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Als nunmehr fünftes Modell der Olympus-4/3-Spiegelreflex-Reihe erschien im Spätherbst die E-400, die derzeit nur in Europa angeboten wird und dort die auslaufende E-500 ersetzen soll.
Offen ist zum momentanen Zeitpunkt, ob und wann die E-400 in anderen Märkten (USA und Fernost) eingeführt wird. Ursprünglich sprach Olympus davon, die E-400 ab Februar 2007 zumindest in den USA anbieten zu wollen.
Die E-400 ist die in ihren Abmessungen (130x91x53mm) kleinste Kamera des Olympus-Sortimentes. War die E-500 schon sehr kompakt (130x95x66mm), so speckt die E-400 nunmehr in allen Dimensionen noch etwas mehr ab und wird damit auch zur derzeit kleinsten und leichtesten (Gehäuse ohne Akku 375 Gramm) digitalen Spiegelreflexkamera des Weltmarktes. Kenner des Olympus-OM-Systems sprechen wohl nicht ganz unberechtigt davon, dass die E-400 die alte Olympus-Tradition, sehr kompakte, gut ausgestattete und qualitativ hochwertige Kameras zu bauen, mit der E-400 wieder aufleben lässt..
Gerade die Anfassqualität des E-400-Gehäuses aus hochwertigem Kunststoff, der sich im Kamerainneren auf ein Metallgerüst stützt, belegt diese Annahme recht deutlich.
Olympus hat der E-400 wieder einen vom 4/3-System-Kooperationspartner Kodak hergestellten CCD-Chip spendiert, der hier auf 10,8 Millionen Pixel ausgelegt ist und im Bildergebnis effektive ca. 10 Millionen Pixel liefert. Damit geht Olympus bei der E-400 wieder weg vom im letzten Jahr mit der E-330 eingeführten NMOS-Chip auf CMOS-ähnlicher Basis.
Dieser Schritt zurück zum CCD ist gleichzeitig ein Schritt nach Vorne, da der Bildsensor der E-400 auffällig wieder die schon der "alten" E-1 mit ihrem Kodak-Chip zu attestierende Farbcharakteristik aufnimmt, Bilder sehr natürlich und sauber zu erstellen in der Lage ist, Aufnahmen mit brillanten Farben zu erzeugen.
Viele der technischen Einzelheiten hier in Form einer Auflistung wiederzugeben, macht keinen Sinn (ausser, dass dieser Artikel unverhältnismässig lang würde), Interessenten können diese Einzelheiten in diversen Foren, Testberichten oder auf der Olympus-Homepage nachlesen. Ich versuche daher, mich auf das Wesentliche zu beschränken, das meines Erachtens in erster Linie im Bereich der Ausstattung, des Handlings und der Bildergebnisse zu suchen ist.
Die Ausstattung der Kamera weist wieder (wie auch schon bei der E-500 und der danach erschienenen E-330) das grosse, relativ reflexunempfindliche 2,5-Zoll-Display auf, das bei der E-400 insgesamt 215.000 Pixel hat und das Bild weitgehend farbrichtig wie aufgenommen darstellt. Ein Hineinzoomen zur Schärfekontrolle ist bis zum Vergrösserungsfaktor 14 möglich. Im Gegensatz zum sehr stark der Kritik unterliegenden Display der E-330 mit seiner immens hohen Kratzempfindlichkeit hat Olympus bei der E-400 offensichtlich wieder auf eine andere Beschichtung der Glasscheibe zurückgegriffen.
Das bei der E-330 noch sinnvollerweise notwendige Wegpolieren der obersten Schutzschicht zur Herstellung einer kratzunempfindlichen Oberfläche kann bei der E-400 unterbleiben, die zwischenzeitlich bei mir stattgefundene Nutzung der E-400 zeigt, dass die Displayoberfläche widerstandsfähig und praxisgerecht ist.
Der Sucher der E-400 zeigt ca. 95% des Gesamtbildfeldes, das spätere Bild ist daher immer einen Hauch grösser als die im Sucher gesehene Wiedergabe. Dies ist in dieser Preisklasse (Olympus nennt einen UVP von 849 EUR fürs Gehäuse, der sich im Markt aber in den letzten Tagen - Januar 2007 - deutlich nach unten bewegt und bereits knapp unterhalb von 600 EUR zu sehen ist) absolut üblich und erlaubt eine weitgehende Bildgestaltung ohne nennenswerte Einschränkungen. Der Sucher selbst ist wieder etwa heller geworden als der der E-500 und erlaubt ein vernünftiges Arbeiten auch bei schlechteren Beleuchtungssituationen. Allerdings muss man hier den klaren und deutlichen Hinweis anfügen, dass viele der modernen DSLRs wenig geeignet sind, exakt manuell über die Suchermattscheibe scharfzustellen und die E-400 reiht sich in Bezug auf diese Kritik in die Liste der meisten DSLRs ein.
Hatte die E-1 noch einen recht hellen 100%-Sucher mit Anzeige der relevanten Aufnahmedaten unterhalb des Sucherbildes, so weisen die danach von Olympus in den Markt gekommenen, aktuellen Kameras ein dunkleres Sucherbild mit eingeschränkter Maske (hier die genannten 95%) auf. Ihre eingeblendeten Sucheranzeigen sind an den rechten Rand des Bildes gewandert, sind dort - und dies gilt auch für die E-400 - nur noch bedingt im Blickfeld des Fotografen, das Auge muss im Sucher etwas wandern, um alle Informationen aufzunehmen. Ich halte dies für eine einschränkende Eigenschaft, die in der Praxis besser zu lösen ist.
Das Suchergehäuse selbst ist im Gegensatz zur E-300, E-330 und E-500 wieder mehr zur Mitte des Bodies gewandert, dadurch ergibt sich von der Gehäusekonstruktion her ein SLR-typischeres "Normal"-Bild. Mit dieser Änderung der gehäusetypischen Optik hat Olympus aus Gründen der Grössenreduktion auch die bislang übliche, deutliche Ausformung eines Griffes auf der rechten Gehäuseseite aufgegeben. Hier findet sich nur noch ein kleiner Griffwulst, eigentlich nur eine minimale Ausformung des Gehäuses, in der die Finger der Hand Halt finden können. Dies führt in der Praxis dazu, dass man die Kamera anders als gewohnt in die Hand nimmt, der Auslösefinger greift in erster Linie von oben auf den mehr als bislang auf der Oberseite der Kamera gerade positionierten Auslöser zu. War man es bei allen bisherigen Olympus-Kameras noch gewohnt, diese an ihren gut und handgerecht ausgeformten Griffen halten zu können, ist dies bei der E-400 nicht mehr der Fall. Dies soll jetzt nicht heissen, dass die E-400 nicht mehr einwandfrei zum Fotografieren zu handhaben ist, aber es heisst, dass man sich diesbezüglich an die Kamera und ihre andere Gehäuseform gewöhnen muss. Die rechte Hand kann das Gehäuse nicht mehr in gewohnter Art und Weise - speziell bei Langzeitaufnahmen - stabilisieren, hier ist vielmehr die linke Hand zum Untergreifen der Optik mehr als bisher notwendig. Ich habe in der Praxis festgestellt, dass ich Belichtungszeiten von 1/15sek und länger - abhängig von der verwendeten Brennweite - mit der E-400 nicht mehr so zuverlässig ruhig halten kann wie noch mit der E-330 und der E-500 (von der diesbezüglich absolut exzellenten E-1 mit ihrem SHLD-2 ganz zu schweigen).
Andererseits ist aber das Weglassen des ausgeformten Griffes ein Teilaspekt der Gehäusemassreduzierung, macht die Kamera dadurch kleiner, transportabler, reistauglicher. Menschen mit nur mittlerer oder kleiner Handgrösse empfinden diese Haltung der Kamera als deutlich angenehmer als ich mit meinen zugegebenermassen grossen Pranken. Insgesamt halte ich es für sehr wichtig, auf diese Eigenart der E-400 hinzuweisen, jeden Interessenten aufzufordern, dieses Handling selbst auszuprobieren. Hier muss man natürlich auch betonen, dass dieser neue, andersartige Gebrauch (das sich ja auch ganz klar an das früher übliche Handling bei SLRS anlehnt, da althergebrachte analoge Spiegelreflexkameras einen ausgeformten (angeformten) Griff für die rechte Hand nicht kannten - ich erinnere hier an solch professionelle Geräte wie Contarex, Leicas, Icarex etc, aber auch Nikon F3 etc.) nur dann als ungewöhnlich (gewöhnungsbedürftig) auffällt, wenn man permanent im Gebrauch von Kameras mit Griff zu einer Kamera ohne Griff wechselt.
Hat man sich mal an die Handhabung ohne Griff gewöhnt, erscheint sie als das Normalste der Welt, mir jedenfalls geht es immer dann so, wenn ich die E-400 mal mehrere Tage hintereinander in Benutzung habe und zwischenzeitlich nicht zu einem anderen Modell wechsele.
Die menüseitige Ausstattung der E-400 lehnt sich stark an die vorherigen Modelle mit ihrem bekannt grossen Ausstattungsumfang an, vielseitigste Bildparameter können - in dieser Vielfalt nur bei wenigen anderen Kamera anderer Marken - individuell nach den Wünschen des Nutzers eingestellt werden. Dies betrifft sowohl die grundsätzliche Aufnahmequalität, wie aber auch die Bildcharakteristik. Hier legt die Kamera dem Nutzer keine praxisrelevanten Einschränkungen auf, ist höchst variabel und deckt nahezu alle Anforderungen der Alltagsfotografie ab.
Ungeachtet des Lobes für die diesbezügliche Olympus-Politik sei jedoch auch erwähnt, dass die E-400 die bislang übliche Abspeicherung im TIFF-Format nicht mehr anbietet, hier stehen dem Nutzer nur diverse JPEG-Ausführungen (unterschiedliche Komprimierungen) wie aber auch RAW zur Verfügung.
Die JPEG-Engine der Kamera arbeitet wieder - wie von Olympus gewohnt - sehr sauber, die Bilder weisen keine Kompressionsartefakte auf, die Farbwiedergabe ist sehr gut, die grundsätzliche JPEG-Erarbeitung in der Kamera funktioniert auf extrem hohem qualitativem Niveau und ist uneingeschränkt für nahezu alle Anwendungen empfehlenswert.
Doch zur Bildqualität später noch mehr, vorerst will ich den Fokus noch mehr auf dem Thema "Ausstattung" belassen.
Leider - wie heute bei sehr vielen Kameras des Gesamtmarktes üblich - hat Olympus bei der E-400 auf ein separates Statusdisplay auf der Oberseite der Kamera verzichtet. Alle bildrelevanten Informationen werden ausschliesslich auf dem rückwärtigen Display angezeigt.
Dies ist zwar in seiner Anzeige grösser und in seinem Informationsgehalt höher als eine separate Statusanzeige, frisst aber bei Gebrauch (es ist abschaltbar) deutlich mehr Strom als eine unbeleuchtete separate Permanentanzeige mittels zweitem Display. Zudem ist der schnelle Blick von oben auf die Kamera einfacher als der auf das rückwärtige Display, das angeschaltet bei nächtlichen Situationen manchmal problematischerweise Dritte durch seine Leuchtkraft auf die Kamera aufmerksam macht (was nicht immer gewollt ist) oder eben erst durch Knopfdruck eingeschaltet werden muss.
Im Rahmen der menüseitigen Ausstattung hat Olympus bei allem Lob für die gebotene Vielfalt jedoch bei der E-400 bedauerlicherweise auf die bislang den Olympus-Kameras mitgegebene Spiegelvorauslösung völlig verzichtet. Diese als "Schockreduktion" bei der E-330 u.a.m. benannte Funktion erlaubte es speziell bei Langzeitaufnahmen, den Spiegel vor der eigentlichen Verschlussauslösung mit variablem Zeitvorlauf hochklappen zu lassen, die dadurch entstehenden Vibrationen vor Vorschlussöffnung abklingen zu lassen und somit eine verwacklungsfreie Aufnahme zu garantieren. Dies lässt die E-400 nicht mehr zu.
Hier ist zu wünschen, dass Olympus diesen zweifelsohne als Manko zu sehenden Punkt im Rahmen eines der nächsten Firmwareupdates nachbessert.
Die grundsätzliche Bedienung der Kamera ist gewohnt einfach, jedoch zeigt sich auch dabei eine Abweichung zu den vorherigen Olympus-Kameras. Währenddem diese gezielt dem Anwender die Möglichkeit gaben, über separate Steuertasten unmittelbar auf Werte wie Weissabgleich, ISO, Autofokus und Belichtungsmesscharakteristik zuzugreifen, also dies per blossem Knopfdruck anzuwählen, erfordert die E-400 hier einen Schritt mehr. Das Gesamtmenü mit allen Schnellzugriffsfunktionen steht erst nach Druck auf die rückseitige "OK"-Taste der Kamera zur Verfügung. Hier sind die einzelnen Positionen zwar ebenfalls ruckzuck anwähl- und einstellbar, aber eben nicht mehr in der gewohnt-lässig-schnellen bisherigen Vorgehensweise.
Währenddem der Ein-/Ausschalter der E-500 noch mit dem Auslösefinger bedient wurde, schaltet an der E-400 nun der Daumen die Kamera ein oder aus.
Der Einschaltvorgang erfolgt mit minimaler Verzögerung von etwa eineinhalb Sekunden, weil gleichzeitig die bekannte automatische Sensorreinigung abläuft. Das Ganze erfolgt in einem Zeitraum, der zu keinen praxisrelevanten Nachteilen führt, aber sicherstellt, dass die als genial zu bezeichnende Ultraschallreinigung den Sensor sehr verlässlich sauberrüttelt. Wie die vergangene Praxis mit mehreren dieser Kameras (die ja alle dieses bis heute einzigartig zuverlässig funktionierende System verbaut haben) zeigt, sind alle anderen im Markt befindlichen Systeme bei Weitem nicht so effizient in ihrer Wirkung wie der SSWF von Olympus. Und damit glänzt auch die E-400.
Die in der Kamera vorhandenen insgesamt 19 Programme weisen neben den klassischen Positionen wie "A","S", "P", "M" und dem Vollautomatikmodus vielfältige Szenemodi auf und stellen jeden Anspruch zufrieden.
Der eingebaute Blitz mit Leitzahl 10 ist für die Situationen ausreichend, in denen ein Bildfeld in normaler Zimmergrösse ausgeleuchtet werden soll. Als Erweiterung können die Olympus-Blitze FL-20, FL-36 und FL-50 auf den Blitzschuh aufgesteckt werden, die Blitzfolge und Blitzreichweite deutlich erhöhen. Ebenso sind kompatible Metz-Blitze systemkonform.
Der bspw. bei der E-330 vorhandene Vorteil der Doppel-Blitz-Verwendung ist bei der E-400 durch die andere Gehäuseform nicht mehr gegeben. Währenddem man bei der E-330 den eingebauten Blitz zusammen mit einem Aufsteckblitz verwenden konnte, um somit u.a. durch die Kombination von direktem und indirektem Blitz (der eingebaute Blitz diente dabei als leichte Frontalaufhellung) sauber ausgeleuchtete Bilder mit fast professioneller Charakteristik zu bekommen, ist bei der E-400 nur die Entscheidung zwischen eingebauter oder zusätzlicher Blitzversion möglich. Die Unterstützung der Entfernungsmessung in Low-Light-Situationen durch den eingebauten Blitz (der in diesem Zusammenhang eine Vielzahl leistungsschwacher Blitze abgibt, um dem AF-Modul die Fokussierung zu ermöglichen) ist nicht abschaltbar.
Die Aufnahmefrequenz der Kamera beträgt 3 Bilder/Sekunde, was sie bei ausreichender Akkukapazität und ausreichend schneller Speicherkarte (sie erlaubt Compact-Flash und xD-Karten) auch bis zu einer Serie von ca. 10 Bildern im JPEG-HQ-Modus problemlos durchhält. Bei SHQ macht sie etwa 6 Bilder, bei RAW steht nach 5 Serienbildern eine Pause an.
Während des Speicher- bzw. Schreibvorganges auf die Karte stellt die Kamera den freigewordenen Zwischenspeicherplatz sofort wieder zur Verfügung, der Fotograf braucht also keinesfalls bis zum Abspeichern aller Aufnahmen einer Seriensequenz Pause einzulegen, sondern kann nach etwa einer Sekunde bereits das nächste Bild machen.
Wie schnell die Kamera wieder Speicherplatz freigibt und damit weitere Aufnahmen ermöglicht, ist abhängig von der Qualität/Schreibgeschwindigkeit der von Nutzer verwendeten Speicherkarte. Hochqualitative, schnelle Karten machen sich vorteilhaft bemerkbar, Standardkarten bremsen die Kamera erkennbar aus.
Dies ist ein bekannter Fakt, wie die in der Olypedia nachzulesenden Speicherzeiten zu diversen Olympus-Kamera ja zweifelsfrei belegen. Hier kann ohne weiteres eine Analogie zur E-400 hergestellt werden.
Die reine Auslöseverzögerung liegt auf gefühlsmässig kaum noch erfassbarem Niveau, Durchdrücken des Auslösers (der einen sehr gut fühlbaren Druckpunkt hat, mit dem im Rahmen der Aufnahme je nach vorheriger Einstellung Fokus und/oder Belichtung gespeichert werden) führt zur praktisch verzögerungsfreien Aufnahme. Diese Reaktionszeit ist - analog zu anderen modernen Kameras des Marktes - derart kurz, dass sie ohne Weiteres auch professionelle Bedürfnisse zufriedenstellt.
Der Focus:
Die E-400 stellt dem Nutzer sowohl manuelle Fokussierung wie aber auch die übliche Einzelbild- (S-AF) und kontinuierliche Scharfstellung (C-AF) zur Verfügung. Das Ganze kombiniert mit drei Autofocusfeldern im Sucher, die entweder vom Nutzer einzeln anwählbar sind oder von der Kamera den Motivgegebenheiten angepasst werden.
Der mittlere Sensor ist ein höherempfindlicher Kreuzsensor, die beiden äusseren Sensoren messen eindirektional, sind also auf höheren Motivkontrast zur exakten Scharfstellung angewiesen.
Die Schnelligkeit des S-AF ist ebenso wie die des C-AF sehr gut, die Exaktheit der Fokussierung kann als ausgezeichnet bezeichnet werden. Olympus-typisch fährt die Optik in zwei Schritten auf den optimalen Fokuspunkt, regelt also erst auf ein "grobes" Mass ein, um dann in einem unmittelbar und verzögerungsfrei erfolgenden (kleinen) zweiten Schritt das exakte Mass einzustellen. Die Schnelligkeit insgesamt ist abhängig von der verwendeten Optik, je lichtstärker das eingesetzte Objektiv, desto leichter fällt es dem kameraseitigen AF, das Motiv schnell und zuverlässig scharfzustellen. Die Verfolgunsggeschwindigkeit des C-AF ist auch für sich schnell bewegende Objekte ausreichend, die Treffergenauigkeit ist recht hoch, Ausreisser bewegen sich auf dem üblichen Niveau der Kameras in dieser Preisklasse und sind abhängig von Bewegungsgeschwindigkeit und Bewegungsrichtung des zu verfolgenden Objektes. Hier sind der E-400 weder gravierende Stärken, noch gravierende Nachteile zu attestieren. Die Gesamtgeschwindigkeit und ihre Genauigkeit liegt auf jedem Fall über der Geschwindigkeit eines manuell fokussierenden, auch erfahrenen Fotografen - dies jedenfalls über die Gesamtheit aller Aufnahmen.
In Low-Light-Situationen ist die Exaktheit der Fokussierung wie aber auch ihre Geschwindigkeit ganz klar erkennbar abhängig vom verwendeten Objektiv und seiner Anfangslichtstärke. Je mehr Licht durch dieses auf die AF-Sensoren fällt, desto präziser können diese arbeiten. Der Einsatz des eingebauten Blitzes als Fokushilfslicht kann durchaus notwendig werden, wenn der Kamera sehr wenig Licht für ihre Arbeit zur Verfügung steht. Auch wenn der Autofocus der E-400 noch immer nicht zu den allerschnellsten Versionen des Marktes zählen kann (in ihrer Preisklasse bringt sie eine rundum vernünftige Performance), so ist ihr jedoch - wie eigentlich allen Olympus-DSLRs - eine sehr hohe Genauigkeit der erfolgten Fokussierung zu bescheinigen.
Einmal auf den Punkt fokussiert und es passt in aller Regel.
Hier macht sich auch sehr positiv in den Bildergebnissen bemerkbar, dass das Olympus-System mit den systemeigenen Objektiven (Zuikos) praktisch kaum mit dem Problem der Fehlfokussierung durch generell schlechte Anpassung von Optiken und Gehäusen zu kämpfen hat. Die andernorts nicht selten auftretende Problematik der Front- und Backfocus-
Mängel zeigt sich bei Olympus in der Praxis nicht.
Zur Bildqualität:
Wie zuvor schon gesagt, baut die E-400 auf dem von Kodak hergestellten CCD-Bildwandler mit effektiven ca. 10 Mio. Pixel auf und ermöglicht damit Bilder im 4:3-Format mit einer Maximalauflösung von 3648 x 2736 = 9.980.928 Pixel.
Die Auflösung ist damit auf dem heute quer über alle Kameraklassen aktuellen Niveau von etwa 10 Mio. Bildpunkten angekommen, der Kodak-Bildwandler kann diese hohe, für die Alltagsfotografie und auch viele berufliche Anwendungen absolut ausreichende Pixelzahl in eine ebenso hohe, tatsächlich sichtbare Auflösung umsetzen.
Im Papierausdruck von bspw. 13x18 cm ist zwar bei Nutzung eines guten Labors oder eines exzellenten Druckers ein Unterschied zwischen 5 Mio. 10 Mio. Pixeln nicht oder nur minimalst erkennbar (jedenfalls nicht im Ansatz ergebnisrelevant), bei grösseren Ausdrucken hin zum Posterformat und bei allen Anwendungen, die eine Nachbearbeitung beispielsweise in Bezug auf den Bildzuschnitt erfordern, ist jedoch der Vorteil der höheren Pixelzahl deutlich erkennbar.
Ist bei Bildschirmbetrachtung in 50%-Darstellung eine Differenz nur schwer darstellbar, sind bei 100%-Betrachtung (und dies hat sich ja offensichtlich über alle Anwenderkreise hinweg zum Normalmass entwickelt, auch wenn man es dann letztendlich in der Praxis meist nicht im Ansatz braucht) doch deutliche Unterscheide zugunsten der 10 Megapixel erkennbar.
Die E-400 liefert hier in Verbindung mit den bestens harmonierenden Zuikos (nachfolgend mehr dazu) eine ohne Einschränkung als sehr gut zu bezeichnende Bildqualität, die auf
hohem Niveau anzusiedeln ist.
Ich sehe bei diffiziler Betrachtung keinen Unterschied zu ähnlich aufgebauten Kameras anderer Marken, trotz deren grösserer Sensoren.
Die dem 4/3-System in der Vergangenheit oftmals nachgesagten Auflösungsnachteile ob des kleineren Sensors sind bei der E-400 nicht festzustellen, ihre Detailwiedergabe ist exzellent.
Die Farbcharakteristik ist angenehm, minimal warm und sehr natürlich. Keine Farbe wird überbetont, die Wiedergabe entspricht in aller Regel dem Eindruck, den das Auge vom jeweiligen Motiv aufnimmt. Der automatische Weissabgleich funktioniert - mit den bekannten, überall zu findenden Limitierungen bei speziellen Kunstlichtsituationen - ausgezeichnet, seine Verwendung kann uneingeschränkt in nahezu allen Fällen von mir empfohlen werden.
Das Display der E-400 stellt die Aufnahme in der Wiedergabe sehr farbkorrekt dar, seltene Ausreisser im Weissabgleich können somit sofort nach der Aufnahme verlässlich festgestellt und durch schnellen manuellen Weissabgleich behoben werden (dieser lässt sich individuell vom Nutzer über Voreinstellung auf die rückseitige "Fn"-Funktionstaste der Kamera legen und ist somit blitzschnell abrufbar).
Diese Situation der Notwendigkeit manuellen Abgleiches findet sich eigentlich nur dann, wenn diverse Beleuchtungsarten bzw. Beleuchtungscharakteristika gemischt aufeinander treffen, so bspw. bei Strassenlicht aus Neon und Natriumdampflampen in Verbindung mit normalem Glühlampenlicht.
Ich habe in der Vorweihnachtszeit hunderte Aufnahmen mit der E-400 bei absolut unterschiedlichen Beleuchtungssituationen gemacht, alle mit automatischem Weissabgleich und nicht eine einzige lag in ihrem farblichen Ergebnis so daneben, dass sie unkorrigierbar gewesen wäre, die meisten der Bilder waren direkt aus der Kamera uneingeschränkt gut. Man kann der verbauten Automatik der E-400 somit eine hohe Verlässlichkeit attestieren, was gerade für den weniger versierten Nutzer von hohem Vorteil sein kann.
Zum Bildrauschen:
Wohl nichts wurde in der Vergangenheit dem 4/3-System mehr zur Last gelegt, als das vermeintlich sensorgrössenbedingte, erhöhte Bildrauschen der Olympus-Kameras.
War dieser Vorwurf im Vergleich einer E-1 mit anderen Kameras gleicher Pixelzahl auch noch nachvollziehbar (ohne deswegen immer ergebnisrelevant sein zu müssen), so hat bereits die E-500 und später die E-330 noch viel mehr gezeigt, dass heute Techniken zur Verfügung stehen, dieses Bildrauschen in den Griff zu bekommen, die noch vor kurzer Zeit von vielen Kritikern als "physikalisch nicht möglich" abgetan wurden.
Das 4/3-System hat diesbezüglich sehr stark aufgeholt, wie die oben genannten Kameras bereits eindeutig bewiesen.
Mit beiden ist es mir in vielen Fällen gelungen - auch in Event-Situationen, die 1600 ISO zwingend erforderten - zu guten und verkaufbaren Bildern zu kommen, dies erlaubte selbst die "alte" E-1 schon in beeindruckender Form unter nachträglicher Zuhilfenahme externer
Entrauschungstools (sie arbeitete bzw. arbeitet auch heute noch perfekt mit dem Kodak-Tool "Digital GEM Professional" zusammen).
Der Chip der E-500 wie auch der NMOS der E-330 wiesen in ihrem Rauschverhalten weitere Fortschritte auf, waren ebenfalls unter Zuhilfenahme externer Tools (in diesem Falle präferiere ich "NoiseWareProfessional") zu Leistungen fähig, die denen vergleichbarer anderer Kameras nur wenig nachstanden (hier hat die E-330 gegenüber der E-500 die Nase vorne).
Mit der E-400 und der dem Kodak-Sensor nachgeschalteten Software ist es Olympus nunmehr gelungen, die noch vorhandenen, systembedingten Nachteile des kleineren Sensors ad-acta zu legen. Meine zahllose Aufnahmen in den letzten Wochen belegen, dass der Nutzer auch bei hohen ISO-Werten (die Kamera ist von 100 bis 1600 ISO in Drittelschritten (!) einstellbar) sehr gute Ergebnisse erzielen kann, die je nach Beleuchtungssituation teils nicht mehr zusätzlich entrauscht werden müssen. Die bei hohen ISO-Werten vielen Kameras (insbesondere solchen mit noch geringerem Bildrauschen) eigene Detailvernichtung zugunsten homogen-rauschfreier Bilder ist bei der E-400 nicht gegeben, sie liefert im Gegensatz dazu insbesondere bei 800, 1000 und auch noch 1250 ISO für diese hohe Empfindlichkeit weitgehend rauscharme Bilder, die sich durch hohen Detailerhalt auszeichnen (siehe mein anhängendes Valencia-Nachtbild mit dem Hochhaus im Hintergrund, hier sind die Fensterdetails trotz grosser Entfernung und hohem ISO-Wert noch deutlich erkennbar).
Eine zusätzliche Entrauschung ist meist erst bei 1250 und 1600 ISO notwendig (bei 1600 ISO Wert bricht das Ergebnis etwas ein, bewegt sich jedoch immer noch auf einem guten Niveau).
Die E-400 braucht sich bezüglich des Bildrauschens bei hohen ISO-Werten nicht im Ansatz hinter Konkurrenzmodellen wie Sony-Alpha oder Pentax K10D zu verstecken, überflügelt stattdessen diese bei vielen Motivsituationen (trotz deren grösserem Sensor).
Die Bildschärfe der E-400 als Solches ist absolut in Ordnung, der dem Sensor vorgeschaltete AA-Filter mindert diese nicht sichtbar, die aus der Kamera kommenden Bilder sind - bei empfehlenswerter Einstellung des menüseitigen Schärfereglers auf +1 - knackscharf und detailreich ohne sonstige Mängel wie Halos an harten Hell-/Dunkelkontrasten.
Nach Einspielung der neuen Olympus-Firmware (die sich in den neuen Modellen bereits werksseitig findet) befindet sich die Kamera im Grundmodus in Farbeinstellung "Natural".
Dies ergibt im Gegensatz zur ursprünglichen Werkseinstellung "Vivid" eine ausgewogene Farbwiedergabe ohne Verfälschungen oder Überbetonung einzelner Bereiche des Farbspektrums. Die Bilder der E-400 haben den Olympus-typischen diaähnlichen Farbeindruck, überzeugen durch satte (aber nicht übersättigte) und saubere Farben.
Optiken:
Mit dem Set werden die beiden neuen Kitobjektive Zuiko ED 3,5-5,6/14-42mm (entspricht einer KB-adäquaten Brennweite von 28 bis 84mm) und ED Zuiko 4,0-5,6/40-150mm (entspricht einer KB-adäquaten Brennweite von 80 bis 30mm) mitgeliefert. Dieses sogenannte "Doppel-Zoom-Kit" kostet momentan im Markt etwa € 900,-- incl. der E-400.
Beide neuen Optiken als Nachfolger der etwas lichtstärkeren Vorgängerversionen (40-150mm) weisen nun ED-Glas zur Verminderung der Bildfehler auf, sind wahrlich dramatisch leichter geworden und passen somit zum Grundkonzept der E-400, eine in allen Punkten leichte Reisekamera zu schaffen, die den Nutzer gewichtsmässig nicht belasten soll.
Im Gegensatz zum bisherigen 3,5-5,6/14-45 mit 285 Gramm bringt die neue Version nur noch 190 Gramm auf die Waage.
Das neue 40-150 mit einer um eine halbe Blende geringeren Lichtstärke gegenüber der seines Vorgängers schrumpfte von 425 Gramm auf 220 Gramm.
Beiden Objektiven ist in der Praxis zu attestieren, dass sie über die Gesamtbrennweite gesehen bei allen Blendenstufen in etwa die Leistungen der Vorgängerversionen aufweisen. Währenddem das "kurze" Objektiv über alle Brennweiten gleich stark wie der Vorläufer ist (gute Schärfe, wenig Verzeichnung, geringe Gegenlicht- und Streulichtanfälligkeit bei Verwendung der Sonnenblende), zeigen sich beim 40-150 deutlichere Unterschiede in Bezug auf die Leistung bei diversen Brennweiten. Bei 40mm liegt das neue Objektiv in seiner Schärfe etwas unter der Abbildungsleistung der alten Version, währendem diese bisherige Variante ab 120mm einen permanenten, leicht steigenden Leistungsabfall zur Endbrennweite hat (diese Erscheinung tritt - wenn man sich die Optiksortimente anderer Hersteller in der Praxis anschaut - bei sehr vielen längerbrennweiten Zooms zur Endbrennweite hin auf und ist als normal zu bezeichnen).
Das neue 40-150 demgegenüber weist im Telebereich eine nahezu gleich bleibende Leistungscharakteristik auf, bildet auch bei Endbrennweite noch sehr scharf ab - es liegt in dieser Brennweite deutlich näher (sehr nah!) am exzellenten Zuiko 2,8-3,5/50-200.
Optisch sind beide Objektive daher absolut zu empfehlen.
Dass die Olympus-Kitobjektive keine Entfernungsskala aufweisen und daher bei manueller Scharfstellung nicht anhand von Meterzahlen einstellbar sind (geht nur über die Mattscheibe der Kamera) ist sicher ein unerfreuliches Detail, das im Falle eines Falles gewöhnungsbedürftig ist.
Beide genannten neuen Optiken sind durch die Verwendung von ED-Linsen zwar innerlich sehr hochwertig aufgebaut, das Gesamtgehäuse beider Objektive besteht jedoch vollständig aus Kunststoff. Nun sind hochwertige Kunststoffe seit vielen Jahren auch in der Objektivfertigung gang und gäbe, die Verwendung eines Kunststoffbajonettes jedoch findet sich in aller Regel nur in den untersten Preisklassen.
Hier hat Olympus nach meinem Dafürhalten am falschen Ende gespart. Ich wage nicht zu behaupten, dass die Verwendung von Kunststoff beim Bajonett (statt Edelstahl, Stahl oder Messing wie bislang üblich) einen generell-negativen Einfluss auf die Haltbarkeit oder Funktionsfähigkeit hat (bislang sind trotz häufiger Wechsel noch keine Abnutzungserscheinungen aufgetreten), aber was sich bei intensiver Inanspruchnahme über Jahre hinweg diesbezüglich tut, bleibt heute eine offene Frage.
Die optische Qualität ist so gut, dass man diese beiden Objektive (insbesondere das 40-150) sogar als "Gläser fürs Leben" bezeichnen könnte. Ob sie das mechanisch auch mitmachen, bleibt ungewiss - im Gegensatz zum langlebig-stabilen Metallbajonett.
Akku:
Eigentlich gehört dieses Thema sicher zu den normalen Betrachtungen einer Kamera und könnte in einem oder zwei Sätzen abgehandelt werden. Im Falle der E-400 scheinen mir jedoch ein paar mehr Worte notwendig.
Mit der Kamera wird ein neuer, kleinerer Akku (PS BLS-1 mit 1.150mAh Kapazität) geliefert. Dieser ist nicht kompatibel mit den anderen, bisherigen Olympus-Kameras und auch auf ein eigenes Ladegerät (BCS-1) angewiesen.
Nach Erhalt meiner Kamera habe ich diese (natürlich völlig unvernünftigerweise, aber es hat mich interessiert) einem akkumässigen Dauergebrauch unterworfen, heisst, ich habe die Kamera nach Aufladen des BLS-1 in Permanentgebrauch unter weitgehend realistischen Alltagsbedingungen (soweit dies bei einer kontinuierlichen Nutzung über Stunden hinweg im Rahmen dieses Versuches möglich ist) in Bezug auf den Stromverbrauch getestet. Die Bedingungen dazu habe ich in einem entspr. Thread hier im Forum benannt.
Im Rahmen dieses Dauerversuches liess der Akku mehr als 1600 Auslösungen zu, ohne schlapp zu machen. Dabei wurde die Kamera zwischenzeitlich immer wieder ausgeschaltet, neu in Betrieb genommen (SSWF-Filter aktiviert), die Optik fokussierte auf permanent unterschiedliche Entfernungen, das gemachte Bild wurde in der Wiedergabe angezeigt (es wurden Serienbilder von jeweils 5 bis 6 Auslösungen gemacht) und das alles hielt der kleine Kerl anstandslos über eine gewaltige Zeit aus.
Die nachfolgende echte Praxisnutzung zeigt bis zum heutigen Tag ebenfalls eine aussergewöhnliche Akkustandzeit - ohne, dass ich mir weitere Notizen zur Bildanzahl gemacht hätte. Der Fakt einer absolut ungewöhnlich langen Akkustandzeit ist jedoch unbestreitbar. Dies jedenfalls bei meiner Kamera.
Ich schreibe dies deshalb mit Einschränkung, weil sich im Forum einzelne Nutzer der E-400 gemeldet haben, deren Akku "nur" einige hundert Auslösungen zulässt.
Mir ist momentan nicht erklärlich, worin diese Unterschiede zu begründen sind, sie sind aber offenbar vorhanden. Ein Leser des Praxisberichtes sollte dies wissen. Schlechtestenfalls sind es also einige Hundert Auslösungen, bestenfalls mehr als eineinhalbtausend.
Fazit:
Die E-400 ist eine sehr kleine, sehr leichte Alltagskamera, die viele Hobbyfotografen ebenso überzeugen kann wie engagiertere Anwender, die die äusserst vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten der Kamera auch in Anspruch nehmen können.
Die E-400 taugt ideal als Reisekamera oder "Immer-dabei-Gerät", zumal die Kitobjektive bei hoher (14-42) bzw. sehr hoher Leistung (40-150) ebenfalls aussergewöhnlich klein und leicht sind (kleiner und leichter als jedes andere Objektiv ähnlicher Leistungswerte im gesamten Markt).
Die in meinem Text erwähnten Einschränkungen bzw. fehlenden Features (SVA, TIFF, Zugriffmöglichkeiten etc) müssen vom Interessenten einer individuellen Betrachtung und Wertung unterworfen werden, eine entsprechende Benotung von mir im Rahmen dieses Fazits verbietet sich, da diese Dinge den einen Nutzer vom Kauf abhalten können und schon beim nächsten Interessenten nicht ansatzweise Bedeutung haben können.
Die geringe Grösse, die ausserordentliche Kompaktheit der Kamera ist einerseits ein Vorteil, andererseits resultiert daraus auch eine für heutige Verhältnisse ungewohnte Kamerahaltung beim Fotografieren.
Auch in diesem Punkt muss jeder unter Zuhilfenahme der Kamera für sich selbst entscheiden, ob sie ihm in seine Hände passt oder eventuell zu klein ist. Eine generelle, allgemeingültige Aussage dazu kann meines Erachtens nicht abgegeben werden. Währenddem der Eine sie liebt und ihr den zweifelsohne vorhandenen "Olympus-Klebstoff" attestiert, kann sie dem Nächsten quasi durch die Finger rutschen oder beim Fotografieren ein Gefühl der nicht ausreichenden Gesamtstabilisierung (Verwacklungsgefahr) aufdrängen.
Daher individuell zu betrachten und zu werten.
Mein Fazit beschränkt sich konsequenterweise auf den Faktor fotografische Nutzung unter primärer Beurteilung des bildmässigen Ergebnisses.
Hier kann der E-400 uneingeschränkt eine sehr hohe Leistung attestiert werden, sie liefert sehr scharfe, hoch detailreiche Bilder bei sehr gutem Dynamikverhalten in allen ISO-Bereichen bei wirklich schöner, angenehm natürlicher Farbwiedergabe.
Bildmässig insgesamt ein Spitzenergebnis, das überzeugt.
Wer auf die wenigen fehlenden Features verzichten kann (andererseits bringt sie solche nicht alltäglichen Dinge mit wie präzise Spotbelichtungsmessung, ISO-Drittelschritte, gute TTL-Blitzbelichtung, sehr viele individuelle Konfigurationsmöglichkeiten etc.) und mit der Handhabung aufgrund der Grösse klarkommt (ein Zusatzhandgriff ist nicht lieferbar), der erhält mit der E-400 eine hochmoderne Kamera, die hervorragende Bildergebnisse garantiert.
Zudem ist sie mit ihren 10 Megapixeln nunmehr in einem Auflösungsbereich angekommen, der der analogen Fotografie in nichts mehr nachsteht, auch nicht bei grossformatigeren Ausdrucken.
Insofern kann die E-400 durchaus den Käufer über viele Jahre seines Lebens begleiten.
Sicher wird die Jagd nach immer mehr Pixeln auch in der Zukunft weitergehen, ob dies jedoch sinnvoll ist und dem privaten Anwender auch einen wie immer gearteten Nutzen bringt, wage ich zu bezweifeln.
Ich halte 10 Mio. Pixel für einen absolut ausreichenden Wert - und den hat die E-400 erreicht, ist damit die bildmässig leistungsfähigste Kamera des Olympus-Systemes und nach meinem Dafürhalten unter Abwägung allen Für und Widers für den Käufer eine Investition in die Zukunft, die viele Jahre Freude am Bild mit sich bringen kann.
Ich halte die E-400 für eine sehr gute Kamera, die die Mehrheit der Interessenten ob ihrer sehr guten Bildergebnisse sicher nachhaltig überzeugt.
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