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Bilderforen vor dem Aus - auch oly-e.de

Derzeit wird in Brüssel eine Urheberrechtsreform verhandelt. Besonders kritisch ist dabei Artikel 13, der eine Filterpflicht für Useruploads vorsieht. Das bedeutet, ich muss als Plattformbetreiber - und nichts anderes ist oly-e - sicherstellen, dass kein Content hochgeladen werden kann, der anderweitig urheberrechtlich geschützt ist. Und zwar durch automatische Filter. Tue ich das nicht, bin ich persönlich dafür haftbar, dass auf oly-e.de durch User keine Urheberrechtsverletzungen begangen werden.

Die Bundesregierung will für "Nicht kommerzielle Online-Nachschlagewerke" aka Wikipedia eine Ausnahme machen - womit wir zumindest mit der Olypedia auf der sicheren Seite wären. Für das Forum gibt es aber leider keine Ausnahme, weil oly-e beim besten Willen nicht unter "Forschungsrepositorium" fällt.

Wenn also das Urheberrecht in der Fassung, die derzeit besprochen wird, kommen wird, wird oly-e die Pforten dicht machen. Gegen diesen Artikel 13 ist die DSGVO ein laues Lüftchen, dann natürlich kann ich nicht den ganzen Content VOR der Veröffentlichung durch einen automatischen Filter laufen lassen, der überprüft, ob ein ähnliches Bild oder ein ähnlicher Text (Schöpfungshöhe beachten...) vielleicht irgendwo schon mal hochgeladen wurde.

Wer mehr dazu wissen will:
https://blog.wikimedia.de/2018/05/02/danke-aber-das-reicht-nicht-nouploa...

Ich kann niemanden zwingen aktiv zu werden - im Falle "#NoToWar" war das eher eine Art Rohrkrepierer. Aber vielleicht läuft das ja bei "#NoUploadFilter" besser - denn die Auswirkungen des Gesetzes wären unmittelbar: alle kleinen Foren in Europa, die sich die Filter und Serverstruktur nicht leisten können, müssten dichtgemacht werden.

Nachtrag: wie sich die DSVGO mit einem automatischen Filter vertragen soll, der weltweit nach gleichen, urheberrechtlich geschützten Bildern suchen soll, ist vermutlich das Geheimnis der Brüsseler Gesetzeschreiber.

Kommentare

Bild des Benutzers pitphotography

Eine schleichende Art der Zensur :-(

Fotografie ist meine liebste Freizeitbeschäftigung:-)

Bild des Benutzers Andy

Bild: 

durch einen automatischen Filter laufen lassen, der überprüft, ob ein ähnliches Bild oder ein ähnlicher Text (Schöpfungshöhe beachten...) vielleicht irgendwo schon mal hochgeladen wurde.

Da es auch Text begrift, würde das ja praktisch jedes Forum betreffen - damit wäre das Ende der freien Foren im Internet eingeläutet!
Davon abgesehen werden in den allermeisten Foren auch Bilder hochgeladen (und sei es nur als Avatar-Bild) - würde dann ja auch treffen.
Irgendwie ist das noch unausgegorener als DSGVO...

Andy
imkopfschüttelmodus

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

Ja, genau das ist die Folge. Wenn diese Urheberrechtssache kommt, ist das "Web 2.0" mit Userinteraktion Geschichte. Wir sind wieder auf dem Stand von vor einem Vierteljahrhundert, als es fast nur statische Webseiten gab. Kommentarmöglichkeiten gibt's dann nicht mehr.
Ich war geneigt, hier eine böse Absicht zu wittern - aber nachdem jetzt rauskam, dass Herr Voss, der maßgeblich für diesen Dummfug verantwortlich ist, das gar nicht selber geschrieben hat, sondern schreiben hat lassen - und nicht mal weiß, dass der Gag an Wikipedia ist, dass da jeder was reinschreiben kann - bin ich geneigt, nicht an böse Absicht, sondern schlicht an ein Informationsdefizit zu glauben.

Also wenn ihr einen MdB oder MdEP kennt, erklärt ihnen mal, wie das #Neuland funktioniert.

r.w. admin.

Bild des Benutzers Blende 8

wer hat denn den Anstoß gegeben? Kann doch nur jemand sein, der mit den Filtern fett Kohle macht. Und wer fällt mir da ein???
Server nach Nordkorea umziehen, da hat die EU keinen Zugriff und der kleine Kim freut sich.

Diese Welt macht keinen Spaß mehr, ich gehe mir eine neue suchen.

Gruß Rudolf

#NoUploadFilter

Bild des Benutzers pitphotography

Diese Welt macht keinen Spaß mehr, ich gehe mir eine neue suchen.

Wo? Auf dem Mars? ;-)

Habe auf der Zeit, die Reinhard verlinkt hat, gelesen. Das betrifft, so wie ich verstanden habe, auch auf den Text. Nicht nur auf das Bild.

So kann es Beispielsweise sein, dass man zum Bild bei einem Text aufpassen muss, keinen Ausschnitt aus einer Lyrik zu entnehmen, um das eingestellte (den man natürlich selbst erstellt/fotografiert/komponiert hat) zu betonen oder die Aussage zu verstärken.

Da treiben Politiker immer mehr seltsame Ideen, als ob denen das EU-Parlament zu langweilig wäre (Stichwort Krümmungsgrad der Gurken).

Gruß Pit

Fotografie ist meine liebste Freizeitbeschäftigung:-)

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

Das Problem ist nicht das Urheberrecht. Das ist schon bisher so, dass ich, wenn hier jemand Texte oder Bilder klaut, einschreiten muss - und ich mache das ja auch. Das Problem ist die zwangsweise Vorabfilterung per "Filtersoftware".
Es gibt nun zwei Möglichkeiten: privat finanzierte Filtersoftware - die muss der Forenbetreiber dann zahlen und haftet trotzdem, wenn dem Filter ein Fehler passiert. (und zwar in beide Richtungen. Man stelle sich einen Payaccount bei einem Bilderforum vor. Der User will das Foto aus seinem letzten Urlaub hochladen und der Filter ist der Meinung, das Bild sieht genauso aus wie das von Magnum und verweigert den Upload. Dann ist der Forenbetreiber dem zahlenden User schadensersatzpflichtig, weil er ja die vereinbarte und bezahlte Leistung nicht erbringt.)
Die andere Möglichkeit ist ein staatlicher Filter, der umsonst zur Verfügung gestellt wird.
Was von solchen Filtern zu halten ist, weiß jeder, der Spamfilter benutzt.
Wirklich haarig ist, dass so ein Filter schon bei YouTube nicht wirklich funktioniert. Was da an Copyrightansprüchen für definitiv freie Musik angemeldet wird, ist haarsträubend. (Was ein Grund für mich ist, meine Videos nur noch bei Vimeo zu hosten.)

r.w. admin.

Bild des Benutzers Blende 8

Wo? Auf dem Mars? ;-)

nö Pit, das ist zu nah. Der 2. Mensch auf dem Mars wird ein EU-Bürokrat sein.

Gruß Rudolf

#NoUploadFilter

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

ich habe jetzt an Herrn Axel Voss, MdEP über das Kontaktformular auf seiner Seite folgenden Text geschrieben:
---------

Sehr geehrter Herr Voss,
ich betreibe ein kleines Forum, in dem sich Fotografen über ihre Bilder unterhalten, die mit einer bestimmten Kameramarke gemacht wurden. Das Forum ist werbefrei und wird von mir privat finanziert und als Hobby betrieben. Nach dem, was ich nun über das neue EU-Urheberrecht gelesen habe, müsste ich die Inhalte, die die User in mein Forum hochladen - Bilder und Texte - automatisch scannen. Dies ist mir rein technisch überhaupt nicht möglich. Ich müsste dieses Forum also schließen, wenn das neue Urheberrecht (hier besonders Artikel 13) in Kraft tritt. Ein ähnliches Schicksal wird allen kleinen Foren blühen, ob das nun Selbsthilfeforen gegen häusliche Gewalt, Strickforen oder Tuningforen sind. Die meisten dieser Foren sind entweder reine Hobbyprojekte oder generieren gerade ausreichend Einnahmen um die Kosten zu decken. Eingangsfilterungen oder "API"-Lösungen, wie von Wikimedia Foundation vorgeschlagen, sind für all diese Foren nicht zu stemmen.
Es liegt in der Natur der Sache, dass all diese kleinen Forenbetreiber und Forenbesucher keine Lobby haben - aber es sind alles Wähler. Und es wäre schade, wenn diese, von Facebook unabhängige, Forenkultur mit einem Schlag ausgelöscht würde.
Eventuell ist es Ihnen möglich, diese Überlegungen an passender Stelle einfließen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Wagner
--------------

Falls jemand Fragen an Herrn Voss hat, hier ist seine Seite:
https://www.axel-voss-europa.de

r.w. admin.

Bild des Benutzers panomatic

Zu den aktuellen Poolitikern und ihren Hirnwindungen findet man Parallelen.
So fing es 1933 schon einmal an...

LG Andreas

Bild des Benutzers Wolfgang

Dies wäre ein schwerer Verlust für mich. Auch wenn meine Aktivität hier gering ist.
Wie machst du das dann mit Pen Tell?
Oder greift da ein anderer Aufbau der Seite.

Gruß
Wolfgang

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

Pen and Tell bietet keinen Userupload - nur in den Kommentarzeilen, und die kann ich abschalten. Abgesehen davon werde ich pen-and-tell sowieso im nächsten halben Jahr auf eine eigene Domain und Wordpress umziehen. Ist nur ein bisschen nervig, alle Posts zu migrieren, aber das kriege ich auch noch hin.

r.w. admin.

Bild des Benutzers Hermann

Artikel 13, der eine Filterpflicht für Useruploads vorsieht. Das bedeutet, ich muss als Plattformbetreiber - und nichts anderes ist oly-e - sicherstellen, dass kein Content hochgeladen werden kann, der anderweitig urheberrechtlich geschützt ist. Und zwar durch automatische Filter. Tue ich das nicht, bin ich persönlich dafür haftbar, dass auf oly-e.de durch User keine Urheberrechtsverletzungen begangen werden.

Mein Kommentar: Tu's doch; filter mit einem einfachen, billigen Filter. Dann hast Du Deine Pflicht getan und gut is. Bin ich da zu naiv? frägt Hermann

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

Wenn Du mir einen "einfachen, billigen" Filter nennen kannst, der als Drupal-Plugin funktioniert....
Ich wüsste auch nicht, wie so etwas funktionieren soll. Es gibt Millionen von Büchern, und Bildern, die nicht Online verfügbar sind, aber auf denen durchaus Copyright drauf ist. Ein entsprechender Copyright-Filter kann rein technisch nicht funktionieren - und wenn, dann eben nur für Inhalte, die vorher dem Filter-Hersteller zur Verfügung gestellt wurden. Aber ich lasse mich natürlich gerne belehren. Aber bis zum Beweis des Gegenteils hat Herr Voss von den Plattformbetreibern verlangt, die Schwerkraft aufzuheben, sonst sind sie dafür verantwortlich, wenn jemand auf die Nase fällt.
Anscheinend sind Google und Facebook ja freundlicherweise von dieser Bestimmung ausgenommen, weil sie "Vereinbarungen mit den Rechteinhabern" abgeschlossen haben. Mit mir hat zwar keiner von den beiden eine Vereinbarung abgeschlossen, aber ich gelte wohl auch für Herrn Voss nicht als jemand, dessen Urheberrechte zu schützen sind.
Es gibt noch eine Gummibestimmung: "Die Vorschrift soll nur gelten, bei "signifikanten Uploadmengen". Was genau ist das? 10MB? 100MB? 100 Bilder? 10000 Bilder?

r.w. admin.

Bild des Benutzers Hermann

Das Problem ist die zwangsweise Vorabfilterung per "Filtersoftware". Es gibt nun zwei Möglichkeiten: privat finanzierte Filtersoftware - ... Die andere Möglichkeit ist ein staatlicher Filter, der umsonst zur Verfügung gestellt wird. Was von solchen Filtern zu halten ist, weiß jeder, der Spamfilter benutzt

Ich wüsste auch nicht, wie so etwas funktionieren soll

Kann Dir doch egal sein, wie und wie gut ein solcher Filter funktioniert. Hauptsache, Du hast der Vorschrift Genüge getan und den Filter eingesetzt und Du kannst dies nachweisen. Damit bleibt die Verantwortung bei denen, die Fotos (und Texte) einreichen.
Gruß, Hermann

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

Leider gibt es bisher keinen Copyrightfilter für Drupal, weder einen guten noch einen schlechten. Gar keinen. Wenn Du einen kennst, her damit. Wenn Du keinen kennst - was soll ich dann mit Deinem Tip anfangen?
Im Übrigen irrst Du Dich gewaltig. So funktioniert das nicht. Wenn ein Filter nicht filtert, dann bin ich haftbar - genauso wie Du haftbar bist, wenn Du bewusst untaugliche Bremsen in ein Fahrzeug einbaust. Und genauso wie Dir der Hersteller der Bremsen den Schaden des Kunden nicht zahlt, der wegen Deiner Schrauberei an die Wand gefahren ist, genauso zahlt Dir der Hersteller des Filters nicht den Schaden, den der Copyrightinhaber bei Dir anrichtet. Denn ob Du einen schlechten oder gar keinen Filter einsetzt, ist völlig egal, sobald auch nur ein Bild oder Text durch den Filter durchkommt, hängst Du als Betreiber. Und wie ich oben schon erklärt habe, kann es rein prinzipiell einen solchen Filter mit 100%-Erkennung nicht geben, schon allein, weil das Copyright von Texten sehr oft strittig ist - Zitatrecht, Schöpfungshöhe usw.
Also: wenn das Gesetz wird, hängt der Forenbetreiber. Immer. Es sei denn, er schließt Verträge mit den Rechteverwertern ab - GEMA, VGWort usw. Nur, dass es halt für Bilder meines Wissens noch gar keine Verwertungsgesellschaft gibt.

Das ist es eben.

Und Herr Voss hat es noch nicht für wert befunden, mir zu antworten.

r.w. admin.

Bild des Benutzers knurz

Das ist wirklich frustrierend, daß man sich permanent mit solch einem Mist herumschlagen muß. TTIP, Uploadfilter, PAG, denen fällt so viel ein, daß man meint, die haben sonst nichts zu tun. Und wir bezahlen sie auch noch dafür. Vielleicht sollte man mal eine Kampagne à la #nopolitiker starten.

Bild des Benutzers saint-ex

Bild: 

DANKE Reinhard, dass Du uns auch über solch gravierende "gesamt-gesellschaftlichen" Entwicklungen auf dem Laufenden hältst. Ich habe insgesamt 11 Bundestagsabgeordnete und 23 Abgeordnete des EU-Parlaments mit persönlichen Emails angeschrieben und insbesondere auf die zu erwartenden Monopol-Effekte, Wettbewerbsverzerrungen und Zerstörung von ehrenamtlicher Pluralität hingewiesen (Hashtag, Twitter etc. ist nicht so meins....). Ein Schelm, wer Böses dabei denkt: Hier war mal wieder die Lobby-Arbeit der großen Platzhirsche sehr erfolgreich. Unter dem Deckmantel "Urheberrechts-Schutz" schafft man sich viele kleine, unabhänigige Spielverderber am großen Topf der Werbeeinnahmen aus dem Weg..... Und unsere Volksvertreter gehen diesen Lobbyisten schlafwandlerisch auf den Leim....
Anbei ein Bildchen mit meinem "Muster-Text". Vielleicht möchten Sich ja auch andere Forenten in ähnlicher Weise betätigen. Wegen EINEM Schreiberling werden sie nicht den Gesetztentwurf umschreiben - aber viel Kleinvieh kann dann doch etwas gehöriger stinken. Und: Die Damen und Herren wollen alle demnächst wieder gewählt werden....
Lg, Saint-Ex

Lg, Saint-Ex

<Nix fährt Dich so schön durch's Leben wie ein Hydro-Cit mit Schweben>

OM-D E-M10 14-42Pancake, 12-50mm, 25mm 1.8, 45mm 1.8, Pana 14mm, Pana 45-175 PZ, TCON 1.7, Body Lenscap 9mm

Bild des Benutzers panomatic

Visitenkarten nur noch unter dem Tisch oder im Dunkeln entgegennehmen. Wer sich dennoch bei der Entgegennahme einer Visitenkarte erwischen lässt: sofort in kleine Stücke reißen und runterschlucken. Die Speicherung personenbezogener Daten im Magen fällt nach einhelliger Juristenmeinung nicht unter die DSGVO.

Bei der Entgegennahme eines Anrufs sofort auflegen, wenn der Gesprächspartner seinen Namen nennt. „Ich bins“ oder „Du weißt schon wer“ ist vermutlich erlaubt, ebenso Umschreibungen wie „Bärchen“ oder „Hasi“. Schriftliche Notizen über Namen, Nummern oder Termine konsequent vermeiden - einfach merken! Nach einhelliger Juristenmeinung fällt die Speicherung personenbezogener Daten im Kopf nicht unter die DSGVO.

Beim Fotografieren konsequent alle Motive meiden, auf denen Menschen zu sehen sind. Tierfotos sind auch schön und nach einhelliger juristischer Auffassung haben Tiere (noch) kein Recht auf Privatsphäre. Vorsicht Falle: Tiere vermeiden, die mit einem Menschen in Verbindung gebracht werden könnten, z.B. Nachbars Lumpi.

Eingehende Emails ungelesen automatisch weiterleiten an eine regierungsnahe Emailadresse, die garantiert nie gelesen wird, zum Beispiel info@bundeskanzleramt.de. Falls es wider Erwarten zur Öffnung kommen - kein Problem: Die Regierung ist die einzige Organisation, die über ein eigenes Justizministerium verfügt.

Die Alternative: Weitermachen wie bisher und akzeptieren, dass man ab 25. Mai 2018 ein Leben als Krimineller führt.

LG Andreas

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

Hier geht's nicht um die DSGVO, sondern um due e-Privacy-Regelung. Das ist eine andere Baustelle.
Und weitermachen wie bisher können Leute, die sich schon bisher um Datenschutz und Datensicherheit gekümmert haben. Der Rest sollte sich eben in Zukunft damit beschäftigen. Und das ist gut so.

Ein kleines Beispiel was Datenschutz bedeutet:

Wir hatten hier einen Thread zum Thema Sex Sells. Falls ihr meine Datenschutzerklärung gelesen habt, wisst ihr, dass das System für jeden von euch eine gewisse Zeit lang speichert, welche Seiten ihr aufgerufen habt. Und zwar mit der Uhrzeit.
Nun suche ich, wer diesen Thread bevorzugt aufgerufen hat und verknüpfe das mit der IP-Adresse. Über die IP-Adresse kann ich nachvollziehen, ob der Schlingel eventuell während der Arbeitszeit anzügliche Seiten aufruft.
So. Und das könnte ich jetzt an den Arbeitgeber mailen.

Dass ich das nicht mache - und verhindere, dass das jemand anders macht, das nennt man Datenschutz. Und die DSGVO stellt sicher, dass jeder, der Daten verarbeitet, Prozesse installiert, die sicherstellen, dass niemand auch nur auf die Idee kommt, solchen Müll zu veranstalten.

Nicht die DSGVO ist die Katastrophe. Die Katastrophe ist, dass sie überhaupt notwendig ist und viele, viele Fotografen eifrig nach Argumenten suchen, dass ausgerechnet sie sich nicht dran halten müssen.

Und zum Thema Datensicherheit habe ich ja auf meinem Blog schon das Beispiel der Newsletter-Pest mit Lazy-HTML genannt.

r.w. admin.

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