|
|
|
|
 |
|
|
|
 |
Werbung |
|
|
| |
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
 |
|
 |
|
| Testbericht E-20 |
|
Den folgenden Test hat uns Dirk Ellenbeck zur
Veröffentlichung überlassen. Uprsprünglich für die Macwelt verfasst und dort aus
Platzgründen nur teilweise veröffentlicht, stellen wir hier den Test im gesamten
Umfang zur Verfügung:
Erstveröffentlichung: Macwelt 1/02
Abdruck, Nachdruck und sonstige Veröffentlichung - auch auszugsweise - nur mit
Genehmigung des Autors Dirk Ellenbeck Mail: mail ät ellenbeck.de.
Einzeltest Digitalkamera Olympus E-20
Vor etwa einem Jahr setzte Olympus mit der E-10 - der
seinerzeit einzigen 4 Megapixel Digitalkamera für unter 5.000 DM - neue Maßstäbe
im Markt. Bereits die E-10 zeichnete sich nicht allein durch die hohe Auflösung,
sondern durch ihr bislang einzigartiges Konzept einer Digitalkamera mit
Spiegelreflex-Sucher mit fest montiertem lichtstarken Objektiv aus. An diesem
erfolgreichen Konzept hält Olympus auch mit der ab sofort erhältlichen 5
Megapixel Digitalkamera E-20 - die die E-10 offiziell nicht ablösen, sondern
ergänzen soll - fest.
Sinnvolle Handhabung
Das robuste Metall-Gehäuse, dass mehr als ein Kilo wiegt und nicht zuletzt
dadurch sicher in der Hand des Fotografen liegt, wurde nur in kleinsten Details
optimiert und ermöglicht dem Anwender eine schnelle Bedienung aller Funktionen
über zahlreiche Tasten und Einstellräder. Am griffigen Drehring des mit einer
Blende von F2-2,4 lichtstarken Objektivs wird die Brennweite eingestellt, die
umgerechnet 35 bis 140 mm bei einer analogen Kleinbild-Kamera entspricht .
Das Olympus eher semiprofessionelle und professionelle Anwender mit der E-20
ansprechen will, offenbart sich beim Preis und spätestens bei den zur Verfügung
stehenden Belichtungsprogrammen. Im Gegensatz zu anderen Kameras wurde bei der
E-20 auf Motivprogramme verzichtet. Dem Anwender stehen neben einem
vollautomatischen Modus (P) eine Zeit- (S) sowie eine Blendenautomatik (A) und
eine komplett manuelle Belichtungssteuerung (M) zur Verfügung. Alle
eingestellten Werte werden sowohl auf einem kleinen und hintergrundbeleuchtbarem
LC-Display auf der Oberseite der Kamera, als auch im SLR-Sucher sowie auf Wunsch
auf dem per Tastendruck zu aktivierenden Farbmonitor angezeigt. Im Vollbildmodus
lassen sich in 47 Schritten Belichtungszeiten zwischen 60 und 1/640 Sekunden bei
16 wählbaren Blendenöffnungen von F2 (F2.4 bei Tele-Einstellung) bis F11
einstellen; im neuen Progressive Scan Modus, der über das Menü aktiviert wird,
können nun acht zusätzliche Belichtungszeiten zwischen 1/800 und 1/18.000
Sekunden aktiviert werden. Um diese kurzen Zeiten zu erreichen, schaltet der
2/3" große CCD-Sensor auf halbe Bildauflösung um und interpoliert die fehlenden
Zeilen. In der Praxis funktioniert dies besser als erwartet und auch beim
Ausbelichten der so gemachten digitalen Fotos im Labor mit einer Größe von 20 x
30 cm fällt die Interpolation kaum auf. Weiterer Vorteil des Progressive Scan
Modus ist die höhere Serienbildgeschwindigkeit. Während im Vollbildmodus bis zu
vier Aufnahmen hintereinander mit maximal 2.5 Bildern pro Sekunde gemacht werden
können, gestattet der Halbbildmodus die Aufnahme von bis zu sieben
aufeinanderfolgenden Fotos bei maximal 4.5 Bildern pro Sekunde. Damit lassen
sich auch Action- und Sportaufnahmen realisieren, wobei hier der fehlende
kontinuierliche Autofokus schnell Probleme bereiten kann, da ein einmal
anvisiertes Motiv erneut fokussiert werden muss, wenn sich die Entfernung
ändert.
Ausstattung
Bei der Belichtungsmessung kann zwischen einer Spotmessung, der mittenbetonten
Integralmessung und einer ESP-Mehrfeldmessung gewählt werden. Der Autofokus, der
sehr schnell mit einem nicht sichtbarem Infrarotstrahl misst, ist immer auf die
Bildmitte ausgerichtet und kann leider nicht frei gewählt werden, so dass
beispielsweise ein links oder rechts im Bild befindlich Motiv fokussiert werden
kann. Außer im manuellen Modus kann in allen Einstellungen über eine separate
Taste die Belichtung um bis zu drei Blenden jeweils in Drittelstufen nach oben
oder unten verändert werden.
Wie auch die meisten anderen Funktionen kann die Wahl der Licht-Empfindlichkeit
zwischen ISO 80, ISO 160, ISO 320 und Automatik ebenso per Tastendruck
eingestellt werden, wie der Weißabgleich. Letzterer lässt die Auswahl von sieben
voreingestellten Werten zwischen 3.000 und 7.500 Grad Kelvin sowie die eigene
Messung einer weißen Fläche zu, um farbneutrale Aufnahmen zu gewährleisten.
Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen der E-20 gehört ein manuell ausklappbarer
Blitz mit der recht hohen Leitzahl 18, der in den Betriebsarten Automatik,
Rote-Augen Reduktion und Langzeitsynchronisation genutzt werden kann. Die
Blitzleistung kann über das Menü um jeweils zwei Blenden in Drittelstufen erhöht
oder verringert werden. Selbige Modi stehen auch zur Verfügung, wenn auf dem
Blitzschuh mit Mittenkontakt der optional erhältliche TTL-Blitz FL-40 von
Olympus montiert wird, der auch zusammen mit dem Ausklapp-Blitz der Kamera
genutzt werden kann. Zusätzlich können über ein Systemkabel auch Blitzsysteme
von Drittherstellern genutzt werden. Über die mitgelieferte
Infrarot-Fernbedienung kann die Kamera aus einer Entfernung von bis zu 6 Metern
fokussiert und ausgelöst werden, ein Anschluss für eine Kabelfernbedienung ist
ebenfalls vorhanden, so dass auch ohne den Selbstauslöser erschütterungsfreie
Langzeitaufnahmen gelingen.
Im Makromodus verringert sich die Nahgrenze für aufzunehmende Motive auf 20 cm,
mit dem optional erhältlichen Makrokonverter auf 12 cm. Consumer Digitalkameras
bieten hier aber weitaus bessere Nahgrenzen von bis zu 2 cm.
Direkt nach einer Aufnahme kann diese durch zweimaliges Betätigen der
Monitortaste sofort angesehen werden; ein leichter Druck auf den Auslöser
schaltet sofort wieder in den Aufnahme-Modus mit allen zuvor gespeicherten
Einstellungen , so dass keine Zeit beim Umschalten verloren geht.
Gute Bildqualität
Die Qualität der mit der E-20 gemachten Aufnahmen ist ausgezeichnet. Die
digitalen Fotos können auch ohne nachträgliche Bearbeitung mit dem Mac direkt im
Labor oder auch mit einem Fotodrucker ausgegeben werden und bieten einen hohen
Kontrast sowie natürliche Farben. Auch das vielfach kritisierte Bildrauschen ist
nach unserer Meinung deutlich besser geworden, zudem kann jetzt optional ein "Noise-Reduction"
Modus aktiviert werden, der nach der Aufnahme eventuelle Störungen im Bild
entfernt. Das Ergebnis sind nahezu rauschfreie Bilder auch bei langen
Belichtungszeiten und überwiegend dunklen Motiven.
Die Bilder können in verschiedenen JPEG-Kompressionsstufen sowie als TIFF oder
RAW-Datei auf SmartMedia oder CompactFlash Speicherkarten gespeichert werden,
die E-20 bietet hierfür zwei Steckplätze. Auf die mitgelieferte 16 MB SmartMedia
Karte passen gerade einmal vier Bilder in höchster Auflösung und bei niedrigster
JPEG Komprimierung oder ein Bild im TIFF- oder RAW-Format.
Unverständlich ist, dass Olympus mit der E-20 keine Akkus und kein Ladegerät
mitliefert. Denn mit vier Mignon-Akkus kann der Batteriekorb ebenso bestückt
werden, wie mit den mitgelieferten zwei Lithium-Batterien.
Anwendern, denen der optische Vierfachzoom nicht genügt, bietet Olympus eine
breite Zubehörpalette mit Weitwinkel-, Makro- und Telekonvertern an, die sich
durch hohe optische Qualität, aber auch durch einen hohen Preis auszeichnen. So
liegt der Preis für den Weitwinkelkonverter WCON-08B, mit dem eine
Brennweitenverkürzung um den Faktor 0,8 (entsprechend 28 mm Kleinbild) erreicht
wird, etwa bei 300,- Euro und der Telekonverter TCON-14B zur
Brennweitenverlängerung um den Faktor 1,45 (entsprechend 200 mm Kleinbild)
kostet etwa 350,- Euro. Ebenfalls erhältlich ist ein Hochformat-Griff mit
Lithium-Polymer-Akku und Ladegerät (etwa 700,- Euro), der der Kamera Energie
auch für die ausgedehntesten Foto-Sessions bietet und zu einem noch
professionelleren Eindruck verhilft. Zudem können am Objektiv mit einem
Filtergewinde mit 62 mm Durchmesser auch Filter von Drittherstellern angebracht
werden.
Fazit
Mit der E-20 will Olympus in der 5 Megapixel Klasse mitmischen und hat dazu vor
allem die inneren Werte seines Erfolgsmodells aufgewertet. Neben der höheren
Auflösung wurden hierbei viele Kritikpunkte von Anwendern wie beispielsweise die
Kompatibilität zum IBM Microdrive sowie die bislang zu wenig Spielraum lassenden
Verschlusszeiten berücksichtigt, an anderen schon bei der E-10 bemängelten
Punkten wie beispielsweise der langen Wartezeit beim Speichern von Aufnahmen
wurde aber offensichtlich nichts getan. Hier bieten wesentlich preisgünstigere
Digitalkameras bessere Werte.
So hinterlässt die Olympus E-20 denn auch einen zwiespältigen Eindruck;
einerseits weiss sie durch die professionelle Handhabung einer
Spiegelreflexkamera mit entsprechendem Sucher sowie durch eine ausgezeichnete
Bildqualität und ein breites Einsatzspektrum zu begeistern, andererseits
verärgert sie den Anwender durch lange Wartezeiten beim Einschalten sowie beim
Speichern. Zur Zeit ist Olympus allerdings der einzige Anbieter einer All-In-One
Digitalkamera, die mit einem SLR-Sucher wie bei einer Spiegelreflexkamera und
zusätzlich einem Monitor für die Motivwahl ausgestattet ist. Mit einem
aggressiveren Preis, einer Schärfenachführung bei bewegten Motiven und einer
FireWire Schnittstelle zur schnellen Übertragung der Bilder auf den Mac würde
unsere Testwertung sicherlich noch besser ausfallen. (de)
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
 |
|
Vergleich 7mm, 11mm, 14mm
(Nachbearbeitung & Retusche)
von Klaus Schraeder
|
|
 |
|
 |
|
Wochenthemenfotos
in Bildkritik
|
|
 |
|
Partnershop |
 |
|
|
|
 |
Userwerbung |
 |
|
|
|
 |
|
Userwerbung |
 |
|
|
|
 |
|
Werbung |
 |
|
|
|
 |
|
|