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Startseite › Foren › Bildkritik › BK – Bitte kritisieren › Vater Sohn Porträt
Mein Schwager samt Neffe.
… die Hände in den Vordergrund des Porträts zu stellen, ist schon mal ne Idee. Das Problem ist: Du hast Deine Schlüsselreize wild vestreut. Der Blick geht zur hellsten Stelle im Bild. Dann hast Du ein Kinderprofil und ein im Dunklen liegendes Gesicht und als einziges „korrekt“ belichtetes Bildelement die Hände. Bei den Händen siehst Du die Hand des Kindes nicht. Du hast also vier Bildelemente, deren Schwerpunkte auf einer Zickzacklinie liegen und unterschiedliche Wertigkeiten haben. Babykopf ist erste Kategorie. Das begrenzte, helle Licht kommt gleich dahinter. Dann der unbekannte Mann im Dunklen. Das Hauptmotiv, die Hände, treten dagegen in den Hintergrund, vor allem, weil sie angeschnitten und am Bildausgang liegen.
Das Bild wirkt, weil es ungewöhnlich ist und „Gefahr“ vermittelt. Als Vater-Sohn-Porträt hätte ich da Bauchschmerzen.
Danke Reinhard für die faire Kritik, ich fand immer, dass es Geborgenheit vermittelt.
Wie gefällt dir sonst dieses, gleiche Personen.
oder in einer Farbvariante
… gefällt es mir viel besser. Aber ich habe zwei Vorschläge: Entzerr das Bild, so dass der Fensterrahmen nicht stürzt – und mach den Fenstergriff weg. Oder schneide das Fenster ganz ab. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das Fenster nicht bleiben soll.
Reportagefotografie lebt von Authentizität, m.E. gehören dabei auch schonmal stürzende Linien dazu. Mir gefällt hier die Komposition aus Perspektive, Farben, Licht, Stimmung und Spielraum für eigene Interpretationen.
ob in Farbe oder schwarzweiß. Das Einzige was mich stört bzw. ablenkt ist der Fenstergriff. Dieser läßt sich mit etwas Bildbearbeitung leicht retuschieren. Die stürzenden Linien, nun ja Geschmackssache. Man hätte sie vermutlich schon bei der Aufnahme vermeiden können. Die Korrektur schadet meines Erachtens der Authentizität des Bildes nicht.