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Am Thu, 02 Sep 2010 19:50:50 +0200 schrieb *dp:
>>> ... na, wenn das so ist, dann braucht man ja nicht mehr.
>>> dann ist das Einbinden von Olympus in Lightroom
>>> ja völlig überflüssig.
>>
>> Finde ich auch. Ich verwende Lightroom nicht. Und wenn ich eine
>> Kameraanbindung brauche, kann ich jetzt völlig legal den Viewer
>> verwenden, wo ich früher Studio zahlen musste. Da ich diese
>> Anbindung einmal im Jahr brauche, habe ich Studio nie gekauft -
>> wäre 'rausgeworfenes Geld gewesen. (Da ich "Profi" bin, muss sich
>> das bei mir nämlich rentieren...)
>
> ... nun, ich meinte es ironisch.
Siehst Du, ich auch... ;-)
> Lightroom, oder andere Konverter sind nun einmal Standardsoftware
> geworden.
Ich pfeife auf "professionelle Standardsoftware". Schon gleich
gar, wenn sie von Adobe kommt. Da gab's mal ein Programm, das hieß
PageMaker und jeder der Ventura verwendet hat, war ein Loser.
TeXies waren sowieso Aliens.
Und? Dann hat Adobe eines Tages beschlossen: PageMaker ist
erledigt. Wir machen jetzt auf Indesign. Soweit zu Adobe und
professioneller, investitionssicherer Software.
> Auf der neusten Generation läuft Studio nicht mehr - wird auch
> nicht weiterentwickelt.
Siehe oben. Das ist das Schicksal von Software, dass irgendwann
Betriebsysteme die Software töten. Ist Absicht.
> Finde ich schmal, denn den Viever kann ich nicht als
> "professionelen Konverter" sehen.
Zu billig? Der Konverter ist der gleiche wie bei Studio, nur dass
er ein paar Macken weniger hat.
>> Für mich hat sich die Situation deutlich verbessert. Für die, die
>> Studio bereits haben, ist die Situation gleich geblieben.
>
> Nein, das ist unrichtig!
> Studio startet unter Mac OS 10.6.4 nicht mehr (und man kann einem
> Mac wahrlich nicht absprechen, im professionellen Bereich zu
> "taugen" (lol).
Genau. Seit ich Ubuntu auf der Kiste habe, startet Photoshop auch
nicht mehr. Und mit Linux werden mittlerweile im professionellen
Bereich die RICHTIG fetten Sachen gemacht. Aber Photoshop - ja,
läuft halt nicht.
> Lightroom IST nun einmal eine DER professionellsten Software und
> die unterstützen Olympus eben NICHT in dem Maße, wie Canon oder
> Nikon. Das kann man nicht wegdiskutieren und ist ein Manko für
> nicht wenige. Das ist eine Tatsache.
Jau. Interessant aber, dass dafür nicht etwas Adobe verantwortlich
gemacht wird, weil sie es nicht auf die Reihe kriegen, sondern
Olympus.
> Ob das nun von Adobe verschlafen wird, weiß ich nicht.
Die programmieren den Kram doch. Und wenn jemand seine technischen
Specs 'rausgibt, dann ist das Olympus. Ich habe in einem anderen
Thread gezeigt, wie Canon und Nikon mit simpelsten Informationen zu
ihren Objektiven umgehen.
> Wenn aber ein Systemhersteller sein Paradepferd (gemeint Studio)
> aus dem Rennen nimmt, sollte man erwarten, dass SIE zumindest den
> Kontakt zu den führenden Softwareschmieden herstellen. Aber
> offenbar wartet man, bis der Berg zum Propheten geht.
Das ist doch Unsinn. Meinst Du, die könnten die ORFs unterstützen,
wenn Olympus mit denen nicht zusammenarbeiten würde?
> Wer nun "Schuld" hat, ist mir mumpe. Fakt ist, dass es die damals
> vorhande Möglichkeit direkt in den Computer zu fotografieren
> nicht mehr gibt, und wenn dann nur über eigene Friggelei.
Hattest Du Studio. Dann geht's. Wenn Du ein parotut ein
Betriebssystem aufspielen musst, auf dem eine für dich wichtige
Software nicht mehr läuft, dann bist Du selbst schuld. Ich sitze
hier neben einem Notebook, auf dem noch Win2000 läuft, weil nur
dort meine Datenbank sauber läuft. Schreiben tue ich auf einem
Win7-Rechner, weil nur dort der Hauptspeicher zur Verfügung steht,
den ich mit HD-Schnitt und AutopanoPro brauche. (das übrigens
Photoshop in Sachen HD-Panos lockerst in die Tasche steckt.)
Es ist nunmal so. Software läuft auf einem bestimmten System, und
wer sein System ohne Not ändert, hat sich Probleme selber
zuzuschreiben. Professionell ist das nicht. Nicht umsonst arbeiten
viele Firmen immer noch mit XP - weil eben sehr viel Software unter
Win7 noch nicht läuft.
> DAS
> kann es eigentlich nicht sein - denn das sehe ich als
> Rückschritt. Wie es andere sehen juckt mich gelinde gesagt nicht.
Du darfst natürlich auch verallgemeinern nach Belieben - aber dann
dürfen Dir andere auch widersprechen.
>> Das SDK kann jeder erwerben, der eine Adresse hat,
>> und den Willen äußert, das Ding zu kriegen. Einen leidlich begabten
>> Visual C++-Programmierer sollte Adobe doch auftreiben können, der
>> die Steuerung implementiert. Fragt mal Helge, ob das ein Hexenwerk
>> ist.
>
> ??? Ist das tatsächlich die Aufgabe einzelner User ???
> Wahnsinnig professionell! :(
Ähh.... Du hast nicht verstanden, was ein SDK ist und wie das
funktioniert? Was genau soll ich Dir erklären?
>> ich würde eher sagen, Adobe hat kein Interesse an
>> Olympus-Fotografen. Ist das nun ein Argument gegen Adobe oder gegen
>> Olympus?
>
> Mutmaßung hin, Äußerung her.
> Es gibt derzeit nicht die Unterstützung für Olympus. DAS ist
> Fakt.
> Weder für den tethered camera support, noch für die
> Objektivkorrektur.
> Wessen Aufgabe es ist, weiß ich nicht.
Es geht um ein Programm. Dieses Programm programmiert Adobe. Für
die Anbindung der Kameras an dieses Programm ist ein Stück Software
nötig. Diese Software nennt sich SDK. Dieses SDK ist seit Jahren
(!) bei Olympus für jedermann erhältlich. Das Einbinden der
Software in eine vorhandene Software ist das Werk eines mittelmäßig
begabten Programmierers von etwa einer Woche. (Ein paar
Funktionsaufrufe, ein paar Parameterübergaben. Fertig.)
Fakt ist:
a) Olympus stellt alles zur Verfügung.
b) Adobe macht's aber nicht.
Also, was soll Olympus noch mehr machen? Adobe Bestechungsgelder
zahlen?
> Mein Verständnis sagt mir halt, dass nicht der Softwarehersteller
> an die Kamerahersteller herantreten sollen sondern umgekehrt.
> Aber auch DARÜBER werde ich nicht weiter diskutieren.
Ist auch sinnlos. Der Lebensmittellieferant kann nicht mehr als
seine Lebensmittel anbieten. Kochen muss der Koch selber.
> Bringt nämlich nichts. Es wird IMMER jemanden geben, der
> diese/meine Forderung nicht teilt.
> Schönreden kann man alles
Ich habe selbst schon an einer Direktanbindung von Olympus-Kameras
mitprogrammiert. Und zwar von zwei Kameras gleichzeitig. Das geht
nämlich. Und an Direktanbindungen in Datenbanken. Die Programme
laufen übrigens immer noch. Ich weiß, wovon ich rede. Ich brauche
mir nichts schönreden. Wenn mir irgendeiner weismachen will,
Olympus würde nicht mit Programmierern zusammenarbeiten, dann kann
ich mit Fug und Recht behaupten: der hat keine Ahnung. Vor zehn
Jahren war Olympus übrigens die erste Firma, die überhaupt eine
solche Schnittstelle für ihre Kameras angeboten haben. Ich bin
seinerzeit die ganze CeBit abgeklappert und habe an jedem Stand die
Techniker genervt. Olympus waren die einzigen, die da schon was
hatten. Wenn Adobe das bis heute nicht mitgekriegt hat, dann ist
denen nun wirklich nicht mehr zu helfen.
> und es wird immer Menschen geben, die
> jede Art von Kritik als Angriff auf die eigene Person ansehen
> werden - da kann man dann nichts machen.
Kritik ist Ok. Aber bitte an die richtige Adresse. Ich fühle mich
übrigens nicht persönlich angegriffen. Ich versuche nur Irrtümer
auf Deiner Seite auszuräumen und Dinge richtig zu stellen, die
falsch dargestellt werden.
> Viellicht sollte man zu diesen ganzen Themen überhaupt nichts
> mehr sagen und die Hersteller wurschteln lassen und irgendwann
> nur noch Konsequenzen ziehen.
Es gibt Dinge, die sind dem einen wichtiger, und Dinge, die sind
dem anderen Wichtiger.
Es gibt Leute, die wollen "professionell" arbeiten und sind damit
glücklich - und es gibt Leute wie mich, denen ist es wichtig, dass
sie an Infos 'rankommen, an technische Details, an
Schnittstellenspecs und an Hintergrundinfos. Ich habe einmal
erlebt, wie ein professioneller Fotograf die Infos von Nikon zur
Nodalpunktermittlung für bare Münze genommen hat und sich jahrelang
wunderte, dass er seine Panos tagelang nachbearbeiten musste und
sie zu dem Preis, den er verlangen musste, nicht losbrachte. Aber
leider sind technische Daten zu Objektiven für Nikon
Geschäftsgeheimnisse.
Es gibt halt unterschiedliche Auffassungen von professionellem
Geschäftsgebaren. Und wenn ich als Softwarehersteller eines
hochpreisigen Produktes der Meinung bin, einen großen
Kamerahersteller ignorieren zu können, so ist das in meinen Augen
nicht professionell - sondern kleinkariert.
> Ich gebe es auf.
Was?
grüße
Reinhard Wagner
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