnik > verwendet? Und wer eine > Firma die Plastikbehälter herstellt nicht mit Medizintechnik in > Verbindung bringen kann war noch nie in einem Krankenhaus. Nun ich war früher in fast jedem Krankenhaus in Westdeutschland. Wir haben da auch verkauft. Grüße Wolfgang” —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.10.2011 Uhrzeit: 22:27:13 WolfgangPe Reinhard Wagner” schrieb im Newsbeitrag news:1o9ec0huo1vhw.10vq743o2coh3.dlg@40tude.net… > und hast Du schon mal angesehen wieviel Schmiere man bei Medizintechnik > verwendet? Und wer eine > Firma die Plastikbehälter herstellt nicht mit Medizintechnik in > Verbindung bringen kann war noch nie in einem Krankenhaus. Nun ich war früher in fast jedem Krankenhaus in Westdeutschland. Wir haben da auch verkauft. Grüße Wolfgang” —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.10.2011 Uhrzeit: 22:29:34 WolfgangPe Reinhard Wagner” schrieb im Newsbeitrag news:vfh281jjb31h.j0ioff2sytly$.dlg@40tude.net… > Hast Du dagegen irgendeine Unterlage gefunden die die von > Woodford behaupteten Vorgänge stützt? Es wird ja auch noch gesucht: According to The New York Times the Securities and Exchange Commission and the Federal Bureau of Investigation are looking into the Company’s $687 million payout to Axes America. The F.B.I according to the Times began its examination soon after Olympus fired its chief executive who had confronted the Company’s chairman about the suspect payouts (the Company’s chairman has also resigned). According to the Times “it is believed that federal authorities are possibly interested in whether the fees amounted to money laundering or other illicit acts.” If you purchased or own Olympus stock and want to discuss your legal rights at no cost and without obligation please contact Joseph Gentile at Sarraf Gentile LLP (telephone: 212-868-3610; e-mail: joseph@sarrafgentile.com). Grüße Wolfgang” —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.10.2011 Uhrzeit: 24:22:25 Claus Reinhard Wagner schrieb: > Am Mon, 31 Oct 2011 21:14:13 +0100 schrieb Claus: > >> Ach menno… >> >> auf Stammtischniveau kann man trefflich und hitzig streiten. > > Klar doch. 🙂 >> >> Es ist genauso fiktional, bei Olympus jetzt Yakuza oder >> Korruption zu unterstellen, wie Woodford einen Ego-Trip, >> enttäuschte Karriereerwartung, Lügen oder Erpressung anzudichten. > > Lies den Brief. Wenn Du den gelesen hast, dann erklär mir bitte, > was der Brief sonst sein soll? In diesem Brief drohte Woodford > Herrn Kikukawa mit der Verö¶ffentlichung von seiner Meinung nach > ehrenrührigen und kriminellen Vorgängen, falls er nicht sein Amt > zur Verfügung stellen würde. Das ist für mich eine klare > Erpressung. Was ist das für Dich? > Ich nehme an, Du meinst den Brief vom 11.Oktober, dort vorletzter Absatz: In putting the company first the honourable way forward would be for you and Mori-san to face the consequences of what has taken place which is a shameful saga by any stretch of the imagination. It is clear that the current situation is now untenable and to move forward positively the necessary course of action is for you both to tender your resignations from the Board. This approach would allow the situation to be managed in a discreet manner and minimise the reputational damage to both Olympus and yourselves. If your resignations are not forthcoming then there is a principal obligation upon me in respecting my fiduciary duties to raise with the appropriate parties my fundamental concerns in relation to the governance of the company.” Hmm schau aber auch auf den Riesenverteiler: “cc: Olympus Corporation Board: Mr Hisashi Mori Group President – Group Management Office Mr Haruhito Morishima Group President – Medical Business Group Mr Kazuhisa Yanagisawa Group President – Corporate R&D Center Mr Shuichi Takayama Group President – Imaging Business Group Mr Takashi Tsukaya Group President – Corporate Monozukuri Innovation Center Mr Makoto Nakatsuka Group President – Corporate Center Mr Masataka Suzuki Group President – Asia & Oceania Management Group Mr Shinichi Nishigaki Group President – Life & Industrial Business Group Mr Hironobu Kawamata Group Vice President – Corporate Center Mr Karl Watanabe President – Corporate Olympus Corporation of the Americas Mr Hideo Yamada Standing Corporate Auditor Mr Tadao Imai Standing Corporate Auditor Mr Hiroshi Kuruma Outside Director Mr Yasuo Nakamura Outside Corporate Auditor Ernst & Young managing partners Japan Europe and the United States: Mr J Turley Global Chairman & CEO Ms V Cochrane Global Managing Partner Global Quality & Risk Management Mr Y Kato Area Managing Partner – Japan Area Mr S Howe Jr Area Managing Partner – Americas Mr M Otty Area Managing Partner – EMEIA Mori Hamada & Matsumoto: Mr Takashi Miyatani Partner Attorney at Law” Das ist keine ‘Erpressung’ – die wäre an die beiden Betreffenden direkt und sonst niemanden (außer vielleicht noch ein zwei vom supervisory board) gegangen. Mit dieser ö–ffentlichkeit des Verteilers aber – Berichtslinie nach oben plus horizontale Ebene plus Management eine Stufe tiefer plus Ernst&Young plus Anwalt – hat er die Vorgänge maximal firmenintern ö¶ffentlich gemacht. Das war mö¶glicherweise sein ‘Brandbrief’ nach dem niemand mehr hätte mauscheln kö¶nnen; der Konflikt wäre aber trotzdem noch – siehe resignation discreet manner minimize (…) damage – firmenintern handhabbar gewesen. Kenne mich mit der genauen Struktur von Olympus allerdings nicht genug aus; es gibt ja immer noch weitere Player. Wenn ein Meister in einer Autowerkstatt einem der Teilhaber der Firma privat sagt ‘ich weiß was Du gestern gemacht hast – mach mich zum Teilhaber’ ist es Erpressung; wenn der Meister dagegen den Chef alle Teilhaber die anderen Meister und seinen/den Firmenanwalt anschreibt ‘ich weiß was er gestern gemacht hat er soll zurücktreten’ ist das etwas anderes. Finde ich Claus:-) posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 31.10.2011 Uhrzeit: 24:58:28 Claus Michael Gerstgrasser schrieb: > Am 31.10.2011, 23:22 Uhr, schrieb Claus > : > >> Mit dieser ö–ffentlichkeit des Verteilers aber… >> hat er die Vorgänge maximal >> firmenintern ö¶ffentlich gemacht. Das war mö¶glicherweise sein >> ‘Brandbrief’, nach dem niemand mehr hätte mauscheln kö¶nnen; > > Wissen wir denn genau, wieviel davon nicht eh schon wirklich (!) > ö¶ffentlich war (die angeblich anlässlichen Medienberichte die den > EnglishMann angeblich erst aufmerksam gemacht hätten) ? > Genau darum geht es doch. So einen Brief mit diesem Verteiler schreibt man nicht, wenn man plö¶tzlich eine bisher unbekannte Schweinerei entdeckt hat, sondern wenn’s eh schon die Spatzen von den Dächern pfeifen. Die Sache kann auch dann noch intern geregelt werden – wenn die Verantwortlichen aufs Abstellgleis geschoben werden und der Rest dann mauert, kriegt der Journalist keine Schlagzeile zusammen und der Fondsmanager hat keinen Grund, die Olympus-Aktien abzustoßen. Claus. — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 01.11.2011 Uhrzeit: 7:21:25 Katharina Noord Claus schrieb: > Genau darum geht es doch. So einen Brief mit diesem Verteiler > schreibt man nicht, wenn man plö¶tzlich eine bisher unbekannte > Schweinerei entdeckt hat, Ich weise bei dieser Gelegenheit nochmal darauf hin, dass unter dem Brief keine Unterschrift ist. Das kann jederzeit geschrieben worden sein, auch erst nach dem Rauswurf. Das kann sein, dass das bloß die Kopie auf dem Rechner war, die nachträglich mit dem Verteiler versehen wurde ursprünglich aber nur zwei der Herren erreichte. Der Brief aus dem internet kann jederzeit und überall geschrieben worden sein und selbst noch mö¶glich, dass Woodford selbst die Informationen an die Presse gespielt hat, um im machtpoker den Druck zu erhö¶hen – eben genau wie es eben mö¶glich wäre, dass ein oder mehrere Board-Members richtig fett Dreck am Stecken haben. Ohne Unterschrift ist so ein Papier wertlos. Ich behalte übrigens (und meine Kollegen auch) immer eine unterschriebene Kopie von Briefen. Früher in Papierform, heute eingescannt als PDF im entsprechenden Dossier. Es sollte mich wundern, wenn ein erfahrener Manager dazu zu blö¶d wäre. lg, Katharina — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 01.11.2011 Uhrzeit: 9:29:52 Reinhard Wagner Am Mon, 31 Oct 2011 23:22:25 +0100 schrieb Claus: > ist das etwas anderes. Was genau? Der Tatbestand der Erpressung zielt nicht auf die Heimlichkeit derselben ab, sondern auf das Drohen mit einem für den Erpressten fatalen Ereignis. Durch den Verteiler hat Woodford im Gegenteil alles dafür getan, dass die Sache eben NICHT gütlich ausgehen konnte. Das wäre vielleicht in Europa mö¶glich gewesen, aber nicht in Japan. grüße Reinhard Wagner —————————————————————————————————————————————— Datum: 01.11.2011 Uhrzeit: 11:32:36 Roland Franz Hallo Peter, > Oder, um Deine Frage umzuformulieren: Was ist von der > Glaubwürdigkeit eines Wirtschaftsprüfungsunternehmens zu halten?” Nun die Antwort ist ganz einfach: Nichts! Die ganze Testiere- und Gutachterei ist die perfekte Mö¶glichkeit viel Geld zu verdienen _ohne das geringste_ Risiko. Gruß Roland posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 01.11.2011 Uhrzeit: 11:50:20 Reinhard Wagner Am Tue, 01 Nov 2011 10:32:36 +0100 schrieb Roland Franz: >> Oder, um Deine Frage umzuformulieren: Was ist von der >> Glaubwürdigkeit eines Wirtschaftsprüfungsunternehmens zu halten?” > Nun die Antwort ist ganz einfach: > Nichts! > Die ganze Testiere- und Gutachterei ist die perfekte Mö¶glichkeit > viel Geld zu verdienen _ohne das geringste_ Risiko. *unterschreib* Grüße Reinhard Wagner” —————————————————————————————————————————————— Datum: 02.11.2011 Uhrzeit: 10:33:46 Michael Lindner …. deshalb wäre es ja auch vielleicht besser, dieses Thema eine Zeitlang ruhen zu lassen, bis man Genaueres weiß. Dazu gehö¶rt aber auch, weder Herrn Woodward als bö¶se” oder verblö¶det abzukanzeln (was ein bischen an die Western der Anfangszeit erinnert der Held (Olynmpus) in Weiß die Bö¶sen (Woodward) in tiefstes Schwarz gekleidet) noch anderen Theorien nachzuhängen. Grüße Michael Lindner posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 02.11.2011 Uhrzeit: 10:39:47 Michael Lindner Peter Eckel schrieb: > Es empfiehlt sich, die Aussagen jedes derart aufgestellten > Instituts genau in diesem Lichte zu hinterfragen. Oft bleibt dann > nicht viel übrig. …. wenn man denn so viel Zeit (und die notwendigen Informationen) hat; aber unser Wirtschaftssystem ist nunmal so aufgebaut, dass Banken solche Testate verlangen. Dass solche Fehler passieren – bitter (vor allem für die testierende Firma in allen Folgen);, das muss aber nicht heißen, dass jetzt sämtliche Dinge damit automatisch auch falsch sind. Manchmal erinnern mich manche Forendiskussionen doch ans tiefste Mittelalter. Wenn alle die, wo Fehler passiert sind, automatisch aus dem großen Rennen” ausscheiden würde hätten wir ganz schnell gar keine Alternativen mehr und die Wirtschaft wäre komplett handlungsunfähig. Damit müssen wir wohl leben. Grüße Michael Lindner posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 02.11.2011 Uhrzeit: 10:39:47 Michael Lindner Peter Eckel schrieb: > Es empfiehlt sich, die Aussagen jedes derart aufgestellten > Instituts genau in diesem Lichte zu hinterfragen. Oft bleibt dann > nicht viel übrig. …. wenn man denn so viel Zeit (und die notwendigen Informationen) hat; aber unser Wirtschaftssystem ist nunmal so aufgebaut, dass Banken solche Testate verlangen. Dass solche Fehler passieren – bitter (vor allem für die testierende Firma in allen Folgen);, das muss aber nicht heißen, dass jetzt sämtliche Dinge damit automatisch auch falsch sind. Manchmal erinnern mich manche Forendiskussionen doch ans tiefste Mittelalter. Wenn alle die, wo Fehler passiert sind, automatisch aus dem großen Rennen” ausscheiden würde hätten wir ganz schnell gar keine Alternativen mehr und die Wirtschaft wäre komplett handlungsunfähig. Damit müssen wir wohl leben. Grüße Michael Lindner posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 02.11.2011 Uhrzeit: 11:06:11 Reinhard Wagner Am Wed, 02 Nov 2011 09:39:47 +0100 schrieb Michael Lindner: > Peter Eckel schrieb: > >> Es empfiehlt sich, die Aussagen jedes derart aufgestellten >> Instituts genau in diesem Lichte zu hinterfragen. Oft bleibt dann >> nicht viel übrig. > > … wenn man denn so viel Zeit (und die notwendigen > Informationen) hat; aber unser Wirtschaftssystem ist nunmal so > aufgebaut, dass Banken solche Testate verlangen. Nope. Nicht die Banken verlangen die Bilanzprüfung sondern die Gesetzgebung. (in Deutschland: z.B. §6 PublG, §§316ff HGB etc…) grüße Reinhard Wagner —————————————————————————————————————————————— Datum: 02.11.2011 Uhrzeit: 14:08:56 Michael Lindner …. wir brauchen das ja jetzt nicht unnö¶tig ausweiten Aber: Die Führumng eines Filialunternehmens erhält über die internen Firmennachrichten die Mitteilung eines Zukaufs, mehr aber auch nicht. Dadurch erhält aber die Filiale inklusive der Leitung noch nicht Einblick in die konkreten Verkaufsunterlagen (so jedenfalls hier meistens in Deutschland); daneben gibt es natürlich die firmeninterne Klatschpostille, von der auch leitende Angestellte nicht ausgenommen sind (= Gerüchteküche). Der Vergleich mit dem Familienunternehmen Unternehmen Familie Lindner” überzeugt mich daher nicht so richtig. Und auch wenn es so wäre wäre das ein ziemlicher Vertrauensverlust zwischen mir und meiner Frau bzw. zwischen Olympus Japan und Europa da sollte man sich in japan dann nicht immer auf die bessere Firmenkultur in Abgrenzung zu den etwas zu direkten Europäern berufen – die Zeiten der edlen zurückhaltenden Kulturtradition sind auch da (leider) lange vorbei. Grüße Michael Lindner posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 02.11.2011 Uhrzeit: 14:08:56 Michael Lindner …. wir brauchen das ja jetzt nicht unnö¶tig ausweiten Aber: Die Führumng eines Filialunternehmens erhält über die internen Firmennachrichten die Mitteilung eines Zukaufs, mehr aber auch nicht. Dadurch erhält aber die Filiale inklusive der Leitung noch nicht Einblick in die konkreten Verkaufsunterlagen (so jedenfalls hier meistens in Deutschland); daneben gibt es natürlich die firmeninterne Klatschpostille, von der auch leitende Angestellte nicht ausgenommen sind (= Gerüchteküche). Der Vergleich mit dem Familienunternehmen Unternehmen Familie Lindner” überzeugt mich daher nicht so richtig. Und auch wenn es so wäre wäre das ein ziemlicher Vertrauensverlust zwischen mir und meiner Frau bzw. zwischen Olympus Japan und Europa da sollte man sich in japan dann nicht immer auf die bessere Firmenkultur in Abgrenzung zu den etwas zu direkten Europäern berufen – die Zeiten der edlen zurückhaltenden Kulturtradition sind auch da (leider) lange vorbei. Grüße Michael Lindner posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 02.11.2011 Uhrzeit: 14:47:32 Reinhard Wagner Am Wed, 02 Nov 2011 12:54:56 +0100 schrieb Roland Franz: > Ich habe mich immer gefragt warum die Banken nicht selbst diese > Prüfungen durchführen anstatt damit andere Unternehmen zu > beauftragen. Weil eine bank sich erst sekundär für Bilanzen interessiert. Hat hier schonmal jemand eine Bilanz einer Aktiengesellschaft erstellt? Oder gar einer Holding? Schon mal was von kreativer Buchhaltung gehö¶rt? oder von unterschiedlichen Bilanzierungsregeln, je nachdem ob man nach amerikanischem oder deutschem Standard bilanziert? Auch Banken haben keine Lust, sich durch solche Bilanzen durchzukämpfen. Die lassen sich das geben, was sie interessiert, und am besten gleich noch ‘ne entsprechende Sicherheit und die Bilanz geht in den Akt, weil das so sein muss. Lesen tut das keiner. Die Testierung ist aus anderen Gründen wichtig: – Wenn der Vorstand entlastet werden soll. – Als Lebensversicherung für den Aufsichtsrat, der die Bilanz unterschreiben muss – Als Arbeitserleichterung für das Finanzamt. Grüße Reinhard Wagner —————————————————————————————————————————————— Datum: 02.11.2011 Uhrzeit: 19:06:13 Michael Lindner …. nur kurz: Das ist mir natürlich bewusst (Rechte und Pflichten); ich hatte es aber falsch verstanden, ich hatte die Formulierungen so verstanden, als hätte Herr W. das (Einzelheiten über den Zukauf in Japan) vor seinem Aufstieg und Wechsel nach Japan wissen müssen. Danach gehö¶rte es natürlich zu seinen Aufgaben (was die japanische Führung aber anders sah, denn man hat ihm ja anscheinend geraten, davon die Finger zu lassen). Wenn das allerdings alles so einfach zu lesen” wäre hätten es doch aber noch viel mehr Spatzen früh genug von den Dächern pfeiffen müssen denn die Billanz wurde ja regulär verö¶ffentlicht. Grüße Michael Lindner posted via http://oly-e.de” —————————————————————————————————————————————— Datum: 02.11.2011 Uhrzeit: 19:52:12 Reinhard Wagner Am Wed, 02 Nov 2011 18:06:13 +0100 schrieb Michael Lindner: > Danach gehö¶rte es natürlich zu seinen > Aufgaben Nein, es gehö¶rte auch schon vorher zu seinen Aufgaben. Nochmal: er war Europa-Chef und kam aus der Medizinsparte. Genau dort wurde Gyrus integriert. Diese Integration ist auch seine Aufgabe gewesen. Es wäre natürlich eine gute Idee, die in diesem Zusammenhang stehenden Teile der Bilanz zumindest mal gelesen zu haben. Gyrus wurde ja nicht als selbständige Company neben Olympus weitergeführt, sondern in das Europageschäft integriert. Und was ihm wer in Tokio gesagt hat, oder nicht, ist Spekulation. Grüße Reinhard Wagner —————————————————————————————————————————————— Datum: 02.11.2011 Uhrzeit: 20:37:20 Michael Lindner …. Dank für die Informationen Grüße Michael Lindner — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 02.11.2011 Uhrzeit: 22:22:03 Michael Gerstgrasser Am 02.11.2011, 20:41 Uhr, schrieb Reinhard Wagner : > Am Wed, 02 Nov 2011 19:04:12 +0100 schrieb Michael Gerstgrasser: > >> Der Link würde mich interessieren – hab ich offenbar überlesen – >> würdest du ihn nochmals ausgraben bitte ? >> >> Auf *die* Interpreatation bin ich dann doch echt gespannt! > > http://ictk.ch/content/aktion%E4re-machen-druck-auf-olympus > > That’s all. Dumm gelaufen. Wenn die Oly-Manager seinerzeit gewusst > hätten, dass die Optionen eineinhalb Jahre später das dreifache > wert sein würden, hätten sie sicher nicht so viele Optionen > ausgespuckt – aber wer wusste das 2008? > Es behauptet keiner, dass das eine Ruhmestat vorausschauender und > hellsichtiger Unternehmensführung war. Aber es ist auch nicht > kriminell – und darum geht’s. Und wenn jemand seine Aktienoptionen > zieht, dann hat das auch nichts mit Beraterhonorar” zu tun. Und > die 620 Mios sind ja nicht weg – sondern sie sind nach wie vor im > Unternehmen in Form von Anteilen – bis Woodford auf die brillante > Idee kam den Aktienkurs um 50% einbrechen zu lassen…. Mercie ! Soweit so (un)klar: – Laut Link war die Berechnungsbasis – also der Verkaufswert der Fa. als Basis der Honorarberechnung ja bereits um knapp 60% *über* Bö¶rse angesetzt – daraus würde ich mal ableiten dass nicht “nur” 35% Provision bezahlt wurden sondern eigentlich 56% – oder lieg’ ich da falsch? – Lässt man mal die (nicht ganz unheikle) Frage wodurch der Firmenwert nach Kauf inner 1 5 Jahren so exorbitant – nämlich auf 350% – gestiegen sein soll (so dass die gut 400 Mille RückKaufEinCashing generiert werden konnten) ausser Acht dann sinds ja immer noch gut 12 % oder aber auf Bö¶rsenkurs bezogen 20% auf der KaffeeRechnung – In jedem Falle ein nettes eher unübliches Trinkgeld – oder lieg ich da falsch? > Grüße > Reinhard Wagner gruss Michael” —————————————————————————————————————————————— Datum: 02.11.2011 Uhrzeit: 22:22:03 Michael Gerstgrasser Am 02.11.2011, 20:41 Uhr, schrieb Reinhard Wagner : > Am Wed, 02 Nov 2011 19:04:12 +0100 schrieb Michael Gerstgrasser: > >> Der Link würde mich interessieren – hab ich offenbar überlesen – >> würdest du ihn nochmals ausgraben bitte ? >> >> Auf *die* Interpreatation bin ich dann doch echt gespannt! > > http://ictk.ch/content/aktion%E4re-machen-druck-auf-olympus > > That’s all. Dumm gelaufen. Wenn die Oly-Manager seinerzeit gewusst > hätten, dass die Optionen eineinhalb Jahre später das dreifache > wert sein würden, hätten sie sicher nicht so viele Optionen > ausgespuckt – aber wer wusste das 2008? > Es behauptet keiner, dass das eine Ruhmestat vorausschauender und > hellsichtiger Unternehmensführung war. Aber es ist auch nicht > kriminell – und darum geht’s. Und wenn jemand seine Aktienoptionen > zieht, dann hat das auch nichts mit Beraterhonorar” zu tun. Und > die 620 Mios sind ja nicht weg – sondern sie sind nach wie vor im > Unternehmen in Form von Anteilen – bis Woodford auf die brillante > Idee kam den Aktienkurs um 50% einbrechen zu lassen…. Mercie ! Soweit so (un)klar: – Laut Link war die Berechnungsbasis – also der Verkaufswert der Fa. als Basis der Honorarberechnung ja bereits um knapp 60% *über* Bö¶rse angesetzt – daraus würde ich mal ableiten dass nicht “nur” 35% Provision bezahlt wurden sondern eigentlich 56% – oder lieg’ ich da falsch? – Lässt man mal die (nicht ganz unheikle) Frage wodurch der Firmenwert nach Kauf inner 1 5 Jahren so exorbitant – nämlich auf 350% – gestiegen sein soll (so dass die gut 400 Mille RückKaufEinCashing generiert werden konnten) ausser Acht dann sinds ja immer noch gut 12 % oder aber auf Bö¶rsenkurs bezogen 20% auf der KaffeeRechnung – In jedem Falle ein nettes eher unübliches Trinkgeld – oder lieg ich da falsch? > Grüße > Reinhard Wagner gruss Michael” —————————————————————————————————————————————— Datum: 02.11.2011 Uhrzeit: 25:08:59 Reinhard Wagner Am Wed, 02 Nov 2011 22:32:55 +0100 schrieb Michael Gerstgrasser: > Und wo lässt du dabei die restlichen Beraterhonorare – ich komme > auf minimal 12% und ein paar zerquetschte ? Verzeihung, die 15 Mio Cash habe ich unter den Tisch fallen lassen. Sorry. Die fallen unter Spesen…. 😉 Wie allerdings die Wertsteigerung ermittelt worden ist, ist mir vö¶llig unbekannt. Der Handel mit Gyrus-Aktien ist nach der Übernahme durch Olympus eingestellt worden, offensichtlich hat Olympus alle Aktien vom Markt genommen, es gibt demzufolge keinen Bö¶rsenkurs mehr. Es kö¶nnte sein, dass hier der Hase im Pfeffer liegt: Woodford hat ja geschrieben, dass die AXAM damit drohte, die Aktienoptionen auf den Markt zu werfen, was bedeutete, dass Olympus auf einmal einen Konkurrenten in der Firma hätte bekommen kö¶nnen. Da müsste man nun den Bilanzwert der Gyrus kennen, um das beurteilen zu kö¶nnen, bzw eine Bewertung der Gyrus zum Zeitpunkt des Ausübens der Aktienoptionen vorliegen haben. Und da haben wir den nächsten Stolperstein. Die Bewertung einer Aktie, die nicht frei gehandelt wird, ist Kaffeesatzleserei. Es gibt da etwa ein halbes Dutzend verschiedener Verfahren – und keines davon erhebt den Anspruch wirklich gültig zu sein. Meistens läuft es darauf hinaus, dass derjenige, der am längeren Hebel sitzt, den Preis bestimmt. Anscheinend war es aber Olympus sehr viel Geld wert, alleiniger Herr im Haus zu bleiben. Da kö¶nnen Patente oder spezielle Entwicklungen eine Rolle spielen, die nach Mö¶glichkeit keinem Konkurrenten in die Hände fallen sollten. Das ist aber alles pure Spekulatius…. grüße Reinhard Wagner —————————————————————————————————————————————— Datum: 03.11.2011 Uhrzeit: 8:38:06 Reinhard Wagner Am Thu, 03 Nov 2011 06:29:53 +0100 schrieb Michael Gerstgrasser: > – also : warum nur bei allen Sternengö¶ttern braucht der Herr > Ollypus für so eine Lapalie so lang ? Im Augenblick hängt’s ja nicht bei Olympus, sondern bei der beauftragten, externen Prüfungsfirma. Wenn unsere Schlußfolgerungen korrekt sind, haben die genau das Problem, das ich angesprochen habe: um die ganze Sache zu bewerten, müssen Sie den tatsächlichen” Wert von Gyrus zum Zeitpunkt der Ausgabe der Aktienoptionen und zum Zeitpunkt des Rückkaufs ermitteln. Und es geht hier nicht um den Bö¶rsenwert sondern um den tatsächlichen Unternehmenswert. (Derzeit hat Facebook einen ähnlichen Bö¶rsenwert wie Volkswagen. Der tatsächliche Zerschlagungswert liegt aber nahe Null weil das einzige Asset von Bedeutung die Gebäude der Serverfarmen sind. Wenn Facebook aus irgendwelchen Gründen nicht mehr hip ist ist von heute auf morgen Schicht im Schacht.) Und um den auch nur halbwegs sicher zu ermitteln ist eigentlich eine zweifache Due Dilligence nö¶tig. Das ist eine Mammutaufgabe. (Wenn unsere Vermutung zutrifft geht es dabei auch um die Bewertung von Patenten und Entwicklungen aus damaliger Sicht. Das ist extrem schwierig.) Und erst wenn die beiden Unternehmenswerte halbwegs wasserdicht ermittelt worden sind – und fest steht welche Informationen dem Olympus-Board zu welchem Zeitpunkt zur Verfügung standen – kann beurteilt werden ob die ganze Sache einfach nur dumm gelaufen ist oder ob da wirklich jemand einen auffällig miesen Deal abgeschlossen hat um ein paar Kumpels die fette Kohle ‘rüberzuschieben. Woodford hat sich diese Arbeit auf jeden Fall nicht gemacht denn dann wäre sein Schreiben wesentlich kürzer gewesen – es hätte aus vier Zahlen bestehen kö¶nnen: Jeweils den entsprechenden tatsächlichen Unternehmenswerten und den geflossenen Zahlungen. Den Unternehmenswert von Gyrus hat er aber vö¶llig ausgeklammert er hat lediglich auf den Kaufpreis abgestellt. grüße Reinhard Wagner” —————————————————————————————————————————————— Datum: 03.11.2011 Uhrzeit: 9:26:02 Nicolaus C. Koretzky Reinhard Wagner schrieb: Den Unternehmenswert von Gyrus hat er aber vö¶llig > ausgeklammert, er hat lediglich auf den Kaufpreis abgestellt. Wieso? Der Kaufpreis lag doch auch schon – wenn ich mich recht erinnere – mehr als 50 Prozent über dem damaligen und immer noch mehr als 30 Prozent über dem All-Time-High des Wertes der Gyrus-Aktien. — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 03.11.2011 Uhrzeit: 9:26:02 Nicolaus C. Koretzky Reinhard Wagner schrieb: Den Unternehmenswert von Gyrus hat er aber vö¶llig > ausgeklammert, er hat lediglich auf den Kaufpreis abgestellt. Wieso? Der Kaufpreis lag doch auch schon – wenn ich mich recht erinnere – mehr als 50 Prozent über dem damaligen und immer noch mehr als 30 Prozent über dem All-Time-High des Wertes der Gyrus-Aktien. — posted via http://oly-e.de —————————————————————————————————————————————— Datum: 03.11.2011 Uhrzeit: 10:39:47 Reinhard Wagner Am Thu, 03 Nov 2011 08:26:02 +0100 schrieb Nicolaus C. Koretzky: > Den Unternehmenswert von Gyrus hat er aber vö¶llig > >> ausgeklammert, er hat lediglich auf den Kaufpreis abgestellt. > > Wieso? Der Kaufpreis lag doch auch schon – wenn ich mich recht > erinnere – mehr als 50 Prozent über dem damaligen und immer noch > mehr als 30 Prozent über dem All-Time-High des Wertes der > Gyrus-Aktien. Bö¶rsenwert und Unternehmenswert haben in vielen Fällen nur wenig miteinander zu tun. Sobald die Aktien mal vom Unternehmen verkauft sind, sind sie im Wesentlichen Wettscheine auf eine zukünftige Nachfrageentwicklung an dieser Aktie. Das hat mit dem realen Wert des Unternehmens nichs zu tun. In diesem Fall hat aber Olympus alle Aktien vom Markt genommen und damit gibt es keinen Bö¶rsenwert mehr und keine Marktkapitalisierung. Da Olympus das von vornherein vor hatte ist der Bö¶rsenwert vor Kauf für die Betrachtung vö¶llig irrelevant, da die Wettscheine” ja nicht mehr gehandelt werden es demzufolge auch keinen Erwartungswert der Aktie mehr gibt. Das Einzige was interessant ist ist der tatsächliche Unternehmenswert. Und genau diesen hat eben Woodford nicht angegeben – (genausowenig wie er bei den anderen kritisierten Übernahmen den jeweiligen Unternehmenswert angegeben hat was aber zur Beurteilung ob diese Unternehmen zu teuer eingekauft wurden essentiell ist. Allein die Mitteilung eine Firma würde “Tupperware” herstellen ist jetzt kein Argument dagegen diese zu kaufen. Übrigens: Tupperware hat 2000 auch eine Kosmetikfirma gekauft um sich breiter aufzustellen. Der Kosmetikbereich bringt mittlerweile die Hälfte des Gewinnes bei nur einem Viertel des Gesamtumsatzes von über 2 Mrd Dollar…) grüße Reinhard Wagner” ——————————————————————————————————————————————

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Ich bin hier der Chef.

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