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Test ImageTank G2

G2 - Next Generation ...
 

Rechtzeitig zur Martkteinführung haben wir den Nachfolger des unter unseren Lesern so beliebten ImageTanks einem Praxistest unterzogen.

Unter dem Namen ImageTank G2 erwirbt man einen rundum erneuerten mobilen Bildspeicher mit 30 GB Fassungsvolumen, der in allen Disziplinen zugelegt hat. Hatte die alte Version noch eine USB 1.1 Schnittstelle eingebaut und beschränkte sich auf das bloße Kopieren der Speicherkarteninhalte auf die interne Festplatte des Gerätes, so bietet die neue Generation neben einer schnellen USB 2.0 Schnittstelle auch weitere Funktionen, wie z.B. das Kopieren von Daten zurück auf die Speicherkarte oder das Löschen derselben.

CompactFlash-Speicherkarten vom Typ I und II (inkl. IBMs Microdrive) können direkt in den Slot des ImageTank G2 gesteckt werden. Durch einen migelieferten Adapter können zusätzlich noch SmartMedia, MultiMedia Card (MMC), Secure Digital Card (SD-Card) sowie der Sony Memory Stick gelesen bzw. beschrieben werden. Ein optionaler Adapter für die neuen xD-Cards ist ebenfalls erhältlich.

Ebenfalls neu ist die Tatsache, dass der ImageTank G2 nun zugleich auch als CardReader eingesetzt werden kann. Angeschlossen an den PC oder Mac hat man sowohl Zugriff auf die interne Festplatte, als auch auf den Speicherkarten-Schacht.

Ein weiteres Novum ist der eingebaute LiIon-Akku, der den ImageTank G2 laut Hersteller bis zu gut 1,5 Stunden mit Strom versorgt. Das Ladekabel ist mit einem Stecker für den Zigarettenanzünder versehen, so dass das Gerät auch unterwegs unabhängig von einer "richtigen" Steckdose geladen werden kann. Für den Einsatz zu Hause ist ein zusätzlicher Netzadapter für die Steckdose (100-240V) beigelegt, der wiederum den Zigarettenanzünderstecker aufnimmt. So ist man für alle Fälle gerüstet, ein leerer Akku ist in 2 bis 5 Stunden wieder voll aufgeladen (Herstellerangabe).

Komplett überarbeitet wurde auch das nun türkis hintergrundbeleuchtete LCD-Display, welches mit einer Vielzahl von Informationen aufwartet. So kann man nicht nur den Füllstand des Akkus ablesen, auch die Kapazität sowie der freie Speicherplatz der Festplatte und des eingelegten Flash-Speichers sind über das Display direkt ersichtlich bzw. abrufbar.



Handling
 

Der Hauptschalter ist gegen versehentliches Einschalten geschützt, indem er etwas versenkt montiert wurde. Gute Idee, leider aber für Benutzer mit grossen Händen evtl. etwas kniffelig handzuhaben.
Zur Bedienung und Navigation sind sechs gummierte Tasten vorgesehen. Das Kopieren einer Speicherkarte auf den ImageTank gestaltet sich sehr einfach: Karte einlegen, Taste "EXE" (Execute = Ausführen) betätigen und der Kopiervorgang wird gestartet. Dieser wird im Display durch abwechselnd blinkende HDD- (Festplatte) und Flash- (Speicherkarte) Symbole visualisiert, dabei zeigt ein Pfeil zwischen den beiden Symbolen an, in welche Richtung gerade kopiert wird. Gleichzeitig werden der Fortschritt des Kopiervorgangs in Prozent sowie die laufende Nummer der gerade kopierten Datei angezeigt.
ImageTank G2Jede Speicherkarte bzw. jeder Kopiervorgang wird auf der Festplatte in einem neuen Ordner nach dem Muster [CARDxxxx] angelegt, wobei "xxxx" eine fortlaufende Nummerierung darstellt. Die zuletzt verwendete Nummer wird auch auf dem Display angezeigt, so dass man sich z.B. schon während des Kopierens Notizen über den Inhalt des gerade erstellten Ordners machen kann, was bei grossen Datenmengen ein schnelles Wiederauffinden bestimmter Daten beim Transfer auf den PC wesentlich erleichtert.
Bei Bedarf kann auch die eingelegte Speicherkarte direkt im ImageTank G2 gelöscht werden. Damit dies nicht versehentlich passiert, muss diese Aktion aber nochmal explizit bestätigt werden, dazu wird im Display auch "DELETE ALL?" angezeigt, so dass ein versehentliches Löschen eigentlich nicht passieren dürfte, zumal der ImageTank sich mit der Frage "Sure?" nochmals rückversichert. Sollte dies doch einmal der Fall sein, so kann man die Daten immer noch wieder zurück vom ImageTank auf die Speicherkarte kopieren, wobei dies jedoch nur ordnerweise möglich ist, einzelne Dateien können nicht kopiert werden. Dazu navigiert man einfach mit den entsprechenden Tasten in der Ordnerstrukur des ImageTanks und startet dann wiederum den Kopiervorgang, diesmal in die andere Richtung. Ein Löschen einzelner Ordner auf der Festplatte des ImageTank ist ebenso möglich, nicht aber das Löschen der gesamten Festplatte.



Verbindung
 

Anschluss an den PC oder MAC findet der ImageTank G2 wie schon geschrieben über eine USB 2.0 Schnittstelle. Ein entsprechendes (mit 180 cm Länge ausreichend dimensioniertes) Kabel ist beigelegt. Ein Betrieb an einer Schnittstelle nach USB 1.1 ist natürlich auch möglich, dann allerdings mit "angezogener Handbremse".
Für die Betriebssysteme Windows XP, Windows ME, Windows 2000 (SP3) und MAC OS10.X ist keine Treiberinstallation notwendig, das Gerät wird direkt vom System erkannt. Für Windows 98, Windows 98 SE und MAC OS9.X werden die notwendigen Treiber mitgeliefert.
Einmal angeschlossen wird der ImageTank G2 unter Windows als Wechseldatenträger (genauer gesagt: gleich zwei davon, denn neben dem Zugriff auf die Festplatte ist ja auch der Schacht für die Speicherkarten direkt ansprechbar) erkannt und kann wie eine normale Festplatte unter zwei eigenen Laufwerksbuchstaben angesprochen werden.



Performance
 

Für einen praxisnahen Geschwindkeitstest haben wir eine 64 MB Olympus SmartMedia-Karte mit einer Camedia E-20 "befüllt". In höchster JPEG-Auflösung kamen wir so auf insgesamt 18 Dateien mit einer Gesamtgrösse von 58,6 MB. Der Kopiervorgang dieser Bilder auf den ImageTank G2 dauerte 26 Sekunden, das entspricht einer Datentransferrate von ca. 2,3 MByte/Sekunde. Der umgekehrte Weg, also der Transfer vom ImageTank zurück auf die SmartMedia-Karte dauerte mit 58 Sekunden gut doppelt solange (1,0 MByte/s).
Anschliessend führten wir den selben Test mit einem 340 MB grossen IBM Microdrive aus. Während der Transfer vom MD auf den ImageTank auch wieder 26 Sekunden in Anspruch nahm, ging das Kopieren vom ImageTank auf das MD mit 35 Sekunden (1,7 MByte/s) schneller als im Test zuvor mit der SmartMedia-Karte.
Inwiefern der ImageTank von schnelleren Speicherkarten profitieren kann, können wir mangels eben solcher leider nicht testen. Insbesondere CompactFlash-Karten gibt es in verschiedenen Geschwindigkeitsklassen. Zumindest gibt der Hersteller selbst nur Transferraten 2,0 MByte/s (16 MBit/s) für das Lesen bzw. 1,25 MByte/s (10 MBit/s) für das Beschreiben von Speicherkarten an und liegt damit noch bescheiden unter unseren ermittelten Testwerten. So sollte man also selbst bei schnelleren Speicherkarten nicht davon ausgehen, dass unsere Messwerte wesentlich übertroffen werden.

In der nächsten Disziplin, dem Kopieren der Bilder von der Festplatte des ImageTanks auf den PC (Testsysteme: Athlon XP2400, Asus A7N8X mit NVIDIA nForce2-Chipset für die USB 2.0 Tests, Dell Notebook Latitude C610 mit Intel Mobile Pentium III/866 für die USB 1.1 Messungen, jeweils unter Windows XP) haben wir zunächst einen Test an der USB 2.0 Schnittstelle durchgeführt. Auch hier musste wieder das selbe Datenpaket für die Messungen herhalten. In 20 Sekunden (2,9 MByte/s) war unser Testordner dabei kopiert, wobei die Richtung keine Rolle spielte, der Transfer vom ImageTank auf den PC bzw. umgekehrt nahm die selbe Zeit in Anspruch.
An der USB 1.1 Schnittstelle mussten wir erwartungsgemäss länger auf die Daten warten. Vom ImageTank zum PC brauchten diese ca. 90 Sekunden (0,7 MByte/s), in die andere Richtung ging es mit 70 Sekunden (0,8 MByte/s) etwas zügiger voran.

Wie schon erwähnt kann auch vom PC direkt auf die im ImageTank G2 eingelegte Speicherkarte zugegriffen werden. Mit USB 2.0 brauchte unser Testordner auf dem Microdrive 40 Sekunden (1,5 MByte/s) um auf den PC zu gelangen, der Weg zurück war mit 46 Sekunden (1,3 MByte/s) wieder etwas langsamer. Die SmartMedia-Karte nahm sich in beide Richtungen jeweils 60 Sekunden Zeit, das entspricht knapp 1,0 MByte/s.
Deutlich gemütlicher ging es naturgemäss wieder unter USB 1.1 zu: SmartMedia auf PC in 130 Sekunden (knapp 0,5 MByte/s), umgekehrt 80 Sekunden (0,7 MByte/s). Das Microdrive benötigte für den Transfer auf den PC 115 Sekunden (0,5 MByte/s) und in die andere Richtung 85 Sekunden (0,7 MByte/s).
Interessant ist, dass unter USB 1.1 das Schreiben auf die Speicherkarte schneller ist, als das Lesen derselben, wo doch normalerweise das Lesen von Speicherkarten die schnellere Zugriffsart ist. Vielleicht kann der Hersteller hier noch ein wenig an der Firmware feilen, denn dieses Verhalten ist eher untypisch, wie auch der Vergleich mit USB 2.0 beweist.

In diesem Zusammenhang: Laut Spezifikation ist USB 2.0 in der Lage, 480 MBit/s (60 MByte/s) zu übertragen (USB 1.1: 12 MBit/s = 1,5 MByte/s). Dies sind jedoch die theoretischen Brutto-Transferraten über die Schnittstelle, die man in der Praxis so bei weitem nicht erreichen wird, lassen Sie sich also nicht von solchen Werten täuschen, denn die begrenzenden Faktoren sind hier die Festplatten bzw. Speicherkarten selbst sowie weitere Komponenten (Betriebssystem, Treiber, Protokolle), die dem erhofften Geschwindigeitsrausch schnell einen Riegel vorschieben.
So hat z.B. das renommierte Magazin für Computertechnik c't in Ausgabe 9/2002 externe Festplatten für USB 2.0 und Firewire getestet. Die Modelle, die (wie der ImageTank auch) mit einer 2.5"-Festplatte versehen waren, kamen dabei auf max. Dauertransferraten vom ca. 8 MByte/s. Beim Einsatz von 3.5"-Festplatten war der Datendurchsatz gut doppelt so hoch und damit aber immer noch sehr weit von den theoretischen 60 MByte/s entfernt. Um einen direkten Vergleich zu diesen Werten herstellen zu können, haben wir unser Muster nach dem selben Verfahren getestet. Die Benchmarksoftware h2benchw bescheinigt dem ImageTank G2 ca. 3,1 MByte/s Dauertransferrate, was unsere ersten Messungen bestätigt.



Updatefähig
 

Unser Testgerät kam mit einer 30 GB Festplatte (Toshiba MK3017GAP) und hatte die Firmware v.01201 an Bord. Diese ist durch den Anwender selbst updatebar, dazu reicht es, das neue Firmware-File auf die Platte zu kopieren und das Gerät dann zu resetten. Beim nächsten Start wird die neue Firmware dann automatisch installiert.
Was uns etwas negativ auffiel und vielleicht durch ein Firmwareupdate nachgebessert werden könnte ist die Tatsache, dass der ImageTank G2 im Stand-Alone Betrieb (also wenn er nicht an einen PC angeschlossen ist) eine sicherlich sinnvolle "Auto-PowerOff" Funktion hat, die das Gerät nach 45 Sekunden "Nichtstun" automatisch abschaltet. Wir finden diese Zeit aber etwas knapp bemessen. Es wäre wünschenswert, wenn der Anwender selbst konfigurieren könnte, wann das Gerät letztendlich automatisch abschaltet.



Fazit
 

Mit seiner erhöhten Geschwindigkeit und den neuen Funktionen bietet der ImageTank G2 einigen Zusatznutzen, denn er ist fast zu schade, um nur als mobiler Bildspeicher eingesetzt zu werden.
So kann man das Gerät z.B. als Backup-Medium nutzen oder um grosse Mengen an Daten von einem Rechner auf den anderen zu transportieren.
Aber auch für PDA-Anwender kann das Gerät eine sinnvolle Erweiterung sein. Wer etwa seinen PDA zur Navigation im PKW einsetzt, steht oft vor dem Problem, dass er nur begrenzte Mengen an Kartenmaterial auf seiner Speicherkarte mitführen kann. Für grössere Touren braucht man dann entweder sehr grosse oder mehrere kleinere Speicherkarten, um die ganze Strecke abzudecken, was schnell ins Geld gehen kann. Hält man jedoch das komplette Kartenmaterial auf dem ImageTank G2 vor, so kann man sich die gerade aktuell benötigten Daten bequem vom ImageTank auf die Speicherkarte kopieren.

Auf dass bloße Aufzählen der weiteren techn. Daten verzichten wir an dieser Stelle, weitere Informationen zum Gerät finden Sie unter www.imagetank.de, wo das Gerät ggf. auch direkt bezogen werden kann.




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