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Produktvorstellung xD-Picture Card

SmartMedia ist tot - es lebe xD ...
 

So oder so ähnlich müsste es lauten, denn laut den Initiatoren des xD-Standards sollen die Miniaturspeicherkarten das Speichermedium der Zukunft werden. Und da bei SmartMedia-Karten keine Kapazitätssteigerung über 128 MB hinaus mehr zu erwarten ist (siehe auch unsere News-Meldung vom 12.9.2002), werden dies die Digitalkamerahersteller auch bei neuen Modellen entsprechend berücksichtigen und wohl so langsam Abschied von SmartMedia nehmen.
Dass dieser Übergang auch fliessend stattfinden kann, hat Olympus mit der Camedia C-5050 Zoom bereits vorgemacht, denn diese hat neben einem Einschub für CompactFlash-Karten einen kombinierten SmartMedia/xD-Slot, der wahlweise einen der beiden Kartentypen aufnehmen kann.



eXtreme Digital
 

Die xD-Picture Card, so der offizielle Name, ist von "eXtreme Digital" abgeleitet und eine Co-Produktion der Firmen Olympus und Fujifilm, mit der Herstellung wurde die Firma Toshiba beauftragt.
Auf der Photokina 2002 vorgestellt und seit Herbst 2002 lieferbar, hält der neue Standard so langsam Einzug in den Markt. Die Camedia C-5050 Zoom wird bereits mit einer 32 MB xD-Picture Card ausgeliefert, die jüngst vorgestellte Olympus µ[mju:] Digital-Serie kennt nur noch diesen neuen Kartendstandard, der ja u.A. auch kleinere Bauformen bei Kameras ermöglichen soll und somit wie geschaffen für die µ[mju:] Serie ist. Auch die gerade neu auf der PMA vorgestellten Modelle der Camedia C-Serie können nur noch mit der xD-Picture Card als alleiniges Speichermedium umgehen.



Klein und doch ganz gross
 

Grössenvergleich xD-KarteWinzig in den Abmessungen und riesig in der Kapazität, das sind sicherlich die Hauptvorteile des neuen Formates, die es herauszustellen gilt: Mit nur 20,0 x 25,0 x 1,7 mm und 2 Gramm Gewicht ist die xD-Picture Card das zur Zeit kleinste am Markt befindliche Wechselspeichermedium.

Zum sicheren Transport der kleinen Karten liefert Olympus mit jeder xD-Picture Card einen praktischen und stabilen Transporthalter mit. Dieser hat Kreditkartenformat und nimmt bei 4 mm Dicke gleich sechs xD-Karten auf einmal auf.

Zur Zeit (Stand März 2003) sind Kapazitäten von 16 MB, 32 MB, 64 MB, 128 MB und 256 MB lieferbar, 512 MB sowie 1 GB bis 8 GB werden im Laufe der Zeit folgen.



Schnell und zukunftssicher
 

Datentransferraten von 5 MByte/s beim Lesen und 1,3 MByte/s (16 MB und 32 MB Karten) bzw. 3 MByte/s (ab 64 MB) beim Schreiben lassen die xD-Picture Card gegenüber CompactFlash gut aussehen, denn schnelle CF-Cards bringen es zur Zeit "nur" auf ca. 1 MByte/s beim Schreiben bzw. max. 4 MByte/s beim Lesen, wobei diese schnellen CF-Karten gegenüber den "normalen" CF-Cards nur gegen entsprechenden Aufpreis zu haben sind.
Fairerweise muss man jedoch dazu sagen (und das gilt für xD gleichermassen wie für CompactFlash), dass aktuelle Kameras diese Geschwindigkeitsvorteile i.d.R. nicht nutzen könnnen, denn gerade bei der Schreibgeschwindigkeit stellen die Digitalkameras z.Zt. den limitierenden Faktor dar, was sich aber sicherlich in Zunkunft relativieren wird, denn auch dort steht die Entwicklung ja nicht still.
Kompatiblitätsprobleme, wie es sie in der Vergangenheit bei SmartMedia oft gab (grössere Kapazitäten konnten von den Kameras oft erst nach einem Firmwareupdate verarbeitet werden), soll es bei xD-Picture Cards erst gar nicht geben, hier haben die Hersteller offensichtlich dazugelernt. Zwar gibt es bei xD keinen eingebauten Controller (so wie dies bei CompactFlash der Fall ist), eine neuartige vorausschauend geplante Block-Architektur soll aber für die Zukunftssicherheit sorgen.



Flexibel
 

MACF-10, xD-Card Vorder- und RückseiteUm die xD-Picture Card schon heute in einer Vielzahl von Geräten einsetzen zu können, bietet die Firma Olympus mit dem MACF-10 einen xD/CF-Adapter an.
Dieser Adapter in der Bauform einer herkömmlichen CompactFlash Typ I Karte nimmt eine xD-Karte auf und erlaubt somit den Betrieb in Geräten, die CF-Karten erwarten. So kann man z.B. vorhandene CardReader, PC-Card (PCMCIA) Adapter, externe Bildspeicherlösungen wie z.B. den ImageTank oder natürlich auch Digitalkameras ohne xD-Schacht bereits mit xD-Karten bestücken. Am Beispiel der Camedia C-5050 Zoom hiesse dies, dass man sogar zwei xD-Picture Cards in der selben Kamera betreiben kann, jeweils eine im xD- bzw. im CF-Schacht.

Natürlich findet die xD-Picture Card auch ohne den Umweg über den xD/CF-Adapter Anschluss an den PC oder Mac. Olympus bietet hier mit dem MAPC-10 einen PC-Card (PCMCIA) Adapter an, der sowohl xD- als auch SmartMedia-Karten aufnehmen kann, und somit den direkten Kontakt zu einem Notebook herstellt, wo die Karten dann ohne weitere Software direkt wie ein Festplattenlaufwerk ansprechbar sind. Als Lösung für die Verbindung via USB-Schnittstelle hat Olympus den MAUSB-10 im Programm, der auch wieder xD und SmartMedia verarbeiten kann.



Ausblick
 

Das Konzept scheint stimmig, auch wenn damit nun noch ein weiterer Standard existiert, denn neben den hier bereits genannten Formaten (SmartMedia, CompactFlash) sind mit Sony's MemoryStick sowie der SD/MMC-Card ja noch weitere Bauformen auf dem Markt, die alle mehr oder weniger verbreitet sind.
Insgesamt die grösste Verbreitung hat sicherlich CompactFlash, erst recht wenn man einmal über den Anwendungsbereich Digitalfotografie hinausgeht. Leider ist CF jedoch auch das grösste Bauformat, so dass sich Hardwarehersteller zwangsläufig nach Alternativen umschauen müssen, wenn es darum geht, die Geräte möglichst klein zu halten. Und genau da wird xD u.U. deshalb zukünftig eine Rolle spielen können, weil es nicht nur die kleinste Bauform ist, auch bei den Lizensierungsbedingungen und -kosten stehen sich mögliche Lizenznehmer bei xD wesentlich günstiger, als bei den Formaten der anderen Hersteller.
Der Grundstein für den Erfolg scheint damit zumindest gelegt, es müssen halt nur neben Fujifilm und Olympus noch andere Hersteller auf den Zug aufspringen, so wie es beispielsweise Epson bereits getan hat, denn der Prototyp des Epson Stylus Photo 895 kann auch mit xD-Picture Cards umgehen.




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