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MT Dez/Jan 2019: 17mm schwarz/weiß

Forums: 
Bild: 

Das neue Monatsthema fängt mal gleich knackig an, und zwar mit einer ganzen Liste Bedingungen:
- Schwarz/weiß
- mit 17mm gemacht
- Seitenverhältnis 16:9, 4:3, 3:2 oder 1:1. Was halt die Kamera hergibt. Und da dann jeweils so, dass der Bildwinkel Original 17mm bleibt. Es geht ja drum, eine 17mm - Bildwirkung zu erarbeiten.

Alles andere ist egal, aber wenn Photoshop, dann sollte es gut gemacht sein.

Die Regeln sind simpel:
- Ein neues Bild wird direkt als Antwort auf den Hauptpost gepostet.
- Kommentare als Antworten auf das eingestellte Bild, sie rücken dadurch eine Stufe ein. (Bitte ein bisschen dabei aufpassen, sonst wird das schnell unübersichtlich. Ich erfreche mich, Fehlpostings stumm zu schalten.)
- Beginn: 15.12.2018 0:00 Uhr MEZ
- Ende: 11.1.2019 0:00 Uhr MEZ.
- Am 11.1. suche ich dann eine Vorauswahl von 5 Bildern raus, von denen ich der Meinung bin, sie wären die Tollsten und mache eine Umfrage. Die läuft bis zum 14.1.2019 0:00 MEZ
- Der Gewinner dieser Umfrage ist der Themensteller für den nächsten Monat und muss am Ende des Monats dann auch seine 5 Favoriten raussuchen.
- Das nächste Monatsthema beginnt dann am 15.1.2019 0:00 Uhr MEZ
- Dieses Monatsthema bleibt bis zum 11.1.2019 in der Liste der Forenthemen oben angepinnt.

Bild des Benutzers jürgenS

Hi Achim, von deinen drei gezeigten Aufnahme gefällt mir Nr.1 Upstairs am besten.
HG Jürgen

Bild des Benutzers Frank W.

Bild: 

Passage am Kottbusser Tor in Berlin. Für die einen No-go-Area, für andere einfach ihr Kiez. Drinnen gibt es den Bäcker, Fleischer, Fischhändler und ein runder Saalbau auf dem Hof dient als Drehort für ein Kommissariat im Freitagskrimi "Der Kriminalist" mit Christian Berkel.

Bild des Benutzers Achim Meier

Jetzt fehlt nur noch ein bewegungsunscharfes Auto im VG auf der Straße.
Gruß aus HH
Achim

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

Mir ist da zu viel Distanz. Die Straße, die Fahrbahnpfeile, die wenigen Leute verschwinden optisch im Hintergrund. Herausragend die Bogenlampe, Hauptelement des Bildes sind die beiden schrägen Fensterreihen und die beiden Schriften REWE und "We have iced coffee". (Schrift zieht immer Aufmerksamkeit.) Es wäre spannend, was man auf der anderen Straßenseite für Perspektiven bekommen hätte. Fahrräder im Vordergrund links, gegen den Himmel freigestellt, rechts die Schaufensterreihe. Aber wäre ein anderes Bild gewesen....

r.w. admin.

Bild des Benutzers Frank W.

sind ja ne Menge Tipps und Anregungen - Programm für das neue Jahr.
Viele Grüße
Frank

Bild des Benutzers oly

Durch den Straßenverlauf, die Pfeile auf der Fahrbahn und nicht zuletzt die Bogenlampe wird der Blick auf etwas geführt, was es im Bild nicht gibt. Man wird damit aus dem Bild hinausgeführt.
Die SW-Umwandlung ist zu wenig kontrastreich und verschweigt dem Betrachter viele Einzelheiten des Bildes. Ich habe damit etwas gespielt und war erstaunt, was es noch zu entdecken gibt, wenn man es etwas aufhellt und mehr Kontrast gibt.
LG und gutes 2019, Dagmar

Versuch macht kluch. ;-)

Bild des Benutzers Der_wahre_Olysseus

Ich denke verstanden zu haben worum es dir ging und finde es passt.

Bild des Benutzers lenkerbruch

Bild: 

als mir auf einmal die Brockenbahn fast über die Füße fuhr.
Selektive Farbe rot hat mir auch gefallen, ist in diesem Thema aber wohl fehl am Platze.

Bild des Benutzers C-oly

Das Bild funktioniert in meinen Kopf nur, wenn ich mir die Bahn in Rot (selektive Farbe klingt gut) vorstelle. In Schwarz-Weiß ist mir da zuwenig Kontrast zwischen dem halbwegs scharfen Lokkörper und den bwegten verschwonnemen Teilen.
Christine

Bild des Benutzers lenkerbruch

Bild: 

In der schwarzweißen Version habe ich den roten Kanal schon deutlich aufgehellt, aber Rotes fällt natürlich besser ins Auge, da gebe ich Dir recht.

Bild des Benutzers C-oly

eigentlich hatte ich erwartet, dass der Lokkörper rot ist und so den Schärfebereich des Fotos betont.:-) Aber so hat es auch was, passt halt nur leider nicht mehr zum Monatsthema.
Christine

Bild des Benutzers lenkerbruch

passt auf dieses Bild nur sehr begrenzt. Es sollte eher Kraft und Bewegung ausdrücken, dazu sollte die perspektivische Verlängerung der eigentlich relativ kurzen Lok gezeigt werden. Mit rot hat es sicher mehr Pepp, aber ich bin auch mit der SW-Version sehr zufrieden.

Bild des Benutzers Thomas N

zeigt ganz schöne Geschwindigkeit die Bahn. Es scheint dort Schnee zu liegen.
LG tthomas

Bild des Benutzers Klausihonig

Bild: 

Hallo Leute, bin erst gestern auf das "Monatsthema" gestoßen. Hab schon gehört, dass das hier nix für Warmduscher ist. Hhm. Ich dusch eigentlich immer gerne auch kalt. So zum Schluss halt...
Das Bild hier ist bei der Tifoly-Tour in Tiflis entstanden. Am letzten Tag kurz vor unserer abschließenden Bilderschau. In Farbe (mit Pop-Art ein bisserl aufgepeppt) ist das Bild ein Hingucker - finde ich. In s/w gefällts mir nicht annähernd so gut. Aber ich hab nicht so viele 17mm-Bilder auf Lager.
Wenn ich es technisch schaffe, dann lade ich auch das farbige Bild hoch zum Vergleich.
Schöne Grüße vom Klaus aus Bayern

ho

Bild des Benutzers Frank W.

im Gegenteil. Das monotone Bild spielt noch stärker mit dem Gegensatz der Tristesse der Wohnanlage und dem durch das Weitwinkel luxuriös/protzig anmutende Fahrzeug. Für mich ein gutes Beispiel für s/w, da das rosa farbene Auto eher nach "Ghetto" aussieht. Der helle Farbton spielt eher mit den Gegensätzen, wirkt wie eine Fahrt in eine andere Welt. Gefällt mir gut.

Bild des Benutzers Andy

Hi Klaus,

in sw wirkt der Bentley sogar noch edler als in der quitschigen Originalfarbe - insofern wirkt das Bild schon durchaus auch im Kontrast zum Hintergrund, das kommt in der Farbversion nicht so rüber, das ist ein ganz anderes Bild - und ein schönes Beispiel wie man mit Farbe/nicht Farbe die Bildaussage beeinflussen kann :-)
Meine Version würde da nicht wirken, weil ich den Wohnblock im Hintergrund nicht habe (sondern nur Ampeln und Freiluftverdrahtung) .... und außerdem in 14mm, also hat es hier nichts zu suchen - aber im Originalbeschnitt wäre es Dein Making Off ;-)

Andy
imfarblosmodus

Bild des Benutzers Klausihonig

Na, des freut mich ja, dass ihr die s/w-Version auch goutiert! Das Weiß des Bentley ist schon edel, aber das quietschige Pink im Gegensatz zu dem öden Block im Hintergrund hat auch was...
Klaus

ho

Bild des Benutzers Andy

Bild: 

Hi Klaus,

ich habe mal auf die Schnelle noch das Making Off entwickelt, Du bist nicht sehr groß im Bild - dafür aber zweimal ;-)
Immerhin ist das wohl das einzige Bild im MT das ein Making Off hat....

Andy
imdoppelmodus

Bild des Benutzers Klausihonig

Hi Andi, des is ja krass, Dein Foto!! Her damit bitte. Ich hab Dir auch grad ne Menge Bilder durchgedüdelt...

ho

Bild des Benutzers Thomas N

Tja, der Trend geht eindeutig zu Doppelprozessoren mir drei Beteiligten. Und das war eindeutig vor Ankündigung der E-M1X ! ;-))

Bild des Benutzers Der_wahre_Olysseus

Doku kann auch richtig interessant sein, wenn das Motiv für den Betrachter so "sonderbar" ist, wie du es hier zeigt...
Aber ich denke auch, dass in dem Fall in sw wichtige Informationen verloren gehen.

Bild des Benutzers Klausihonig

Bild: 

Ich hoffe, des klappt jetzt so wie ich mir das vorstelle...

ho

Bild des Benutzers Thomas N

Die Farbkombination ist schon interessant.
Das SW lebt gut von der Struktur. Vorne eher ründlich, mit Hang zu protzig, individuell, hinten die sauber gekästelten Balkonstrukturen in Einheistreihe. Mir gefällt es gut. Nah dran, Perspektive. Daran verstehe ich Reinhards Idee zum Thema.
Wenn mir was auffällt: Die zwei kleinen Schmutzreste auf dem Asphalt leuchten hell und haben meinen Blick gezogen. Wegstempeln :)
Das schöne ist, es gibt immer neue Perspektiven von TifOly.
LG Thomas

Bild des Benutzers Klausihonig

Bild: 

Nachdem ich heute ein bisserl mit der (für mich) neuen NIK-Software gespielt hab, hab ich mir das Bild mit dem Auto nochmal vorgenommen. Das Ergebnis seht ihr hier: Kein Schmutz mehr auf dem Asphalt und alles ein bisserl kontrastreicher und nicht mehr so flau wie das erste Bild.
Klaus
PS: Auch wenn da hinten übrigens ein Bentley-Schild draufklebt, ist das wohl keiner. Sagt jedenfalls mein Sohn. Er hatte mich gefragt, wo das Bild aufgenommen wurde. Als ich dann Georgien gesagt habe, hat er nur gegrinst und mir Bilder vom (wesentlich günstigeren) Chevrolet gezeigt...

ho

Bild des Benutzers oly

Bild: 

Zu meinen ersten Überlegungen nach der Verkündigung des MTs gehörte: Was macht das denn mit dem Motiv- 17mm? Frau muss ja erst einmal ein Gefühl dafür entwickeln.
Also bin ich letztens, als der Pott etwas weiß angehaucht war, bei ansonsten echt useligem Wetter, an die Ruhr gefahren und habe u.a. die Mintarder Ruhrtalbrücke hoch und quer ins Bild gesetzt.
Danach den zweiten Teil der Aufgabe in Angriff genommen, Umsetzung in SW mit Picasa, wobei ich versucht habe, den winterlichen Charakter zu unterstützen.
Zum einfacheren Vergleich habe ich beide Bilder untereinander montiert.
Kein Beschnitt, 12-40 pro, E-M5 II, Umwandlung mit Picasa

LG Dagmar

Versuch macht kluch. ;-)

Bild des Benutzers lenkerbruch

muss mich ein Bild von der Ruhr natürlich auch interessieren. Mir liegt die Hochformataufnahme mehr, die aus der Ecke in die Tiefe des Bildes laufende Brücke nimmt den Blick mit, die Höhe des kühnen Bauwerks wird betont.

Bild des Benutzers Klausihonig

liegt mir das Hochformat auch mehr. Zeigt die Höhe und Dynamik der Brücke besser.
Nur: Ich finde, die Wiese im Vordergrund kommt zu dominant (obwohl da nix los ist) und überlege, ob ein paar Schritte vor in Richtung Ruhr (oder sogar runter an den Fluss) nicht noch ne interessante Spiegelung der Brücke im Wasser gebracht hätten.
Liebe Grüße vom Klaus

ho

Bild des Benutzers Andy

Hi Dagmar,

wenn ich mir so die Kommentare von Reinhard ansehe, denke ich, dass er mit dem Bild auch nicht zufrieden ist, weil sich im Vordergrund eigentlich nichts abspielt, aber genau das wollte er mit der 17mm-Beschränkung ja erreichen: Betonung des Vordergrundes mit einem Bezug zum Hintergrund.

Generell ist Dein Bild natürlich in Ordnung, aber aus meiner Sicht "brennweitenbeliebig" - auch mit 14 oder 25 mmm hätte man das Bild so ähnlich hin bekommen (wenn man nach vorn und hinten den entsprechenden Bewegungsspielraum hat).
Interessant wäre gewesen, wenn sich auf der Wiese etwas abgespielt hätte, im Idealfall etwas was mit der Brücke in Interaktion tritt - und wenn es ein Mensch ist, der kitschiger Weise mit ausgestreckten Armen die Brücke "stützt" (Tipp: für Kitsch ist Reinhard nicht ganz unempfänglich ;-) ).
Aus der Sicht ist der Vorschlag mit dem näher rann und einer dann vielleicht stärker ins Bild kommenden Spiegelung gar nicht so verkehrt - ob man das aber wirkungsvoll ins Bild bekommt, kann ich so aus der Ferne nicht beurteilen.

Ja ich habe gut reden, komme ich doch mit der Brennweite und der Aufgabenstellung selber nicht so recht klar - aber meckern ist als leichter als selber umsetzen ;-)

Andy
imvorschlagmodus

Bild des Benutzers Frank W.

... kommt diese schöne Aufnahme im Hochformat daher. Ich mag solche cleanen Architekturbilder. Für mich stimmt auch die Bildaufteilung, welche zusammen mit den fast schon ausgeblichenen Bildpartien diesen Eindruck noch verstärkt. Ufersaum und Linienführung der Brücke bringen gerade noch soviel "Schwarz" ins Bild, dass es nicht im Grau untergeht.

Bild des Benutzers oly

Bild: 

Danke für Eure Kommentare und Beschäftigung mit dem "Basiswerk".

@ Andy Kommentieren hat für mich in den seltensten Fällen mit Meckern" zu tun, zeigt es doch, dass sich jemand mit dem Bild beschäftigt hat, eventuell sogar selber am PC seine Tipps ausprobiert hat. (Mache ich zum Beispiel) Es ist doch auch wichtig, zu erfahren, wie andere Menschen ein Bild "lesen".
Deshalb ist mir jeder Kommentar willkommen! Man kann nur dazu lernen. :-)

Menschen mit ins Spiel zu bringen ist sicher eine spannende Sache, aber, verändert auch die Bildaussage mit Schwerpunkt in Richtung Mensch.
Würde ich einen Menschen dorthin stellen, der die Brücke stützt, könnte es z.B. auf den maroden Zustand der Autobahnbrücken in D hindeuten, nicht mehr auf die Eleganz des Bauwerks.

Spiegelung/näher ans Ufer: Näher an die Ruhr zu kommen ist problematisch wegen des Stacheldrahts, der den Weg auf dem Ruhrdeich säumt. Versuchen werde ich aber mal, ob es irgendwo möglich ist, mehr Brücke gespiegelt zu bekommen.

Zur Veranschaulichung der Situation hier ein Pano aus drei alten FishEye-Fotos.

Liebe Grüße,
Dagmar

Versuch macht kluch. ;-)

Bild des Benutzers Klausihonig

Hallo Dagmar, wo ein Zaun ist, ist auch eine Zange. Ähem - oder eine Leiter. Vermutlich die bessere Variante.
Und: Auf dem Panorama sehe ich rechts so ein Wegkreuz aus Stein. DAS wär doch ein supergutes Motiv für den Vordergrund gewesen. Runter auf die Knie und dann das alte Kreuz als Kontrast zur modernen Brücke. Den Himmel mit Orange- oder Rotfilter ein bisserl abdunkeln. Andere Bildaussage - logo. Aber des könnte ich mir gut vorstellen.
Es grüßt der Klaus aus dem verschneiten Bayern

PS: Der Joke muss noch sein: Früher dachte ich immer, dass man an der Ruhr nur sterben kann. Und jetzt sehe ich voller Freude, dass man an ihr auch gut fotografieren kann ;-)

ho

Bild des Benutzers oly

Bild: 

Hallo Klaus,
das alte Wegekreuz habe ich natürlich auch durch die Jahre immer wieder versucht mit der eleganten Brücke in Beziehung zu bringen.
Sagen wir es mal so: Man muss irgendwann einsehen, dass manches nicht zusammen passt oder nicht in Einklang zu bringen ist.
Ich hab dir mal etwas aus dem reichen Vorrat angehängt, unbeschnitten, mal mit 14mm (6 Jahre alt), mal mit 17mm von letztens.
Danke für deine Tipps!
Liebe Grüße ins verschneite Bayern aus dem nassen Essen,
Dagmar

Versuch macht kluch. ;-)

Bild des Benutzers Klausihonig

Moin Dagmar,
also ich finde, dieser Gegensatz im Motiv hat ne deutlich dramatischere Aussage als Deine ersten Aufnahmen. Wobei ich nicht weiß, ob ich bei dem Querformat (17mm?) nicht noch nen Schritt nach rechts gegangen wäre, damit die Brücke nicht direkt aus dem Kreuz rauskommt. (Bin Theologe...) Müsste man ausprobieren und sehen...
Aber ich denke, bei diesen Aufnahmen kommt das sehr gut rüber, was das MT will: Mit der Brennweite den Vordergrund in Beziehung zum Hintegrund stellen. Chapeau!
Earlybird Klaus

ho

Bild des Benutzers Andy

Hi Dagmar,

na das wäre doch für mich genau das was das MT erreichen will. Man könnte jetzt noch mit der Blickrichtung spielen, da bin ich mir auch nicht sicher was das beste wäre - das Kreuz unter die Brücke zu setzen oder daneben - nur so aus dem Kreuz raus gefällt mir die Brücke auch nicht, da bin ich bei Klaus.
Spontan würde ich das Hochformat-Bild so umgesetzt sehen wollen, dass die Brücke über das Kreuz führt - aber ob das am Ende aussieht, muss man wirklich erst ausprobieren.

Andy
imkreuzmodus

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

.... zwischen dem Kreuz und der Brücke.
Da fehlt mir der Kontext. Gibt's eine reale Beziehung zwischen den beiden Bauten? Gab'S auf der Brücke schwere Unfälle, oder sind beim Bau der Brücke schwere Unfälle passiert? Oder wurde die Brücke gebaut, um schwere Unfälle zu verhindern, für die das Kreuz steht?

Du weißt, ich steh immer auf Stories. Rein fotografisch gefällt mir das obere besser. Die Linienführung finde ich da konsistenter. Unten fällt die Betrachtungslinie steil nach unten und wird dann von der geschwungenen Linie der Brücke wieder nach oben geführt, ich finde das mühsamer zu kucken als das obere Bild. Oben ist der senkrechte Teil in der Hälfte des Dreiecks, unten ist er vor dem Dreieck. |< statt <| . Auf den ersten Blick sieht die Beleuchtung unten gefälliger aus, aber das dunkle Kreuz hat durchaus was.
Was ich bei beiden unglücklich finde, ist der Zaun. Im unteren Bild fügt er eine Linie hinzu, die da nichts zu suchen hat. im Oberen hast Du versucht, die Latte als zusätzlichen Brückenpfeiler zu verstecken. Finde ich tricky. Aber hier hätte ich entweder Hand angelegt und umgelegt, oder Photoshop anwerfen. Ist allerdings die Frage, ob das Foto den Aufwand lohnt. Siehe oben: Story.

r.w. admin.

Bild des Benutzers Klausihonig

entsteht doch aber auch immer im Kopf des Betrachters. Zumindest zu einem Teil. Ich beispielsweise krieg da schon Bezüge her: Das Kreuz steht für Ewigkeit, für Transzendenz. Die Autobahnbrücke für Schnelligkeit, Vergänglichkeit. Das Kreuz ist aus uraltem Stein gehauen, die Brücke aus Beton gegossen (der vermutlich in zehn oder 15 Jahren saniert werden muss). Das sind doch Dissonanzen, über die ich als Betrachter nachdenken kann. Und wo ich dem Bild dann einen Sinn gebe.
Natürlich ist ne deutlichere Geschichte besser. Ein Autowrack unter der Brücke etwa. (Der flotte Flitzer auf dem Deichweg hätte Dagmar wahrscheinlich ein kleines Knöllchen eingebracht.) Oder Oma/Opa mit nem Rollator: Oben schnell und unten langsam. Oben mobil, unten ziemlich immobil. Aber die waren halt leider nicht da, als Dagmar forografiert hat.
Welche Geschichte erzählt das Startbild? Ein Mann auf nem Stuhl im Keller. Schaut fast ein bisserl nach Folter aus. Aber da hätte Reinhard sicher nicht fotografiert, sondern wäre dazwischen gegangen. Einsamkeit, Verlassenheit? Ich weiß es nicht.
Zehn Betrachter, vermutlich zehn Bilder im Kopf...

ho

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

Kontraste - nicht nur hell/dunkel, sondern auch alt/Neu, rund/eckig, arm/reich etc. - sind in der Fotografie aus einsehbaren Gründen ziemlich beliebt. Einer der Gründe dafür ist, dass es Kontraste überall gibt, sie meistens nicht weglaufen, wenn man die Kamera zückt und man schnell ne Bildaussage hat.
Eine Story ist was Anderes. Ein Kontrast ist eine rein optische Angelegenheit. Es gibt Kontraste mit Story und ohne. Und Stories ohne Kontraste.
Zum Aufmacherbild gibt es eine - unspannende - Entstehungsstory, eine Gefühlsstory - die ich nicht erzähle - und die Assoziationen, die ich beim Betrachter erzeuge - auch bei Dir. Einsamkeit, Verlassenheit, Folter. Das sind genau die Stichworte, die ich bei diesem Bild assoziieren lassen wollte. Dass Du nicht weißt, was da wirklich passiert, ist so gewollt. (Da das Bild völlig ohne Accessoires auskommt, die eine konkrete Story induzieren könnten, hast Du auch kein Geländer, an dem Du Dich entlang hangeln kannst.)

Zum Bild zurück: Es gibt ja die Möglichkeit, dass dieses Kreuz tatsächlich was mit der Brücke zu tun hat, also eine tiefere Verbindung vorhanden ist, von der ich nichts weiß, weil ich nicht aus der Gegend bin. Das war meine Frage.

r.w. admin.

Bild des Benutzers oly

da bin ich ganz bei dir. Ich habe wirklich durch die Jahre immer wieder dort fotografiert, da ja auch mein Lieblingsgrieche in dem kleinen Häuschen auf dem Foto.... also, Brücke und Wegekreuz in Einklang zu bringen, sodass man direkt darauf gestoßen wird und es einem ins Gesicht springt... schwierig. Ich hab auch Fotos mit "Beifang": Radfahrer, Rollatorengang, Spaziergänger mit und ohne Hund, Brücke und Kreuz in diversen Überschneidungen..
Es gibt auch Versionen, in denen das Kreuz einen Brückenpfeiler verdeckt und quasi die Brücke stützt... aber nicht mit 17mm. ;-)

LG Dagmar

Versuch macht kluch. ;-)

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

... mir ist da vorne zu wenig los. Du verlässt Dich auf die Leistung des Architekten, fügst aber selbst nichts hinzu. So hast Du drei Linien im Bild, die wild durcheinander gehen. Die Bahn der Brücke und die beiden Uferlinien, dazu noch die senkrechten Brückenpfeiler. Eine Person im Bild, die die Brücke stützt ist es wohl eher nicht, eine Familie, die hier Picknick macht, eher, aber da hätte die Brücke dann ziemlich verloren.
Warum stellst Du nicht Dein Auto hin? Auf dem Fish-Pano steht Dein kleiner Flitzer rechts. Der würde das Bild erden, einen Vordergrund abgeben, die beiden Motive - Brücke und Auto - ergänzen und verstärken sich. Der Schwung der Brücke macht das Auto rasanter, das Auto stellt einen Bezug zur Brücke her.

r.w. admin.

Bild des Benutzers oly

Da kommst du mit dem Auto nicht hin. Da ist ein Weidezaun im Weg, das Kreuz steht auf halber Höhe zum Deich, und auf den Ruhrdeich kannst du ein Auto nur mit einem Kran packen.
Vielleicht hätte man vor Verlegung der Straße näher am Kreuz sein Fuhrwerk abstellen können.
Da das Kreuz älter als die Brücke ist, werden die beiden nicht in besonderer Beziehung stehen, zumal man von der Brücke, die das ganze Ruhrtal überspannt, nicht direkt zu dem Kreuz kommt.

Versuch macht kluch. ;-)

Bild des Benutzers lenkerbruch

Bild: 

Mit dem 17mm-Objektiv muss man nah an das Objekt heran. Ich hoffe, das ist mir gelungen. Das Bild ist nur unten etwas auf 3:2 beschnitten.

Bild des Benutzers Der_wahre_Olysseus

Deutlich besser als die erste Version von der Lok. Der Ausschnitt bzw. die Komposition funktioniert hier gut.

Bild des Benutzers Thomas N

Viel Dynamik mit den Linien. Gefällt mir.

Bild des Benutzers sam0611

Ja, eine gelungene Aufnahme mit schönen dynamischen Details ...

Sehe ich das zu eng, wenn ich an das Thema des MT erinnere? Hier spielt sich alles - natürlich unter Nutzung des 17mm Bildwinkels - auf einer und zudem 'flachen' Bildebene ab; meiner Wahrnehmung nach fehlen Objekte, z.B. im Vordergrund, die dann miteinander räumliche Bezüge eröffneten. In diesem Sinne habe ich Reinhards u.a. Anmerkungen hier verstanden ... kann aber auch ein Verständnisproblem meinerseits sein ;-)

So weit, LG, Gerald

_________________________
Gerald Schröder (sam0611)

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

... ja, da muss ich Dir recht geben. Das Bild kann prinzipiell auch mit - fast - jeder anderen Brennweite gemacht werden. Es hat keine Tiefe, keinen Vordergrund, keinen Hintergrund.

r.w. admin.

Bild des Benutzers AndyT

Bild: 

Mit seinem Fruchtstand aufgenommen mit OM Zuiko 2/24 adaptiert mit Metabones Speedbooster an EM1 (= 1,4/17)

Altglassammler

Bild des Benutzers AndyT

Bild: 

Oder besser als 16:9?

Altglassammler

Bild des Benutzers TKI

Mir gefällt in diesem Fall 4:3 besser als 16:9.

Gruß Thorsten

Bild des Benutzers Der_wahre_Olysseus

In dem Fall gibt das 4:3 etwas mehr her.

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

.... hat als wichtige Information Linien und Flächen. Nimm mal einen Stift und zeichne die zehn wichtigsten Linien und/oder Flächen in diesem Bild auf. Dir wird auffallen, dass sich die klaren Flächen in der linken Bildhälfte befinden. Nämlich die Efeublätter. Der Fruchtstand ist dunkler und kleiner. Dann hast Du noch eine Linie, die nach unten aus dem Bild rausgeht und eine Linie, die nach rechts oben fast ins Eck geht.
Grünzeug in b/w abzulichten ist extrem schwer. Man muss sehr aufwendig das Licht steuern, damit man die Flächen und Linien unter Kontrolle behält...

r.w. admin.

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