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Polfilter - aber welcher?

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hallo,
nachdem ich mich jahrelang um die Anschaffung eines Polfilters herumgedrückt habe, hat mich mein zugebenermaßen sehr Do-it-yourself-mäßiige Versuch mit meiner Sonnenbrille umgestimmt, und ich will es nun einmal damit versuchen.
Die Größe steht fest- mein "dickestes" Objektiv hat einen Durchmesser von 72 mm, für die darunter habe ich Adapterringe.

Nach einigen Recherchen habe ich die Auswahl inzwischen auf Heliopan eingegrenzt: es soll ein High transmission circular werden - jetzt frage ich mich nur, ob der "normale" (8068) oder den mit als "extrem kratzfest" angespriesenen Mehrschichtvergütung (8078)- der einfache liegt bei knapp 90 Euro, der beschichtete bei ca. 115 Euro.

Hat jemand Erfahrung mit diesen Filtern und kann mir weiterhelfen?

Herzlichen Dank schonmal im voraus
Christine

Bild des Benutzers Hermann

Christine, Du wirst in der BQ keinen Unterschied feststellen. Kratzfest und den teuersten nehmen gibt ein gutes Gefühl, alles getan zu haben, da Du Dich ja anscheinend schon für Heliopan entschieden hast. Haptik beim Drehen (vor allem auch in Verbindung mit einer Gegenlichtblende) und Dicke des Filters samt Fassung, evtl. noch der Farbton, wären weitere Überlegungen bei der Wahl. Gruß, Hermann

Bild des Benutzers ViewPix

Hallo Christine,

zu Deiner Frage: Wenn es Dich beruhigt, dann nimm den teureren Filter, ist ja nicht so viel teuerer, sind nur 25 € Unterschied.

Mich würde aber mal interessieren, warum & wieso Du auf Heliopan gekommen bist?

Viele Grüße Torsten

See the world through my eyes

Bild des Benutzers C-oly

Hallo,
die Eingrenzung hat sich aus meinen Recherchen ergeben: Rodenstock und B+W sind noch teuerer, bei Hoya gab es durchgängig für alle CPLs gehäuft Probleme, den Filter wieder abzubekommen; bei den günstigsten Marken, Berichte über Farbfehler(kenne ich von den billigeren Sonenbrillen).

Ich bin aber auch offen für Tipps zu anderen Herstellern, vorausgesetzt, die Filter sind noch am Markt erhältlich:-).

Viele Grüße
Christine

Bild des Benutzers ViewPix

Vielen Dank für Dein Statement, ich bin vor einiger Zeit auf Polfilter von Haida gewechselt, weil die Lichtdurchlässiger sind und somit der Autofokus stabiler und treffsicherer arbeitet, vorher hatte ich Kenko (was Hoya entspricht) die habe ich für mehr Lichtdurchlässigkeit alle ausgetaiúscht...

Viele Grüße Torsten

See the world through my eyes

Bild des Benutzers C-oly

Hallo Torsten,

von Haida habe ich die Graufilter, mit denen ich eigentlich ganz zufrieden bin. Welches Modell des Polfilters hast Du- da gibt es ja auch verschiedene?

Christine

Bild des Benutzers ViewPix

Hallo Christine,

bitte entschuldige das ich erst jetzt Antworte ;-)

Haida Pro II Digital Slim Polfilter Zirkular MC (multicoating)
http://haida-deutschland.de/category/produkte/filter/polarisationsfilter/

Bis bald Torsten

See the world through my eyes

Bild des Benutzers Tarnkappe

Hallo Christine - noch ein eher praktischer Hinweis.

Aber erst einmal etwas Vorgeschichte:
Ich habe drei ND- und einen Polfilter von Haida. Optisch bin ich mit den drei hochzufrieden, aber ...

Ich möchte sie gerne immer griffbereit haben und habe sie deshalb in meiner Fototasche. Praktisch erweist sich hierbei ein Filterstapel mit beidseitiger Abdeckung. Und hier beginnt das Problem mit dem Polfilter (einer Slimlineversion).

Die Rändelseite steht etwas hervor und lässt sich noch gut greifen. Um die weniger hervorstehende feste Seite vom Nachbarfilter zu lösen bringt man sich gelegentlich fast um ;-)

Lösung: Entweder mit gelegentlich Flüchen leben, oder auf die Stapelaufbewahrung verzichten, oder auf die Slimlineversion verzichten. Letzteres ist natürlich nur möglich, wenn es die zu verwendeten Brennweiten erlauben (wenn keine Vignettierung zu erwarten ist.

BTW: Schönes und passendes Einstiegsbild :-)

Gruß Dieter

Bild des Benutzers Hermann

Um die weniger hervorstehende feste Seite vom Nachbarfilter zu lösen bringt man sich gelegentlich fast um

Das wäre schade um Dich, Dieter - wegen des Forums, natürlich ;) Lege beim Zusammenschrauben einfach einen dünnen Ring um das Gewinde zwischen die beiden Filter (Gummi, dünne Schnur, Faden, Papier o.ä.) als Abstandshalter.

Gruß, Hermann

Bild des Benutzers Tarnkappe

Oh Hermann - der Tipp ist gut und verlängert wohl mein Leben :-)))

Ich habe gerade den Nähkasten meiner Frau etwas geplündert ;-)

Die Filterstapel sind aber auch hinterhältig. Man schraubt sie betont locker zusammen, mit der Gewissheit sie bei Bedarf auch wieder leicht lösen zu können. Und dann kommt nach langer Zeit endlich die Gelegenheit sie zu nutzen, und sie sitzen wie mit Pech aneinander verklebt.

Die Beste aller Frauen fragt, ob irgend etwas nicht gehe und man lügt verkrampft nö, nö ... geht schon - und es geht nicht ;-)))

Gruß Dieter

Bild des Benutzers Hermann

Die Filterstapel sind aber auch hinterhältig. Man schraubt sie betont locker zusammen, mit der Gewissheit sie bei Bedarf auch wieder leicht lösen zu können. Und dann kommt nach langer Zeit endlich die Gelegenheit sie zu nutzen, und sie sitzen wie mit Pech aneinander verklebt.
Selbstverständlich habe ich mir Gedanken gemacht, warum dies so ist. Eine Boshaftigkeit der unbelebten, seelenlosen Technik schließe ich aus.
Der nächstliegende Gedanke wäre "Kaltverschweissen". Bei sehr engen Toleranzen und sauberen Kontaktflächen könnten Oberflächenteilchen vom einen Gewinde sich mit anderen vom anderen Gewinde zusammentun, d.h. gegenseitig ineinander hinein wandern. Dies würde begünstigt, wenn noch ein Anpressdruck existiert wie beim Anschrauben an einen festen Endanschlag. In diesem Falle wird auch ein Hineinquetschen in ein auslaufendes Gewinde die Sache verschlimmern. Daher mein Tipp mit dem weichen Anschlag per eingelegtem Ring.
Dieses Denkmodell erklärt jedoch immer noch nicht Deine (und meine) Beobachtung, dass selbst lose zusammen geschraubte Filter sich im Laufe der Zeit sozusagen "verkleben". Hier kann ich nur vermuten, dass durch Temperaturwechsel (wie übrigens auch durch Rütteln) ein allmähliches Wandern der beiden Filter aufeinander zu (im Gewinde sozusagen "talabwärts", d.h. in Richtung des geringsten Widerstandes) das Spiel minimal aber stetig verkleinert, bis schließlich wieder Kaltverschweißen auftreten kann. Deswegen ein anderer Tipp von mir: Filterstapel niemals senkrecht lagern, weil hier das Gewicht der Filter die Wanderung "talabwärts" noch unterstützt, sondern Lagerung (Achse der Filter) waagrecht. LOL! - zuviel des Guten?? Pingeliger als der Pabst - "popeyer than the pope"?? ;)
Dieter, Du siehst, wie sehr man in der staubigen, dunklen Stube sich in unnützen Gedanken verfangen kann, wenn man nicht nach draußen geht und fotografiert ;))
Herzlicher Gruß, Hermann
P.S.: Reinhard, sorry, ich weiss, Du hast für solchen nonsense kein Verständnis ;)

Bild des Benutzers Eckhard

Hallo Herrmann,

das hast Du so charmant geschrieben, dass niemand da in eine Forums-Lesefalle tappt!

Zur Filtermitnahme benutzt Reinhard zumindest teilweise selbstgenähte "Wickeltaschen", in denen die sehr gut zugänglich sind. In meiner Faulheit habe ich für die kleinen Filter für die mFT-IR-Aufnahmen mir solche Taschen aus China senden lassen. Solange die peinlich sauber und nochmal in einen verschlossenen Kunststoffbeutel gesteckt transportiert werden, ist dies eine für mich geeignete Lösung für die Mitnahme von sehr vielen Filtern.
Bei den Olympus Taschen für die großen FT-Objektive stecke ich das zugehörige Polfilter und Putztuch seitlich rein und bedaure immer, dass die so knapp bemessen sind, dass bei Objektiv mit Konverter die Klappe nicht mehr schliesst und keine seitliche Tasche für Polfilter vorhanden sind.

Wünsche bei dem wunderbaren Wetter Euch die angemessene Zeit zu diesem Herbstgenuss!

Eckhard

Bild des Benutzers Tarnkappe

@Hermann
Einfach köstlich :-)))

@Eckhard
In so einem Stapel sind die Filter auch staubdicht aufbewahrt.
Mir gefällt der Stapel halt, weil er so klein und kompakt ausfällt :-)

Gruß Dieter

Bild des Benutzers Eckhard

Hallo Dieter,

klar ist so ein Stapel klein und wie ein Telekonverter oder Objektiv unzerzubringen. Aber die immer zu unpassender Zeit vorkommenden festsitzenden Gewinde sind (insbesondere bei tiefen Temperaturen, wenn die Fingerspitzen schon beeinträchtigt sind) leider ein immer wieder vorkommendes Problemchen.
Ob Abhilfe mittels Faden, mitgeführtes Werkzeug (zumindest Kabelbinder und dünner Handschuh) oder mit dem Nähkästchen-Faden genähtes DIY-Filtertäschlein - nix ist Problemlos.

Heitere Grüße, ganz ungefiltert!

Eckhard

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

ich habe ja zwei solche Filtertaschen, eine von der Königin der Nähmaschinen und eine als Prototyp von Edlef. Beide haben für mich Schussel den unschlagbaren Vorteil, dass sie auch mal runterfallen können, ohne dass die Filter auch nur einen Kratzer abkriegen. Wenn ein Filterstapel runterfällt (ist ein bisschen schwierig, bei vier verschiedenen Filterdurchmessern, dann ist gleich richtig Geld kaputt...

r.w. admin.

Bild des Benutzers C-oly

Viele nützliche Hinweise, die mir die Auswahl nicht gerade leichter machen, da nun einige Kandidaten wieder im Rennen sind. Ich glaube, ich schreibe die Kandidaten auf kleine Zettel und lose aus.
Danke für die Tipps
Christine

Bild des Benutzers panomatic

Wenn man Probleme mit den Filtergewinden hat hilft folgendes:

Ein zweiter Satz baugleicher Objektive!

Will man einen Filter, einfach das Objektiv wechseln...

Duck und weg.

LG Andreas

Bild des Benutzers Hermann

Bild: 

solche Filtertaschen
Ich vertraue auf die alte Qualität sowohl bei Filter, wie auch bei Tasche. 8 Euro, gebraucht.

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