Antwort auf: Versuch am Orionnebel

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#3669
iamsiggi
Teilnehmer

Wolfgang und Ingo.

Fotos “aus einer anderen Welt” :)
Ja weil man vieles zwar mal gesehen hatte, aber dann doch aus den Augen verliert. Und wie genau die Bilder dieser Objekte wirklich aussehen, das liegt in den Augen des Bildermachers. Natürlich versucht man sich in etwa an den bekannten Fakten zu halten, aber in den Farbtönen und Intensitäten ist man auf sein Gefühl und Gefallen angewiesen. Vor allem aber auch ob man seine Vorstellungen überhaupt mit seinem Können in Bildbearbeitung überhaupt umsetzten kann.

unendlich viele Sterne da oben und Konstellationen
Ja schon, aber bedingt durchs Wetter und den Jahreslauf zieht sich das “bekommen können” schon sehr. Da es auch nicht ein “Universalteleskop” gibt, das alles abdeckt und man eben mit seiner Kamera auch nicht alles abdecken kann, reduziert sich das Erreichbare. Aber klar, an sich ist genug da oben, dass sich lohnt mal anzusehen und schauen wie weit man kommt.

mit riesigen finanziellen Umständen verbunden?
Wer sich mit tollen “widefield” (das was man mit Fotoobjektiven erreichen kann) begnügen will, braucht eine Nachführung. Wenn er sich nicht rumärgern will dann sollte er nach seinem Geldbeutel das Beste kaufen. Da gibt es einiges ab 100 Euro. Wer aber gleich was besseres will, nimmt dann den Star Adventurer und findet mit 300-400 das auslangen. Tommy hat kürzlich eine Doppelseite im Sterne&Weltraum mit seinem solchen Bild gefüllt (http://www.astrobin.com/228813/).

Visuell kommt man mit 500-1000 Euro schon mehr als man braucht. Bei Fotografie muß aber alles stabil sein und die Geräte sollten möglichst frei von Reflexen sein. Das kostet dann halt schon mehr. Da ich nichts fixes habe und mir nicht zweimal eine Montierung kaufen will, habe ich eben gleich das stabilste aber noch tragbare gekauft. (1700 ,-) Mit kleinen Abstrichen wäre es aber um 1000,- auch gegangen.
Das Telskop ist halt speziell gepimpt für Astrofotografie. Wer etwas Basteln kann, kann aber auch selbst Hand anlegen.

Natürlich will man alles mögliche ablichten, aber dann bräuchte man viele verschiedenen Geräte und Kameras. Und jedes hat seine Eigenheiten. Da macht man nicht mehr im vorbeigehn einfach so die Bilder. Wenn man zeitlich begrenzt ist, sammelt man halt am besten Erfahrung mit der Materie und findet dann raus, wohin man gehn will. Das spart sehr viel Geld.

Wie lange man durchhält, keine Ahnung: Viele fangen an, viele hören wieder auf, oder gehen in der Komplexität wieder zurück z.b. von mono-CCD auf Farb-Chips.
Manchmal ist es frustrierend weil mal wieder etwas nicht so geht, wie man es gern hätte. Aber wenn mal ein tolles Bild rausschaut, entschädigt das.
Bei mir ist es auch nicht so, dass ich einfach so mit Astrofotografie angefangen habe, das Interesse an Astronomie begleitete mich schon seit frühester Jugend und somit finde ich mich zumindest schon mal ein wenig am Himmel zurecht.
Außerdem habe ich seit einiger Zeit außerhalb der Großstadt einen “Landsitz”.

Fotografiertechnisch ist es an sich recht einfach: Versuchen nicht unter oder überzubelichten und dabei so viel Belichtungszeit wie möglich sammeln. Die große Herausforderung ist dann die Bildbearbeitung: Aber da gibt es jede Menge Freeware und Anleitungen am Internet, für die ersten Gehversuche.

Siegfried