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JürgenvE schrieb:
> Okko ten Broek schrieb:
>> Das wichtigste Negativum was den
>> Deutschen allgemein angelastet wird, ist die Tatsache, dass sie
>> sich ständig selber schlechter machen als sie sind. Und permanent
>> anpassungsgeil mit eingezogenem Kopf Verständnis heucheln.
>
> Ich bin auch der Meinung, daß zu viele Deutsche sich zuviel
> gefallen lassen. Aber eben auch nicht gerade wenige treten dan
> nach den Schwächeren, statt in die andere Richtung. Da lob ich
> mir die Franzosen!
Kannst du das mal an Beispielen darstellen, was du damit meinst?
Ich kenne da in Frankreich einige Beispiele eher
protektionistischer Art.
> ... Herdentrieb und Mainstream waren mir schon immer
> unsympathisch.
Dann müsste dir Sarrazin doch sympathisch sein, da er sich seit
einiger Zeit schon gegen den Mainstream seiner politischen Kaste
stellt.
>> ... im eigenen Land aber wie man bei einigen Kommentaren hier in
>> diesem Thread auch gut erkennen kann, ist man Gutmensch und hat
>> entsetzt zu sein, wenn ein Sarrazin Thesen vertritt
>
> Aus meiner Sicht gibt es sehr wichtige Gründe gegen Sarrazins
> Thesen zu sein. Letztendlich schaden sie der Lösung der Probleme
> und schaffen ein Klima intellektueller Dumpfheit und latenter
> Aggression.
Versteh ich nicht! Wenn man sich die veröffentlichten Ausszügen aus
Sarrazins Buch anschaut (leider habe ich noch kein Original
bekommen), dann ergeht er sich ja geradezu in einem
wissenschaftlichen intellektuellen "Versuch" das Thema zu
behandeln.
>> Achja, nicht jeder ist ein Nazi,
>> der anders denkt und/oder ein wenig patriotisches Denken hat und
>> auch äußert.
>
> Mitläufer im Mainstream sind mir unsympathisch. Patriotisches
> Denken liegt mir fern. Da halte ich es mit Heinrich Heine: Denk
> ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.
> Die wahren Patrioten werden in der Regel von den falschen
> Netzbeschmutzer genannt.
Du must aber auch anderen Menschen zugestehen, patriotisch zu
denken (Gerade wenn du Franzosen als Maßstab nimmst.). Und erst
recht auch wenn sie Sozialdemokraten sind, oder diesen nahestehen.
Dass über Jahrzehnte in allen Parteien und allen wichtigen
Positionen in Politik und Medien mit Masse diejenigen nach
obengespüllt wurden, welche allglatt dem "Gutmensch"-Image
entsprechen, hat Politik, und wie wir jetzt sehen, dem Land nicht
gut getan.
Vorneweg BP Wulff, der brav und reflexartig das Urteil von der
Bundesbank verlangt hat, welches er selbst tunlichst "unabhängig"
abnicken will. Oder die BK Merkel, welche sich dann auch prompt
erblödelt, ihren Respekt über die Unabhängigkeit der Entscheidung
auszudrücken. Nicht das irgendwer eine andere Entscheidung von der
Bundesbank erwartet hätte, aber dass die obersten Staatsorgane
nicht mal mehr den Anschein der Form waren...
Ich bin ehrlich gesagt nicht über Sarrazin erstaunt, was von ihm
kam war nichts neues. Auch nicht über den Versuch ihn endlich, wie
die extrem blonde Eva, ins politische Abseits zu stellen.
Spätestens bein "Gen-Interview" war er fällig. Erstaunt war und bin
ich immer noch darüber, dass diesmal das "tumb-toische" Volk mit
Masse sein Veto einlegt. Schade das am Wochende nicht Wahlen waren.
Ob das bis zu nächsten Wahl vorhält, wage ich zu bezweifeln.
Die Zeiten, wo ich mich parteipolitisch engagiert habe sind lange
vorbei. Spätestens seit Eintritt ins Berufsleben, war mir die Zeit
und Energie zu kostbar, um sich nicht parteipolitisch verbiegen zu
lassen. Nichts desto trotz bin ich politisch interessiert und mache
mir vorallem über die Entwicklungen über den Zeitraum, denn ich
beobachten kann, und über die Erfahrungen die ich im Alltag so
sammele meine Gedanken und Rückschlüsse.
In Bezug auf die Integrationspolitik und ihre Auswirkungen sehe ich
sehr pessemistisch in die Zukunft. Wie offensichtlich große Teile
der Bevölkerung. Da helfen auch nicht hilflose Versuche des
Fernsehens vorzeige Integrierte zu präsentieren. Im Gegenteil, der
Zuschauer fühlt sich verarscht. Wer hat ein Problem mit einer
jungen hübschen deutsch-türkischen Abiturientin, die gerade ihr
erstes Buch veröffentlicht hat,
oder dem geläuterten Deutsch-Libanesen, der heute als Streetworker
arbeitet und populistisch verlangt, jugendliche Straftäter gleich
bei der ersten Straftat in den Knast zu stecken??
Nicht dass nicht hin und wieder der realle Alltag in den Medien
auftaucht:
http://www.youtube.com/watch?v=MCUuv3Gikn4 (ein Beispiel, das
gerade erst gesendet wurde)
Eine Einstellung, weshalb z.B. meine Tochter einen großen Bogen um
Beziehungen mit islamischen Jungs macht, hingegen aber eine ganze
Reihe islamische Freundinnen hat.
Aber zurück zu Sarrazin. Ich frage mich, warum er sich so an der
Gen-Aussage über Juden aufhängen lässt (die ich persönlich sowieso
als Schwachfug ansehe, was jeder Kanninchen- oder Hundezüchter
nachvollziehen kann). Ich hätte mal auf den Staat Israel
hingewiesen in Bezug auf Gentests und in Bezug auf Rassismus von
wegen Staatsbürgerschaft.
Erstaunt war ich als meine Tochter in der 10-Klasse im
Schuluntericht statistisch berechnet bekam, wann deutschlandweit
erstmals mehr Ausländerkinder als Deutsche zu Welt kommen. Da gehe
ich gerade mal in Rente. :-))
Erstaunt nicht über das Ergebis, schliesslich habe ich drei
Geburten meiner Kinder auf Geburtsstationen erlebt, die noch nicht
mal in Ausländerghettos lagen. Sondern, dass man das Thema
überhaupt so offen angegangen ist.
Anderen Themen wurden schon immer offen angegangen in den Schulen,
z.B. habe ich in den 70er Jahren, in der 6. Klasse bereits gelernt,
dass unser Rentenmodel (Generationenvertrag) nichts mehr taugt.
Wir haben in Sachkunde auch mal demoskopische Entwicklungen
hochgerechnet. 20 Jahre später taten unsere Politiker so, als wenn
diese Erkenntnis ganz neu sei.
Wenig später haben wir in der Oberstufe im Erdkundeuntericht die
Sovietunion durchgenommen und auch da mal kurz hochgerechnet, dass
die islamischen Völker im Süden sich signifikat schneller vermehren
als die Russen. Entsprechend wurde das steigende Konfliktpotential
eingeordnet. Die Geschichte ist dann genauso verlaufen.
Schauen wir zurück in die Geschichte. Das Amselfeld, heute als
Kosovo bekannt. Ursprünglich serbisch. Dann dank fleißiger
Kinderproduktion immer mehr albanisch. Und dann....
Ich glaube wir in Deutschalnd brauchen uns nun wirklich nicht
vorhalten zu lassen keine fremden Kulturen zu respektieren oder
auszugrenzen. Abgesehen vom Holocaust, hat Deutschland eine
Jahrhunderte alte Tradition gegenüber Fremden offen zu sein.
Nicht ohne Grund sprechen die Juden Europas einen deutschen
Dialekt, sind die Hugenotten stolz auf ihre "neue" Heimat, bekennt
sich Schalke 04 zu seinen polnischen Wurzel und und und.
Am besten beschreibt es Zuckmayer in "Des Teufels General" als der
junge Leutnat betrübt ist, weil er keinen großen Ariernachweis
bekommt:
"Harras: Schrecklich. Diese alten verpanschten rheinischen
Familien! ... (lacht vor sich hin) Stell'n Se sich doch bloß mal
ihre womögliche Ahnenreihe vor: da war ein römischer Feldherr,
schwarzer Kerl, der hat einem blonden Mädchen Latein beigebracht.
Dann kam 'n jüdischer Gewürzhändler in die Familie. Das war 'n
ernster Mensch. Der 's schon vor der Heirat Christ geworden und hat
die katholische Haustradition begründet. Dann kam 'n griechischer
Arzt dazu, 'n keltischer Legionär, 'n Graubündner Landskecht, ein
schwedischer Reiter...und ein französischer Schauspieler.
Ein...böhmischer Musikant. Und das alles hat am Rhein gelebt,
gerauft, gesoffen, gesungen und...Kinder jezeugt. Hm? Und der
Goethe, der kam aus demselben Topf, und der Beethoven, und der
Gutenberg, und der ... Matthias Grünewald. Und so weiter, und so
weiter. ... Das war'n die besten, mein Lieber. Vom Rhein sein, das
heißt: vom Abendland. Das ist natürlicher Adel. Das is Rasse. Sei'n
Sie stolz drauf, Leutnant Hartmann, und hängen Sie die Papiere
Ihrer Großmutter auf den Abtritt!"
Was einem Deutschen blüht (wohl eher dem islamischen Mädchen), der
sein altes rheinisches Geschlecht mit einem türkischen Mädchen aus
streng islamischen Haus auffrischen will, läßt mein oben gepostert
Link erahnen.
Als wenn es deutscherseits um Rassismus und Gene geht. Das ist
tatsächlich allenfalls was für Nazis. Es geht um einen Kampf der
Kulturen. Der wird tätsächlich schon gepredigt: Rat mal von wem?
LG
Frank
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