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Lange wurde darüber spekuliert, lange waberten die interessantesten Threads um eine neue Olympus-DSLR: kommt sie als neue Profikamera, kommt sie als Nachfolgerin der E-300, wird es eine Kamera mit LiveBild, wird es ...
Die Gerüchteküche brodelte, nur Wenige wussten ein paar Details und Ende Januar war es dann soweit: Olympus lüftete das Mäntelchen des Schweigens und präsentierte die Nachfolgerin der E-300, die aufgrund ihrer ungewohnten Gehäuseform bis dato ganz sicher nicht zu den Topsellern des Marktes gehörte.
Interessante Details wie die Porro-Konstruktion des Suchers mit dem seitlich wegklappenden Spiegel der E-300 hatten eine Vorläuferfunktion für die E-330, die die grundlegende Gehäusekonstruktion ihrer Vorgängerin übernahm, dabei aber die von vielen Nutzern kritisierte kantige und wenig nach DSLR aussehende Form zugunsten handschmeichelnder und angenehmerer Rundungen aufgab. Die E-330 ist weiterhin eine optisch absolut unkonventionelle Kamera, der man auf den ersten Blick nicht unbedingt ansieht, dass in diesem kleinen und griffsympathischen Gehäuse eine erstaunliche Menge an komplexer, vielfältig nutzbarer Technik steckt.
Mit Gehäuseabmessungen von 140mm (B) x 87 mm(H) und 72mm (T) ist sie für eine DSLR sehr kompakt, ohne dabei auch für grössere Hände unhandlich zu sein. Ganz im Gegenteil, der gegenüber der E-300 nunmehr wesentlich besser ausgeformte Griff, die rund um den Griff und an der hinteren Daumenauflage sehr gute Belederung (die ja eigentlich eine Gummierung mit Lederprägung ist), die ausgewogene Gewichtsverteilung auch oder gerade mit angesetzter Optik und das relativ geringe Grundgewicht der Kamera von 550 Gramm (ohne Akku und und Optik) machen die Kamera zu einem sehr leicht handhabbaren Gerät, das auf Anhieb gut in der Hand liegt.
Mit eingesetztem Akku, CF-Karte, Trageriemen und dem lichtstarken, guten Standardzoom Zuiko Digital 14-54mm, F2,8-3,5 werden dann aus dem reinen Kameragewicht von 550 Gramm insgesamt 1.090 Gramm und damit eine Kombination, die trotz der hohen Optik-Lichtstärke immer noch ganz klar dem Bereich der leichten, nicht belastenden Reise- und Alltagskamera zuzuordnen ist.
Wie bereits von den anderen Olympus-Kameras gewohnt, finden sich die zentralen Bedienelemente sehr gut erreichbar an griffgünstig platzierten Stellen. Wichtige Parameter wie Weissbalance, Autofocus, ISO-Wert und Belichtungsmesscharakteristik lassen sich ebenso auf blossen, direkten Knopfdruck hin verstellen wie die Bedienung der AEL/AFL-Lock-Taste und die Einstellung des Belichtungs-Korrekturfaktors. Alle Einstellräder rasten sauber ein, die Bedienknöpfe sind sehr gut eingepasst, haben kein Spiel und sind auch für grosse Finger gut zu bedienen, insgesamt vermittelt das Gehäuse den Eindruck hoher Fertigungsgenauigkeit und Wertigkeit.
Bevor ich jetzt jedoch auf die Einzelheiten der Bedienung, die grundsätzlichen Features und die aus den Eigenschaften der Kamera resultierenden Bildergebnisse näher eingehe, vorab ein Blick auf die Basiswerte der Kamera in Bezug auf ihre technischen Eigenschaften.
In der E-330 wurde von Olympus erstmals - in Abweichung von der bisherigen Vorgehensweise - ein völlig neuer Sensortyp eingebaut. Statt des bislang aus E-1, E-300 und E-500 bekannten Kodak-Full-Frame-Sensors im 4/3-Format wurde zusammen mit Panasonic laut Olympus über mehrere Jahre hinweg ein spezieller neuer Sensor auf CMOS-Basis erschaffen, der in Anbetracht seiner abweichenden Eigenschaften als NMOS bezeichnete neue 4/3-Bildwandler.
Ein Sensor, der erstmals im DSLR-Markt unter anderem auch ein direkt vom Sensor kommendes Live-Bild ermöglicht. Sowohl Canon wie auch Fuji haben ähnliche LiveBild-Möglichkeiten in ihre Kameras integriert (Fuji S3 Pro und die Astro-Spezialversion der Canon 20D, die Canon 20Da), diese sind insofern jedoch nicht ansatzweise vergleichbar, als dass der neue Olympus-NMOS hier dem User wesentlich weitergehendere, erst jetzt als praxisgerecht zu bezeichnende Möglichkeiten bietet, die die Nutzung dieser neuen Eigenschaft auch umfassend und sinnvoll möglich macht. Währenddem bei den beiden anderen genannten Kameras von Fuji und Canon nur ein ganz kurzfristig nutzbares S/W-Bild als reine Grob- Information zur Verfügung steht, ist der Sensor der E-330 in der Lage, ein korrektes 100%-Farbbild im Rahmen der Aufnahmevorschau "B" zu liefern, eine maximal exakte Scharfstellung direkt auf dem Sensor zu ermöglichen und darüber hinaus zeitlich praxisgerecht ohne Nachteile die Vorschau zuzulassen.
Um dem Nutzer darüberhinaus auch eine Permanentkontrolle des Bildes - ähnlich der bei digitalen Kompaktkameras - zu ermöglichen, besitzt die Kamera im Rahmen eines zweiten LiveBild-Modus ("A") unter Beibehaltung aller Automatik-Funktionen und des Autofokus die Möglichkeit, das Bild permanent und ohne jede praxisrelevante Einschränkung (im Modus "B" ist nur manuelle Fokussierung möglich) anzuzeigen. Dies geschieht durch einen erstmals im Strahlengang einer digitalen Spiegelreflex eingebauten zweiten 8-MP-Sensor. Dessen Pixel wurden zur Verbesserung seiner Low-Light-Fähigkeiten zusammengefasst, er transportiert damit ein Abbild dessen, was der Nutzer auch im weiterhin ja vorhandenen optischen Sucher sieht (übrigens wie bei Olympus üblich, wieder mit einer guten Dioptrienkorrektur), auf den 2,5-Zoll grossen, auch bei Sonneneinstrahlung sehr gut ablesbaren/erkennbaren Hyper-Crystal-LCD mit seinen 215.000 Pixeln.
Soweit erst einmal zu den technischen Neuerungen dieser Kamera, die ihr eine Alleinstellung verschaffen. Bevor ich jetzt die sich in der Praxis daraus ergebenden Vorteile näher beleuchten will, eine kurze Übersicht der technischen Daten der E-330.
Diese Daten sind relativ straff zusammengefasst, da die weiter gehenderen technischen Informationen problemlos an anderer Stelle (www.olympus.de) für jeden Interessierten abrufbar sind:
- Bildsensor: 4/3-Live MOS Sensor mit Vollbildübertragung
- Anzahl effektive Pixel: ca. 7.500.000
- optischer Sucher: SLR-typisch, ca. 95% Abbildung des aufgenommenen Bildes
- Dioptrieenverstellbereich: -3,0 bis +1,0
- Schärfentiefe im Sucher und auf dem Display durch Tastendruck (nach entspr. grundsätzlicher Einstellung im Menue) überprüfbar.
- Sucherscheibe fest (Mattscheibe nicht austauschbar), Sucherokular austauschbar.
- Sucherverschluss: durch integrierten Hebel
- Motivansicht über das Display:
- im LiveBild-Modus "A" unter Nutzung des zweiten 8-MP-Sensors (der übrigens aus einer Kamera der mju-Serie stammt) 92% Bildfeldabdeckung
- im Live-Bild-Modus "B" unter Nutzung des Hauptsensors (NMOS) 100% Bildfeldabdeckung, Wegfall der AF-Funktion, manuelles Scharfstellen. Sonstige Automatikfunktionen (Belichtung) bleiben dabei erhalten.
- Verschluss: 1/4000sek bis 60 Sekunden, Bulb maximal 8 Minuten
- Autofokus:
- TTL-Phasenkontrastmessung über 3-Punkt Mehrfeldmessung
- AF-Messbereich: EV 0 bis EV 19
- AF-Messlicht: über eingebauten Blitz
- Wahlmöglichkeit für Schärfe- oder Auslösepriorität
- Belichtungsmessung:
- TTL-Messung
- Digitale ESP-Messung
- Mittengewichtete Integralmessung
- Spotmessung mit 2% des Sucherfeldes (Bildmitte)
- Spotmessung mit Gewichtung der Lichter
- Spotmessung mit Gewichtung der Schatten
- Programme: A, S, Manuell und Vollautomatik (P) sowie fünf über das Programmrad sofort anwählbare Szeneprogramme und über die zusätzliche Einstellung "Szene" weitere 20 Individual-Szenemodi (Portrait, Unterwasser-Makro, Unterwasser-Weitwinkel, Sand+Schnee, Panorama, Dokumente, Feuerwerk, Sonnenuntergang, Kerzenlicht, Natur-Nahaufnahme, Nahaufnahme, Bildstabilisator (dabei wird lediglich der ISO-Wert hochgesetzt zur Erreichung kurzer Verschlusszeiten), Low Key, High Key, Sport, Kinder, Nacht + Person, Nachtaufnahme, Land/Portrait, und Landschaft). Alle entspr. Motivprogramme werden auf dem Display nochmals im Klartext erläutert.
- ISO-Empfindlichkeit normal 100-400 mit Erweiterung auf bis zu ISO 1600, Abstufung in Schritten zu 1/3 Wert, 1/2 oder 1 Wert
- Weissabgleich: Auto, 7 Festwerteinstellungen, frei vom Benutzer definierbarer Festweissabgleich und Sofortweissabgleichsmöglichkeit vor der Aufnahme
- Bildmodi-Variationen, mit deren Hilfe sich verschiedene Aufnahme-Farbcharakteristika nach dem Gusto des Nutzers einstellen lassen (Vivid, Natural, Muted, S/W etc)
- Bilddatenspeicherung:
- auf CF-Karte bis 8 GB (FAT 16/32 kompatibel)
- zusätzlich zweiter Kartenschacht für xD-Karten
- Kartenschächte bei Bestückung mit zwei Karten übers Menue frei anwählbar
- Aufzeichnung in RAW, TIFF oder JPEG (diverse Stufen)
- Auslösemodus:
- Einzelbild, Serienbild (3 fps ohne eingeschaltetes LiveBild, ca. 1,5 fps mit eingeschaltetem LiveBild-Modus "A" - Einzelbild im LiveBild-Modus "B", wobei hier durch das Zurückschwingen des Spiegels vor der Aufnahme eine Aufnahmeverzögerung von etwa 1,5 Sekunden eintritt)
- Maximale Serienbildrate: 4 Bilder in RAW/TIFF, mehr je nach eingestellter JPEG-Auflösung und verwendeter Speicherkartengeschwindigkeit
- Selbstauslöser mit 2 oder 12 Sek. Vorlauf einstellbar
- Blitz:
- eingebaut mit Synchronzeit 1/180 Sekunde
- TTL-Auto
- LZ 12
- Synchronisierung auf zweiten Verschlussvorhang möglich
- Kurzzeitblitzen mit Zusatzblitzgeräten.
Das zu den grundsätzlichen technischen Daten, die aber in den nachfolgenden Zeilen teils noch einer näheren Betrachtung unterzogen werden.
Fangen wir daher mit den Kamera-Basiseinstellungen an:
Bei der E-330 hat sich in der Praxis gezeigt, dass die Farbgrundeinstellung der Kamera ab Werk zu einem leichten Grünstich neigt. Durch die umfassenden Einflussmöglichkeiten des Nutzers auf die Parameter stellt sich dies jedoch nicht als Problem dar.
Per Menue-Eingriff in die Basis-Farbcharakteristik des Weissabgleiches kann die Kamera vollinhaltlich und individuell an den Geschmack des Nutzers in Bezug auf die Farbwiedergabe, Schärfe und Kontrastleistung mehrstufig angepasst werden. Hier hat sich nach meinem Dafürhalten eine Verschiebung aller Weissabgleichswerte (also der Werte in allen Weissabgleichs-Grundeinstellungen des Menues) auf Rot +1 und Grün -3 als ideal erwiesen.
Dies geschieht durch blossen Klick im Kamera-Untermenue "Weissabgleich" auch für den unbedarften Nutzer sehr einfach und problemlos.
Der Basiswert der JPEG-Schärfe- und Kontrastwiedergabe steht dabei bei meinen Kameras auf Kontrast 0 und Schärfe plus 1. Dies ergibt in der Praxis saubere Kanten ohne Überzeichnung oder Halos, sehr gute Gesamt-JPEG-Qualität bei ordentlicher Durchzeichnung von Schatten und Lichtern. Da die Kamera einen Dynamikumfang von ca. 8 bis 9 Blendenstufen (nachvollziehbare Messwerte kann ich nicht ermitteln, dieser Eindruck ergibt sich aus der Betrachtung der Bilder im Vergleich zu anderen Modellen des Marktes) hat, zeigt der neue NMOS-Sensor hier praxisübliche Werte, die weder zum Guten, noch zum Schlechten aus den üblichen Werten der Konkurrenzmodelle hervorstechen.
Aber: bei Bearbeitung der aus der Kamera kommenden Dateien (JPEG, da mit Ausnahme des Olympus-eigenen RAW-Konverters - den ich nicht mag und nicht nutze - mir noch kein Fremdkonverter zur Verfügung steht) fällt auf, dass sich diese in weitergehenderem Masse als mir auch aus anderen Kameras (Fremdfabrikate) bekannter Form verändern/beeinflussen lassen. Selbst High-ISO-Dateien mit 1600 ISO sind in der EBV über ungewöhnlich viele Belichtungsstufen hin veränderbar, ohne dass sie ihre grundsätzlich gutmütige Charakteristik verlieren. Eine Aufhellung von - bspw. durch die Belichtungssituation bedingt - zulaufenden Schatten ist in ungewohnt breitem Masse bei der E-330 möglich, selbst die Anhebung der Schatten um weit mehr als 2 EV-Stufen bringt dort das Farb- und/oder Luminanzrauschen nicht verstärkt zur Geltung. Ein Kippen ist erst sehr spät feststellbar.
Hier zeigt die E-330 erstaunliche Reserven in ihren Bilddateien auf, die ich sowohl auf den neuen Sensor wie aber auch die nachgeschaltete Software innerhalb der Kamera zurückführe.
Die grundsätzliche Farbcharakteristik der E-330 ist nach Durchführung der vorhin schon beschriebenen Grundwertkorrekturen als lebhaft intensiv (Einstellung "Vivid") bis zu normal ausgewogen und korrekt (Einstellung "Normal") zu bezeichnen. Die von den anderen Olympus-Kameras her bekannte, frische Farbwiedergabe mit ihren klaren, sauberen Farben ist auch bei der E-330 wiederzufinden, auch deren Bilder erinnern eher an ein leuchtkräftiges Dia als an ein digitales Bild.
Der automatische Weissabgleich funktioniert unter allen Tageslichtsituationen zuverlässig und genau und beschert den Bildern sehr exakte Farbwiedergabe. Unter bestimmten Kunstlicht-Mischsituationen kann es jedoch dazu kommen, dass die Kamera das Bild etwas farbstichig darstellt. Hier empfiehlt sich die Nachschau über das Display, das derartige Farbverschiebungen sofort nachvollziehbar darstellt. Sollte es - was jedoch nur relativ selten vorkommt - zu Farbverschiebungen durch die Automatik kommen (Neonlicht wie auch Natriumdampflampen sind beispielsweise derartige Auslöser), so reicht manchmal schon ein zweites Bild, bei dem sich die Automatik dann selbst reguliert. Ansonsten genügt ein Druck auf die Sofortweissabgleichstaste, die Fixierung auf eine weisse Fläche und damit das Abstimmen des Weissabgleichs, um zu korrekten Werten zu kommen.
Die Auflösung der 7.500.000 Pixel-Dateien entspricht bei Ansicht am Monitor wie auch im ausgedruckten Bild vollauf der 8-MP-Klasse anderer Hersteller. Die Bilder sind scharf und detailreich, ohne auffällige Artefakte im JPEG oder ein sich abzeichnendes Moireé.
Olympus hat hier offenbar einen guten Kompromiss bezüglich des vorgeschalteten Anti-Aliasing-Filters gefunden. Es ist gelungen, Moireévermeidung und gute Scharfzeichnung ab Kamera zu kombinieren.
In der Praxis zeigt sich, dass eine leichte Anhebung der Schärfe in der EBV trotzdem bei manchen Motiven von Vorteil sein kann, um die in den Dateien enthaltenen Details sauber herauszuarbeiten (wer es ab Kamera schärfer mag, kann den Schärfewert durchaus auf +2 hochstellen, wer sich jedwede Bearbeitung für die EBV aufsparen möchte, fotografiert in RAW oder nimmt den Schärfewert auf Parameter unter Null zurück). Die Einstellung "Vivid" liefert in ihren Grundwerten ganz offenbar die etwas höhere Basisschärfe als der Modus "Normal". Farbcharakteristik und Schärfe bei "Vivid" sind offensichtlich auf die Wünsche und Bedürfnisse derjenigen Nutzer angepasst, die eine Weiterbearbeitung ihrer Bilder am PC nicht vornehmen wollen.
Ungeachtet dessen bietet die Kamera alle Möglichkeiten der individuellen Einstellung auf die Wünsche des Nutzers.
Das im 4/3-Segment oftmals kritisierte Rauschen hat durch Verwendung des neuen NMOS-Sensors eine andere Qualität und ein anderes Quantum erhalten. Mit wenigen Worten könnte man sagen, es ist nunmehr auf konkurrenzähnlich niedrigem Niveau angelangt.
Die Bilddateien mit 100, 200 oder 400 ISO (alle Werte sind an der Kamera übrigens in Drittelschritten einstellbar) weisen praktisch kein sichtbares Rauschen mehr auf, hier liegt der Level in allen Rauschparametern sehr niedrig und unterscheidet sich nicht mehr von den besten Kameras der DSLR-Konkurrenz.
Bei 800 ISO steigt das Rauschen an, die Bilder sind aber ebenso wie 1000 ISO-Dateien auch ohne zusätzliche externe Entrauschung noch gut und nahezu uneingeschränkt nutzbar. Bei 1250 ISO wird es erkennbar "rauschiger", spätestens bei 1600 ISO verliert die Kamera ganz klar den Anschluss an ihre in diesem Bezug besten Konkurrenten wie bspw. die Canon 20D.
Das Rauschen zeigt sich auch bei höheren ISO-Werten als sehr fein und mit einer filmähnlichen Struktur, die dem Gesamtbildeindruck nicht schadet.
Bei 1600 ISO kann eine externe, zusätzliche Entrauschung mit Tools wie NoiseNinja, Kodak Digital GEM Prof. oder NoiseWare (oder anderen) angesagt sein, wenn das Bild grossformatig verwendet werden soll oder in der Reportage für den Hochglanzdruck eingesetzt wird. Ausdrucke bis zu 13 x 18 cm sind jedoch auch mit 1600 ISO möglich, ohne dass nachbearbeitet werden muss und ohne, dass das Rauschen sich im ausgedruckten Bild beeinträchtigend zu Wort melden würde.
Aus meinen Tests mit den mir zur Verfügung stehenden Tools (siehe oben) hat sich übrigens NoiseWare Professional in seinen Automatikeinstellungen als das sauberst arbeitende Entrauschungwerkzeug herauskristallisiert. Kodak verschmiert die Details bei 1600 ISO um einen Hauch mehr, NoiseNinja bildet sichtbare Blöcke und zaubert in extrem dunkle Schattenpartien helle Pixel der unangenehmen Art hinein. Wenn schon Entrauschen (was ja nur unter bestimmten Bedingen überhaupt notwendig ist bei der E-330), dann nach meinem Empfinden Noise Ware.
Dass die Erhöhung der ISO-Werte zu letztendlich sichtbaren Schärfeverlusten im Bild führt, ist eine Folge der in JPEG ja auch bereits kameraintern arbeitenden Bildbe- und verarbeitung, die auf niedriges Rauschen hin ausgerichtet ist. Ein 1600 ISO-Bild kann ganz klar auch unter Verwendung einer noch so guten Optik nicht mehr an die Detail- und Kantenschärfe eines 100 ISO-Bildes heranreichen. Dies aber ist eine allseits bekannte Limitierung, die auch bei anderen Kameras auftritt. Ungeachtet dessen gibt natürlich die bei der E-330 in dieser Form im Olympus-Segment erstmals wirklich nutzbare 1600 ISO-Empfindlichkeit in Extremsituationen Möglichkeiten anhand, die bislang als fehlend kritisiert wurden.
Die Bildverarbeitung der Kamera im RAW-Modus wird zu einem späteren Zeitpunkt einer separaten, ergänzenden Betrachtung unterliegen (wenn eben Fremdkonverter zur Verfügung stehen). Ich kann mir vorstellen, dass sich hier weitere Vorteile - ähnlich wie bei der E-500 - herausarbeiten lassen.
Im JPEG-Modus verzeichnet die E-330 jedoch bereits heute gegenüber der sich schon als recht gut erweisenden E-500 einen Vorteil von gut einer Blendenstufe im Rauschverhalten (1600 ISO entspricht in etwa dem Rauschverhalten der E-500 bei 800 ISO). Gegenüber der E-300 ist der Unterschied noch deutlich grösser.
Nachdem nun das Thema "Bildqualität" weitgehend abgehandelt ist, sei noch ein Blick auf die sonstigen Features der E-330 angefügt. Dies betrifft insbesondere Sucher und die neuen LiveBild-Funktionen, den AF und Weiteres:
Der Autofokus der E-330 hat bei gleichbleibenden Arbeitswerten gegenüber der E-500 deutlich an Schnelligkeit hinzugewonnen (Olympus sagt leider nichts wirklich Verwertbares zum verwendeten AF-Modul bzw. seinen genaueren Spezifikationen).
Das aus allen Olympus-Kameras bekannte, zweistufige Fokussieren tritt bei normalen Beleuchtungsverhältnissen nicht mehr in gewohnter Form auf. Bislang kannten wir alle aus E-1, E-300 und auch E-500 das erste schnelle Scharfstellen in die unmittelbare Nähe des Fokuspunktes und das Sekundenbruchteile später folgende Nachfokussieren auf den absolut exakten Schärfepunkt, an dem sich die Kameras dann unerbittlich im positiven Sinne festgebissen haben.
Front- und Backfocus waren und sind ja bekanntermassen durch diese Vorgehensweise bei Olympus kein Problem, das die User beschäftigen würde.
Nun, die neue E-330 hat diesbezüglich noch etwas zugelegt.
Unter üblichen Tageslichtsituationen ist der AF erkennbar schneller geworden, fokussiert bei vorhandenen Kontrasten nahezu in einem schnellen Schritt auf den korrekten Fokuspunkt, die bisherige Zweistufigkeit ist zwar noch da, aber kaum noch zu erkennen.
Im Single-AF (der sich übrigens weiterhin auch - wie der Continuous-AF - auf manuelle Eingriffsmöglichkeit programmieren lässt) schnappt der AF schnell und "erbarmungslos" korrekt zu. AF bedingte Verzögerung wird bei der E-330 fast schon zum Fremdwort.
Ein sehr gutes Ergebnis der entsprechenden Überarbeitung, ohne jede Frage.
Etwas anders verhält sich - wie bisher auch schon gewohnt - der Continuous-AF. Er braucht erkennbar mehr Kontrast, braucht erkennbar mehr Licht am Objekt, um seiner Aufgabe schnell und korrekt nachzukommen. Hier ist ein Kritikpunkt bei sehr schnellen Actionszenen (für die die Kamera aber grundsätzlich nicht konzipiert ist) zu sehen. Hier kann es zu einem ungewollten und hinderlichen Durchlaufen des Fokusbereiches bei nicht ausreichenden Motivkontrasten kommen, die beim S-AF noch dicke im grünen Bereich wären.
Ich habe mir daher angewöhnt, bei der E-330 die Fokussierung auf S-AF (plus M-AF) fixiert zu lassen und aufgrund der dann vorhandenen Schnelligkeit und Präzision lieber etwas mehr mit dem Auslösefinger zu spielen, die Fokussierung durch mehrmalig schnelles Drücken bis zum ersten Druckpunkt nachzuführen.
Der optische DSLR-Sucher der E-330 zeigt ja - wie vorher bereits beschrieben - ein klassenübliches Bildfeld von etwa 95% des Gesamtbildes. Damit lässt sich grundsätzlich gut arbeiten.
Die Sucherhelligkeit der E-330 hat jedoch durch die Nutzung eines strahlenteilenden Spiegels (der Live-Bild-Sensor im Strahlengang muss ja auch mit Licht versorgt werden) etwas gelitten. Gegenüber der E-500 empfinde ich den Suchereinblick etwas weniger "tunnelartig" und bei dauerhafter Nutzung als angenehmer. Die Helligkeit der Sucherkonstruktion jedoch hat nochmals um einen Hauch abgenommen, was sich in erster Linie bei Verwendung von lichtschwächeren Optiken wie bspw. dem Zuiko Digital 14-45mm, F3.5-5.6 zeigt.
Nicht, dass damit nicht ordentlich zu arbeiten wäre, aber ebenso sicher gibt es angenehmere Sucher mit deutlich grösserer Helligkeit (die E-1 ist ein solches von vielen Beispielen).
Der bisher bei der E-500 oft angesprochene Nachteil der - bedingt durch den nicht sehr lichtstarken Sucher und das kleine Sucherbild - nur schwer möglichen Manuell-Fokussierung relativiert sich bei der E-330 sehr stark, da hier ja der exzellente Live-Bild-Modus "B" zur Verfügung steht und das von der E-500 gerade bei Macroaufnahmen bekannte Problem vollständig eliminiert.
Ergänzend sei hier angemerkt, dass sich bei Aufnahmen im Modus "B" bei der E-330 zur Hilfestellung (Ausrichtung des Bildes) sogar ein Gitternetz auf Knopfdruck einblenden lässt.
Dass die Einblendung der Belichtungswerte am rechten Sucherfeldrand mich als Brillenträger vor gewisse Problem stellt und für mich ganz persönlich alles andere als ein Optimum ist, habe ich ja schon beim Praxisbericht der E-500 erwähnt. Daran hat sich leider nichts geändert (andererseits stehen auf dem grossen Display alle relevanten Informationen in - auch unter Weglassung der Brille noch immer bestens lesbaren - Riesenlettern zur Verfügung).
Demgegenüber steht aber die nun durch das Live-Bild wesentlich (ungewohnt) vielseitigere Nutzbarkeit des exzellenten Displays.
Bevor ich jedoch auf diese gravierenden Auswirkungen des LiveBildes auf die Fotografiergewohnheiten bzw. die extremen Ausweitungen der Nutzbarkeit der Kamera komme, ein Wort zum Display selbst:
Olympus hat - wie die Praxis zeigt - ganz offensichtlich das Material bzw. die Ausführung des Display-Deckglases gegenüber den bisherigen Modellen (auch gegenüber der E-500 mit gleich grossem Display) verändert. Dies führt bedauerlicherweise als einer der wenigen wirklichen Nachteile der Kamera dazu, dass das Deckglas selbst bei recht geringer mechanischer Belastung der Kamera (schon beim Tragen am Körper und dem Scheuern an der Kleidung) verkratzt. Keine Kratzer, die bei Betrachtung eines Bildes am beleuchteten Display nachteilig ins Auge fallen würden, aber Kratzer, die die Kamera schon nach wenigen Tagen intensiver Nutzung leicht ramponiert erscheinen lassen.
Ich rate daher jedem Käufer dieser Kamera dringend, den Aufpreis von etwa 10 EUR (oder weniger) für eine gute Display-Schutzfolie von Vornherein mit einzukalkulieren, da sich der Wert der Kamera im Falle eines späteren Wiederverkaufes bei zerkratzter Deckscheibe doch deutlich mindert, mal ganz abgesehen von den eigenen Ansprüchen an die Ästhetik/das Aussehen der Kamera.
Der Schwenkmechanismus des 2,5-Zoll-grossen Displays ist sehr massiv ausgeführt, die oftmals von anderen Kameras zu sehende, filigrane und zerbrechlich anmutende Bauweise fehlt hier durch Verwendung entsprechender Metallteile gottseidank völlig (hier kann natürlich nur mit Consumerkameras und ihrer diesbezüglichen Mechanik verglichen werden, da es derzeit keine andere digitale Spiegelreflex mit einem Schwenkdisplay gibt). Auch wenn sich das Display nur nach oben (stufenlos 45 Grad) bzw. nach unten (stufenlos bis ca. 90 Grad) schwenken lässt und damit bei Hochformataufnahmen nicht in geschwenktem Zustand zur Verfügung steht, so ist aber gerade diese Möglichkeit, ein Live-Bild auch bei Haltung der Kamera in Bauchhöhe oder überm Kopf zu sehen, in der Praxis als grandiose Erweiterung der Handlingmöglichkeiten zu sehen. Kein blindes Drauflosschiessen über die Köpfe von Menschenmengen hinweg mehr, kein Knien oder Liegen auf dem Boden bei Macroaufnahmen, alles durch die Integration von LiveBild-Modus und Schwenkdisplay in eine digitale Spiegelreflex Mühen vergangener Tage. Unbemerkte Schüsse aus der Hüfte (Achtung: Personenrechte beachten) sind ebenso zwangfrei möglich wie das Herangehen an Macroobjekte aus dem Stand. Die Betrachtung des LiveBildes auf dem Monitor ist ein Erlebnis für sich - zumal dies in Verbindung mit dem optischen SLR-Sucher und der SLR-eigenen Wechselfähigkeit der Optiken die Kamera ganz klar von allen anderen Segmenten der Digitalfotografie vorteilhaft abgrenzt.
Wer dies in dieser dargestellten Form nicht glaubt oder dieses Feature als Nebensächlichkeit abtut, der MUSS es einfach mal selbst erleben, wie sich die persönliche Art des Fotografierens, das Herangehen an Motive urplötzlich ändert, wenn das LiveBild in dieser Form zur Verfügung steht.
Diese Vorteile gehen im LiveBild-Modus "B" sogar noch einen ganz entscheidenden Schritt weiter. Hier wird ja nun - wie vorher beschrieben - statt des kleinen, in den Strahlengang eingebauten Sensors, der 7,5-MPix-Original-NMOS als Bildgeber verwendet. Olympus sagt in seinen Kameraspezifikationen dazu übrigens, dass der LiveBild-Modus "B" bei 1600 ISO nicht länger als 8 Minuten am Stück genutzt werden sollte, da sich ansonsten das Bildrauschen erhöhen könne. Nach meinen Beobachtungen ist dies eine reine (etwas übertriebene?) Vorsichtsmassnahme seitens des Herstellers. Ich konnte auch nach 15 oder mehr Minuten keinen signifikanten Anstieg des Rauschpegels feststellen.
Nun, zurück zur Funktion des "B"-Modus. Der Sensor/das Display zeigt hier 100% des Realbildes bei manueller Fokussiermöglichkeit. Dies ist gerade beim eigentlichen Einsatzzweck dieses Modus der "springende Punkt". Das Displaybild lässt sich mittels eines frei verschiebbaren Markierungsfeldes auf die 10-fache Anzeigegrösse aufziehen, lässt eine manuelle Fokussierung in einem Masse und einer Exaktheit zu, die bislang bei digitalen SLRs völlig unbekannt ist. Und dies auf das Feinste am Bildschirm auf den Millimeter kontrollierbar.
Einfach perfekt in noch nie dagewesener Form und alleine deshalb für ernsthafte Macrofotografen eigentlich schon ein Muss.
Analogfotografen, die ihre Macros mit Sucherlupe auf heller Mattscheibe machten und exakt auf die Filmebene fokussieren konnten, wissen, wovon ich spreche. Hier bietet sich eine gleichgelagerte Möglichkeit nun erstmals auch im digitalen SLR-Bereich mit Wechseloptiken.
Die von Olympus sowohl im Handbuch wie aber auch beim Einschalten der Live-Bild-Funktion übers Display gezeigte Aufforderung, das Sucherokular bei Nutzung des Live-Bildes zu verschliessen, stufe ich nach der bisherigen Praxis mit der Kamera ebenfalls als reine Vorsichtsmassnahme ein, die bei Nichteinhaltung keinen Einfluss auf die Praxis hat. Ich habe die Kamera bei allen erdenklichen Belichtungs- und Beleuchtungssituationen extrem oft mit Live-Bild OHNE Verschliessen des Okulars benutzt, selbst von hinten einfallendes Sonnenlicht direkt auf den Sucher hat zu keiner Beeinträchtigung des Ergebnisses geführt.
Das Live-Bild selbst erscheint dem Betrachter unter normalen Beleuchtungsverhältnissen in Farbe. Eine zuverlässige Beurteilung der von der Kamera gewählten Belichtungszeit vorab (!) übers Display ist nicht möglich, da keine exakt verbindliche Koppelung zwischen Displayanzeige und von der Kamera ermittelten Belichtungswerten stattfindet. Ebenso ist eine Histogrammeinblendung vorab nicht möglich (dies jedoch per Knopfdruck in der Bild-Rückschau). Bei zurückgehender Beleuchtung des Motives wechselt die LiveBild-Wiedergabe in den S/W-Modus (also zu einem Zeitpunkt, wenn durch den Sucher schon fast nichts mehr zu erkennen ist). Dies gibt dann immer noch die Möglichkeit, anhand vorhandener Konturen über das Display das Bild zu komponieren. Die mit zurückgehender Motivausleuchtung grieseliger werdende Displayanzeige sehe ich als normal und nicht störend an, ebenso das bei extrem schlechten Lichtsituationen erkennbare leichte Flackern des Anzeigebildes. Beides beeinträchtigt weder die schlussendliche Bildqualität, noch die Möglichkeit, das Bild wie gewünscht zu erstellen. Die Erweiterung/Verstärkung der Displayanzeige auch bei schlechten Lichtverhältnissen muss übrigens im Menue aktiviert werden ("LiveView Boost") und kann durchaus permanent eingeschaltet bleiben. Ist sie nicht aktiviert, wird's bei zurückgehender Motivhelligkeit auch auf dem Display dunkel.
Dass das Riesen-Display in Verbindung mit der grundsätzlichen Live-Vorschau natürlich unter Verwendung des von Olympus optional zu liefernden UW-Gehäuses und der Möglichkeit der Wechseloptiken bis hin zum Zuiko Digital ED 7-14mm, F4.0 für Taucher neue Perspektiven aufweist, sei nur am Rande erwähnt.
Nachteil des Live-Bildes ist die trotz des neuen Sensors und seines grundsätzlich geringeren Stromverbrauches doch klar kürzere Akkustandzeit bei permanenter Nutzung dieses Features.
Dauerhafte Wiedergabe des aufzunehmenden Bildes führt bei meiner Praxisnutzung dazu, dass die von Olympus angegebenen Standzeiten von etwa 200 Bildern pro Akkuladung nicht erreicht wurden. Bereits nach etwa 150 Bildern machte auch ein bereits mehrfach geladener (gut formatierter) Lithium-Akku schlapp. In vielen Fällen zu früh, um mit einem Akku einen ganzen Tag zu bestreiten. Bei Weglassung der Live-Bild-Funktion kommt die Kamera mit dem Original-Standardakku und seinen 1500mAh auf etwa 400 Bilder pro Akkuladung.
Hier ist daher - im Gegensatz bspw. zu einer E-300 oder einer E-500 - dringendst anzuraten, immer einen geladenen Zweitakku auf die Exkursionen mit der E-330 mitzunehmen (einen optionalen Batteriehandgriff mit darin enthaltenem Zweitakku gibt es ja bekanntermassen leider nicht zu dieser Kamera).
Der kleine, integrierte Blitz der Kamera lässt sich sowohl manuell auslösen (aufklappen), wie aber auch im Vollautomatikmodus betreiben. Er schwenkt relativ weit über das Gehäuse aus und hat eine in vielen Situationen absolut ausreichende Reichweite (Blende 2,8 bei 400 ISO reicht nach meinen Tests durchaus für eine gute Ausleuchtung bis zu etwa 7 bzw. 8 Metern in Räumen). Zusätzlich zum internen Blitz ist im Sucherschuh jeder andere Olympus E-System Blitz (FL-20, FL-36, FL-50) einsteckbar und beide Blitze arbeiten dann in Kombination. So ist es bspw. möglich, den Reflektor eines FL-50 indirekt in Räumen auf die Decke oder einen Reflektor zu richten, währenddem der kleine Internblitz direkt blitzt. Das führt meist zu sehr ausgewogenen Blitzbelichtungen ohne Schlagschatten. Achtung: der interne Blitz muss beim FL-50 übrigens zuerst ausgeklappt werden und dann erst darf der externe Blitz eingeschoben werden - andernfalls klappt der interne Blitz nicht vollständig auf und funktioniert nicht.
Die Einschaltzeit der Kamera beträgt etwa 1,5 bis 2 Sekunden, wobei diese Zeit von der Kamera dazu genutzt wird, den Staubschutzfilter zu aktivieren. Die auf dem Bildschirm erscheinende Animation ist im Menue abschaltbar, was die Einschaltzeit nochmals einen Hauch verkürzt.
In die Kamera beim Optikwechsel bis zum Sensor vordringender Staub hat durch die SSWF-Funktion keine Chance, Bildergebnisse zu beeinflussen, alle Schmutzpartikel werden mittel Ultraschall zuverlässig bei jedem Einschalten der Kamera per Hochfrequenz abgeschüttelt und auf einen Adhäsivstreifen am Kameraboden (der alle 3 bis 5 Jahre gewechselt werden sollte) verbannt.
Selbst im massiven Sandsturm in Marokko habe ich Optiken gewechselt und es kam zu keinerlei Anhaftungen von Staub oder Sand auf dem Sensor. Das leidige und gefährliche Thema "Sensorreinigung durch den Nutzer" existiert dank dieser Technik bei Olympus nicht.
Fazit meiner 14-tägigen Intensiv-Erprobung der E-330 sowohl bei einem Trip durch Marokko wie aber auch unter normalen Bedingungen hier vor Ort:
Die E-330 ist eine in vielen Funktionen - insbesondere aber ob ihrer Ausstattungsvielfalt - mehr als erstaunliche Kamera, die neue Perspektiven im Rahmen des Fotografierens aufzeigt.
Eine Kamera, die die bisherigen Grenzen der sucherbasierten Spiegelreflexfotografie deutlich erweitert und zu vielfältigen neuen Möglichkeiten einlädt.
Sie liefert in den traditionellen, grundlegenden Bereichen eine weitgehend kritiklose Leistung auf hohem Niveau mit sehr guter Schärfe und brillanten Farben.
Ihre universelle Verwendbarkeit ist gegenüber den anderen Olympus-Kameras unter Berücksichtigung ihres Rauschverhaltens nochmals erweitert worden, sie schliesst in vielen Belangen nun zu dem Konkurrenten im Markt auf.
Mit den neuen, faszinierenden Features des LiveBildes in seiner doppelten Form gibt sie jedoch dem digitalen Spiegelreflexmarkt einen innovativen Impuls, der gleichzeitig auch ihr Alleinstellungsmerkmal im Gesamtmarkt der DSLRs ist.
Zusammenfassend kann man sagen, die Kamera ist ein hochinteressantes, absolut ernstzunehmendes Arbeitsgerät für viele Einsatzbereiche.
Ganz sicher zählen weder professionell-schneller Hochleistungssport dazu, noch ernsthaft und permanent betriebene Low-Light-Fotografie. Aber in allen Bereichen der Alltagsfotografie, des intensiven und engagierten Hobby- und Semiprofieinsatzes ist sie ein Gerät mit konkurrenzlosen Features, das sich zudem mit im Markt allgemein anerkannten Hochleistungsoptiken bestücken lässt.
Eine universelle Alltags- und Urlaubskamera. Kein Spielzeug, sondern ein hochinteressantes Gerät nach dem Motto "Entdecke die neuen Möglichkeiten!"
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